Auf Initiative von M-V: Verkehrsminister für einheitliche Radwegweisung an Bundesstraßen

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

10.10.2019 – Die Verkehrsminister der Länder haben sich im Rahmen der Verkehrsministerkonferenz in Frankfurt am Main einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Bund künftig die Kosten für eine wegweisende Beschilderung für den Radverkehr bei straßenbegleitenden Radwegen an Bundesstraßen übernehmen soll. Der entsprechende Beschlussvorschlag war von Mecklenburg-Vorpommern eingebracht worden. „Der Radverkehr muss gleichberechtigtes Mitglied im Straßenverkehr werden. Dazu gehört auch eine durchgehende, einheitliche Wegweisung, die auf die speziellen Belange des Radverkehrs angepasst ist“, betont Landesinfrastrukturminister Christian Pegel und sagt weiter: „Autos und Fahrräder fahren unterschiedliche Distanzen auf zuweilen verschiedenen Wege. Es reicht daher nicht aus, auf die vorhandene amtliche Beschilderung – üblicherweise die „gelben Straßenschilder“ hinzuweisen, die in der Regel Ziele in längerer Distanz abbilden.“ Zu diesem Ergebnis kam auch die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Sie hat entsprechende Empfehlungen zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr herausgegeben. Demnach sei eine über die bisherige amtliche Beschilderung hinausgehende, aber zur Förderung und Verbesserung des Radverkehrs sinnvolle Beschilderung von straßenbegleitenden Radwegen empfehlenswert. „Die gesonderte Beschilderung für Radfahrer an allen Straßen im Land ist längst überfällig. Deshalb haben wir es uns in Mecklenburg-Vorpommern zum Ziel gesetzt, schnellstmöglich flächendeckend eine den Empfehlungen entsprechende Beschilderung an Radwegen einzurichten. Das trifft nicht nur das Land als Eigentümerin und damit Straßenbaulastträgerin der Landesstraßen, sondern auch die Kommunen, Landkreise und eben den Bund“, betont der Minister. Bislang hatte der Bund die Finanzierung der notwendigen Schilder abgelehnt: Mit der Begründung, dass die beabsichtigte Beschilderung über die amtlich vorgesehene hinausgehe. „Diese Entscheidung haben wir zum Anlass genommen, den gestern von allen Ländern befürworteten Beschlussvorschlag zu erarbeiten“, so Christian Pegel. Angesichts der erzielten Einstimmigkeit zeigt er sich erfreut: „Wenn wir den Radverkehr stärken, ihn attraktiv gestalten und den Radfahrern ein sicheres Gefühl geben wollen, ist eine an den Radverkehr angepasste Beschilderung von elementarer Bedeutung. Zu einer guten Radverkehrsinfrastruktur gehört eben auch eine durchgängige einheitliche Fahrradwegweisung – sowohl für den Alltagsverkehr als auch für touristische Zwecke. Unser Ziel ist daher eine Beschilderung, die im ganzen Land und bundesweit einheitlich für den Fahrradverkehr geregelt ist. Der gestern einstimmig gefasste Beschluss zeigt, dass dazu zumindest unter den Ländern Konsens herrscht.“

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NØRD – Erster Digitalkongress des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Grazer Buchtisch. Standort: Digitalisierungszentrum der SLUB Dresden, Mai 2009, Foto: eigenes WerkAm 6. und 7. November 2019 findet in Mecklenburg-Vorpommern der erste landesweite Digitalkongress der Landesregierung unter Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig statt. In den Städten der künftigen Innovationsräume SchwerinWismarRostockStralsundGreifswald und Neubrandenburg – werden die verschiedenen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierungen mit Impulsvorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen beleuchtet. „Ich freue mich sehr, dass wir für die NØRD viele hochkarätige Teilnehmer aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung gewinnen konnten. Netzwerke leben immer vom Austausch und unser Digitalkongress bietet dafür die perfekte Plattform. Wir werden zeigen, dass das digitale MV eine Idee ist, die wir zwar weiter ausbauen und befeuern wollen, aber die bereits lebt und atmet“, so Digitalisierungsminister Christian Pegel.

Das Pre-Event zur NØRD bildet der Digital Baltic Start-up Day am 6. November in der Alten Mensa in der Hansestadt Greifswald. Dr. Wolfgang Blank, künftiger Betreiber des Innovationszentrums Greifswald und Geschäftsführer der WITENO GmbH fasst die Pläne für diesen Tag zusammen: „Wir laden Gründerinnen und Gründer aus dem ganzen Ostseeraum zur NØRD nach Greifswald ein. Start-ups aus Estland oder Russland können ihre Ideen und Unternehmungen vor unserer digitalen Community pitchen und damit für Impulse in M-V sorgen. Wir müssen auch weiter über den Tellerrand hinausschauen. Wir können viel von unseren Nachbarn im Ostseeraum lernen, aber sie sicher auch vieles von den kreativen Köpfen in M-V. Diese Community in Greifswald zusammenzubringen, wird unheimlich spannend.“

Bei einer feierlichen Gala im Theater Vorpommern wird die NØRD am Abend des 6. November 2019 eröffnet. Christian Pegel freut sich dabei auf einen Vortrag besonders: „Mit Kalle Palling konnten wir jemanden gewinnen, der nun noch einmal nach Mecklenburg-Vorpommern transportieren wird, was wir auf unserer Delegationsreise nach Estland im vergangenen März erfahren und erleben durften: Die Chancen, die für uns als Verwaltung und auch als Gesellschaft in der Digitalisierung stecken. Estland ist dabei für uns klar Vorreiter und Vorbild. Ich bin überzeugt, dass die Gäste im Theater viel aus seinem Vortrag mitnehmen werden.“ Die Vorträge zum Thema Digitalisierung werden an diesem Abend durch Showacts wie New Horizons aus Neustrelitz oder Luminos umrahmt, bevor es im Mensaclub in der Alten Mensa auf die offizielle NØRD-Party geht. Das Herzstück des Kongresses bildet der 7. November. „Für Mecklenburg-Vorpommern absolut einmalig bespielen wir an diesem Tag mehrere Standorte in sechs Städten – alle mit einem übergeordneten Thema und mit ausgewählten Speakern. Das digitale M-V wird sich an diesem Tag hoffentlich zahlreich präsentieren und über Gegenwart und Zukunft der Digitalisierung sprechen. Ich freue mich ganz besonders, dass wir auch einige andere Ministerinnen und Minister sowie Staatssekretärinnen und Staatssekretäre dafür begeistern konnten, an der NØRD teilzunehmen“, so Pegel.

Von „Digitaler Wandel trifft Verwaltung“ in Schwerin über „Forschung und Lehre im digitalen Wandel“ in Rostock oder „Digitalisierung als Chance für den ländlichen Raum“ in Neubrandenburg – am 7. November wird es in den künftigen Innovationszentren in ganz M-V von 9 Uhr bis 16 Uhr um Digitalisierung gehen. Anschließend geht es via Bus-Shuttle aus allen Standorten nach Rostock, wo am Abend der OZ-Existenzgründerpreis verliehen wird. Hier werden sich zum Abschluss alle Speaker der beiden Kongresstage treffen und die erste NØRD gemeinsam Revue passieren lassen. Alle Informationen zum Programm, sowie alle Standorte finden sie unter https://www.digitalesmv.de/noerd.

Bildunterschrift: Grazer Buchtisch. Standort: Digitalisierungszentrum der SLUB Dresden, Mai 2009, Foto: eigenes Werk

Veranstaltungen im November 2019 in den Biosphärenreservaten Schaalsee und Elbe

November 2019

Kranichpaar auf einem abgeernteten Maisacker, Foto/Quelle: Archiv Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Kranichpaar, Foto: Archiv Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Sonntag, 3.11., 10:00 Uhr – 16:00 Uhr
Biosphäre-Schaalsee-Markt
Markt mit Produkten aus der Region, Gesundheitsvortrag, Unterhaltung
Veranstalter: Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V.
Treff/Ort: PAHLHUUS, 19246 Zarrentin am Schaalsee
Infos: Tel. 038851 32136, http://www.biosphaere-schaalsee.de

Montag, 4.11., 19:00 Uhr
Lokalgeschichtliches vom Vier und von Streitheide Der Boizenburger Ortschronist Mario Buck richtet in seinem Vortrag den Blick auf die lokal- und kulturgeschichtlich interessanten Ortsteile Vier und Streitheide.
Veranstalter: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe
Treff/Ort: Medienraum EinFlussReich, Am Elbberg 8-9, 19258 Boizenburg/Elbe
Infos: Tel. 038851 3020, http://www.elbetal-mv.de

Mittwoch, 6.11., 15:30 Uhr – 16:15 Uhr
Theater im PAHLHUUS
Puppentheater für Kinder ab 4 Jahre, Dauer etwa 45 Minuten
Veranstalter: Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V.
Treff/Ort: Medienraum PAHLHUUS, 19246 Zarrentin am Schaalsee
Preis: 4,50 €/Person, Kartenreservierung empfohlen
Infos: Tel. 038851 32136, http://www.biosphaere-schaalsee.de

Donnerstag, 14.11., 19:00 Uhr – 20:30 Uhr Wie geht’s dem Neuenkirchener und dem Boissower See?
Vortrag: Dr. Stefan Sandrock, Dr. Eva-Maria Scharf; bioplan
Veranstalter: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe
Treff/Ort: Medienraum PAHLHUUS, 19246 Zarrentin am Schaalsee
Infos: Tel. 038851 3020, http://www.schaalsee.de

Aktuelle Veranstaltungen

Mit dem Ranger unterwegs! Unsere nächsten Veranstaltungen: 22.09., 10:00 Uhr – Eine Zeitreise durch die Region +++ 11.10., 17:00 Uhr – Kraniche, Vögel des Glückes +++ 12.10., 9:00 Uhr – Herbstliche Radtour zu den Rastgebieten der Zug- und Wasservögel +++ 18.10., 17:00 Uhr – Kraniche, Vögel des Glückes +++ 27.10., 14:00 Uhr – Herbstliche Dreiländer-Schiffstour Aktuelle Informationen unter: http://www.schaalsee.de und http://www.elbetal-mv.de oder http://www.facebook.com/brschaalsee sowie http://www.facebook.com/brelbe

F. C. Hansa Rostock – SV Meppen 2:1

Die gesamte Fotogalerie hier https://mvzeitnah.wordpress.com/hansestadt-rostock/sport/

F. C. Hansa Rostock – Markus Kolke – Nils Butzen, Sven Sonnenberg, Max Reinthaler, Nico Neidhart – Mirnes Pepic (86. Jonas Hildebrandt),  Kai Bülow, Nik Omladic (76. Maximilian Ahlschwede), Nikolas Nartey, Aaron Opoku (56. Rasmus Pedersen) – Pascal Breier.

SV Meppen 1912 e. V. – Erik Domaschke – Markus Ballmert, Steffen Puttkammer, Yannick Osée, Hassan Amin – Florian Egerer, Willi Evseev, Marius Kleinsorge (65. René Guder), Marcus Piossek (60. Julius Düker), Valdet Rama (76. Max Kremer) – Deniz Undav.

Tore – 1:0 Pascal Breier (9.), 2:0 Pascal Breier (24.), 2:1 René Guder (82.)

Schiedsrichter – Tobias Schultes, Andreas Hummel, Steffen Grimmeißen

Zuschauer – 12.358

OB Claus Ruhe Madsen bleibt am Ball

OB Madsen

OB Claus Ruhe Madsen bleibt am Ball, Foto: Joachim Kloock

Der Fußballverein F. C. Hansa Rostock e.V. gehört zu Rostock wie die Zahl Sieben. Das dachte sich der Fußballverein wohl auch und schenkte dem Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen kürzlich als neues „Mannschaftsmitglied” ein T-Shirt mit seinem Namen und der Nummer Sieben. Dieses und weitere spannende Sachen können sich Interessenten in der aktuellen Ausstellung im Rathaus-Anbau am Neuen Markt anschauen. Hier gibt es neben originellen Exponaten zum Doppeljubiläum, darunter Fotos, und die Maskottchen Greifi und Alma, auch noch vielseitige Veranstaltungstipps zu den Feierlichkeiten im Doppeljubiläumsjahr und zum 600-jährigen Universitätsjubiläum.

Auch in die Rathaushalle sind die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr zu vielen spannenden Ausstellungen herzlich eingeladen. So können Interessenten bis zum 7. Oktober Werke aus dem landesweiten Wettbewerbs „Klimasichten“ der Klimaschutzleitstelle in Zusammenarbeit mit dem Energieministerium Mecklenburg-Vorpommern besichtigen. Ab 7. Oktober werden die Wettbewerbsexponate für den Neubau des Volkstheater präsentiert, dann stellen sich die Bahai und ihre 200-jährige Geschichte vor, die Jüdische Gemeinde Rostock zeigt Kunstwerke von Gemeindemitgliedern, im November lädt traditionell der Kunsthandwerkermarkt ins Rathaus und im Dezember erfahren die Besucher,warum nur „Gutes Geld glücklich macht“ mit Arvid Schnauer (81), emeritierter Pastor aus Rostock.

Roggentiner Großmarkt schenkt dem Zoo jede Woche 200 Kilogramm frisches Obst und Gemüse 

Globus-Kunden spenden zusätzlich 1.000 Euro für den Natur- und Artenschutz

zoo-Globus-01Seit vielen Jahren ist der Globus Handelshof in Roggentin ein großer Unterstützer des Rostocker Zoos. Jede Woche Montag und Donnerstag holen Mitarbeiter des Zoos jeweils 20 Kisten Obst und Gemüse kostenfrei für die tierischen Bewohner im Darwineum ab. Zudem spenden die Globus-Kunden seit vier Jahren ihre Münzen für den Natur- und Artenschutz. Heute hat Globus-Geschäftsleiter Frank Meißler die Sammlung aus dem Spendenkegel in Form eines aufgerundeten Schecks in Höhe von 1.000 Euro an Zoodirektor Udo Nagel überreicht. „Viele unserer Kunden lieben den Zoo Rostock und haben sich sehr über die Eröffnung des neuen Polariums vor einem Jahr gefreut“, betonte Globus-Geschäftsleiter Frank Meißler. „Wir werden auch künftig unseren Zoo tatkräftig mit Futter- und Geldspenden unterstützen.“

Das Globus-Team Obst & Gemüse stellt jede Woche insgesamt zwei Euro-Paletten für Assumbo & Co. zusammen. Dies entspricht einer ungefähren Menge von 200 Kilogramm gesunden Nahrungsmitteln pro Woche. Dabei ist alles, was im Globus-Markt angeboten wird und die Saison oder Region zu bieten hat, von Bananen, Äpfeln und Birnen sowie Pfirsiche und Nektarinen bis hin zu Möhren, Porree und alle möglichen Salate von Eisberg bis Lollo Rosso. Hauptempfänger sind die großen Vegetarier im Darwineum, die Gorillas, Orang-Utans und die Riesenschildkröten. „Die wöchentlichen Futterspenden helfen uns enorm, unsere Tiere mit qualitativ hochwertigem Essen zu versorgen und Kosten einzusparen“, sagte Zoodirektor Udo Nagel.

Die Spendensumme kommt komplett der Artenschutzorganisation Polar Bears International (PBI) zugute. Mit der Eröffnung des Polariums 2018 wurde die Zusammenarbeit des Rostocker Zoos mit der Artenschutzorganisation weiter ausgebaut. So hat der Zoo Rostock eine Patenschaft für ein sieben Jahre altes Weibchen mit Sender in der Wildnis übernommen und ihr den Namen Vilma gegeben. Seit dem Oktober 2018 hat Vilma in Kanada bereits 3.222 km zurückgelegt (Link zu Vilma: https://polarbearsinternational.org/polar-bears/tracking/).

Bildunterschrift: Globus-Geschäftsleiter Frank Meißler (re.) übergab unter den wachsamen Augen von Maskottchen Otto Eisbär den Spendenscheck an Zoodirektor Udo Nagel (li.). Foto: Joachim Kloock

 

 

Kleines Seehundmädchen hört nun auf den Namen Lotte

Seit 25 Jahren – OstseeSparkasse verlängert älteste Tierpatenschaft des Zoos

Babyalarm im Seehund-Revier. Am 9. August brachte Seehundweibchen Lilly (13) ihr sechstes Jungtier, ein Mädchen, zur Welt. Die OstseeSparkasse Rostock (OSPA) als Pate hatte dazu aufgerufen, einen passenden Namen für den quirligen Nachwuchs im Robbenrevier zu finden. Die Wahl fiel auf den Namen Lotte. Der Vorschlag kam von Anika Zielinski (35) aus Jörnsdorf, die bei der heutigen Taufe mit OSPA-Vorstandsmitglied Karsten Pannwitt und Zoodirektor Udo Nagel mit dabei war.

Zur Taufe gab es heute aus der Hand von Weltmeisterin Marie-Louise Dräger eine Extraportion frischen Fisch. Die Ruderin erlebte gerade die Taufe bei der OSPA und freut sich über die Aufnahme ins OSPA-Sportteam. Damit werden sich ihre Trainingsbedingungen deutlich verbessern und die Olympischen Spiele 2020 in Tokio können kommen. „Lotte ist ein sympathischer Name und passt gut zu Lilly, Susi und Gizmo“, begründete Karsten Pannwitt die Namenswahl. „Gleichzeitig möchten wir dem Zoo Rostock zum ersten Jahr Polarium gratulieren. Die beeindruckende Jahresbilanz zeigt deutlich, dass der Zoo ein beliebter Besuchermagnet für die Rostocker und Gäste der Stadt ist.“ Die OSPA gehört zu den wichtigsten Förderern des Zoos und unterstützt seit 25 Jahren in vielfältiger Form den Rostocker Zoo, unter anderem als Premiumpartner der Gemeinschaft „Natur- und Artenschutz“, aber auch bei der Klassik-Nacht, bei Tierpatenschaften oder mit der OSPA-Stiftung das offizielle Leuchtturmprojekt Darwineum. Die Patenschaft für die Seehunde besteht bereits seit 1994 und wurde heute wieder verlängert. „Diese Patenschaft ist etwas Besonderes, die längste im Zoo, die für die große Verbundenheit der OSPA zu unserem Zoo spricht“ so Udo Nagel.

Lotte ist schon flügge

Lottes Papa ist der 18-jährige Gizmo, der mit seinen Robbendamen Lilly und Susi (30) im Zoo Rostock lebt. „Unsere Lotte erfreut sich bester Gesundheit, wächst und gedeiht. Momentan fängt sie an, feste Nahrung zu sich zu nehmen, lernt sozusagen, dass Fisch leckeres Futter ist“, berichtete Zoodirektor Udo Nagel. Das Seehundmädchen wiegt inzwischen ca. 20 kg, doppelt so viel wie bei der Geburt und benötigt keine Muttermilch mehr. Seehunde werden nur etwa sechs Wochen mit der sehr fetthaltigen Muttermilch ernährt. Danach müssen sie in der freien Natur lernen, Fisch zu fangen und zu fressen. Seehunde können von Geburt an schwimmen und sind schon mit etwa zwei Monaten selbstständig. Seehunde leben vor allem an den Küsten der arktischen und subarktischen Regionen, aber auch an den deutschen und dänischen Küsten der Nordsee und westlichen Ostsee. Seehunde bringen es im Wasser auf Spitzengeschwindigkeiten von 37 Kilometer pro Stunde. Seehundchef Gizmo wurde 2001 im Zoo Arche Noah in Grömitz geboren und kam im Juni 2003 in den Zoo Rostock. Susi, eine Ur-Berlinerin aus dem Zoo der Hauptstadt, lebt schon seit 1992 an der Ostseeküste. Im August 2006 stieß Lilly zur Rostocker Seehundgruppe. Die im vergangenen Jahr im Zoo Rostock geborene Bella ist in den Augsburger Zoo gewechselt. Seit 1976 der legendäre Ostseewildfang Flossi in den Rostocker Zoo kam, können die Zoobesucher die kleinste Robbenart im größten Tierpark an der Ostseeküste hautnah erleben. Die gesamte Gruppe verspeist am Tag etwa neun bis zwölf Kilogramm Fische, bevorzugt Hering, Lodde und Sprotte.

Bildunterschrift: Lottes großer Tag – Ruderweltmeisterin Marie-Louise Dräger (v.li.) taufte das kleine Seehundbaby, hier mit Tierpfleger Lars Purbst, Namensgeberin Anika Zielinski und OSPA-Vorstandsmitglied Karsten Pannwitt. Anschließend gab es lecker Fisch für Lotte und einen Treuepokal für 25 Jahre Robbenpatenschaft für die OSPA. Fotos: Joachim Kloock