Ausstellungseröffnung im Rostocker Hof

Fotoausstellung „Bester Zoo Europas – direkt vor der Haustür“

Besucher bei der Ausstellungseröffnung, Foto: Joachim Kloock24.7.2017 – Heute um 10 Uhr wurde im Rostocker Hof die Fotoausstellung „Bester Zoo Europas – direkt vor der Haustür“ von Heiner Ganz, Rostocker Hof Center Manager, und Réne Gottschalk, Leiter Marketing und Besucherservice des Rostocker Zoos, feierlich eröffnet.

Der Rostocker Zoo wurde im September 2015 vom britischen Zoo-Experten Anthony Sheridan zum „Besten Zoo Europas“ in der Kategorie II (jährlich 500.000 bis 1 Million Gäste) ausgezeichnet. Diese Auszeichnung zum Anlass nehmend entstand die Fotoausstellung, die Motive aus dem reichhaltigen Fundus des Rostocker Zoos zeigt und bildlich darstellt, warum der Zoo die Auszeichnung „Bester Zoo Europas“ erworben hat.

Klassiker und Zoo-Lieblinge wie Löwen, Zebras und Co. zählen ebenso zum Repertoire wie einige unserer neueren Zugänge, die Grünarassaris. So bunt wie diese Vögel ist auch die Vielfalt des Zoos und der Ausstellung. An der prominenten Stelle Rostocker Hof in der Innenstadt kann sie noch bis zum 05. August 2017 beschaut und bestaunt werden.

Bildunterschrift: Besucher André Jürgens mit seinem Sohn Julius (1) an dem Bild der Grünarassaris, Foto: Joachim Kloock

Internationales Logistikunternehmen siedelt sich in Mecklenburg-Vorpommern an

Neuansiedlung in Fahrbinde – Investition für neues Logistikzentrum geplant – über 100 Arbeitsplätze entstehen perspektivisch

25.7.2017 – Die Raben Group, welche ihre Wurzeln in den Niederlanden hat, will sich in Fahrbinde (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Gemeinde Rastow) ansiedeln. Geplant ist im dortigen Gewerbegebiet der Neubau eines Logistikzentrums. „Die international agierende Unternehmensgruppe wird in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem ersten eigenen Standort aktiv. Mit dem geplanten Logistikzentrum sollen perspektivisch über 100 Arbeitsplätze in Fahrbinde entstehen. Überzeugen konnten wir die Raben Group vor allem aufgrund der gut ausgebauten Infrastruktur vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag in Schwerin. „Die Ansiedlung belegt, dass unser Land ein immer attraktiver werdender Wirtschaftsstandort auch für ausländische Investoren ist. Mecklenburg-Vorpommern kommt wirtschaftlich weiter voran. Jede Neuansiedlung und jede Erweiterung leistet hierfür einen wichtigen Beitrag. Denn: Im Ergebnis werden Arbeitsplätze gesichert, neue Jobs entstehen vor Ort. Darauf kommt es mir besonders an.“

Logistikzentrum entsteht im Gewerbegebiet – Baubeginn noch im Herbst

Im Gewerbegebiet Fahrbinde soll auf einer Fläche von circa zehn Hektar das Logistikzentrum entstehen. Vorgesehen sind der Bau einer Kommissionierungshalle und eines Bürogebäudes sowie der Bau von zwei Lagerhallen. Vor Ort wird die gesamte Logistikkette abgedeckt: von der Warenbeschaffung bis zum Vertrieb sowie die Chargenverwaltung. Vorgesehen ist unter anderem auch die Etikettierung, Verpackung und Kommissionierung von Paletten und Kartons. Darüber hinaus sollen kundenspezifische Verpackungen und entsprechendes Labeling der Waren und auch Retouren-Management ermöglicht werden. Der erste Großkunde wird aus dem Bereich der Lebensmittelindustrie kommen. Baubeginn ist noch für Herbst dieses Jahres geplant.

Anbindung mit entscheidend für Ansiedlungserfolg

Das wachstumsorientierte Unternehmen ist besonders an Standorten im Bereich der Autobahn interessiert. „Wir sind ein kundenorientiertes Unternehmen und haben deshalb nach einer Erweiterung für unser Lagernetzwerk in Deutschland und nach einem Standort gesucht, der für eine neue Investition optimal ist. Dies stärkt unsere Stellung im Norden von Deutschland. Speziell das Autobahnkreuz A24/A14 wird viele Möglichkeiten und Chancen für die Zukunft bringen. Fahrbinde ist aufgrund der direkten Verkehrsanbindung und der verfügbaren Flächen der richtige Standort für uns“, sagt der Geschäftsführer der Raben Group, Ewald Raben. Wichtige Kontakte zum Unternehmen wurden über die Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern auf der Immobilienmesse EXPO REAL 2016 in München geknüpft. „Messen sind für uns ein unverzichtbares Instrument, um auf die Stärken unseres Landes noch besser überregional aufmerksam zu machen“, erläuterte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe weiter. „Ein Vorteil von Fahrbinde ist, dass ein Transport der Waren in alle Richtungen möglich ist. Rostock und Wismar sind mit den Häfen nicht weit entfernt, auch über die Autobahnen liegt das Gewerbegebiet logistisch attraktiv. Zu den Standortvorteilen Mecklenburg-Vorpommerns zählen die geografische Lage im südlichen Teil der Wachstumsregion Ostseeraum mit engen Verbindungen zu den Metropolregionen Hamburg, Berlin und Stettin, unser attraktives Gewerbeflächenangebot und die moderne Infrastruktur. Zudem hat unser Land eine moderne Hafeninfrastruktur mit guter see- und landseitiger Verkehrsanbindung“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Insgesamt belaufen sich die Investitionen des Unternehmens voraussichtlich auf über 10 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium wird das Vorhaben nach Vorlage aller Unterlagen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von voraussichtlich rund 1,60 Millionen Euro unterstützen.

Informationen zur Raben Group

Die Raben Group ist ein Familienunternehmen, welches seit über 85 Jahren mit umfassenden Logistikdienstleistungen (flächendeckende Logistiklösungen, Landverkehre, FTL & Intermodal, Frischelogistik, See- und Luftfracht, Lead Logistics Provider) auf dem europäischen Transportmarkt tätig ist. 1991 startete das in den Niederlanden gegründete Unternehmen seine Geschäftstätigkeit in Polen und wuchs von hier aus europaweit. Seit einigen Jahren expandiert die Raben Group strategisch stark in Deutschland. So wurden z. B. am 01. Januar 2017 die Rhenus Niederlassungen in Fellbach und Weilimdorf übernommen. Im März 2017 folgte die Übernahme der Transport- und Logistikunternehmen Excise GmbH und RLZ Baden GmbH in Karlsruhe. Am 03. Mai 2017 wurde der Vertrag zur Übernahme des Standortes Kamen von der nordrheinwestfälischen Logistikgruppe SCHMALZ + SCHÖN unterzeichnet. Und erst Ende Juni kam es zur Vertragsunterzeichnung für die Übernahme von Busse Logistik in Kassel, welche nach der Zustimmung durch die Kartellrechtsbehörde finalisiert wird. Das Unternehmen verfügt über 130 eigene Niederlassungen in 12 Ländern Europas: Deutschland, Estland, Italien, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Polen, Rumänien, der Slowakei, der Tschechischen Republik, der Ukraine und Ungarn. Die Gruppe generiert eine Milliarde Euro Umsatz jährlich. Rund 10.000 Mitarbeiter zählt das Unternehmen mit einer Gesamtlagerfläche von 1.150.000 Quadratmetern und über 7.000 modernen Transportmitteln.

Logistikbranche in Mecklenburg-Vorpommern

Nach Angaben der „Logistik-Initiative Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ gibt es im Land 5.200 Logistikunternehmen mit 31.000 Beschäftigten, die einen Jahresumsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro erwirtschaften.

Erneute Übernahme ins Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern

Das Umweltarchiv der Hochschule Neubrandenburg übergibt rund 180 Filme

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

25.7.2017 – Erneut konnte das filmische Erbe des Landes im Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern bereichert werden, am 17. Juli 2017 übergab Dr. Jens Hoffmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Umweltgeschichte und Regionalgeschichte der Hochschule Neubrandenburg, rund 180 Filme aus dem „Umweltarchiv“. Eine besondere Entdeckung dürfte dabei der Nachlass des bekannten DDR-Naturfilmers Siegfried Bergmann sein. Ein NDR-Fernsehbeitrag aus Neubrandenburg mit historischen Filmausschnitten war der Auslöser für die weitere Recherche. Kurzerhand verabredete Karl-Heinz Steinbruch, Landesfilmarchivar im Filmbüro MV in Wismar, ein Treffen mit Dr. Hoffmann an der Hochschule Neubrandenburg. Das dortige „Umweltarchiv“ beherbergt neben konventionellem Archivgut auch eine größere Anzahl analoger Filme. Die konnten bisher aber mangels geeigneter Abspieltechnik nicht durch die Hochschule gesichtet werden. Die beiden Institutionen wurden sich sehr schnell einig darüber, daß diese Filme im Landesfilmarchiv dauerhaft und fachgerecht verwahrt werden sollen. Ebenfalls kann das analoge Material nun sukzessive digitalisiert werden, was im Filmbüro problemlos möglich ist. Der größte Teil dieses umfassenden Zuwachses sind 16-mm-Lehrfilme aus verschiedenen Reihen, darunter Unterrichtsfilme, Berufsschulfilme, Berufsschulfilme für die Landwirtschaft oder Filme für die Ausbildung von Pädagogen. Nahezu 20 Filme im 35-mm-Format sind Bestandteil eines an das Umweltarchiv Neubrandenburg abgegebenen Nachlasses des bekannten DDR-Naturfilmers Siegfried Bergmann. Von diesen Arbeiten sind bereits einige Filme im Landesfilmarchiv erfaßt und liegen im Bestand vor. Eine weitere Entdeckung bei der ersten Durchsicht war ein 35-mm-Zweiakter aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, ein Film über die Arbeit der „Lehrstätte für Naturschutz Müritzhof“. Noch im August werden die Erschließungsarbeiten aller Filme beginnen, eine spannende Arbeit, bei der wir noch auf einige Überraschungen hinsichtlich des filmischen Erbe des Landes hoffen können.

Weitere Informationen unter:

http://iugr.net/

http://www.filmbuero-mv.de/de/landesfilmarchiv/ueber_das_landesfilmarchiv

Hightech aus Wismar – Visiotex GmbH plant Entwicklung und automatisierte Sportschuh-Produktion

„Hidden Champion“ verstärkt Forschungsaktivitäten – Bau einer Produktionsstätte geplant – 30 neue Arbeitsplätze sollen entstehen

Citylauf in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Citylauf, Foto: Joachim Kloock

24.7.2017 – Kommt der erste vollautomatisch hergestellte Schuh aus Mecklenburg-Vorpommern? Die Visiotex GmbH in Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) plant entsprechende Forschungsaktivitäten mit anschließender Errichtung einer Produktionsstätte, um einen Sportschuh mit nahtfreiem, komplett gestricktem Schaft und integrierter Sohle zu entwickeln und zu produzieren. Das Unternehmen arbeitet bisher insbesondere für die Möbel-, Medizin- und Sportschuhbranche, ist Partner führender Automobilhersteller in den Bereichen Entwicklung und Prototyping. „Die Visiotex GmbH ist eines der verborgenen, hochinnovativen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, ein ´hidden champion´. Jetzt soll die Forschung in Wismar weiter vorangetrieben werden – geplant ist die Entwicklung und Produktion eines innovativen Sportschuhs. Langfristig sollen mit der Investition eine eigene Betriebsstätte und über 30 neue Arbeitsplätze in Wismar entstehen. Dafür will das Unternehmen knapp 20 Millionen Euro investieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Der Minister übergab vor Ort eine Fördermittelabsichtserklärung für das Errichtungsvorhaben.

Mehr als 30 neue Arbeitsplätze sollen in Wismar durch neue Produktionsstätte entstehen

Sitzbezüge, die heizen, kühlen oder massieren, Schuhe aus einem Guss mit Kompressions- und Kühlfunktion, wirkstofftragende Sportbandagen, multifunktionale Innenraumverkleidungen für Automobile – die Visiotex GmbH entwickelt und produziert seit 2011 in Wismar mit über 20 Mitarbeitern. Am zweiten Unternehmensstandort in Warin (Landkreis Nordwestmecklenburg) erfolgt die Fertigung von Rückenlehnen für Bürostühle. Grundlage der Produktion ist die patentierte 3D-Technologie „Wovenit“. Das Verfahren ermöglicht nach Unternehmensangaben durch die Vereinigung von Weben und Stricken in einem digitalen Prozess die Herstellung beliebiger Faserwerkstoffe – mit individuell ausgeprägter, dreidimensionaler Textilstruktur. Die Visiotex GmbH plant, eine neue Betriebsstätte zu errichten, in der Sportschuhe gefertigt werden. „Hier entstehen Hightech-Produkte, die uns im Alltag begegnen, etwa die Rückenlehne des Schreibtischstuhls, die Sportbandage oder die Verkleidung im Autoinnenraum“, sagte Glawe.

Wirtschaftsnahe Forschung mit Universität Rostock und Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock geplant

Im Vorfeld der Betriebsstättenerrichtung sind zwei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben geplant. In Kooperation mit der Universität Rostock sollen zunächst neue Textilkonstruktionen zur Herstellung von Schuhwerken mit hohem thermischen Komfort und dynamisch angepasster Form entwickelt werden. Ein zweites Vorhaben umfasst die dann folgende Entwicklung eines automatisierten Prozesses für die Produktion des Schuhs gemeinsam mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock. „Die enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft ist ein wichtiges Anliegen. Wir brauchen wirtschaftsnahe Forschungsprojekte im Land, aus denen international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen entstehen. So werden zukunftsorientierte Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen und erhalten. Das stärkt unsere Wirtschaft. Die Visiotex GmbH ist ein gutes Beispiel dafür“, sagte Glawe.

Aktion „Europa in meiner Region“ – Umsetzung innovativer Projekte durch Fördermittel der Europäischen Union

Der Projektbesuch fand im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz. „Wir sind ein lebendiger Teil Europas. Die Staatengemeinschaft trägt entscheidend dazu bei, die Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen. Dies wird durch die EU-Fördermittel ermöglicht. Mit Unterstützung der EU-Fonds hat sich Mecklenburg-Vorpommern auch wirtschaftlich weiterentwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin von den EU-Programmen profitieren“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Pappboot-Rennen auf der Warnow

Hart an der Welle – Schwimmrekord oder Schlagseite an den Hafenterrassen 

22.7.2017 – Zwei Stunden Zeit, vier Fahrradkartons (ca. 14 m²) und vier Rollen Klebeband – fertig ist ein Pappboot. Diesen Wettkampfbedingungen stellten sich am Wochenende elf Teams bei der elften Wiro-Pappboot-Weltmeisterschaft im Rostocker Stadthafen. Ob es schwimmt, zeigte sich auf der Warnow, wenn Hobby-Kapitäne beim WIRO-PappCup im Geschwindigkeitsrennen um die Bestzeit paddeln. Dann ging es an den Start.Im Einzelzeitfahren musste das Pappboot auf einer Strecke von 200 Metern von einem Kapitän sicher um die Bojen gesteuert werden. Die rund 250 Zuschauer feuerten die Schlagmänner dabei lauthals an.Trotz bester Voraussetzungen schaffte es das Boot der Wironauten nicht bis ins Ziel und kenterte auf halber Strecke.Den Schokoladenpokal sicherte sich am Ende die Kanujugend Rostock.

„L E A – Lernen, Erleben, Arbeiten“ unterstützt auf dem Weg in die Arbeitsaufnahme

Projekt soll Bedingungen für junge Langzeitarbeitslose verbessern – besonderes Engagement von Unternehmen vor Ort

Schule, Foto: Shutterstock, Franck Boston

Schule, Foto: Shutterstock

24.7.2017 – Langzeitarbeitslose junge Menschen fit machen für den Arbeitsmarkt – das ist das Ziel von „L E A – Lernen, Erleben, Arbeiten“. Wirtschaftsminister Harry Glawe informierte sich am Montag in Güstrow über das Projekt. „Mit dem LEA-Projekt wollen wir für junge Langzeitarbeitslose Perspektiven für eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt schaffen. Das ist eine Investition in die Zukunft der jungen Menschen und langfristig auch in die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Das Projekt wird vom Güstrower Bildungshaus e.V. durchgeführt.

Besonderheit: hohes Engagement von Unternehmen

Das Projekt setzt auf eine mehrstufige, individuelle Integrationsbegleitung. Die Teilnehmer sollen lernen, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen, soziale Kompetenzen zu stärken und Kenntnisse aufzubauen, um für sich eine berufliche Orientierung zu entdecken. Seit dem Projektstart im Jahr 2015 haben 114 junge Menschen LEA durchlaufen. Bisher sind durch das Projekt unter anderem 52 betriebliche Praktika, sechs Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen und zwei Vermittlungen in betriebliche Ausbildung initiiert worden. Derzeit sind 44 Teilnehmer im Projekt. „Das besondere hier in Güstrow ist, dass Unternehmen aus der Region die komplette Kofinanzierung des Projektes übernehmen. Durch die Beteiligung der Wirtschaft entsteht ein enger Kontakt zwischen den Teilnehmern und den regionalen Unternehmern. Das unterstützt den Eintritt in den Arbeitsmarkt“, sagte Glawe. 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das seit 2015 laufende Projekt wurde vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 140.000 Euro gefördert. Wirtschaftsminister Harry Glawe übergab vor Ort einen Zuwendungsbescheid für die Projektverlängerung um ein Jahr in Höhe von knapp 59.000 Euro aus Mitteln des ESF. „Auch in diesem Jahr sind regionale Unternehmen mit im Boot und teilen sich die Kofinanzierung des Projektes in Höhe von insgesamt 50.000 Euro. Das ist ein herausragendes Engagement“, sagte Glawe.

Aktion „Europa in meiner Region“ – Umsetzung innovativer Projekte durch Fördermittel der Europäischen Union

Der Projektbesuch fand im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz. „Wir sind ein lebendiger Teil Europas. Die Staatengemeinschaft trägt entscheidend dazu bei, die Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen. Dies wird durch die EU-Fördermittel ermöglicht. Mit Unterstützung der EU-Fonds hat sich Mecklenburg-Vorpommern auch wirtschaftlich weiterentwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin von den EU-Programmen profitieren“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Informationen zum Europäischen Sozialfonds

Der ESF ist ein Finanzierungsinstrument für die Unterstützung von Beschäftigungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten. Gefördert werden wirtschaftliche und soziale Maßnahmen, die zur Verringerung der Armut, Stärkung der Bildung und Sicherung von Beschäftigung beitragen. Mecklenburg-Vorpommern stehen für die Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt rund 384,6 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung. „Nachhaltige und hochwertige Beschäftigung sowie Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung sind die Schwerpunkte im Europäischen Sozialfonds für Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Glawe.

Informationen zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

Der Einsatz des EFRE zielt schwerpunktmäßig darauf ab, den wirtschaftlichen Aufholprozess in Mecklenburg-Vorpommern durch Investitionen weiterzuführen. Von 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem EFRE. Die Fördermittel werden unter anderem für Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, den Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie für die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft eingesetzt. „Unser Fokus liegt auf der Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Etwa ein Viertel der EFRE-Gelder wollen wir dafür nutzen“, sagte Glawe.

Zoodirektor Udo Nagel hält große Stücke auf sein Juniorteam 

  • Beirat will helfen, den Zoo noch kinderfreundlicher zu gestalten
  • Erstmals eine Kinderumfrage durchgeführt und ausgewertet
  • Juniortteam jetzt auch unter kinder@zoo-rostock.de zu erreichen

Schon seit 2014 sind Kinder in Beratungsfunktion im Rostocker Zoo unterwegs, jetzt hat sich daraus das Juniorteam gegründet. Drei Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren wollen dabei helfen, den Zoo noch kinderfreundlicher zu gestalten. Dafür haben sie eine Umfrage unter den jungen Zoobesuchern durchgeführt, suchen den Kontakt zu den Kids auf Zoofesten und anderen Veranstaltungen und reden mit bei der Entwicklung zielgruppenspezifischer Angebote. 

Juniorteam, Foto: Joachim Kloock

Juniorteam, Foto: Joachim Kloock

„Die bisherige Arbeit des Kinderbeirates hat uns sehr beeindruckt“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Es war unser gemeinsamer Wunsch, dieses wohl erste Ehrenamt der Kinder und Jugendlichen aufzuwerten und mit weiteren Kompetenzen auszustatten. Denn niemand weiß besser, wie ein kindgerechter Zoo aussehen sollte, als die Betreffenden selbst“, so Nagel. „Insofern möchten wir die Vertreter einer der größten Zielgruppe auch künftig bei der weiteren Entwicklung der besucherstärksten Freizeiteinrichtung des Landes aktiv mitbestimmen lassen.“ Aktuell besteht das Juniorteam aus drei Mitgliedern. Seit zwei Jahren sind Anna-Lena (16 Jahre) und Vivien (14 Jahre) mit dabei, im vergangenen Jahr kam Hanna (16 Jahre) dazu. „Ich engagiere mich im Juniorteam des Zoo Rostock, weil ich es wichtig finde für den Artenschutz einzutreten, ich gern mein Wissen über Tiere weitergebe und dieses spielerisch, zum Beispiel durch Basteln bei Kindern zu vertiefen. Neu für mich war es, für eine Radioshow und für die Tierporträtvideos in einem echten Aufnahmestudio zu sein“, sagte Anna-Lena. Und Hanna ergänzt: „An der Arbeit im Juniorteam gefällt mir besonders, dass ich dem Zoo helfen kann. Zudem macht es mir Spaß, auf Erkundungstour zu gehen und zu gucken, was man kindgerechter gestalten kann. Neu und sehr spannend waren für mich die Tonaufnahmen für die YouTube-Videos.“

Kinderumfrage: Einhörner und Fiete werden vermisst

Die drei Schülerinnen haben eine eigene Umfrage gestartet (s. Anlage), um von den jungen Zoobesuchern zu erfahren, welche Tiere und Gehege sie am liebsten besuchen, wie ihnen die Schilder und Fütterungen gefallen und welche Spielplätze die besten sind. Auch Fragen an den Zoodirektor waren ausdrücklich erwünscht. Eine erste Auswertung von mehr als 100 Umfragebögen hat ergeben, dass Eisbären, Robben, Löwen und Menschenaffen die absoluten Lieblinge der jungen Besucher sind. „Je kleiner die Kinder, desto größer sind ihre Lieblingstiere“, sagte Anna-Lena. „Zu den am meisten gewünschten Tieren gehören Elefanten, Eisbären und Giraffen, aber auch Saurier und Einhörner“, meinte die 16-Jährige lachend. Die besten Spielplätze sind die, auf denen viel ausprobiert und geklettert werden kann, wie Hanna berichtete. „Jugendliche mögen große Spielplätze, kleinere Kinder vor allem die, wo man viel klettern kann. Schaukeln zum Beispiel mögen große und kleine Kinder.“ Interessant für die Mitarbeiter der Marketingabteilung war vor allem die Aussage, dass erstaunlich viele Grundschüler auf die Gehegeschilder achten. „Viele Kinder wünschen sich, dass sie die Namen der Tiere erfahren“, betonte Vivien. Wünsche, wie einen Fußballplatz anzulegen oder ein Haifischbecken zu errichten, werde er wohl nicht erfüllen können, so Zoodirektor Udo Nagel. Über den Hauptwunsch der Kinder, dass Eisbär Fiete zurückkommt, freue er sich, zeige sich doch, dass auch die jungen Zoobesucher die Eisbären vermissen. „2018 eröffnen wir das neue POLARIUM und dann hoffen wir auf viele junge Eisbären“, sagte Nagel.

Drei Briefkästen im Zoo und eine Mailadresse

Um auf Fragen und Anregungen der Kinder noch besser reagieren zu können, wurde pünktlich zu Beginn der Sommerferien die Kontaktadresse kinder@zoo-rostock.de frei geschaltet. Außerdem hängen im Zoo nun drei vom Juniorteam gestaltete Briefkästen an den Eingängen und am DARWINEUM, die nur darauf warten, „gefüttert“ zu werden. Die Mädchen des Juniorteams – erkennbar an den roten Zoo-Westen – sind auch in den Sommerferien bei Veranstaltungen unterwegs und lassen sich gern in ein Gespräch verwickeln. Darüber hinaus arbeiten sie an der Vertonung von kurzen Zoofilmen: Kindgerecht stellen sie Tiere im Porträt vor, zu sehen und zu hören demnächst auf dem Youtube-Channel des Zoos.

Bildunterschrift: Ein gutes Team: Juniorberaterinnen Hanna (v. li.), Anna-Lena und Vivien mit Zoodirektor Udo Nagel. Gemeinsam wurden noch zu Ferienbeginn die neuen Briefkästen für Kinderwünsche im Zoo angebracht. Foto: Joachim Kloock