Jagen in der Rostocker Heide

Reh in der Rostocker Heide, Foto: Joachim Kloock

Reh in der Rostocker Heide, Foto: Joachim Kloock

Das Stadtforstamt Rostock bietet für das Jagdjahr 2018/2019 wieder die Möglichkeit, in der einzigartigen Landschaft der Rostocker Heide zu jagen. Interessierte Jägerinnen und Jäger können dafür verschiedene Jagderlaubnisscheine erwerben. Wer sich sowohl längerfristig für ein attraktives Jagdgebiet als auch für die Konzentration auf Naturerlebnis und jagdlichen Erfolg entscheiden möchte, findet in der Rostocker Heide dafür beste Voraussetzungen. Ab sofort werden die entgeltlichen Jagderlaubnisscheine (so genannte „Begehscheine“) für das Jagdjahr 2018/2019 ausgeschrieben. Diese enthalten die Berechtigung, für ein Jagdjahr in einem vorgesehenen Pirschbezirk der Rostocker Heide zu jagen. Anschließend können sie in der Regel jährlich verlängert werden, sofern der Mindestabschuss von drei Stücken Schalenwild erreicht wird. In allen Begehscheingebieten (Pirschbezirken) können die heimischen Schalenwildarten Rot-, Dam-, Schwarz- und Rehwild bejagt werden – der Abschuss ist nur durch den Gesamtabschussplan für den Eigenjagdbezirk der Rostocker Heide begrenzt. Das Stadtforstamt bietet mit den „Begehscheinen“ unter anderem die selbständige Einzeljagd im zugewiesenen Pirschbezirk, die Beteiligung an zwei Gemeinschaftsjagden (jährliche Hubertusjagd und Revierjagd), eine sehr gute jagdliche Infrastruktur und eine reibungslose Wildvermarktung (Wildbret kann bei Bedarf auch erworben werden) sowie jederzeit Unterstützung bei allen jagdlichen Fragen. Es wird darauf hingewiesen, dass für die Jagdausübung in den städtischen Forsten ausschließlich bleifreie Munition zugelassen ist.

Die entsprechenden Pirschbezirke sind in Listen zusammengefasst, aus denen Größe, Lage, Grenzen und zugeordneter Abschuss ersichtlich sind. Diese Listen (einschließlich Übersichtskarte und allgemeine Vergabebedingungen) können bis zum 15. März 2018 im Internet unter www.rostock.de/ausschreibungen, im Stadtforstamt (18182 Rostock, Wiethagen 9b, Tel. 038202 404-0, sowie bei der Unteren Jagdbehörde (Stadtamt; 18059 Rostock, Charles-Darwin- Ring 6, Tel. 0381 381-3242) eingesehen werden. Wer eine solche Jagderlaubnis erhalten möchte, sollte sein schriftliches und unterzeichnetes Gebot in einem verschlossenen Umschlag entsprechend Nr. 4 der im Katalog genannten Bedingungen im Stadtforstamt RostockWiethagen 9b, 18182 Rostock, bis spätestens Mittwoch, 15. März 2018, 9 Uhr, einreichen.

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Neue grenzüberschreitende Projekte befürwortet

Einrichtung eines Kinderkrebszentrums, verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Augenheilkunde sowie Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität

Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Republik Polen wird weiter ausgebaut

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Hakenterrasse in Stettin, Foto gemeinfrei

Der Begleitausschuss für das europäische Interreg-Programm V A der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Republik Polen hat in Löcknitz weitere grenzüberschreitende Projekte befürwortet. „Das grenzüberschreitende Programm leistet einen Beitrag zur europäischen wirtschaftlichen Stabilität im Grenzraum zwischen Polen und Deutschland. Es bringt erfolgreich Menschen zusammen. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut. Mit den neuen Projekten wird beispielsweise die Einrichtung eines Kinderkrebszentrums, die Zusammenarbeit im Bereich der Augenheilkunde sowie die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität unterstützt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

Acht Projekte sind ausgewählt worden

Insgesamt sind acht Projekte mit einer Gesamtsumme von etwa 10,5 Millionen Euro ausgewählt worden, rund 8,06 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). „Die Gelder werden über einzelne Projekte dafür eingesetzt, die Wirtschaft beiderseits der Grenze zu stärken, die medizinische Versorgung zu verbessern und die Infrastruktur weiter auszubauen. Das ist auch ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensperspektiven für die Bewohner in den grenznahen Regionen“, so Glawe weiter.

Projekte im Überblick

Einrichtung eines telemedizinisch integrierten, deutsch-polnischen Kinderkrebszentrums in derEuroregion Pomerania

Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache von Kindern. Mit herkömmlichen Behandlungsverfahren ist kaum noch eine Verbesserung der Heilungschancen möglich. Dazu ist die Nutzung hoch spezieller Verfahren, z.B. die Behandlung mit Radioisotopen (Anwendung in der Strahlentherapie) / Immunotherapien (die Immunotherapie hat das Ziel, diese natürlichen Abwehrmechanismen zu unterstützen und zu aktivieren, damit diese Krebszellen als fremd erkennen und sie zerstören) sowie eine verbesserte Diagnostik erforderlich. Diese Leistungen können nur durch hochspezialisierte Einrichtungen erbracht werden. So ist die Behandlung mit Radioisotopen in der Universitätsmedizin Greifswald möglich, nicht aber in Polen. Bereits heute werden polnische Kinder in Greifswald behandelt. Da es derzeit aber nicht möglich ist, Kinder bereits im Vorfeld ausreichend zu diagnostizieren, sind zahlreiche Voruntersuchungen in Greifswald erforderlich. Dies bedeutet für betroffene Eltern und Kinder einen hohen zeitlichen wie finanziellen Aufwand. In der Euroregion Pomerania sind die Universitätsmedizin Greifswald und das Universitätsklinikum Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität auf Kinderonkologie und -hämatologie spezialisiert. Beide Einrichtungen wollen ihre Zusammenarbeit im medizinischen Betrieb und der Lehre deutlich ausbauen. Dazu sollen die diagnostischen Möglichkeiten auf den Stand der Technik verbessert und die Einrichtung telemedizinisch verknüpft werden.

Es ist vorgesehen, an der Universitätsmedizin Greifswald ein telemedizinisch vernetztes, deutsch-polnisches Kinderkrebszentrum einzurichten, in welches das Universitätsklinikum Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität und Einrichtungen der Gesellschaft für Gesundheit und Leben mbH über eigene telemedizinische Stationen eingebunden werden. Um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bei der Behandlung schwer krebskranker Kinder berücksichtigen zu können, wird das Collegium Medicum der Jagiellonischen Universität in Krakau von Anfang an in das Netzwerk einbezogen. Das Collegium Medicum ist eine der führenden polnischen Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Kinderonkologie, insbesondere bei der Behandlung schwerer Krebserkrankungen wie Neuroblastom, akute Leukämie oder das Hogdkin-Lymphom. Daher wird auch hier eine Telemedizin-Einheit aufgebaut. Durch den Aufbau des deutsch-polnischen Kinderkrebszentrums werden unter anderem regelmäßige, deutsch-polnische Konsultationen im monatlichen Rhythmus; Telekonsultationen mit Patientenkontakt als Novum sowie die gemeinsame Aus- und Weiterbildung von Medizinern und medizinischem Personal durch den in dieser Form einmaligen Aufbau eines gemeinsamen, deutsch-polnischen Aus- und Weiterbildungsangebots mittels e-Learning, ermöglicht. Darüber hinaus sollen die politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert werden, um langfristig zu gewährleisten, dass Patienten dort behandelt werden können, wo das beste diagnostische und therapeutische Know-how verfügbar ist. „Von der medizinischen Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Wissenschaftler profitieren alle Einrichtungen, vor allem aber die betroffenen Kinder und ihre Eltern. Forschung, Lehre und Diagnostik werden grenzüberschreitend ausgebaut und Greifswald als wissenschaftlicher Standort im Bereich der Krebsforschung gestärkt“, sagte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe.

Projektpartner:

  • Universitätsmedizin Greifswald Körperschaft des öffentlichen Rechts (Mecklenburg-Vorpommern/M-V)
  • Klinisches Krankenhaus Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität in Stettin (Polen)
  • Pommersche Medizinische Universität in Szczecin (Polen)
  • Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (Brandenburg)
  • Jagiellonen-Universität-Collegium Medicum in Krakau (Polen)

Gesamtkosten des Projektes in Euro: 2,7 Millionen Euro

EFRE-Zuschuss in Euro: 2,1 Millionen Euro

Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich der modernen Methoden der bildgebenden Diagnostik in der Ophthalmologie (Augenheilkunde)

Ziel des Projektes ist der Ausbau der Kooperation zwischen der 1. Abteilung für Ophthalmologie der Pommerschen Medizinischen Universität in Szczecin und der Augenklinik der Universität Greifswald. In dem Projekt sind gemeinsame Schulungen mit praktischen Workshops zu modernen diagnostischen Methoden in der Augenheilkunde geplant und der Kauf von ophthalmologischen Diagnosegeräten, um einen gemeinsamen medizinischen Behandlungsstandard zu erreichen. Das Projekt umfasst Ausbildungs- und Schulungsaspekte auch in Form einer Hospitation in klinischen Zentren beider Projektpartner. Es werden ophthalmologische Diagnostikgeräte erworben, um eine innovative Erforschung bei Erkrankungen der Netzhaut des Auges durchzuführen. Der Höhepunkt der gemeinsamen Anstrengungen wird eine gemeinsame internationale Wissenschafts- und Bildungskonferenz zur modernen Diagnostik und deren Anwendungen sein. Das Hauptthema der geplanten Konferenz ist die Netzhautdegeneration und deren ursächliche, pathologischen Prozesse, die während der Alterung des Auges auftreten. Dabei geht es vor allem um die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Aufgrund der fortschreitenden Alterung der Gesellschaften in hochindustrialisierten Ländern wird diese Erkrankung einen erheblichen Sehverlust verursachen. AMD betrifft weltweit rund 25 Millionen Menschen, aber es wird geschätzt, dass sich diese Zahl im Laufe des nächsten Jahrzehnts verdreifacht. Um AMD zu diagnostizieren und seine Stadien sicher zu bestimmen, muss der Augenarzt eine Reihe von modernen diagnostischen Tests durchführen. Um die AMD also besser zu verstehen, müssen sich Ärzte und Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete (Internisten, Augenärzte, Geriater, Psychiater) treffen und intensiv zusammenarbeiten. „Die Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Zusammenhang mit dem Austausch von Wissen und dem Erwerb neuer Kompetenzen wird dazu beitragen, die Forschung auf dem Gebiet der experimentellen und klinischen Ophthalmologie an den Universitäten auf beiden Seiten der Grenze zu erweitern“, so Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe.

Projektpartner:

  • Pommersche Medizinische Universität in Szczecin (Polen)
  • Universitätsmedizin Greifswald (M-V)

Gesamtkosten des Projektes in Euro: rund 570.000 Euro EFRE-Zuschuss in Euro: 426.500 Euro

Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität im Bereich der DNA-Diagnostik und der erforderlichen IT-Infrastruktur

Die Projektpartner sind Behörden und Einrichtungen, die für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit, die Bekämpfung des Terrorismus und die DNA-Diagnostik zuständig sind. Es ist geplant, eine Infrastruktur zur DNA-Diagnostik zu erarbeiten. Diese neue Infrastruktur soll zur Vereinheitlichung der Untersuchungsergebnisse der polnischen und der deutschen Seite beitragen. Ziel ist es, die Kompatibilität der Technik und der Software in der Wojewodschaft Westpommern und dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern, um eine einheitliche Plattform zur DNA-Analyse und Nutzung der Sequenzierungs-Kits und -Reagenzien (Entschlüsselung von Erbinformationen) zu erreichen. Dadurch kann die Zusammenarbeit der Partner verbessert und standarisiert werden, die Qualität und Geschwindigkeit der durchgeführten Untersuchungen werden erhöht. Das Projekt soll es ermöglichen, eine höhere Anzahl von Untersuchungsaufträgen in einem kürzeren Zeitraum zu erledigen. Vorgesehen sind darüber hinaus gemeinsame Konferenzen, Seminare und Übungen im Rahmen eines Wissens- und Erfahrungsaustausches. „Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit der Polizeibehörden aus Mecklenburg-Vorpommern und der polnischen Wojewodschaft Westpommern leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit der Bewohner und Touristen im deutsch-polnischen Raum“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Projektpartner:

  • Landespolizeipräsidium in Szczecin (Polen)
  • Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern (MV)
  • Pommersche Medizinische Universität in Szczecin (Polen)

Gesamtkosten des Projektes in Euro: 1,2 Millionen Euro

EFRE-Zuschuss in Euro: rund 998.000 Euro

Denkmalpreise des Landes MV im Jahr 2018 ausgeschrieben

Denkmale sind wichtige Zeugnisse unserer Heimatgeschichte

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Matrosendenkmal in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger der Denkmalpreise zu machen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern vergibt auch im Jahr 2018 den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und den Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche. Die Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger der Denkmalpreise müssen bis zum 31. Mai 2018 im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingehen. „Denkmale sind wichtige Zeugnisse unserer Heimatgeschichte“, bekräftigte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit den Preisen ehren wir Menschen, die sich auf dem Gebiet der Denkmalpflege verdient gemacht haben. Ich freue mich darauf, wenn wir in diesem Jahr beim Tag des offenen Denkmals tolle Projekte vorstellen können und so unsere Geschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt“, sagte Hesse.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche werden am 9. September 2018 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals verliehen. Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro dotiert, der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche ist mit 700 Euro dotiert. Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine unabhängige Fachkommission. Vorschläge können einschließlich ihrer Begründung durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen an die folgende Adresse eingereicht werden:  Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, Werderstraße 124, 19055 Schwerin, Fax: 0385 588-7082, E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder
  • langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Im vergangenen Jahr ging der „Friedrich-Lisch-Denkmalpreis“ an den Tischlermeister Ingo Arlt aus Goldberg und an den Speicher e. V. Ueckermünde. Arlt wurde für den Erhalt der Zwillingsmühlen in Neuvorwerk ausgezeichnet. Der Speicher e. V. Ueckermünde bekam den Preis für sein Engagement, die historische Speicheranlage in Ueckermünde nicht nur zu erhalten, sondern sie mit einem fantasievollen Konzept zu einem Kulturzentrum zu machen. Der „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ wurde 2017 an das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wismar und an den Kreativkreis der Jona-Schule in Stralsund verliehen.

Fahrzeugbau-Unternehmen investiert in Stralendorfer Betriebsstätte

Unternehmen will Komplettzulieferer für Automobilbranche werden – 96 Arbeitsplätze gesichert 

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Mercedes-Benz-Sprinter 316 (Muster), Fotoquelle: http://www.jf.eu

Die Junge Fahrzeugbau GmbH plant eine Erweiterung ihrer Betriebsstätte in Stralendorf (Landkreis Ludwigslust-Parchim) zur Steigerung ihrer Produktionskapazitäten. „Das Unternehmen hat sich als Teile-Partner vom Handwerksbetrieb im Fahrzeugbau zum Wertschöpfungskettenpartner in der Nutzfahrzeugbranche entwickelt und sich einen guten Namen in der Fahrzeugbranche erarbeitet. Jetzt sollen Fertigungsprozesse umgestellt werden, um künftig als Komplettzulieferer den Markt zu erobern. Mit dem Vorhaben werden 96 Arbeitsplätze gesichert und weitere geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Unternehmen ist Teil der leistungsstarken Automobilzuliefererbranche in Mecklenburg-Vorpommern

Das Unternehmen produziert standardisierte Aufbauten und Sonderaufbauten auf Motorwagen, Anhängern und Zentralachsanhängern. Dabei werden Transporter- und Lkw-Fahrgestelle in Nutzfahrzeugen umgerüstet, die speziell auf die zu befördernden Waren abgestimmt sind. Dazu gehören unter anderem Koffer-, Pritschen- und Schiebespannplanenaufbauten sowie Ausbauten für Kurier-Express-Dienste. Jetzt sollen Prozesse und Produkte im Betrieb weiter standardisiert werden. Die Junge Fahrzeugbau GmbH hat dafür mit einem Schwesterunternehmen – der C-TEC Engineering GmbH aus Blaustein (Baden-Württemberg) – einen modularen Querbaukasten entwickelt, um die Teilegleichheit zu erhöhen. So sollen die Fertigungstiefe und die Produktionsstückzahlen erhöht sowie der Materialeinkauf und die Transportkosten reduziert werden. Für die Umsetzung wird in den Standort Stralendorf investiert – unter anderem in den Neubau einer Produktionshalle sowie die Anschaffung von Maschinen und Anlagen. „Nach Abschluss des Vorhabens kann das Unternehmen noch besser auf individuelle Kundenwünsche eingehen. Die Junge Fahrzeugbau GmbH ist Teil der leistungsstarken Automobilzulieferer in Mecklenburg-Vorpommern. Die Unternehmen des Wirtschaftszweiges stellen mit hoher technischer Kompetenz Komponenten und Systeme für die nationale und internationale Auto- und Automobilzuliefererindustrie her“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens betragen mehr als 4,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 689.000 Euro.

Informationen zum Unternehmen Junge Fahrzeugbau GmbH

Die Junge Fahrzeugbau GmbH wurde 1983 als Handwerksbetrieb zur Produktion von Nutzfahrzeugaufbauten mit fünf Mitarbeitern in Barsbüttel bei Hamburg gegründet. Im Oktober 1991 ist in Stralendorf ein weiteres Fertigungswerk entstanden. Insgesamt produziert die familiengeführte Firma heute nach eigenen Angaben mit über 200 Mitarbeitern etwa 5.000 Aufbauten und Anhänger jährlich für den nationalen und internationalen Nutzfahrzeugmarkt.

Automobilzuliefererindustrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind etwa 100 überwiegend kleine und mittlere Unternehmen im Bereich automotive tätig. Davon sind rund 30 Unternehmen spezialisierte Automotive-Zulieferer, beispielsweise die Webasto Neubrandenburg GmbH in Neubrandenburg, die ZF TRW Airbag Systems GmbH in Laage, die Flamm Precomp GmbH & Co. KG in Laage und die Oberaigner Automotive GmbH in Laage. Derzeit gibt es rund 5.000 Beschäftigte in diesem Industriezweig, die einen jährlichen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. So werden in Mecklenburg-Vorpommern hochwertige Fahrzeugklimatisierungs- und Heizsysteme, Komponenten für einen zuverlässigen Insassenschutz und moderne Fahrzeuginformationssysteme gefertigt. Daneben produzieren die Unternehmen im Land hydraulische Präzisionskomponenten, statten Nutzfahrzeuge mit Allradantrieben aus und sind im Bereich der Leichtmetallumformung tätig.

Stadtwerke stellen Glasfaserausbaustrategie für Schwerin vor

Investitionsprogramm für schnelles Internet im Stadtgebiet

Leerrohre für Glasfasernetz, Foto: © SWS GmbH

Leerrohre für Glasfasernetz, © SWS GmbH

Die Stadtwerke Schwerin planen, den Ausbau des schnellen Internet im Stadtgebiet aktiv voranzutreiben und haben dazu dem Hauptausschuss der Stadtvertretung ein Glasfaserkonzept vorgelegt. Die Investitionen sollen sowohl den Schweriner Gewerbetreibenden als auch den Einwohnern der Stadt zugutekommen.  Darüber hinaus sollen auch die Schweriner Schulen dadurch erheblich profitieren. Das Glasfaserkonzept stellt die technischen und wirtschaftlichen Aspekte des Ausbaus und die damit verbundenen strategischen Möglichkeiten  dar. Die Stadtwerke nutzen schon seit einigen Jahren die Chance, als Medienversorger für Strom, Gas, Wärme und Wasser, bei den Straßenbaumaßnahmen in der Stadt, Leerrohre für die Glasfaserschließung mitzuverlegen. Daraus entstehen erhebliche Synergien, denn 80 Prozent der Kosten bei der Glasfasererschließung sind Tiefbaukosten. „Eine gut funktionierende Breitbandversorgung hat heute den gleichen Stellenwert wie die Elektrizität oder Schienennetze vor einem Jahrhundert. Schnelles Internet ist derzeit und auch zukünftig ein enorm wichtiger Standortfaktor für Schwerin und die Region“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Joseph Wolf. Bund und Land haben viel Geld in die Hand genommen, um das Glasfasernetz im ländlichen Raum zu entwickeln. Gefördert werden dort aber nur die Gebiete, die nicht mit den von der Breitbandinitiative des Bundesverkehrsministeriums versprochenen 50 Megabit versorgt werden können. Das ist in den Städten nur selten notwendig. Hier sichert die bestehende Netzstruktur aus Kupferkabeln dieses bescheidene Minimalziel. Dies bedeutet aber auch, dass der innerstädtische Breitbandausbau nicht mit Fördermitteln unterstützt wird.

In den vergangenen Jahren wurde von den Stadtwerken bereits unter der Marke city.kom vor allem in den Neubaugebieten das Glasfasernetz bis in die Häuser verlegt. Die Anschlussquote von anfänglich rund 50 Prozent  in diesen Gebieten ist derzeit schon auf rund 80 Prozent gestiegen und zeigt, dass die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Bandbreite bereits heute schon enorm ist. Die Stadtwerke werden in den kommenden drei Jahren 10 Mio. Euro in den Ausbau eines gigabit-fähigen Glasfasernetzes in Schwerin investieren, damit Unternehmen und auch private Haushalte nicht den Anschluss an die Gigabit-Gesellschaft verpassen. Der Schwerpunkt liegt neben den Erschließungsgebieten im Innenstadtbereich, wo bei den Straßensanierungen der vergangenen Jahre bereits die erforderlichen Leerrohre bis ins Haus oder an die Grundstücksgrenze verlegt wurden. Damit Glasfaser nun auch bis in jede einzelne Wohnung gelangt, haben die Stadtwerke Schwerin den Hauseigentümern in ersten Straßen der Werdervorstadt und der Schelfstadt attraktive Angebote unterbreitet. Auch das öffentliche city.WLAN, welches die Stadtwerke nun seit über einem Jahr im Schweriner Innenstadtbereich betreiben, wird seine Antennenstandorte verdoppeln. Hier hat jeder die Möglichkeit eine Stunde pro Tag im Internet zu surfen. city.kom-Kunden der Schweriner Stadtwerke werden in Kürze das city.WLAN unbegrenzt mit bis zu fünf Geräten, also mit der ganzen Familie, nutzen können. Hierfür richten die Stadtwerke Schwerin gerade ein extra gesichertes Netz mit separatem Zugang ein.

Bildunterschrift: Solche Leerrohrsysteme werden bei Tiefbauarbeiten von den Stadtwerken mit verlegt, um Haushalte, Unternehmen und Schulen an das Glasfasernetz anzuschließen. © SWS GmbH

Wege zur Berufsreife – Land MV macht Schülern besondere Angebote

Ministerin Birgit Hesse: Schulabschluss ist die Voraussetzung für den Start ins Berufsleben

Schule, Foto: Shutterstock

Schule, Foto: Shutterstock

Das Land macht Schülerinnen und Schülern verschiedene Angebote, um ihnen einen Schulabschluss zu ermöglichen. Die Programme richten sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler, die auf dem regulären Weg die Berufsreife möglicherweise nicht erlangen. Im Produktiven Lernen befinden sich im Schuljahr 2017/2018 insgesamt 725 Schülerinnen und Schüler verteilt über drei Jahrgangsstufen an 27 Standorten. Das Angebot 9+ nehmen im laufenden Schuljahr 70 Jugendliche an neun Schulen in Anspruch. An 27 Förderschulen absolvieren 390 Schülerinnen und Schüler ein freiwilliges 10. Schuljahr. „Einige Schülerinnen und Schüler brauchen mehr Lernzeit. Andere lernen besser, wenn der Praxisanteil höher ist. Wir wollen ihnen die Chancen geben, damit sie erfolgreich ans Ziel gelangen Ein Schulabschluss ist die Voraussetzung für den Start ins Berufsleben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „In dieser Legislaturperiode wollen wir die verschiedenen Angebote in einem Landesprogramm für mehr erfolgreiche Schulabschlüsse zusammenführen. Die Debatte, ob alle Plätze dieser freiwilligen Angebote in einem Schuljahr auch besetzt sind, halte ich für überflüssig. Wichtig ist vielmehr, dass wir allen Schülerinnen und Schülern, die daran teilnehmen wollen, die Möglichkeit geben, dies auch zu tun“, betonte die Ministerin.

Das Produktive Lernen ist ein besonderes Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler der 8., 9. und 10. Klasse, denen das abstrakte Lernen schwer fällt. Für sie hat das Land spezielle Unterrichtsmethoden an den Regionalen Schulen und Gesamtschulen entwickelt, bei denen die Praxis in den Vordergrund rückt. So lernen die Jugendlichen beispielsweise nicht nur in Schulen, sondern auch in Lernwerkstätten, Betrieben und Einrichtungen. Das Produktive Lernen führt zur Berufsreife oder Mittleren Reife. Schülerinnen und Schüler, die das Klassenziel der Jahrgangsstufe 9 nicht erreicht haben, können an ausgewählten Regionalen Schulen und Gesamtschulen die Berufsreife in einem weiteren Schuljahr 9+ zu erwerben. Das Angebot 9+ besteht aus einem unterrichtlichen und einem betriebspraktischen Teil. Der Praxisanteil ist verstärkt und soll die Schülerinnen und Schüler motivieren und befähigen, direkt nach der Schule eine berufliche Ausbildung aufzunehmen. Das freiwillige 10. Schuljahr ist ein Angebot für lernbeeinträchtigte und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler. Sie können durch dieses zusätzliche Schuljahr an ausgewählten Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen die Berufsreife erwerben. Im Jahr 2017 lag die Erfolgsquote der 443 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei 91 Prozent und ist damit im Vergleich zum Jahr davor um einen Prozentpunkt gestiegen.

Mecklenburg-Vorpommern-Tag Rostock 2018: Das erste Bürgerfest im Jubiläumsjahr erwartet seine Gäste

Blick auf die Hansestadt Rostock aus 72 Metern Höhe. Foto: Joachim Kloock

Blick auf Rostock, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommern feiert vom 18. bis 20. Mai 2018 sein Landesfest in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Der MV-Tag 2018 steht dabei ganz im Zeichen des Jubiläums „800 Jahre Rostock“. Die Organisatoren setzen für das erste große Bürgerfest des Jahres auf neue Ideen und bewährte Programmpunkte. Oberbürgermeister Roland Methling: „Die Vorbereitungen laufen und die Hanse- und Universitätsstadt Rostock freut sich sehr auf  den 13. Mecklenburg-Vorpommern-Tag. Wir sind gern Gastgeber des großen Landesfestes und wollen mit Hansestädtern und ihren  vielen Gästen und Ausstellern aus ganz Mecklenburg-Vorpommern ein buntes und vielfältiges Bild unseres Landes zeichnen.“ Auf einer Pressekonferenz im Rostocker Rathaus stellten die Macher Einzelheiten zu Themenbereichen und Programmen des MV-Tags vor. Inhalte können auf der Website www.mvtag2018.de abgerufen werden.

Peter Kranz, Leiter des Landesmarketings MV: „Wir freuen uns sehr über das enorme Interesse am MV-Tag, die engagierte Zusammenarbeit und die Begeisterung, mit der die Stadt den MV-Tag in Rostock mit vorbereitet. Wir können jetzt, knapp drei Monate vor dem MV-Tag, sagen, dass die Bühnen quasi ausgebucht und fast alle Ausstellerplätze belegt sind.“ Herzlicher Dank gelte allen Partnern, die zum Gelingen des Landesfestes beitrügen. Der MV-Tag sei längst zu einer Marke für Mecklenburg-Vorpommern geworden.