Team Sport MV – Ein Land. Eine Kurve.

Sport Kostenlose Vektoren, Fotos und PSD-Dateien19. Mai 2020 – Die professionellen Teams aus RostockSchwerin und Stralsund formieren angesichts der Herausforderungen und Ungewissheiten der Corona-Pandemie das gemeinsame Bündnis Team Sport MV. Ziel ist die Erhaltung der Sportkultur in Mecklenburg-Vorpommern, die Bewahrung von Arbeitsplätzen und eine erfolgreiche Zukunft für die Nachwuchsarbeit. Die Corona-Krise und ihre gesellschaftlichen Folgen treffen den professionellen Sport in Mecklenburg-Vorpommern hart. Besonders wir, die Vereine mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb, sind akut betroffen. Zuschauereinnahmen fehlen. Sponsoren wanken. Zugesagte Einnahmen entfallen plötzlich.

Aufgrund dieser ungewissen Lage und den anstehenden gewaltigen Aufgaben schmiedeten wir Sportvereine in Mecklenburg-Vorpommern bereits vor fünf Wochen das Bündnis Team Sport MV. Seit Anfang April tauschen wir Vereinsverantwortliche uns in einem digitalen Sportforum aus. Wir teilen Erfahrungen, Ideen und Ansätze zur Problemlösung. Wir rufen auch die Anhänger unserer Mannschaften zur gegenseitigen Solidarität auf. Es geht um das Fortbestehen der Sportkultur in Mecklenburg-Vorpommern.

Als Bündnis suchen wir zudem die gemeinschaftliche Kommunikation mit der Politik – mit der wir bereits erste faire und partnerschaftliche Gespräche führen durften. Mit den sportpolitischen Verantwortlichen diskutieren wir Maßnahmen, um die Erhaltung der Spitzensportkultur im Bundesland langfristig zu sichern.

Mit besten Grüßen

Team Sport MV (ein-land-eine-kurve.de)
Patrick Bischoff, Mecklenburger Stiere
Markus Dau, Stralsunder HV
Michael Evers, SSC Palmberg Schwerin
André Jürgens, Rostock Seawolves
Robert Marien, F. C. Hansa Hansa Rostock e.V.
Jens Putzier, Rostock Griffins
Frank Thiessenhusen, SV Warnemünde
Tobias Woitendorf, HC Empor Rostock

Tourismusbranche in M-V bereitet sich auf Neustart vor

Knapp die Hälfte der Betriebe plant Öffnung am 18. Mai für Einheimische / Ab 25. Mai rund 93 Prozent der Betriebe wieder deutschlandweit buchbar / Moderater Preisanstieg erwartet

Geplane-Öffnung-310x17415. Mai 2020 – Die aktuelle Umfrage des Landestourismusverbandes, an der sich rund 800 Unternehmen – darunter Hotels, Anbieter von Ferienwohnungen, Campingplätze, Tourist-Informationsstellen sowie Kurverwaltungen – beteiligt haben, beleuchtet den stufenweisen Wiedereinstieg in den Tourismus und liefert Aussagen über die erwartete Auslastung für den Sommer, die wirtschaftliche Lage der Unternehmen sowie die preislichen Veränderungen in der Branche. Nach den von der Landesregierung MV beschlossenen stufenweise einsetzenden beziehungsweise zeitlich differenzierten Lockerungsmaßnahmen für den Tourismus kommt dieser nach wochenlangem Lockdown wieder ins Rollen: Laut Umfrage öffnet knapp die Hälfte der Betriebe (49 Prozent) bereits am 18. Mai für Gäste, dem frühestmöglichen Termin, der Reisen für Einheimische erlaubt. Weitere rund 45 Prozent öffnen am 25. Mai. Dazu Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Am 25. Mai, dem Stichtag, an dem Mecklenburg-Vorpommern wieder Gäste aus allen Bundesländern empfangen darf, sind etwas mehr als 90 Prozent der Betriebe geöffnet. Die Branche ist vorbereitet und vor allem sensibilisiert für alle erforderlichen Schutzmaßnahmen, um ein möglichst sicheres Reisen zu gewährleisten. Damit verbunden ist die Freude darüber, wieder Gäste begrüßen zu dürfen.“

Mehr als die Hälfte der Befragten bewertet Lockerungen positiv / Knapp drei Viertel der Unternehmen weiterhin von staatlichen Hilfen abhängig

Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) schätzt die Lockerungen für touristische Einrichtungen als rechtzeitig ein, rund 17 Prozent halten sie für zu früh; etwa ein Drittel hält sie für zu spät. Rund jeder zweite Befragte (48 Prozent) schätzt ein, unter den gegebenen Voraussetzungen auch wirtschaftlich arbeiten zu können. Dementsprechend hellt sich die Lage im Zusammenhang mit den vorgenommenen Lockerungen etwas auf: Bezugnehmend auf die letzte Umfrage (veröffentlicht am 10. April) fürchten noch rund 38 Prozent statt 60 Prozent eine krisenbedingte Geschäftsaufgabe bis Ende Juni. Knapp 30 Prozent können ihr Unternehmen unter den derzeitigen Umständen bis Ende September am Markt halten, rund 28 Prozent können die krisenbedingte Geschäftsaufgabe auf einen Zeitraum darüber hinaus verzögern. Die Umfrage macht auch deutlich, dass weitere Hilfen und eine Sonderunterstützung notwendig sind, denn knapp drei Viertel der Befragten (73 Prozent) sind weiterhin von staatlichen Hilfen abhängig. Rund 93 Prozent haben bislang Hilfen beantragt; 81 Prozent haben sie ganz oder zum Teil erhalten. Der prozentuale Anteil der Mitarbeiter, die sich in Kurzarbeit befinden, liegt im Mai bei 61 Prozent und damit auf ähnlichem Niveau wie im Vormonat. „Der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit wird mit der Öffnung des Tourismus abnehmen“, sagte Woitendorf. Er hoffe, dass die Branche bald wieder vollständig arbeiteten kann, denn die Bedeutung des Sommergeschäftes sei hoch. Der Umfrage zufolge ist ein Anstieg der Nachfrage zu erwarten. Für den Sommer konstatieren die Befragten – unabhängig von einer Kapazitätsgrenze – einen Vorbuchungsstand von rund 60 Prozent. Sie rechnen mit einer Auslastung von 76 Prozent für den Juli beziehungsweise 77 Prozent für den August.

Moderate Auswirkungen auf das Preisgefüge erwartet

Die Corona-Krise wirkt sich laut Umfrage moderat auf die Preise für Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern aus. Für die Sommermonate Juli und August erwarten die Befragten einen Preisanstieg um rund elf Prozent. „Die Verknappung des Angebotes durch die geltende 60-Prozent-Regelung, die gestiegene Nachfrage nach Urlaub in Deutschland bedingt durch die weltweite Reisewarnung sowie die Aufwendungen der Gastgeber für alle Hygienemaßnahmen, die dem Infektionsschutz dienen, werden zu einer Veränderung der Preise führen. Allerdings sollten Gastgeber auch im Blick behalten, dass auch Gäste mit Einschränkungen umgehen müssen und sensibel mit Preiserhöhungen umgehen“, so Woitendorf abschließend.

Link zu Umfrageergebnissen

Bildunterschrift: Knapp die Hälfte der Betriebe (49 Prozent) öffnet bereits am 18. Mai für Gäste, dem frühestmöglichen Termin, der Reisen für Einheimische erlaubt. Foto: TMV

Größtmögliche Sicherheit für den Neustart im Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Landestourismusverband informiert über landesweit geltende Schutzstandards für die Branche

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

14. Mai 2020 – Handlungshilfen in herausfordernden Zeiten: Um einen möglichst sicheren Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern – ab dem 18. Mai für Einheimische sowie ab dem 25. Mai für Gäste aus anderen Bundesländern – zu gewährleisten, haben der Landestourismusverband und die touristischen Fachverbände gemeinsam mit der Landesregierung und dem Landesgesundheitsamt Schutzstandards für die Branche erarbeitet. Diese sehen für unterschiedliche touristische Anbietergruppen wie die Gastronomie, einzelne Beherbergungsarten – von der Hotellerie über Ferienwohnungen bis hin zu Campingplätzen – oder Marinas und Häfen verbindliche Maßnahmen und unterstützende Hinweise für einen professionellen Umgang beim Reisen mit der Pandemie vor. Die Schutzstandards sind infolge des von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichten „MV-Plans 2.0 zur schrittweisen Erweiterung des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie“ erarbeitet worden, basieren auf bundesweit geltenden Arbeitsschutzstandards und Hygieneregeln und erweitern diese um spezielle Aspekte zum Coronavirus. So enthalten die „Schutzstandards Gastronomie“ sowohl acht Regeln zum Umgang mit Gästen, Reservierungen oder Öffnungszeiten als auch Aussagen zur persönlichen Schutzausrüstung der Angestellten, Regeln für den Umgang mit Lieferanten oder die Notwendigkeit des Vorliegens eines Pandemieplanes.

Dazu Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes: „Wir sind froh, dass das für das Land so wichtige Tourismusgeschäft wieder anlaufen kann, und wir wollen es in der Praxis so professionell und verantwortungsvoll umsetzen, wie wir es vorbereitet haben. Schutzmaßnahmen sind notwendig, um das Infektionsrisiko zu minimieren und Gästen sowie Gastgebern das maximale Maß an Sicherheit zu geben. Dazu dienen die neu entwickelten Standards.“ Viele Unternehmen in der Branche hätten ihre Hausaufgaben bereits gemacht und die ohnehin bestehenden Schutz- und Hygienestandards an die neuen Rahmenbedingungen angepasst. Die auf der Branchenplattform des Landestourismusverbandes unter www.tourismus.mv sowie auf der Webseite des Wirtschaftsministeriums veröffentlichten Schutzstandards werden bei aktuellen Entwicklungen und Erfordernisse aktualisiert. Neben den bereits hinterlegten Dokumenten werden momentan u. a. noch Standards für Kinderbereiche in touristischen Einrichtungen, für Veranstaltungen und für Verleiher von Freizeitequipment entwickelt, abgestimmt und publiziert. Auf der touristischen Branchenplattform finden Interessierte auch weitere Orientierungshilfen und Standards etwa für Tourist-Informationen, Museen oder Schwimmbäder.

Weitere Informationen: www.tourismus.mv

Schutzstandards für die Tourismusbranche als Übersicht und zum Download:

Weitere Orientierungshilfen und Standards:

Landtagspräsidentin Birgit Hesse eröffnete Outdoor-Fotoausstellung „Wo Natur zu Hause ist“ im Zoo Rostock

Naturerlebniszentren in MV wecken die Vorfreude auf den Neustart im Tourismus

Seeadler_TMV-Grundner-310x224Die Präsidentin des Landtages MV und des Landestourismusverbandes MV, Birgit Hesse, hat heute nach längerer Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie eine Outdoor-Ausstellung mit Motiven aus den Naturerlebniszentren des Landes im Zoo Rostock eröffnet. Die Ausstellung „Mecklenburg-Vorpommern: Wo Natur zu Hause ist“ wurde vom Netzwerk der Naturerlebniszentren in MV in Kooperation mit der Kur- und Tourismus GmbH Zingst und mit Unterstützung des Tourismusverbandes MV initiiert

„Diese Fotoschau ist in vielerlei Hinsicht ein Lichtblick. Sie steht symbolisch für den Neustart des Tourismus nach einer für viele Menschen sehr schwierigen Zeit mit erheblichen Einschränkungen, Sorgen und Ängsten“, betonte die Präsidentin. „Auch wenn die Corona-Krise längst nicht überwunden ist und wir weiter sehr vorsichtig sein müssen, dürfen wir uns doch wieder auf gemeinsame Erlebnisse freuen. Die Motive animieren zu einem Urlaub in der Natur, um diese Schönheiten auch einmal live zu sehen“, so Hesse weiter.

Mecklenburg-Vorpommern – wo die Natur zu Hause ist

Zwölf zwei Meter hohe Bildbänke mit 22 großformatigen Fotomotiven geben einen Einblick in die Vielfalt der Naturschönheiten des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern – ein großartiges Erlebnis zu jeder Jahreszeit, wenn nicht gerade das Corona-Virus die Reiseplanung durcheinanderbringt. „Wir sind sehr dankbar, dass sich der Zoo Rostock schnell und unkompliziert als Ausweichort für die Ausstellung angeboten hat“, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf. „Nach der Premiere der Fotoschau auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin im Januar dieses Jahres sollte diese eigentlich im Rahmen des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« 2020 in Zingst gezeigt werden. Das soll jetzt im Oktober nachgeholt werden“, kündigte Woitendorf an. Die wichtigsten Botschaften der Ausstellung: Wer nahezu unberührte Natur entdecken will, ist in Mecklenburg-Vorpommern genau richtig. Drei Nationalparks, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparks bewahren eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Ein Drittel des Landes steht unter Naturschutz. Und wer die Natur besser verstehen will, kann in mehr als 30 Erlebniszentren im Nordosten auf Entdeckungstour gehen.

Imposante Momente im Naturparadies und in den Erlebniszentren Mecklenburg-Vorpommerns haben die Fotografen Timm Allrich, Ronny Blohm, Ralf Eppinger, Felix Gänsicke, Thomas Grundner, Martin Harms, Sven Lamprecht, Mario Müller, Peter Prast und Klaus-Herbert Schröter eingefangen. Sei es der Seeadler mit seiner Fischbeute, der Blick auf den Baumwipfelpfad auf der Insel Rügen, das warme Abendlicht am Königstuhl, der mystische Nebelmorgen am „Amazonas des Nordens“, wie die Peene auch genannt wird,  oder die Wasservogelraststätte am Stettiner Haff – diese Aufnahmen geben der Naturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns ein Gesicht und eine beachtliche Perspektive. „Natürlich spielt der Natur- und Artenschutz in den mehr als 30 Erlebniszentren in unserem Land eine zentrale Rolle“, hob Zoodirektor Udo Nagel hervor. „In den Zoos und Naturkundemuseen nehmen wir die Besucher sogar mit auf eine Reise durch die ganze Welt, zeigen aber zugleich auch auf, welche Verantwortung der Mensch für die gefährdete Umwelt trägt.“

Ein Netzwerk für die Fauna und Flora im Norden

Das Netzwerk Naturerlebniszentren verfolgt mit seinen Partnern das Ziel, das Image Mecklenburg-Vorpommerns als das Natururlaubsland mit geschützten Landschaften und attraktiven Erlebniszentren zu stärken. Partner des Netzwerkes sind die Nationalen Naturlandschaften MV –  vertreten durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV – sowie das Ozeaneum Stralsund, das Müritzeum, das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl, das Naturerbe Zentrum Rügen, die Zoos in Rostock und Schwerin sowie der Bärenwald Müritz. Koordiniert wird das Netzwerk durch den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, der gleichzeitig Netzwerkpartner ist. Bis zum 30. August wird die Ausstellung auf dem Veranstaltungsplatz im Zoo Rostock zu sehen sein. Weitere geplante Ausstellungsorte sind die Universitäts- und Hansestadt Greifswald im September und das Ostseeheilbad Zingst im Oktober 2020.

Bildunterschrift: Der in der Mecklenburgischen Seenplatte und an der Ostseeküste beheimatete Seeadler gilt als Symboltier erfolgreichen Naturschutzes. Foto: TMV/Grundner

Das Begleitheft zum Download: https://bit.ly/2L39RDf

Weitere Infos: www.auf-nach-mv.de/naturerlebniswww.horizonte-zingst.de

Veröffentlicht 7. Mai 2020 von Martina Wichor in Auf dieser Seite

Rostock ist ab sofort Mitglied bei der Europäischen Route der Backsteingotik

EuRoB_Karte_2012 Backsteingotik, Abb.: Verein

EuRoB-Karte Backsteingotik von 2012, Abb.: Verein

Mit Rostock ist eine zentrale backsteingotische Stadt, die im Mittelalter neben Lübeck und Wismar zu den bedeutendsten Hansestädten gehörte, dem dänisch deutsch-polnischen Netzwerk „Europäische Route der Backsteingotik e. V.“ beigetreten. Mit der Mitgliedschaft beabsichtigt die Universitäts- und Hansestadt Rostock ihre zahlreichen backsteingotischen Sehenswürdigkeiten europaweit in ihrem wichtigen architekturhistorischen und kulturellen Zusammenhang zu vermitteln. Verein und Stadt bündeln fortan ihre Ressourcen, um ein Bewusstsein für das gemeinsame kulturelle Erbe Backsteingotik in der Öffentlichkeit zu schaffen. Bereits in der EU-finanzierten Projektphase der Europäischen Route der Backsteingotik, noch vor Gründung des Vereins im September 2007, war die Stadt Rostock Projektpartner. Nun soll die erfolgreiche Zusammenarbeit von damals unter dem neuen, aus Dänemark stammenden Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen fortgeführt werden. „Uns verbindet eine gemeinsame Geschichte, auf deren Spuren man beiderseits der Ostsee immer wieder stoßen kann. Rostock bietet auch für Gäste aus Dänemark und Polen viele Sehenswürdigkeiten, die statt einer Durchreise auch einen längeren Aufenthalt interessant und abwechslungsreich machen“, so Claus Ruhe Madsen.

Die Zusammenarbeit wird durch gemeinsame Veröffentlichungen wie den Kultur-Reiseführer, aber auch durch Veranstaltungen wie Gruppenreisen, den Tag der Backsteingotik und das Netzwerk des wissenschaftlichen Fachausschusses des Vereins realisiert, um den Austausch und das Wissen über die backsteingotischen Denkmäler in Rostock zu fördern. Der Beitritt Rostocks freut auch zahlreiche Touristen, die sich für die Destination „Kulturlandschaft Backsteingotik“ interessieren. Die noch erhaltenen Backsteinbauten zeugen vom Fleiß und vom handwerklichen Können ihrer Erbauer. Insbesondere die St.-Marien-Kirche prägt seit über 700 Jahren mit ihrem mächtigen Baukörper den Marktplatz und die Silhouette Rostocks. Sie ist Zeugnis und Monument der Geschichte der Stadt und ihrer Bedeutung in der Blütezeit der Stadtentwicklung im Mittelalter. Weitere bedeutende backsteingotische Bauten in Rostock sind das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster zum Heiligen Kreuz (14./15. Jh.), das 54 Meter hohe Kröpeliner Tor (13./14. Jh.), das Haus Kröpeliner Str. 82 (von 1493) mit seiner reichen Giebelgestaltung sowie das ebenfalls spätgotische Kerkhofhaus (um 1460/70).

Linktipp: https://www.eurob.org/deutschland/rostock/

Premiere: Erstes „Handwerkspolitisches Forum Ost“ in Leipzig

Die Leipziger Messe ist auf dem Weg zu einer Plattform eines intensiven Austausches über aktuelle wirtschafts- und bildungspolitische Themen des Handwerks in den neuen Ländern – in MV ist auch handwerkspolitisch bereits vieles auf den Weg gebracht – Leistungsschau und Gedankenaustausch werden verzahnt

Premiere auf der „mitteldeutschen handwerksmesse“ (mhm) in Leipzig: Erstmals findet – auch auf Anregung von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph – ein „Handwerkspolitisches Forum Ost“ mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aller ostdeutschen Länder statt. Veranstalter ist die Leipziger Messe GmbH. „Die Leipziger Messe ist seit vielen Jahren die professionelle Bühne für Tradition und Innovation des Handwerks in den neuen Ländern. Ich bin der Leipziger Messe sehr dankbar, dass genau dort die Plattform zum intensiven handwerkspolitischen Austausch über aktuelle wirtschafts- und bildungspolitische Themen entstehen kann. Die zentrale Frage lautet: Wie kann das Handwerk mit den komplexen Herausforderungen der Zukunft umgehen, etwa der Digitalisierung und dem Fachkräftemangel? Den Herausforderungen wollen wir uns gemeinsam stellen und Lösungen entwickeln, die unseren spezifischen Rahmenbedingungen in den neuen Ländern entsprechen. In den neuen Ländern ist auch handwerkspolitisch bereits vieles auf den Weg gebracht. Leistungsschau und Gedankenaustausch werden jetzt verzahnt“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Unser Handwerk ist eine Korsettstange in der Volkswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern

„Unser Handwerk ist eine starke, traditionsbewusste, innovative Wirtschaftskraft und zugleich ein unverzichtbarer Stabilitätsfaktor unserer Volkswirtschaft. Im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern übernehmen die Handwerksbetriebe eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Entwicklung ganzer Regionen, sie sichern Wachstum und Beschäftigung auch im ländlichen Raum. Vor allem die Rolle der Handwerker bei dem Thema Ausbildung junger Menschen ist nicht hoch genug zu schätzen“, sagte Rudolph. Derzeit sind über 20.200 Betriebe mit 112.000 Beschäftigten und 5.061 Lehrlingen bei den Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet. Das Handwerk erwirtschaftet jeden zehnten Euro an Brutto-Wertschöpfung im Land. Jeder siebte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern arbeitet im Handwerk. Jeder vierte Lehrling wird im Handwerk ausgebildet.

Wirtschaftsministerium stärkt Meistertitel

„Die Fachkräftesicherung ist eine der zukunftsträchtigen Themen im Handwerk. Wir machen uns deshalb für den Meistertitel stark, denn mit dem Abschluss können unsere Handwerker junge Menschen hochqualifiziert in ihrem jeweiligen Gewerk ausbilden“, sagte Rudolph. Das Wirtschaftsministerium honoriert seit 2016 den erfolgreichen Abschluss von Meistern in Handwerk und Industrie mit dem „Meister-Extra“. Eine erfolgreiche bestandene Meisterprüfung in Industrie und Handwerk wird inzwischen mit 2.000 Euro prämiert. Bis zu 50 Absolventinnen und Absolventen erhalten ein „Meister-Extra“ in Höhe von 5.000 Euro, wenn sie als Beste ihres Gewerkes beziehungsweise ihrer Fachrichtung die Meisterprüfung abgelegt haben. Insgesamt wurde das Meister-Extra bereits 1.227mal ausgereicht; 18 Beste wurden bislang gewürdigt. Das Wirtschaftsministerium hat die Meisterausbildung seit 2016 mit 1,85 Millionen Euro gewürdigt. Existenzgründern im Handwerk wird zudem eine Unternehmensnachfolge durch die „Meisterprämie“ erleichtert. Bei einer Unternehmensübernahme und erstmaligen Existenzgründung erhalten die Handwerker eine einmalige, nicht rückzahlbare Förderung in Höhe von 7.500 Euro. Seit dem Jahr 2011 hat das Wirtschaftsministerium 203 Unternehmensnachfolgen mit 1,5 Millionen Euro unterstützt. Zudem unterstützt das Wirtschaftsministerium die Kreishandwerkerschaften in Mecklenburg-Vorpommern beim Ausbildungsmarketing für Handwerksbetriebe. Unter dem Titel „Das Beste am Handwerk“ werden Klein- und Kleinstunternehmen in Fragen der Nachwuchswerbung zur dualen Berufsausbildung mit neuen, zeitgemäßen und digitalen Instrumenten des modernen Recruiting im Bereich des Ausbildungsmanagements beraten und unterstützt. Die Förderung der Kreishandwerkerschaften als Projektträger erfolgt auf der Grundlage der „Richtlinie zur Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen (SEM)“. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von rund 130.000 Euro.

Digitalisierung erfordert Weiterbildung

„Durch die Digitalisierung werden Tätigkeiten zunehmend komplexer und wissensbasierter. Das erfordert neue Qualifikationen der Mitarbeiter. Deshalb ist Weiterbildung eines der wichtigsten Instrumente der Unternehmen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Handwerker auf diesem Weg“, sagte Rudolph. Um im Rahmen von Digitalisierungsmaßnahmen zu unterstützen und die Innovationsfähigkeit sowie die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit von Unternehmen zu erhöhen, können auch Handwerksunternehmen Personalkostenzuschüsse erhalten. Bei der Einstellung von zusätzlichem Personal mit Hochschulabschluss in einer technischen Fachrichtung werden für 24 Monate Personalkostenzuschüsse in Höhe von bis zu 50 Prozent ausgereicht. Im 1. Jahr ist die Förderung auf 30.000 Euro, im 2. Jahr auf 15.000 Euro begrenzt. Für den zukünftigen Arbeitnehmer muss es sich um eine Ersteinstellung handeln oder der Hochschulabschluss darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Die Arbeitsstelle muss unbefristet sein und tarifgleich vergütet werden. 34 Anträge wurden bisher bewilligt (Stand 31.12.2019). Darüber hinaus können Handwerksunternehmen für unternehmensspezifische Maßnahmen (Projekte) eine 50 prozentige Förderung für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten (Beratung), die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen (Beratung) oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten (Schulung) erhalten, wenn ein externer Dienstleister beauftragt wird (max. 100.000 Euro). Bei den Projekten wurden bisher 18 Anträge für insgesamt rund 1.270 Teilnehmer mit einer Förderhöhe von rund 318.000 Euro bewilligt (Stand: 20.01.2020).

Investitionen, die der Umsetzung von Prozessinnovationen dienen, sind ebenfalls auch für Handwerksbetriebe förderfähig – aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) unter der Voraussetzung, dass die Prozessinnovationen das Ergebnis der Beratungs- und Planungsleistungen (Prozessinnovationen) sind. Dabei handelt es sich beispielsweise um Maschinen und Anlagen, Robotik sowie Automatisierungstechnik wie Sensorik, Datenübertragungs- und Verteiltechnik und die dafür notwendige spezifische Hard- und Software. Die Gesamtausgaben des Investitionsvorhabens müssen mindestens 100.000 Euro betragen; die Höhe des Zuschusses beträgt maximal 100.000 Euro. Bei Investitionen in die Modernisierung des Produktionsprozesses sind für Handwerksbetriebe Unterstützungen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), möglich, wenn die Unternehmen überregional tätig sind. Voraussetzung ist weiterhin, dass beispielsweise Herstellungsmethoden oder interne Abläufe eines Unternehmens sich so verbessern, dass der Produktionsprozess schneller, kostengünstiger, sicherer oder/und effizienter gestaltet wird (Rationalisierungsmaßnahmen). Zudem muss das Kriterium der besonderen Anstrengung erfüllt sein (10 Prozent mehr Arbeitsplätze oder der Investitionsbetrag ist 50 Prozent höher als die durchschnittlichen Abschreibungen der vergangenen drei Jahre). Die Zuschusshöhe beträgt 50 Prozent der förderfähigen Kosten (maximal 200.000 Euro innerhalb von drei Steuerjahren). „Auch Bildungsschecks für branchenübergreifende und branchenspezifische Fortbildungsmaßnahmen haben sich bewährt“, sagte Rudolph. Die Förderung beträgt 50 Prozent bzw. 75 Prozent, maximal ist ein Zuschuss von 500 Euro pro Bildungsscheck bzw. 3.000 Euro bei abschlussorientierten Bildungsschecks möglich. In der aktuellen europäischen Förderperiode wurden bisher rund 2.500 Anträge für insgesamt 16.579 Bildungsschecks und dafür Fördermittel in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) bewilligt.

Handwerkspolitisches Forum Ost war Teil der mitteldeutschen handwerksmesse

Das Handwerkspolitische Forum Ost fand im Rahmen der mitteldeutschen handwerksmesse statt. Zeitgleich waren die Messen „Haus-Garten-Freizeit“ und „Beach & Boat“ in Leipzig präsent. Mecklenburg-Vorpommern war auf den drei Messen mit insgesamt 24 Ausstellern vertreten, unter anderem fünf handwerkliche Betriebe auf einem Gemeinschaftsstand der mhm (Fleisch- und Wurstspezialitäten Robert Kriewitz aus Ueckermünde, Bernstein Galerie E aus Ribnitz-Damgarten, Schokoladerie de Prie aus RostockNordholz Design Kause Saunabau und Elektrotechnik aus Zarrendorf, Tischlerei Tietböhl GmbH aus Rostock) und zwei Einzelaussteller (Marxdorfer Liköre Neustrelitz und Thüringer Kristallhof Waren).

Gemeinsame Bundesratsinitiative für stärkere Beteiligung des Bundes beim Thema Schiffbauzeitfinanzierung

Deutlichere Unterstützung des Bundes für Finanzierung im Schiffbau unabdingbar – schwierige Fremdkapitalbeschaffung für einen Großteil der deutschen Werften

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft – Heckansicht eines Schiffes, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und der Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein Dr. Bernd Buchholz setzen sich für eine stärkere Beteiligung des Bundes bei der Schiffbaufinanzierung im neuen parallelen Bund-/Ländergroßbürgschaftsprogramm ein. Ein entsprechender Antrag wurde am Freitag von beiden Küstenländern in den Bundesrat eingebracht. „Wir brauchen die uneingeschränkte Aufnahme des Themas Schiffbauzeitfinanzierung in das neue parallele Bund-/Länderbürgschaftsprogramm. Deutschland darf als Exportland diese oft in ihrer gesamtdeutschen Bedeutung unterschätzte Industrie zumindest nicht an Finanzierungsfragen scheitern lassen. Der internationale Wettbewerb mit massiven staatlichen Einflüssen weltweit ist schon im technischen Bereich hart genug. Die Volksrepublik China hat beispielsweise die Eroberung des Kreuzfahrtschiffbaumarktes bis 2025 zu einem Staatsziel erklärt. Die Position des Bundes zu diesem Thema, sich bei Finanzierungen teurer Projekte nahezu vollständig herauszuhalten, kann unseres Erachtens so nicht stehen bleiben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Bundesrat. Mecklenburg-Vorpommern ist dem Antrag Schleswig-Holsteins beigetreten.

Absicherung von Bund und Land nötig

Vom Schiffbau profitieren nicht nur die Werften, sondern auch zahlreiche Zulieferbetriebe abseits der Küste. „Wenn wir Deutschlands Position im Hinblick auf die vielerorts diskutierten Industriestrategien der Europäischen Union oder Deutschland als Industrieland erhalten wollen, müssen wir gesamtdeutsch denken und alle industriellen Branchen, nicht nur die Autoindustrie, Maschinenbau oder etwa Chemie, im Blick behalten“, sagte Glawe. Die aktuellen Auftragsbestände der deutschen Werften belaufen sich auf fast 20 Milliarden Euro. Aktuell werden ungefähr 70 bis 80 Prozent der Wertschöpfung bei dem Bau eines Schiffes auf einer deutschen Werft durch die beteiligten Schiffbauzulieferfirmen, unter anderem aus ganz Deutschland, erbracht. Etwa die Hälfte dieser Zulieferungen kommt dabei nicht aus den Küstenländern, sondern aus dem gesamten küstenferneren Bundesgebiet. „Dies verdeutlicht nochmals, dass der Erhalt einer zukunftsfähigen Schiffbauindustrie in Deutschland nicht nur ein norddeutsches Thema ist, sondern in gesamtdeutschem Interesse, insbesondere jedoch auch der Binnenländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern, liegt. Für ein exportorientiertes Land wie Deutschland ist eine innovative, leistungsstarke und international wettbewerbsfähige maritime Wirtschaft von besonderem Stellenwert. Nach wie vor bildet die Schiffbauindustrie mit insgesamt rund 18.000 direkt Beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den wirtschaftlichen Kern der maritimen Wirtschaft“, machte Wirtschaftsminister Glawe im Bundesrat deutlich.

Schwierige Fremdkapitalbeschaffung für einen Großteil der deutschen Werften

Der bei weitem kritischste Punkt für die deutsche maritime Industrie ist die Finanzierung der besonders hohen Volumen über die bei Spezialschiffen verständlicherweise sehr viel längere Bauzeit. „Das Engagement der wenigen Banken, die noch im Schiffsfinanzierungsbereich aktiv sind, gilt als risikobehaftet. Das sind sozusagen die ´Nachwehen´ der Weltwirtschaftskrise, die auch den Schiffbau damals hart getroffen haben. Deren Auswirkungen – vor allem auch, wenn es um die Finanzierung im Schiffbau geht – sind bis heute spürbar. Dies erschwert die Fremdkapitalbeschaffung für einen Großteil der deutschen Werften erheblich, insbesondere wenn diese sich in neuen, innovativen oder sehr anspruchsvollen Marktsegmenten wie etwa dem Kreuzfahrtschiffbau engagieren. Vor diesem Hintergrund kommt der Stellung von Bürgschaften der öffentlichen Hand eine besondere Bedeutung zu“, erläuterte Glawe.

Uneingeschränkte Einbeziehung der Bürgschaften im Schiffbau

Im Rahmen der Überarbeitung des Bundesbürgschaftsprogramms 2020 haben sich die Länder für die uneingeschränkte Einbeziehung des Schiffbaus eingesetzt, um eine angemessene Bundesbeteiligung an der Absicherung von Bauzeitfinanzierungen zu ermöglichen. „Der Vorschlag des Bundes diesbezüglich ist jedoch enttäuschend, da er eine Berücksichtigung von Schiffsbürgschaften im Bundesbürgschaftsprogramm nur mit Einschränkungen vorsieht. Dies wird der Bedeutung der deutschen maritimen Industrie nicht gerecht werden“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Wirtschaftsminister Glawe wird schnellstmöglich Gespräche mit dem Bund führen.

Bundesratsinitiative: MV will Erneuerbaren Strom auch für CO2-freie Wärme, Verkehr, Chemie und Industrie nutze

Die Verwendung von erneuerbar erzeugtem Strom auch im Wärmebereich, im Verkehr, in der chemischen Produktion und in der Schwerindustrie, vor allem der Stahlindustrie – Mecklenburg-Vorpommern will diese Möglichkeit der ganzheitlichen Energienutzung mit Hilfe des Bundesrates vorantreiben und durch die Genehmigung zeitlich beschränkter Testballon-Projekte in der Praxis erproben. Der Bundesrat hat dafür heute die Behandlung in seinen Fachausschüssen eingeleitet.

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock

Am Freitag hat der Bundesrat erstmals über den Vorstoß Mecklenburg-Vorpommerns beraten, eine Experimentierklausel zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Nutzung von Strom im Wärme-, Verkehrs-, Industrie- und Chemiebereich rechtlich zu verankern, und eine weitere Behandlung dieser Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern in seinen Fachausschüssen beschlossen. „Saubere Energie, die bei uns im Land erzeugt wird, müssen und wollen wir auch vollständig nutzen. Nur dann wird der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien die erforderliche öffentliche Akzeptanz finden“, so Energieminister Christan Pegel. Das Land sieht in der bereichsübergreifenden Stromnutzung, der sogenannten Sektorenkopplung, eine Lösung. Damit müssten künftig beispielsweise bei Starkwind nicht im Netz transportierbare Mengen elektrischer Energien nicht abgeregelt werden, sondern könnten durch Umwandlung in Wärme oder Wasserstoff für den Wärme-, den Mobilitäts-, den Chemie- oder den Industriesektor nutzbar gemacht werden. Bislang stehen in den verschiedenen Bereichen vollkommen unterschiedliche rechtliche Hürden dem wirtschaftlichen Betrieb solcher Verfahren und Anlagen faktisch entgegen.

Um die Rahmenbedingungen für Sektorenkopplungstechnologien spürbar zu verbessern, die derzeit unter anderem durch ungleiche Besteuerungen nicht wirtschaftlich umsetzbar sind, setzt sich Mecklenburg-Vorpommern beim Bund für die Einführung sogenannter Experimentierklauseln ein. Sie sollen es ermöglichen, in 100 auszuwählenden Testballons Abweichungen von den rechtlichen Rahmenbedingungen zuzulassen und deren Auswirkungen auf Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit der Stromverwendung in den anderen Bereichen zu untersuchen. „Wir sehen hierin den schnellsten Weg, um im Bereich der Sektorenkopplung wirklich voranzukommen. Der andere Weg, das gesamte betroffene Abgaben- und Steuerrecht zur verbesserten Integration der Sektorenkopplung so zu überarbeiten, dass die Nutzung von Strom im Wärme-, Verkehrs-, Industrie- und Chemiebereich tatsächlich wirtschaftlich möglich wird, dauert viel zu lange – wir setzen deshalb auf die viel schneller umsetzbare Experimentierklausel“, so Minister Pegel. Damit würde nach Pegels Einschätzung auch ein wichtiger Beitrag für eine deutsche Industriestrategie gegangen. „Wir haben eine wirtschaftliche Riesenchance, mit den Technologien zum Einsatz CO2-frei erzeugten Stroms im Wärme-, Verkehrs-, Chemie- und Industriebereich neue Technologien zur Marktreife zu bringen, die danach weltweit nachgefragt werden“, prognostiziert der Energieminister große wirtschaftliche Potenziale der Sektorenkopplung.

Einführung einer Impfpflicht gegen Masern

Impfpflicht ist ein wichtiger und auch notwendiger Schritt

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Spritze, Quelle: 123RF

Ab dem 01. März tritt in Deutschland das Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention (Masernschutzgesetz) in Kraft. Damit gilt eine Impfpflicht für Kinder und Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen (Krippe, Kindergarten, Hort), Kindertagespflegen, Schulen und Gesundheitseinrichtungen. „Die Impfpflicht ist ein wichtiger und auch notwendiger Schritt. Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen. Nur weil es nicht jeden Tag neue Fälle bei uns gibt, heißt dies nicht, die Krankheit ist gebannt. Kinder und Angestellte in den betreffenden Einrichtungen müssen geschützt werden. Der beste Schritt dafür ist eine Impfung“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Insgesamt wurden in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) in den vergangenen 19 Jahren 49 Masern-Infektionen registriert. „Das sind mit Abstand die wenigsten Masern-Erkrankungen aller Bundesländer in diesem Zeitraum“, so Glawe weiter. In Baden-Württemberg und Niedersachsen hat es unlängst Masernerkrankungen gegeben. Ein Masern-Ausbruch im Kongo hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anfang des Jahres zu mehr als 6.000 Todesfällen geführt.

Masernschutzgesetz ab dem 01. März 2020

Kinder sollen laut dem Masernschutzgesetz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen. Kinder, die schon in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 erbringen. Auch bei der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson muss ein Nachweis über den Masernschutz erfolgen. Ebenso gilt dies für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen nach Masernschutzgesetz tätig sind. Hierzu zählen beispielsweise pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Kindertagespflegepersonen sowie medizinisches Personal. Entsprechend der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission sind Personen mit medizinischen Kontraindikationen und Personen, die vor 1970 geboren sind, von der Impfpflicht ausgenommen. Das gilt auch für Personen, die die Krankheit bereits nachgewiesenermaßen durchlitten haben. Die Immunität ist hier durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen. „Infektionen mit Masern verlaufen oftmals schwer und können Komplikationen beziehungsweise Folgeerkrankungen nach sich ziehen“, betonte Gesundheitsminister Glawe. Insbesondere bei Kindern unter fünf Jahren kann es als Spätfolge einer Maserninfektion zu einer schweren und tödlich verlaufenden Gehirnerkrankung kommen (subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE)).

Impfstoffe zählen zu den wirksamsten und sichersten Präventivmaßnahmen im Kampf gegen Krankheitserreger. Um die Zirkulation der Masern zu verhindern, werden von der Weltgesundheitsorganisation Impfraten von 95 Prozent gefordert. Mecklenburg-Vorpommern ist neben Brandenburg das einzige Bundesland, das in der Altersgruppe der Einschüler mit 95,5 Prozent die für die Masern-Eliminierung empfohlene Impfquote von 95 Prozent bei der zweiten Masernimpfung erreicht. In Auswertung der von der Kassenärztlichen Vereinigung ermittelten Impfquoten sind 71,9 Prozent der Zweijährigen sowie 86,3 Prozent der Dreijährigen in MV zweimal altersgerecht gegen Masern geimpft. „In Deutschland sind neben Kindern auch Jugendliche und Erwachsene betroffen. Dies zeigt, dass der eigentlich im Kindesalter vorzunehmende Impfschutz teilweise vernachlässigt wird und freiwillige Maßnahmen zur Stärkung der Impfbereitschaft zu wenig greifen“, so Gesundheitsminister Glawe weiter. Ausführliche Informationen zum Masernschutzgesetz unter: www.masernschutz.de.

Informationen zur landesweiten Imagekampagne „MV impft – Gemeinsam Verantwortung übernehmen“

Gesundheitsminister Glawe warb für die Kampagne „MV impft – Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ (www.mv-impft.de). „Vorhandene Impflücken lassen sich durch zielgruppenspezifische Maßnahmen ansprechen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Neben dem Internetauftritt (www.mv-impft.de) wird mit gedrucktem Informationsmaterial wie Plakaten und Faltblättern geworben. Darüber hinaus kommen auch digitale Medien wie Spots für Kinos sowie YouTube und Facebook als Informationsträger zum Einsatz, um gezielt Jugendliche und junge Erwachsene anzusprechen. Ergänzt wird dies durch Hinweise auf die zahlreichen Impfangebote der niedergelassenen Ärzte, der Gesundheitsämter und auch der Betriebsärzte im Land. „MV impft“ ist eine Kampagne des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales. Alle Informationen unter: www.mv-impft.de.

Polytech Treffen 2020 in Berlin

Konkrete Forschungs- und Entwicklungsprojekte gemeinsam umsetzen – Rahmenbedingungen weiter verbessern

Technologiezentrum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Technologiezentrum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat bei dem Polytech Treffen 2020 in Berlin für eine noch intensivere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft zwischen Russland und Mecklenburg-Vorpommern geworben. „Die Zusammenarbeit mit Russland ist für Mecklenburg-Vorpommern bedeutend und ich kann versichern, sie wird aktiv betrieben. Wir müssen weiter im Dialog bleiben. Im Vordergrund steht dabei immer was uns eint und verbindet. Trotz nicht immer leichter Rahmenbedingungen sind die Gespräche nie abgerissen. Ziel ist es, nachhaltige Entwicklungen und die Schaffung sowie Sicherung zukunftsorientierter Arbeitsplätze durch den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Hierbei ist es wichtig im Rahmen von Forschung, Entwicklung und Innovation konkrete Projekte zu initiieren und umzusetzen“, forderte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph in Berlin. Das zweitägige Polytech Treffen 2020 findet im Rahmen des Deutsch-Russischen Themenjahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018 – 2020 statt. Es ist dem 120. Jahrestag der Gründung der Polytechnischen Peter-der-Große-Universität Sankt Petersburg (SPbPU) gewidmet.

Zusammenarbeit zwischen Russland und M-V intensivieren

Rudolph sprach sich vor Ort dafür aus, die Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen bei internationalen Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu verbessern. „Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen bei der Bewältigung von organisatorischen und regulatorischen Hürden. Um Kooperationsprojekte von Unternehmen und Forschungseinrichtungen über Ländergrenzen hinweg zeitnah und erfolgreich umsetzen zu können, bedarf es einer Unterstützung der handelnden Akteure. Die Unterstützung darf nicht einmalig und kurzfristig sein. Nur durch die Schaffung von Planungssicherheit und Kontinuität können die kleinen und mittleren Unternehmen die notwendige vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung aufbauen. Mecklenburg-Vorpommern will dazu im Rahmen der Überarbeitung der Regionalen Innovationsstrategie ein Konzept für die internationale Zusammenarbeit erarbeiten. Erkenntnisse der Veranstaltung sollen in das Konzept einfließen“, betonte Rudolph weiter. Der Staatssekretär regte beispielsweise Kooperationen im Bereich der Entwicklung neuer Werkstoffe, Nanotechnologien, Energietechnologien, Elektronik sowie Biomedizin und Biotechnologie an. „Hier haben wir auf Seiten der Hochschulen und der heimischen Unternehmen beste Voraussetzungen für intensive Kooperationen. Wir wollen die Zusammenarbeit weiter ausbauen und stärken. Das ist auch ein gegenseitiger Beitrag neue Märkte zu entdecken und aktiv zu erschließen“, machte Rudolph vor Ort deutlich.

Fördermöglichkeiten aktiv nutzen

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph machte im Rahmen der Veranstaltung auf das breite Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten für mehr Forschung, Entwicklung und Innovation aufmerksam. „Wir haben den Forschungs- und Entwicklungsbereich bei uns in Mecklenburg-Vorpommern konsequent weiter ausgebaut“, sagte Rudolph. Insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) werden dabei unterstützt, ihre Produktionsprozesse zu analysieren, „digitale“ Lösungsvorschläge (Prozessinnovationen) zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen. Diese Pilotprojekte werden bei KMU mit bis zu 50 Prozent und bei großen Unternehmen mit bis zu 15 Prozent, mit maximal bis zu 200.000 Euro gefördert. Zudem können auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen (Technikfolgenabschätzung) gefördert werden. „Wir haben den Kreis der möglichen Zuwendungsempfänger erheblich erweitert. Es ist beispielsweise die gewerbliche Wirtschaft, wie auch Handel, Dienstleistung und Bauunternehmen, antragsberechtigt. Wir müssen weiter intensiv an der Initiierung von erfolgversprechenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben arbeiten. Dabei ist es wichtig, auch über den Tellerrand zu schauen“, betonte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph. In der laufenden EU-Förderperiode 2014 bis 2020 wurden bislang 164 Millionen Euro aus dem ERFRE für 500 Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie bewilligt.

Informationen zum Polytech Treffen

Am 06. und 07. Februar 2020 findet das Polytech Treffen 2020 in Berlin statt. Im Rahmen der Veranstaltung stellt die SPbPU zusammen mit europäischen Partnern zukunftsorientierte Forschungs- und Innovationsprojekte vor sowie Möglichkeiten für bilaterale Investitionen, die auf erfolgreiche Praktiken langjähriger Zusammenarbeit beruhen. Im Rahmen des Treffens präsentieren die Vertreter der Polytech Projekte zur digitalen Projektierung und Modellierung global wettbewerbsfähiger Produkte der neuen Generation mit fortschrittlichen Produktionstechnologien in verschiedenen Bereichen der Hightech-Industrie. Erwartet werden circa 350 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung.

Grundstein für das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie in Greifswald

Kapazitäten schaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen – 240 neue Arbeitsplätze entstehen perspektivisch

Greifswalder Rathaus, Foto Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Greifswalder Rathaus, Foto: Pressestelle HGW

Am Dienstag hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gemeinsam den Grundstein für das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie in Greifswald gelegt. „Greifswald hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr dynamischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entwickelt. Gerade im Bereich der Bio- und Plasmatechnik existieren hier Forschungsschwerpunkte. Es ist wichtig, weitere Kapazitäten zu schaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen und sich zu etablieren. Gleichzeitig gibt es einen Bedarf für existierende Unternehmen, sich am Standort zu erweitern. Mit dem Vorhaben werden die Voraussetzungen für noch mehr Forschung und Entwicklung in der Hansestadt gelegt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen im Bio- und Plasmabereich

„Die inhaltliche Ausrichtung des ´Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie´, die Branchen industrielle Biotechnologie (Bioökonomie) und Plasmatechnologie in einem Komplex zu verbinden, ist neuartig. Es sollen zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen im Bio- und Plasmabereich geschaffen werden“, so Glawe weiter. Im Betriebsteil Plasma sind neben Büro- und Laborflächen auch Produktionsflächen vorgesehen, um neue Plasmaanwendungen zu testen, zur Einsatzreife in der Industrie zu bringen und marktreife Produkte in Serie zu produzieren. Der „Biotechnologie-Bereich“ beinhaltet Forschungs-, Produktions- und Aufarbeitungsflächen für die industrielle Bioökonomie. Die industrielle Biotechnologie befasst sich mit der Nutzung von biotechnologischen Methoden für industrielle Produktionsverfahren. Durch die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sollen in zunehmendem Maße Produkte aus erdölbasierten Rohstoffen ersetzt werden.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort – 240 neue Arbeitsplätze

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf ca. 32 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit etwa 16,5 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). „Es sollen direkt etwa 240 Arbeitsplätze bei den künftigen Nutzern des Zentrums entstehen. Darüber hinaus rechnet die Stadt mit erheblichen volkswirtschaftlichen Effekten“, sagte Glawe.

„Life Sciences“ sind Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts

Die Biotechnologien („Life Sciences“) sind Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. „Sie bieten riesige Chancen für neue Produkte, neue Firmen und neue, wissensbasierte, hochqualifizierte Arbeitsplätze. Sie bilden aber auch den Schlüssel, den Herausforderungen einer globalisierten, im demografischen Wandel befindlichen Gesellschaft zu begegnen. Die aktuellen Entwicklungen belegen dies eindrücklich. Ohne leistungsfähige interdisziplinäre Forschung, ohne schnelle Überführung der Forschungsergebnisse in konkrete Anwendungen, Produkte und Methoden können wir diese Herausforderungen nicht meistern“, machte Glawe in Greifswald deutlich.

Bewilligung von 500 Forschungs- und Entwicklungsprojekten

„Wir werden auch künftig weiter in Forschung, Entwicklung und Innovation investieren. Im internationalen Wettbewerb müssen wir besser und schneller sein als andere. Dazu benötigen wir Spitzenverfahren und innovative, marktfähige Produkte, mit denen wir uns von Wettbewerbern dauerhaft abheben können. Vor allem Projekte von Unternehmen und Verbünden aus Wirtschaft und Wissenschaft – unserer Verbundforschung – sollen weiter unterstützt werden. Die Ausrichtung der Technologiepolitik auf die konkreten Anforderungen der Wirtschaft im Land steht im Vordergrund. Dies soll attraktive und zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land schaffen“, sagte Glawe weiter. In der laufenden EU-Förderperiode 2014 bis 2020 wurden bislang 164 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für 500 Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie bewilligt. „Wir müssen weiter intensiv an der Initiierung von erfolgsversprechenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in der Region arbeiten. Mit dem aktuellen Vorhaben schaffen wir die Grundlagen dafür“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

M-V und S-H starten Bundesratsinitiative

Angemessene Bundesbeteiligung an der Absicherung von Bauzeitfinanzierungen im Schiffbau gebraucht – Gespräche mit dem Bund weiter notwendig

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft – Heckansicht eines Schiffes, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein setzen sich mit einem eigenen Antrag für eine uneingeschränkte Aufnahme des Schiffbaus in das neue parallele Bund-/Länder-Großbürgschaftsprogramm ein. „Die bisherigen Pläne sehen eine drastische Reduzierung der Beteiligung des Bundes beim Thema Schiffsbürgschaften vor. Das darf nicht sein. Die Küstenländer setzen sich für die Finanzierung des Schiffbaus im besonderen Maße ein. Dieses Thema ist vor dem Hintergrund der gegenwärtig von den MV Werften einzuwerbenden nächsten Schiffbauaufträge insbesondere auch für unser Land sehr wichtig. Die alleinige Begleitung der Schiffbaufinanzierung mit Landesbürgschaften würde die Leistungsfähigkeit unseres Landes weit überfordern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin. Das Kabinett hat dem Vorgehen des Ministers zugestimmt. Der Antrag Schleswig-Holsteins wird mit dem Beitritt Mecklenburg-Vorpommerns Gegenstand der nächsten Bundesratssitzung am 14. Februar sein. „Wir haben ein besonderes bundespolitisches Interesse am Erhalt einer leistungsfähigen Schiffbauindustrie an der deutschen Küste. Ein ganz erheblicher Anteil der Wertschöpfung im Spezialschiffbau kommt im Schiffbau aus den Binnenländern. Jeder Schiffsneubau sichert Jobs auf den Werften und bei den Zulieferern“, so Glawe weiter.

Finanzierung neuer Aufträge stellt Branche vor Herausforderungen – weitere Gespräche notwendig

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe dankte dem Bund für sein bisheriges Engagement für die maritime Branche. „Die Finanzierung neuer Aufträge stellt die Branche insbesondere im Schiffbau vor große Herausforderungen. Volle Auftragsbücher allein reichen nicht aus. Es müssen die jeweiligen Finanzierungen der Projekte gesichert werden. Doch Banken und Versicherer agieren überwiegend zurückhaltend bei der Finanzierung maritimer Projekte. Die Unternehmen sind ihrerseits nicht in der Lage, ihre im Spezialschiffbau sehr hohen und längerfristig laufenden Bauzeitfinanzierungsbedarfe ohne finanzielle Hilfen zu decken. Deshalb ist neben unserer eigenen Unterstützung weiter eine nachhaltige Unterstützung des Bundes notwendig, um den Absicherungsbedarf bei Bauzeitfinanzierungen für Schiffe zu gewährleisten. Hier gibt es auch zukünftig Handlungsbedarf. Es sind hierfür weiter Gespräche mit dem Bund notwendig“, betonte Glawe. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die MV Werften durch Bürgschaften bei der Bauzeitfinanzierung von zwei Kreuzfahrtschiffen der Global Class. Das Bürgschaftsvolumen des Landes beträgt 375 Millionen Euro für den Bau der beiden Kreuzfahrtschiffe. Der Bund sichert den Bau in gleicher Höhe ab.

Maritime Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern in Zahlen

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen, insgesamt ca. 11.500 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein industrieller Kern. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 6.500 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV Werften in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock sind rund 3.700 Mitarbeiter und rund 380 Auszubildende beschäftigt. Zum Schiff- und Bootsbau kommen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und ca. 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen hinzu.

Vertrag für den WLAN-Ausbau in Tourismusregionen geschlossen

Einrichtung und Installation von Hotspots in Tourismusregionen kann beginnen

MobilePhone_remixDer Ausbau von mehr als 200 WLAN-Hotspots in Tourismusregionen des Binnenlandes von MV startet. Nach einer EU-weiten Ausschreibung wurde der WLAN-Ausbauvertrag zwischen dem Unternehmen The Cloud Networks Germany GmbH aus München und dem Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, geschlossen. „Die Einrichtung und Installation von Hotspots in Tourismusregionen des Landes kann beginnen. Es sollen insbesondere Standorte berücksichtigt werden, die von touristischer Bedeutung sind wie beispielsweise Städte im Binnenland, Schlösser und Gutshäuser, touristisch genutzte Wasserstraßen und Reviere und stark nachgefragte Sehenswürdigkeiten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Kommunen bei Ausführung unterstützen

Die Digitalisierung in der Tourismuswirtschaft ist eine wesentliche Forderung in der Tourismuskonzeption „Branche mit Zukunft gestalten“ und ein wesentlicher Bestandteil der Weiterentwicklung des heimischen Tourismus. „Wir setzen die Konzeption weiter um. Ich bitte die Kommunen, die Auftragnehmer bei der Ausführung bestmöglich zu unterstützen, insbesondere die für die WLAN-Planung vor Ort notwendigen Zugänge zu ihren Objekten zu gewährleisten, alle Informationen bereitzustellen und bei der Einholung der erforderlichen Genehmigungen mitzuwirken“, so Glawe weiter.

Digitalisierung in der Tourismuswirtschaft

Digitale Informationen über Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten von Museen und Gaststätten oder Schleusen sowie aktuelle Verkehrsmeldungen sind für Einheimische und Gäste notwendig und werden zu einem guten Aufenthalt vor Ort auch vorausgesetzt. „Die Digitalisierung hat auch das Buchungs- und Reiseverhalten grundlegend verändert. Smartphones und Tablets mit mobiler Anwendungssoftware sind weit verbreitet und werden von vielen Gästen im Land genutzt, setzen aber eine jederzeitige Verfügbarkeit des Internets voraus. Gerade im Tourismus sind sie wichtig, weil sie den Zugriff zu Informationen bieten und neue Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen. Die Verfügbarkeit von WLAN ist für eine Reiseentscheidung von wachsender Bedeutung, gerade für Familien mit Kindern. Damit können u.a. die Gästezufriedenheit gesteigert, weitere internationale Gäste gewonnen, Versorgungslücken geschlossen und die Sicherheit auf dem Wasser erhöht werden“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

Potentiale im Binnenland nutzen

Weitere Potentiale für mehr touristische Entwicklung und Wertschöpfung bestehen vor allem im Binnenland. Eine möglichst flächendeckende, frei zugängliche WLAN-Versorgung ist erforderlich. Bisher fehlt jedoch in Mecklenburg-Vorpommern an ausgewählten Plätzen in kleineren Städten, an Gutshäusern/Schlössern sowie auf Wasserstraßen die WLAN-Verfügbarkeit. Mit Hilfe der Errichtung von so genannten Access-Points soll Abhilfe geschaffen werden. Die Mittel von 500.000 Euro hierfür werden aus der Digitalen Agenda des Landes zur Verfügung gestellt. Die Errichtung des Tourismus-WLAN MV soll in den Jahren 2020 und 2021 erfolgen. Die Studie zur „Standortbestimmung von WLAN-Hotspots in Tourismusregionen von Mecklenburg-Vorpommern“ wurde durch die DEN GmbH Greifswald erstellt und im II. Quartal 2019 veröffentlicht. Die WLAN-Hotspots sollen an rund 260 Standorten umgesetzt werden.

Link zur Studie: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Service/Publikationen/?id=18859&processor=veroeff

Galerie präsentiert russischen Fotokünstler – Ausstellungseröffnung in Greifswald

Kunst und Kultur sind von jeher Katalysatoren eines engen Miteinanders von Zivilgesellschaften. Die Ausstellung „Behind the Curtain – Закулисье“ ist Teil enger und erfolgreicher Zusammenarbeit von Russen und Deutschen

ballerina-2026055_640In der Galerie STP in Greifswald ist am Freitag eine Ausstellung des russischen Künstlers Mark Olich eröffnet worden. Unter dem Titel „Behind the Curtain – Закулисье“ (Hinter dem Vorhang – Hinter der Kulisse) sind Fotos von Ballettszenen zu sehen. „Wirtschaft, Kunst und Kultur sind von jeher Katalysatoren eines engen Miteinanders von Zivilgesellschaften. Die Fotoausstellung erlaubt uns einen tiefen Einblick in die Seele des Künstlers und seiner Objekte. So wachsen Verständnis und Vertrauen zueinander. Unser Fundament gemeinsamer Anstrengungen zum Wohle beider Zivilgesellschaften wird weiter gestärkt“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Wirtschaft, Kunst und Kultur beider Länder weiter ausbauen

„Gute wirtschaftliche Beziehungen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Russischen Föderation sind auch aufgrund unserer geografischen Lage unabdingbar. Eine Schlüsselrolle für das traditionelle Fortbestehen der wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Bindung im Landesteil Vorpommern nimmt seit vielen Jahren der Unternehmerverband Vorpommern wahr. Seine Mitgliedsunternehmen stehen für hochmoderne Logistik, Hafenwirtschaft, Industrie, Joint Ventures im Engineering, zukunftsfähigen Tourismus, innovatives Handwerk und viele weitere Branchen einer ganzen Region. Ich danke Herrn Präsidenten Gerold Jürgens für dessen Unterstützung der Ausstellung, ebenso der Sparkasse Vorpommern, den Stadtwerken Greifswald und Nord Stream II. Neben den wirtschaftlichen Beziehungen sind Kooperationen auf dem Gebiet der Kultur feste Säulen in den Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Es gilt, das historisch gewachsene Verständnis zwischen den Kulturen, auch unter wechselnden gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, zu fördern und weiter auszubauen. Mit der Ausstellung wird diesem Gedanken Rechnung getragen“, sagte Rudolph abschließend.

Informationen zum Künstler und der Galerie STP

Der Künstler Mark Olich ist 1974 in Russland geboren. Er ist ein russischer Fotograf mit dem Fokus auf die Theater- und Tanzwelt, vor allem auf Ballett. Seit 2005 beschäftigt sich Olich intensiv mit individuellen Druckmethoden auf unterschiedlichen Oberflächen. Die Ausstellung zeigt malerische Ballettszenen auf handbeschichtetem Aquarellpapier. Die Ausstellung ist noch bis zum 07. März 2020 zu sehen. Sie wird unterstützt durch die Sparkasse Vorpommern, die Stadtwerke Greifswald GmbH, den Unternehmerverband Vorpommern e.V. und Nord Stream II. Die Galerie STP wurde 2010 in Greifswald gegründet. Sie ist spezialisiert auf osteuropäische Kunst mit dem Schwerpunkt Fotografie. Der Galerist Dr. Peter Konschake hat seine fotografischen Wurzeln in St. Petersburg. Aufgabe der Galerie ist es, namhaften, aber auch jungen osteuropäischen Künstlern eine Plattform zu bieten.

Außenhandel zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Russischen Föderation – Handelsbeziehungen wichtig

Im Jahr 2018 wurden aus Mecklenburg-Vorpommern Waren im Wert von 231 Millionen Euro in die Russische Föderation exportiert, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 4,5 Prozent bedeutet. Dies stellt einen Anteil am Gesamtexport des Landes in Höhe von drei Prozent dar. Die Russische Föderation belegte 2018 Platz zehn der wichtigsten Exportpartner Mecklenburg-Vorpommerns. Die Hauptexportgüter waren Fahrzeuge (61 Millionen Euro, unter anderem Teile und Zubehör für Rollstühle, Behindertenfahrzeuge sowie Karosserien und Aufbauten), Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs (40 Millionen Euro, beispielsweise Grieß, Pflanzensäfte u.a. von Süßholzwurzeln, Pektinstoffe) sowie Eisen-, Blech- und Metallwaren (31 Millionen Euro, etwa Brücken- und Brückenelemente aus Stahl; Gleitschutzketten aus Eisen oder Stahl; Back-, Brat-, Grill- und Kochgeräte aus Eisen). Nach Mecklenburg-Vorpommern aus der Russischen Föderation wurden 2018 Waren im Wert von 583 Millionen Euro importiert (-27,1Prozent). Dies stellt einen Anteil am Gesamtimport von neun Prozent dar. Die Russische Föderation steht damit in der Platzierung der wichtigsten Importpartner des Landes auf Platz vier. Die Hauptimportgüter waren Mineralölerzeugnisse (472 Millionen Euro, unter anderem Heizöle, Schmieröle und Propan).

Bund und DB stärken Schiene mit weiteren 11 Milliarden Euro – für aktiven Klimaschutz im Verkehr

DB-Regiobahn, Foto: Joachim Kloock

DB-Regiobahn, Foto: Joachim Kloock

Auf Grundlage des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung werden zusätzliche Bundesmittel in Höhe von 11 Mrd. EUR bis 2030 zur Stärkung der Schiene bereitgestellt. In einer Absichtserklärung zwischen Bund und Deutsche Bahn sind die dafür notwendigen Maßnahmen festgehalten. Diese bringen mehr Kapazität, Qualität sowie eine attraktivere Schiene und damit mehr Klimaschutz im Verkehr. Die in Summe 11 Mrd. EUR werden ausschließlich für Infrastrukturmaßnahmen verwendet. Sie sollen je zur Hälfte für Eigenkapitalerhöhungen der Eisenbahninfrastrukturunternehmen des Bundes und als Zuschüsse ausgezahlt werden. Damit werden die finanzielle Stabilität der Infrastruktur und die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors weiter gestärkt.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Versprochen-gehalten – wir setzen für den Verkehrsbereich eine wichtige Maßnahme aus unserem Klimaschutzprogramm um. Der Bund stärkt die Schiene mit weiteren 11 Milliarden Euro. Denn die Schieneninfrastruktur ist das Fundament für umweltfreundliche Mobilität. Mit dem Geld machen wir sie robuster, leistungsfähiger und digitaler, die Bahnhöfe attraktiver und barrierefreier.“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Wir stärken klimafreundliche Mobilität in Deutschland und machen die Schieneninfrastruktur fit für die Zukunft. Mit zusätzlichen Investitionen in digitale Bahntechnologien machen wir das Angebot klimafreundlicher Mobilität für die Bürgerinnen und Bürger noch attraktiver und noch sicherer. Die Digitalisierung bringt große Chancen für die Schiene, wir wollen sie nutzen.“

DB-Chef Richard Lutz: „Die Vereinbarung mit dem Bund bedeutet eine weitere Stärkung der Schiene für ganz Deutschland. Die 11 Milliarden Euro kommen ausschließlich der Eisenbahninfrastruktur zugute – das ist eine großartige Nachricht für den gesamten Bahnsektor, für die Reisenden, für Klimaschutz und Verkehrswende. Und es ist ein weiteres deutliches Signal für den starken politischen Rückenwind, den die Schiene in Deutschland hat. Das freut uns, und dafür bedanken wir uns bei der Bundesregierung ausdrücklich.“

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: „Das Geld aus der Vereinbarung fließt unmittelbar in ein besseres Schienennetz und in attraktivere Bahnhöfe. Unsere Investitionsoffensive für eine robustere Bahn, für mehr Kapazität auf der Schiene bekommt einen weiteren Schub. Vor allem können wir mit diesen Mitteln bei der Digitalisierung des Netzes durchstarten – ein Schlüssel, um deutlich mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen.“

Die Mittel sollen in folgenden vier Bereichen eingesetzt werden:

  1. Robustes Netz (4 Mrd.): Investitionen in Stellwerke, kleine und mittlere Maßnahmen an überlasteten Schienenwegen und zur Realisierung von Etappen des Deutschlandtakts, Streckenelektrifizierung für die Güterbahnen, Infrastruktur für alternative Antriebe und Investitionen in Terminals des kombinierten Verkehrs, Zugbildungsanlagen sowie die Anbindung von Gleisanschlüssen.
  2. Digitale Schiene (4 Mrd.):  Zusätzliche Mittel für das „Starterpaket“ sowie den Flächenrollout der Europäischen Leit- und Sicherungstechnik ETCS sowie Digitaler Stellwerke. Investitionen in Digitale Bahntechnologien.
  3. Attraktive Bahnhöfe (1 Mrd.): Finanziert werden zahlreiche Maßnahmen zur Qualitätssteigerung der Bahnhöfe sowie für Barrierefreiheit, Brandschutz und den Zustand von Empfangsgebäuden.
  4. Eigenwirtschaftliche Infrastrukturmaßnahmen (2 Mrd.): Ausweitung des Engagements der DB u.a. für mehr Qualität und Kapazität im Rahmen der „Starken Schiene“.

Die als Eigenkapitalerhöhung auszureichenden Mittel stehen noch unter dem Vorbehalt der beihilferechtlichen Abstimmung mit der Europäischen Kommission. Die Auszahlung der gesamten Mittel steht unter dem Vorbehalt der Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers.

Thema im Landtag M-V – Impfschutz in stationären Altenpflegeeinrichtungen

Weiter Aufklärung für verbesserten Impfschutz notwendig

Seniorentreff, Foto: Joachim Kloock

Seniorentreff, Foto: Joachim Kloock

Am Freitag ist im Landtag in Schwerin das Thema: „Impfschutz in stationären Altenpflegeeinrichtungen“ diskutiert worden. „Impfstoffe zählen zu den wirksamsten und sichersten Präventivmaßnahmen im Kampf gegen Krankheitserreger. Zur Prävention stehen gut verträgliche und hochwirksame Impfstoffe zur Verfügung, die zu einem langfristigen Schutz für den Einzelnen, aber auch zu einem Kollektivschutz in der Bevölkerung führen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern bestehen Impflücken, insbesondere bei Menschen im höheren Alter“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Landtag.

Vollständiger Impfschutz für Bewohner und für Mitarbeiter

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt ab 60 Jahren unter anderem die Schutzimpfungen gegen Influenza, Pneumokokken und seit Dezember 2019 auch gegen Herpes Zoster (Gürtelrose). In der Grippesaison 2018/2019 waren 55,8 Prozent der Menschen über 60 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern gegen Influenza geimpft. Und etwa 26 Prozent der 60- bis 67-jährigen bzw. Personen mit erhöhtem Risiko waren gegen Pneumokokken geimpft. „Es ist weiter Aufklärung für einen verbesserten Impfschutz notwendig. Menschen in Altenpflegeeinrichtungen sind durch häufig bestehende Grunderkrankungen und damit einhergehende Beeinträchtigungen des Immunsystems im höheren Alter anfälliger für Infektionskrankheiten. Ein vollständiger Impfschutz sowohl für Bewohner als auch für Mitarbeiter dieser Einrichtungen ist daher besonders wichtig“, so Glawe weiter.

Kampagne „MV impft“ weiter ausbauen

Laut der 5. Bevölkerungsprognose von Mecklenburg-Vorpommern wird der Bevölkerungsanteil über 65-Jähriger in unserem Land bis zum Jahr 2040 um 28,2 Prozent steigen. „Hier gilt es, Impflücken im Land zu schließen. Im Oktober 2018 haben das Gesundheitsministerium und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) die Impfkampagne des Landes unter dem Motto `MV-impft – Gemeinsam Verantwortung übernehmen!´ (mv-impft.de) gestartet. Die Impfkampagne hat die Sensibilisierung für das Thema Impfen in Mecklenburg-Vorpommern weiter gefördert. So fanden die bisher adressierten Themen: Impfschutz für die ganze Familie und Arbeitskollegen allgemein sowie für Jungen und Mädchen speziell zur Schutzimpfung gegen Humane Papillomviren (HPV) großen Zuspruch in der Bevölkerung. Bereits in den ersten drei Monaten der Impfkampagne wurden 3.446 zusätzliche Impfdosen durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst verimpft“, sagte Glawe. Für die Grippesaison 2019/2020 wurden für den Öffentlichen Gesundheitsdienst insgesamt über 22.000 Influenza-Impfdosen bestellt, die in verschiedenen Impfaktionen schon fast vollständig verimpft wurden. Darüber hinaus motivieren die niedergelassenen Ärzte im Land ihre Patienten regelmäßig zum Impfen und nutzen dafür auch die Informationsflyer der Impfkampagne.

Durchimpfungsraten bei Bewohnern und Personal von stationären Altenpflegeeinrichtungen

Der vorliegende Antrag der Regierungsfraktionen SPD und CDU sieht vor, auf eine Steigerung der Durchimpfungsraten entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission bei Bewohnern und Personal von stationären Altenpflegeeinrichtungen hinzuwirken. „Die Aufklärung von Bewohnern, Angehörigen und medizinischem Personal in stationären Altenpflegeeinrichtungen ist entscheidend, um die Impfquoten in Mecklenburg-Vorpommern für ältere Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko weiter zu verbessern“, betonte Gesundheitsminister Glawe im Landtag. Dies gelingt beispielsweise durch geeignete Informationsmaterialen in Form von Handreichungen, die Bewohner, Angehörige, Mitarbeiter sowie Ärzte über den Nutzen von Schutzimpfungen aufklären. Im bundesweiten Vergleich ist Mecklenburg-Vorpommern ein Land mit hoher Impfbereitschaft. „Dennoch ist eine kontinuierliche Aufklärung durch die Medien, die Ärzte und die Gesundheitsämter über den individuellen und epidemiologischen Nutzen von Impfungen erforderlich, um das bereits vorhandene Wissen wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und über wissenschaftliche Neuerungen zu informieren. Hierzu leisten wir mit der Impfkampagne ´MV impft´ (mv-impft.de) einen wichtigen Beitrag. Ziel in Mecklenburg-Vorpommern sollte es sein, die sehr hohen Impfquoten zu halten bzw. weiter zu verbessern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe im Landtag abschließend.

Mecklenburg-Vorpommern ist Gastgeber zum Start der Deutschland Tour 2020

Radrennen, Foto Joachim Kloock

Radrennen, Foto: Joachim Kloock

Die diesjährige Deutschland Tour startet in der Hansestadt Stralsund und führt vom 20. bis 23. August über vier Etappen nach Nürnberg. Im August werden die weltbesten Radsportler nach Mecklenburg-Vorpommern in Deutschlands beliebteste Urlaubsdestination reisen und dort die komplette erste Etappe verbringen. Den Auftakt zu Deutschlands größtem Radsportfestival macht Stralsund bereits am 19. August. Am Vorabend des Rennstarts wird die Hafeninsel mit ihrem hanseatisch maritimen Flair zum Besuchermagnet. Denn bei der Präsentation der 132 Profis können Tour de France-Stars, deutsche Topfahrer und vielversprechende Talente hautnah erlebt werden. Am nächsten Tag werden die Fahrer aus der UNESCO-Welterbestadt auf die erste Etappe der Rundfahrt geschickt. Von Vorpommern führt der Weg nach Mecklenburg in die Landeshauptstadt Schwerin – erstmals in der Geschichte der Deutschland Tour auch entlang der Küste. Für das Bundesland wird der Etappenverlauf, der die beiden Landesteile verbindet, zu einem besonderen Symbol: 1990 wurde Mecklenburg-Vorpommern als Bundesland wiedergegründet und feiert in diesem Jahr „30 Jahre MV“. Schwerin wird am 20. August Schauplatz der ersten sportlichen Entscheidung der Deutschland Tour 2020. Die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns bildet mit dem Schweriner Schloss die Kulisse für den ersten Zieleinlauf der Rundfahrt. Vor allem die endschnellen Sprinter werden sich Hoffnung auf den Tagessieg und das erste Führungstrikot machen. Bereits vier Wochen bevor die Weltelite in die Landeshauptstadt kommt, findet das diesjährige Bundes-Radsport-Treffen statt, bei dem Breitensportler aus ganz Deutschland Schwerin und die Region selbst auf dem Rad erleben.

Fans gestalten die Strecke – André Greipel macht mit als „Tourmaker“

Auch wenn die Streckenplaner um Fabian Wegmann den Verlauf der vier Etappen bereits vorbereiten, sind weiterhin Fan-Ideen gefragt. Unter www.deutschland-tour.com können Radsportfans, Einwohner und Besucher ihre Tipps einreichen. Von Wünschen zum Verlauf der Profi-Strecke bis zu touristischen Besonderheiten, die in die weltweite TV-Übertragung einfließen sollen, kann die Deutschland Tour mitgestaltet werden. Ein Prominenter hat seine Streckenvorschläge in Mecklenburg-Vorpommern bereits geteilt: André Greipel, aktiver Profi mit den meisten Siegen und gebürtiger Rostocker, hat sich mit Insidertipps als „Tourmaker“ an der Gestaltung der Deutschland Tour beteiligt. Mit einem vielfältigen Rahmenprogramm rund um das Profirennen wird bei der Deutschland Tour das Fahrrad gefeiert. Die Besucher können sich auf die Expo Tour freuen, eine große Fahrradmesse mit interessantem Bühnenprogramm und Attraktionen zum Mitmachen. Die „Kinder+Sport mini tour“ bietet für die Kleinsten unter anderem eine Fahrrad-Erlebniswelt, Laufradrennen und eine Bike Parade. Bei der Ride Tour können autofreie Straßen auf einem abgesperrten Kurs erlebt werden – entspanntes Fahrradfahren frei von jeglichem Verkehr.

Stimmen zum Auftakt der Deutschland Tour 2020 in Mecklenburg-Vorpommern

„Der Start der Deutschland Tour in Mecklenburg-Vorpommern ist voller Premieren. Erstmals besuchen wir den Nordosten Deutschlands, mit Stralsund erstmals eine Hansestadt und mit der Ostsee haben wir erstmals einen Küstenabschnitt im Programm. Das Etappenfinale in Schwerin setzt dagegen eine schöne Tradition fort, mit der die Landeshauptstädte begeisterter Teil der Deutschland Tour sind. Urlauber in Mecklenburg-Vorpommern können nun die Deutschland Tour in ihr Ferienprogramm aufnehmen und mit uns gemeinsam das Fahrrad feiern“, sagt Claude Rach, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Radsports, dem Veranstalter der Deutschland Tour. „Mecklenburg-Vorpommern freut sich ganz besonders auf die Deutschland Tour im Sommer. Wir sind ein Teil davon. Das ist für unser Bundesland beste Werbung, sich von der sportlichen Seite entlang der Strecke zu präsentieren. Gleichzeitig machen wir mit unseren natürlichen Schönheiten und der ausgebauten Infrastruktur bei den Sportfans touristisch auf unser Land aufmerksam. Das Radfahren in der Natur und vor allem der Radsport erfreuen sich deutschlandweit immer größerer Beliebtheit. Hier wird ein großes Radfestival geplant, an dem auch Kinder und Erwachsene aktiv teilnehmen können“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an der Umsetzung der Deutschland Tour in der Hansestadt Stralsund und Schwerin. Der Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung, zuständig für den Sport, Nikolaus-Johannes Voss, betonte auf der Pressekonferenz den Wert der Deutschland Tour im Jubiläumsjahr des Landes: „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, im Jahr unserer Feierlichkeiten zu ‚30 Jahre Mecklenburg-Vorpommern‘ mit der Deutschland Tour ein Spitzensportevent nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen. Einige der weltbesten Radsportler werden auf ihrem Weg von Stralsund nach Schwerin symbolisch Mecklenburg und Vorpommern verbinden. Ich bin mir sicher, dass wir begeisternde Bilder aus unserem Land in die Welt schicken werden.

„Mit der Deutschland Tour ist es uns gelungen, ein Spitzensportevent nach Stralsund zu holen. Zusammen mit einigen der weltbesten Radsportler werden wir begeisternde Bilder aus der schönsten Hansestadt der Welt rund um den Globus schicken. Neben den Radsportstars freuen wir uns aber auch auf die vielen Gäste am Strelasund. Denn Stralsund ist nicht nur historische Hanse- und Welterbestadt, sondern mit Großereignissen wie Sundschwimmen, Rügenbrückenlauf und Triathlon auch moderne Sportstadt. Mit dieser Begeisterung heißen wir im August die Profis willkommen“, freut sich Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, auf die Deutschland Tour. „Die Landeshauptstadt bietet mit ihrem Wahrzeichen, dem Schweriner Schloss, eine wunderbare Kulisse für die Deutschland Tour. Wir freuen uns auf die einmaligen Bilder, mit denen wir für unsere offene, innovative und lebenswerte Stadt werben können. Und wir freuen uns auf viele Besucher, die am 20. August mitmachen, die Sportler anzufeuern und das Fahrrad zu feiern. Denn die Deutschland Tour ist für uns auch Gelegenheit, für das alltägliche Radfahren in Schwerin zu begeistern“, sagt Dr. Rico Badenschier, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin.

Jahresauftakttreffen beim Verein der Köche Mecklenburg-Vorpommern Neubrandenburg e. V.

Gastronomen arbeiten für den touristischen Erfolg Mecklenburg-Vorpommerns

Spargelmarkt, Schälwettbewerb der Köche, Foto: Joachim Kloock

Schälwettbewerb der Köche auf dem Spargelmarkt, Foto: Joachim Kloock

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat beim Jahresauftakttreffen des Vereins der Köche Mecklenburg-Vorpommern Neubrandenburg e.V. die engagierte Arbeit der Branchenvertreter hervorgehoben. „Sie sind für den touristischen Erfolg Mecklenburg-Vorpommerns unabdingbar. Unsere Gäste immer wieder mit außergewöhnlichen Kreationen, hoher Qualität und möglichst regionalen Produkten zu überraschen, ist eine große Herausforderung, die sie mit ihren Teams täglich meistern. Um dieses hohe Niveau zu halten, ist es dringend notwendig, sich intensiv um die Fachkräftesicherung zu kümmern. Dabei unterstützen wir die Branche“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort in Neubrandenburg.

Intensiver bei Jugendlichen für die Branche werben

Nach Angaben des Bundesagentur für Arbeit fallen derzeit (Stand Ende September 2019) von den insgesamt 1.600 noch unbesetzten Berufsausbildungsstellen 404 Stellen (rund 25 Prozent) auf den Hotel- und Gaststättenbereich. Bei den unbesetzten Ausbildungsstellen liegt auf dem ersten Platz der Beruf Koch/Köchin (126 offene Stellen), auf dem 2. und 3. Platz liegen die Berufe Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau (119) und Hotelfachmann/Hotelfachfrau (107), und auf Platz 6 der Beruf Fachkraft im Gastgewerbe (52). „Es ist notwendig, bei Jugendlichen noch intensiver für eine Ausbildung im Hotel- und Gaststättenbereich zu werben. Dafür muss ein realistisches Bild der Anforderungen gezeigt werden. Die unterschiedlichen Berufsfelder sind herausfordernd, spannend und kreativ. Zudem locken auch Karrieremöglichkeiten im Gastgewerbe. Mit der neuen Kampagne ´Gastro Burner´ werden junge Menschen angesprochen, sich in der Branche auszuprobieren. Das ist ein guter Weg, um Fachkräfte zu gewinnen“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph verwies auf den jüngst erfolgten Tarifabschluss im Gastgewerbe Mecklenburg-Vorpommern. Danach gilt seit dem 01.12.2019 eine Steigerung der Löhne um bis zu 28 Prozent (durchschnittlich 2,80 Euro pro Stunde). Für die Auszubildenden im Gastgewerbe MV erhöhen sich die Vergütungen in drei Stufen um bis zu 32 Prozent (um bis zu 220 Euro). Um Auszubildende zu gewinnen, hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA MV) die Kampagne „Gastro Burner“ gestartet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Kampagne mit 750.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). In einer Roadshow mit dem „Gastro-Burner Food Truck“ werden die Schulstandorte in Mecklenburg-Vorpommern besucht. Zusammen mit einer breit angelegten medialen Kampagne aus Imagefilmen, einer Kampagnenwebseite und Auftritten in Social Media Kanälen soll Jugendlichen ein modernes Bild der Ausbildungsberufe gezeigt werden.

Verein setzt sich für gesunde Ernährung ein

Der Verein der Köche Mecklenburg-Vorpommern Neubrandenburg e.V. ist einer von insgesamt fünf regionalen Vereinen der Köche in Mecklenburg-Vorpommern, die im Landesverband der Köche Nord organisiert sind, einem Zusammenschluss der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Der Landesverband engagiert sich nach eigenen Angaben unter anderem für die Themen Nachwuchs und Nachwuchsförderung, positives Image der Branche/Bekämpfung Fach- und Nachwuchskräftemangel, gesunde Ernährung und gegen Lebensmittelverschwendung. „Die Köche nutzen ihr regionales Netzwerk intensiv, um sich fachlich auszutauschen. Ein wichtiges Ziel ist es, in der Bevölkerung das Bewusstsein für eine qualitativ hochwertige, regionale Versorgung mit gesunden und frischen Lebensmitteln zu stärken“, sagte Rudolph abschließend.

Informationen zum Gastgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern hat das Gastgewerbe volkswirtschaftlich betrachtet mit über drei Prozent im Jahr 2016 einen etwa doppelt so hohen Anteil an der Gesamtwirtschaft wie im deutschen Durchschnitt. Im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2016 hatte das Gastgewerbe in MV einen in etwa gleich großen Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung wie beispielsweise der Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei. Rund 40.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer sind in der Hotellerie und Gastronomie des Landes beschäftigt. Das entspricht einer Steigerung seit dem Jahr 2009 von 22 Prozent. Etwa drei Milliarden Euro Umsatz erzielt das Gastgewerbe jährlich im Land, dabei sind die Vorleistungsanbieter entlang der Wertschöpfungskette und die nachrangigen Effekte in der zweiten Wertschöpfungsstufe nicht eingerechnet.

Mopedführerschein mit 15 in M-V auf dem Weg zum dauerhaften Angebot

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Simson, Foto: Hans Linde auf Pixabay

28.1.2020 – Das Kabinett hat heute den Entwurf der Landesverordnung für die Einführung des Mopedführerscheins mit 15 gebilligt und auf den Weg in die Verbandsanhörung geschickt. Er sieht vor, dass in Mecklenburg-Vorpommern bereits Jugendliche ab 15 Jahren nach Ablegen einer entsprechenden Führerscheinprüfung Mopeds, Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit einer zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 Kilometer pro Stunde fahren dürfen. Bislang liegt das Mindestalter bundesweit bei 16 Jahren. „Der Modellversuch, an dem alle fünf ostdeutschen Länder außer Berlin teilgenommen haben, hat sich für uns bewährt. Der Bund hat den Ländern ermöglicht selbst zu entscheiden, ob sie das Mindestalter in ihrem Land senken wollen. Wir haben uns – so wie auch die anderen Versuchsteilnehmer – entschieden, dies zu tun. Mit der Verordnung schaffen wir die rechtliche Grundlage dafür, dass bei uns nach Versuchsende am 30. April 2020 der Mopedführerschein mit 15 dauerhaft möglich ist“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel. „Wir begrüßen das sehr. Der Anreiz für die Fahranfänger ist höher, den Führerschein mit 15 zu machen und so mindestens zwei Jahre davon zu profitieren, bis sie den Autoführerschein für begleitetes Fahren mit 17 erwerben können“, sagt Helmut Bode, Vorsitzender des Fahrlehrerverbands M-V. Er fügt hinzu: „Allein in Mecklenburg-Vorpommern haben im Rahmen des Modellversuchs von Ende September 2017 bis Ende 2019 mehr als 850 Jugendliche die Prüfung für den Führerschein mit 15 abgelegt – fast zehnmal so viele wie für den Führerschein mit 16 (89).

Die wissenschaftliche Auswertung des Modellversuchs im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigt auch, „dass im ländlichen Raum deutlich mehr Personen die Fahrerlaubnisklasse AM erwerben“. Genau dies hatte sich Christian Pegel erhofft: „Das Herabsetzen des Mindestalters soll dazu beitragen, die selbstbestimmte Mobilität vor allem im ländlichen Raum früher möglich zu machen. Der demographische Wandel, nicht kürzer werdende Schul- oder Ausbildungswege und die finanziellen Grenzen, die einem uneingeschränkten Bus- und Bahnverkehr rund um die Uhr gesetzt sind, setzen der Mobilität gerade von jungen Menschen auf dem Land ohne Führerschein Grenzen. Dürfen sie schon mit 15 Moped fahren, erhöht sich ihre Mobilität, bei der sie nicht auf Ältere angewiesen sind.“ Die Studie kam auch zu dem Ergebnis, dass die 15 Jahre alten Versuchsteilnehmer sich im Verkehr nicht auffälliger verhielten als ältere. Christian Pegel und Helmut Bode sind sich auch hier einig: „Der Mopedführerschein mit 15 erfordert eine vollwertige Fahrschulausbildung mit theoretischer und praktischer Prüfung. Das ist der gravierende Unterschied zum Mofa, das 15-Jährige schon heute fahren dürfen und wofür sie eine sehr viel leichter zu erwerbende Prüfbescheinigung nachweisen müssen. Wir gehen davon aus, dass die jungen Mopedfahrer sich erheblich intensiver ihrer Verantwortung und der Gefahren im Straßenverkehr und der Gefahren bewusst werden.“

Jugendliche, die den Mopedführerschein mit 15 erwerben, dürfen damit nur in den Bundesländern fahren, die das Mindestalter herabsetzen: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Das ist in Ordnung. Es geht vor allem darum, dass die Jugendlichen, die bei uns leben, sich in ihrem Alltag selbstständiger fortbewegen können. Das Moped ist ja kein Verkehrsmittel für Fernreisen.“ Voraussichtlich Ende März wird sich die Landesregierung erneut mit dem Entwurf sowie den Anregungen der Vereine und Verbände befassen und dann voraussichtlich die Rechtsverordnung erlassen. Informationen zum Modellversuch erhalten Sie auch auf www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Strassenverkehr/modellversuch-moped-mit-15.html

Spatenstich für Biogasanlage in Dubai

Know-how aus Mecklenburg-Vorpommern international gefragt

1_Dubai_Gruppenbild SpatenstichMecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) den Spatenstich für den Neubau einer Biogasanlage der Firma ME-LE aus Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vollzogen. „Die neue Anlage dient der Erzeugung von grüner Energie. Darüber hinaus werden tierische Reststoffe wie Rindergülle geruchsreduzierend und umweltgerecht verarbeitet. Das Unternehmen hat sich auf dem Gebiet des Baus von Biosgasanlagen einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Das Know-how aus Mecklenburg-Vorpommern ist inzwischen international gefragt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag in Dubai. Der Spatenstich fand am Rande des Informationsbesuches von Minister Glawe auf der weltweit zweitgrößten Fachmesse der Gesundheitswirtschaft Arab Health in Dubai statt. Insgesamt sind 12 Medizintechnikfirmen aus Mecklenburg-Vorpommern vor Ort. Die BioCon Valley® GmbH betreut seit 2009 im Auftrag der Landesregierung die Aussteller in Dubai. Unterstützt wird der Aufenthalt der Wirtschaftsdelegation unter der Leitung von Minister Glawe durch das Deutsche Generalkonsulat Dubai.

Biogasanlage auf bedeutendem Milchviehbetrieb der VAE errichtet

Die Biogasanlage wird auf der Farm des bedeutendsten Milchviehbetriebes der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Al Rawabi Dairy, errichtet. Die Farm betreibt Milchproduktion mit 15.000 Milchkühen und einer eigenen Molkerei. Im Juni 2019 hat die ME-LE Biogas GmbH aus Torgelow einen Vertrag mit der Farm zur Umsetzung der ersten Biogasanlage in Dubai unterzeichnet. Das Projektvolumen beträgt rund 7,2 Millionen Euro. Die Biogasanlage soll eine Leistung von etwa 1,3 Megawatt bringen. „Die Anlage leistet somit künftig einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des Energiebedarfes der Farm durch erneuerbare Energien. Künftig wird die heimische Kompetenz auch in Dubai wertschöpfend und umweltschützend eingesetzt“, so Glawe weiter. Zudem sollen Methan- und Ammoniak-Emissionen am Standort deutlich reduziert und wertvoller Dünger für die Region erzeugt werden.

International gefragtes Know-how

Insbesondere in Brasilien konnten technologisch anspruchsvolle Aufgaben gemeistert werden. Vor einer Woche haben der Bundesstaat Paraná (Brasilien) und die Stadt Toledo (Bundesstaat Paraná) die ME-LE-Gruppe beauftragt, bis Ende 2021 eine Biogasanlage mit einer Leistung von drei Mega-Watt und eine mechanisch-biologische Abfallbearbeitungsanlage (MBA) mit einer jährlichen Kapazität von 60.000 Tonnen Hausabfällen zu realisieren. Beide Projekte haben ein Auftragsvolumen von 31 Millionen Euro. Auch in der Türkei hilft die Technologie der ME-LE-Gruppe bei der wirtschaftlichen Verwertung von landwirtschaftlichen und tierischen Reststoffen. Weitere aktive internationale Märkte sind Kasachstan, China, Ghana und unsere europäischen Nachbarn. Die ME-LE-Gruppe beschäftigt rund 550 Mitarbeiter. Zu den Geschäftsfeldern zählt neben Biogas- und Klimatechnik auch die Bewirtschaftung von Immobilien. „Ich freue mich, dass ich im nächsten Jahr zur Inbetriebnahme der Biogasanlage in Dubai vor Ort sein werde und den Startschuss dafür geben kann“, so Glawe.

Informationen zur Arab Health

Die Arab Health Messe ist die führende internationale Gesundheitsveranstaltung im Nahen Osten. Sie bringt die weltweit führenden Hersteller, Organisationen und Fachleute der Gesundheitswirtschaft zusammen. 4.250 Aussteller präsentieren die gesamte Bandbreite der Gesundheitswirtschaft. Über 100.000 Besucher aus 160 Ländern werden erwartet. Insgesamt sind 12 Medizintechnikfirmen aus unserem Land auf der Arab Health vertreten. Darüber hinaus werden 11 weitere Firmen der Gesundheitswirtschaft mit Produktinformationen durch die BioCon Valley® GmbH – dem Netzwerk der Gesundheitswirtschaft des Landes – am Norddeutschen Gemeinschaftsstand vertreten sein. „In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist der Gesundheitssektor stark ausgebaut worden. Deutsche Unternehmen profitieren hiervon in besonderem Maße. Deutsche Medizintechnik und Dienstleistungen gehören zu den qualitativ besten der Welt und werden aufgrund ihres hohen Standards in den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Golfregion insgesamt besonders nachgefragt. Die Unternehmerinnen und Unternehmer haben die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen einem breiten und internationalen Fachpublikum vorzustellen“, so Glawe weiter. „Von Medizintechnik und Rehabilitationsgeräten über Arzneimittel bis hin zu Krankenhaus- und Laborausrüstung: Auf der Arab Health wird die gesamte Bandbreite der Branche präsentiert und verkauft.“

Anknüpfend an die Aktivitäten der Bundesregierung im Rahmen der Exportoffensive Gesundheitswirtschaft unterstützt die Landesregierung gemeinsam mit der BioCon Valley® GmbH die außenwirtschaftlichen Vorhaben der kleinen und mittleren Unternehmen im und mit dem Ausland. Die BioCon Valley® GmbH betreut seit 2009 im Auftrag der Landesregierung die Aussteller in Dubai und vermittelt auf Anfrage Kontakte zu Einrichtungen und Entscheidungsträgern der Gesundheitswirtschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in weiteren Staaten des arabischen Raums. „In dieser Region kommt es mehr als anderswo auf eine konstante Pflege der Kontakte und eine Präsenz vor Ort an. Dies geht nicht ohne Partner. Aus diesem Grund organisieren die BioCon Valley® GmbH gemeinsam mit dem Land M-V, mit Life Science Nord – unserem Partner aus Hamburg und Schleswig-Holstein – den Norddeutschen Gemeinschaftsstand auf der Messe“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Bildunterschrift: Dubai Gruppenbild Spatenstich, Foto-Quelle: BioCon Valley® GmbH

Ganz Links: Dr. Markus Piechotka – Mele Biogas GmbH (Business Development Manager)

Dritter von Links: Prof. Dr. Ahmed El Tigani – Gründer und Geschäftsführer der „Al Rawabi Dairy Co. LLC“ (bedeutendster Milchviehbetrieb der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Dort entsteht die neue Biogasanlage.

Bild-Mitte: Harry Glawe – Wirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommern

Rechts daneben (gibt Minister Glawe die Hand): Abdullah Sultan Al Owais – Inhaber „Al Rawabi Dairy Co. LLC“

Winterferien 2020 in Mecklenburg-Vorpommern

Facettenreicher Veranstaltungskalender im Nordosten / Gästeankünfte im Februar seit 2009 um 40 Prozent gestiegen

Wolf, Foto: Joachim Kloock

Wolf, Foto: Joachim Kloock

Zahlreiche Veranstaltungen werden in den Winterferien zwischen Ostseeküste und Seenplatte angeboten. Auf dem Programm stehen unter anderem Wolfswanderungen im Wildpark-MV in Güstrow, ein mobiles Experimentierlabor im „phanTECHNIKUM“ in der Welterbestadt Wismar sowie von Kindern geführte Touren durch das Meeresmuseum in der Hansestadt Stralsund. Dazu Birgit Hesse, Präsidentin des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Immer mehr Gäste reisen in den Winterferien in den Nordosten: Im Februar 2019 verbrachten mehr als 350.000 Gäste etwa 1,25 Millionen Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2009 sind allein die Gästeankünfte in diesem Monat um fast 40 Prozent gestiegen, die Übernachtungen um 36 Prozent. Dementsprechend groß ist die programmatische Vielfalt während der Winterferien, vor allem in den Naturerlebniszentren im Land.“ Einige Veranstaltungen für die Ferien sind im Folgenden aufgeführt. Weitere Angebote und Arrangements sind unter www.auf-nach-mv.de zu finden.

Experimente und Workshops im „phanTECHNIKUM“ in Wismar

Hobbytüftler und Nachwuchsphysiker aufgepasst: Anlässlich des so genannten Röntgenjahres 2020 zu Ehren des 175. Geburtstages des Physikers und ersten Nobelpreisträgers Wilhelm Conrad Röntgen sowie seiner Entdeckung der Röntgenstrahlung vor 125 Jahren macht vom 11. bis 14. Februar das „X-Perimente-Mobil“ Halt im „phanTECHNIKUM“ in der Hansestadt Wismar. Dabei handelt es sich um einen Kleintransporter, der vom Deutschen Röntgen-Museum in Remscheid in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim in ein mobiles Experimentierlabor umgebaut wurde. In 90-minütigen Workshops können sich Besucher darin etwa über UV-Licht, Radioaktivität und Röntgenstrahlung informieren. Darüber hinaus steht in der bis Mai laufenden Sonderausstellung „Fritz Heckert“, so der Name eines 1960 in Wismar vom Stapel gelassenen Kreuzfahrtschiffes, das Thema Seefahrt im Mittelpunkt. Weitere Informationen: www.phantechnikum.de

Wildpark-MV in Güstrow

Den Wölfen auf der Spur: Am 1., 15. und 29. Februar können Besucher des Wildparks-MV in der Barlachstadt Güstrow an geführten Wolfstouren teilnehmen. Dabei geht es mit Taschenlampen ausgestattet über Kletterpfade und Höhlengänge vorbei an Wildschweinen, Wildkatzen und Luchsen zum Wolfsrudel, dessen Fütterung zu den Höhepunkten der Wanderung zählt. Bastelaktionen, Kerzen ziehen und Schaufütterungen, etwa bei Frettchen, Auerochsen oder Waschbären, runden das Programm ab. Am 13. und 20. Februar werden darüber hinaus Workshops angeboten, bei denen Teilnehmer Hautpflegeprodukte, unter anderem Lippenbalsam, selbst herstellen können. Weitere Informationen: www.wildpark-mv.de

Kinderlotsen führen durch das Meeresmuseum Stralsund

Von Kindern für Kinder: In den Winterferien führen kleine „Meeresbiologen“ im Alter von neun bis zwölf Jahren durch die Ausstellungen im Meeresmuseum in der Hansestadt Stralsund. Dabei präsentieren sie ihre Lieblingstiere in den tropischen Aquarien und erläutern die Tricks und Kniffe, die sich die Meeresbewohner zum Überleben im offenen Ozean angeeignet haben. Das Ziel der Kinderlotsen ist es, ihre Begeisterung für die Unterwasserwelt an möglichst viele gleichaltrige Besucher weiterzugeben. Die etwa 70-minütigen, kostenfreien Führungen werden am 11. und 13. Februar jeweils um 12.00 Uhr angeboten und sind auf 15 Teilnehmer beschränkt. Beim Ferienaktionstag „Tschüss Walross“ am 20. Februar können sich Gäste darüber hinaus von dem 2,50 Meter langen und 1,40 Meter hohen Walross-Präparat verabschieden, das nach 45 Jahren in der UNESCO-Welterbestadt zurück ins Leipziger Naturkundemuseum zieht. Dabei werden Kurzführungen zu den bis zu 1.000 Kilogramm schweren Meeressäugern und zum Beruf des Präparators, ein Familienquiz sowie eine Kinderbuchlesung angeboten. Weitere Informationen: www.kindermeer.de

Unterstützung für Mecklenburg-Vorpommern nach 2020

Unser Land braucht weiter EU-Förderung

Technologiezentrum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Technologiezentrum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Mittwoch an der Veranstaltung „Unternehmer im Dialog mit der Politik“ in Loitz (Vorpommern-Greifswald) teilgenommen. Ein Thema war die Unterstützung der EU für Mecklenburg-Vorpommern nach 2020. „Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den vergangenen 30 Jahren zu einem attraktiven Unternehmens-, Arbeits- und Lebensstandort entwickelt. Die Wirtschaft wächst und der Arbeitsmarkt ist in der besten Verfassung seit der Wiedervereinigung. Das haben wir vor allem den Unternehmern und ihren Mitarbeitern zu verdanken, die mutig investieren und neue Produkte, Technologien und Dienstleistungen entwickeln. Die Industrie kommt voran, in der Gesundheitswirtschaft entstehen viele Arbeitsplätze. Der Tourismus wächst weiter. Trotz der guten Entwicklung sind wir auch weiter auf Unterstützung von der EU angewiesen. Der wirtschaftliche Aufholprozess ist noch nicht abgeschlossen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Wachstumsfördernde Verbesserungen der Standortbedingungen

Zum 01. Januar 2021 soll auf Basis des noch zu beschließenden neuen „Mehrjährigen Finanzrahmens“ für den nächsten Sieben-Jahreszeitraum die neue EU-Förderperiode 2021 bis 2027 für verschiedene EU-Fonds beginnen. Es erfolgt die Unterscheidung von drei Regionen-Kategorien. Das sind weniger entwickelte Regionen, stärker entwickelte Regionen sowie Übergangsregionen. „Mecklenburg-Vorpommern gehört weiter zu den Übergangsregionen. Wir brauchen die EU-Förderung, denn sie zielt schwerpunktmäßig auf wachstumsfördernde Verbesserungen der Standortbedingungen“, so Glawe weiter. Beispielsweise fördert der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vor allem zukunftsgerichtete Investitionen in den Bereichen Forschung, technologische Entwicklung und Innovation, gewerbliche Wirtschaft und öffentliche Infrastruktur sowie Verringerung der CO2-Emissionen.

Neue EU-Förderperiode von 2021 bis 2027

Wie viel Geld das Land von 2021 bis 2027 von der EU erhält, ist derzeit noch offen. Nach den Vorschlägen der Europäischen Kommission würde Deutschland insgesamt 20 Prozent weniger Strukturfonds-Mittel erhalten. Ausgehend hiervon könnte das Land Mecklenburg-Vorpommern voraussichtlich mit rund 820 Millionen Euro aus dem EFRE rechnen. „Im Ergebnis der derzeit auf EU-Ebene geführten Verhandlungen kann der Betrag allerdings auch noch deutlich geringer ausfallen. Eines steht fest: In der neuen Förderperiode ab 2021 wird das Thema Innovation eine noch stärkere Wichtung erhalten“, sagte Glawe.

Aktive Beteiligung für das neue Operationelle Programm

„Für das Operationelle Programm des EFRE müssen wir versuchen, für einen Zeitraum von sieben Jahren in die Zukunft zu schauen. Wir wollen dies gemeinsam mit allen Akteuren des Landes tun. Wir setzen auf eine aktive Beteiligung in einem Prozess, welcher uns aufzeigen soll, wo die größten Chancen für innovative und zukunftsorientierte Arbeitsplätze zu finden sind“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. In der laufenden EU-Förderperiode 2014 bis 2020 wurden bislang 164 Millionen Euro aus dem ERFRE für 500 Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie bewilligt. „Wir müssen weiter intensiv an der Initiierung von erfolgsversprechenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in der Region arbeiten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Allgemeine Informationen zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Mecklenburg-Vorpommern

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zielt schwerpunktmäßig auf wachstumsfördernde Verbesserungen der Standortbedingungen. Die einzusetzenden Mittel stehen gezielt für die Verbesserung der regionalen Entwicklung und das Aufholen des Entwicklungsrückstandes gegenüber dem Durchschnitt der EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung. Hierzu fördert der EFRE vor allem zukunftsgerichtete Investitionen in den Bereichen Forschung, technologische Entwicklung und Innovation, gewerbliche Wirtschaft sowie öffentliche Infrastruktur. Von 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem EFRE. Die Fördermittel werden unter anderem für Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, den Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie für die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft eingesetzt.

Veranstaltungen im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee und UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V

Angebote im Februar 2020

Elbeaue bei Boizenburg_Dezember, Foto: Archiv Biosphärenreservat Flusslandschaft ElbeMittwoch, 19.02., 10:00 Uhr – 13:00 Uhr

Winterwanderung mit einem Ranger
Alle Kinder zwischen 8 und 12 Jahren sind recht herzlich eingeladen.
Veranstalter: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe
Treff/Ort: Informationstafel an der L041, Abzweig Schaliß (zwischen 19246 Zarrentin am Schaalsee und Bantin). Infos: Tel. 038851 3020, http://www.schaalsee.de

Sonntag, 23.02., 10:00 Uhr – 12:00 Uhr

Gefiederte Wintergäste am Schaalsee
Ornithologische Führung mit einem Ranger um den Kirchensee. Festes Schuhwerk und ein Fernglas sind zu empfehlen.
Veranstalter: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe
Treff/Ort: Kirche ZarrentinAmtsstraße 9, 19246 Zarrentin am Schaalsee
Infos: Tel. 038851 3020, http://www.schaalsee.de

Montag, 24.02.2020, 19.00 Uhr

Multivisionsshow „Am Feuer im Wald – Ein Leben mitten im grünen Nirgendwo“
Franziska und Carsten Jebens lassen die Zuschauer an ihrer Begeisterung für die Natur und deren wilde Bewohner teilhaben, lesen aus ihrem Buch „Kaffee mit Käuzchen – Unser Traumhaus im Wald“ und verraten, wie lange es dauert, bis man vollkommen verwaldschratet ist.
Veranstalter: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe
Treff/Ort: Medienraum EinFlussReich, Am Elbberg 8-9, 19258 Boizenburg/Elbe
Infos: Tel. 038851 3020, http://www.elbetal-mv.de

Bildunterschrift: Elbeaue bei Boizenburg, Foto: Archiv Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V

Ausstellungseröffnung in der Kunsthalle Rostock

Ute und Werner Mahler. Foto: © Ingo Taubhorn / DeichtorhallenUte Mahler & Werner Mahler – Werkschau

25.01.2020, um 18 Uhr

Ute Mahler und Werner Mahler, seit 40 Jahren ein Paar, sind zwei herausragende deutsche Fotografen, die zur DDR-Zeit zu den Stil prägenden Fotografen des Ostens zählten und heute wie damals ihre humanistische Sicht auf die Welt in unterschiedlichen, intensiven Fotoprojekten realisiert haben. Nachdem die beiden Fotografen rund 30 Jahre jeweils ein eigenes Œuvre geschaffen haben, arbeiten sie seit 2009 an gemeinsamen Werkgruppen. Für die Ausstellung sind 450 Werke zusammengestellt worden.

Eine Ausstellung des Hauses der Photographie/Deichtorhallen Hamburg in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Rostock.

Künstlergespräch

So., 26.01.2020, um 14 Uhr

Ute Mahler und Werner Mahler im Gespräch mit den Kuratoren Brigitte Woischnik und Ingo Taubhorn

Bildunterschrift: Ute und Werner Mahler. Foto: © Ingo Taubhorn / Deichtorhallen

Mele Gruppe Mecklenburg-Vorpommern erhielt Beauftragung für zwei Projekte in Brasilien 

Langer Atem und Technologieführerschaft aus Mecklenburg-Vorpommern zahlen sich aus. Nachhaltige Wertschöpfung und hochqualifizierte Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern gesichert. Das Auftragsvolumen beträgt 31 Millionen Euro

Kooperation BrasilienDer Bundesstaat Paraná (Brasilien) und die Stadt Toledo (Bundesstaat Paraná) haben die Mele Gruppe Mecklenburg-Vorpommern beauftragt, bis Ende 2021 eine Biogasanlage mit einer Leistung von drei Mega-Watt und eine mechanisch-biologische Abfallbearbeitungsanlage (MBA) mit einer jährlichen Kapazität von 60.000 Tonnen Hausabfällen zu realisieren. Das erforderliche Grundstück von sechs Hektar wurde notariell gesichert. Die Umweltgenehmigung ist erteilt. Die Beauftragungen der Mele Gruppe Mecklenburg-Vorpommern wurden im Beisein von Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph, durch den Gouverneur des Bundesstaates Paraná, den Bürgermeister der Stadt Toledo und durch den Geschäftsführer der MeleGruppe Dietrich Lehmann unterzeichnet. Beide Projekte haben ein insgesamtes Auftragsvolumen von 31 Millionen Euro. „Die Mele Gruppe und wir haben drei Jahre an diesem Projekt gearbeitet. Langer Atem und Technologieführerschaft aus Mecklenburg-Vorpommern haben sich ausgezahlt. Ich freue mich darüber, dass nachhaltige Wertschöpfung in unserem Land und hochqualifizierte Arbeitsplätze gesichert wurden“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Mele Gruppe ist international gut aufgestellt

„Ich freue mich sehr, dass wir nach einer intensiven Vorbereitung zu diesem Abschluss gekommen sind und hiermit werden insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern hochqualifizierte Arbeitsplätze gesichert. Im Schlepptau können mehrere Firmen aus Deutschland ihre Produkte nach Brasilien liefern. Von besonderer Bedeutung für die Beauftragung war die Einbeziehung der Mele Akademie zur Ausbildung der Fachkräfte für die Betreibung dieser hochkomplexen Industrieanlage. Wir begleiten die Betreibung der Anlage über mehrere Jahre“, hob Rudolph hervor. Unter dem Titel „Paraná Plus – Biogasinitiative mit Zukunft“ ist mit brasilianischen Partnern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft eine klimaneutrale und dezentrale Energiestrategie für den ländlichen Raum entwickelt worden, die zukunftsweisende Umwelttechnik „Made in Mecklenburg-Vorpommern“ in Paraná befördern und sich zu einem Markenzeichen entwickeln soll. „Mit dem gemeinsamen Programm haben wir den Grundstein für eine nachhaltige Zusammenarbeit gelegt“, sagte Rudolph.

Vor Ort entsteht eine Biomethananlage mit einer Erzeugungskapazität von 700 Nm³/h (ca. 3,3 MW/h) Biomethan mit Erdgasqualität und Abscheidung von CO₂ zur industriellen Nutzung. (Nm³/h = Menge eines Gases, die bei 1,01325bar und 273,15K in einem Volumen von einem Kubikmeter enthalten ist) Hauptziel ist die Erzeugung eines grundlastfähigen, speicherbaren und klimaneutralen Energieträgers zur Variation der brasilianischen Energiematrix sowie der Senkung von zusätzlichen Treibhausgasen durch die Erzeugung von Biomethan und Nutzung von CO₂ für die Lebensmittelindustrie. Als Rohstoffe für die Biogaserzeugung werden insbesondere Schweinegülle und Reststoffe aus der regionalen Agrarproduktion eingesetzt. Aus den noch verfügbaren Gärresten wird ein hochwertiger Naturdünger, der chemischen Mineraldünger ersetzt, produziert. Das Investitionsvolumen für die schlüsselfertige Anlage beträgt rund 16 Millionen Euro.

Zudem entsteht eine mechanisch-biologische Abfallbearbeitungsanlage, die den Hausabfall der Stadt Toledo und weiterer 31 Gemeinden (400.000 Einwohner) umweltschonend aufbereitet, recycelt und organische Fraktionen zu Kompost verarbeitet. Die Anlage wird konzeptionell in Zusammenarbeit mit der Firma BN-Umwelt aus Rostock entwickelt. Das vorläufige Investitionsvolumen beträgt rund 15 Millionen Euro. „Die Anlage soll zukünftig eine hohe Wertschöpfung aus den eingelieferten Stoffen erzielen und eine Deponierung umweltschädlicher Stoffe weitgehend ausschließen. Dafür hat sich die Stadt Toledo mit ihren 31 umliegenden Gemeinden zu einer Kooperative zusammengeschlossen. Das ist wegweisend für die zukünftigen Aufgaben des Umweltschutzes und der nachhaltigen Energieerzeugung“, sagte Rudolph.

Informationen zum Außenhandel zwischen Brasilien und Mecklenburg-Vorpommern

Im Jahr 2018 betrug der Warenaustausch zwischen Brasilien und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 60 Millionen Euro. Im Jahr 2018 wurden aus Mecklenburg-Vorpommern Waren im Wert von 26 Millionen Euro nach Brasilien exportiert. Die wichtigsten Exportgüter waren Maschinen (15 Prozent), Hebezeuge und Fördermittel (15 Prozent) sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung (13 Prozent). Im gleichen Zeitraum wurden von Brasilien nach Mecklenburg-Vorpommern Waren im Wert von 34 Millionen Euro importiert. Die wichtigsten Importgüter waren Obst- und Gemüsesäfte (35 Prozent), Kaffee (28 Prozent) sowie Kleie, Abfallerzeugnisse zur Viehfütterung und Futtermittel (9 Prozent). Das Außenhandelsvolumen Mecklenburg-Vorpommerns insgesamt hat im Jahr 2018 mit 13,8 Milliarden Euro einen Höchstwert erreicht (2017: 13,5 Milliarden Euro, 2016: 12,6 Milliarden Euro). Die wichtigsten Außenhandelspartner waren 2018 Polen (1,2 Milliarden Euro), die Niederlande (1,1 Milliarden Euro) und Schweden (eine Milliarde Euro).

Bildunterschrift:  V.l.n.r. Eduardo Bekin, Geschäftsführer Invest in Paraná; Carlos Massa Ratinho Junior, Gouverneur Paraná; Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV; Dietrich Lehmann, Geschäftsführender Gesellschafter der mele Gruppe; Helmut Tündermann, Senior Executive Manager der mele Gruppe; Christian Belt, Projektleiter mele Brasil, Quelle: BioPark Toledo

Rostock ist eine Museumsstadt

Städtische Museen blicken auf erfolgreiches Jahr zurück

Die Kunsthalle Rostock (62.000), das Kulturhistorische Museum Rostock (55.000), das Schifffahrtsmuseum (40.000) und das Heimatmuseum Warnemünde (13.000) haben mit gemeinsam 170.000 Besucherinnen und Besuchern ein erfolgreiches Jahr 2019 hinter sich. Die Ausstellung zum Universitätsjubiläum im Kulturhistorischen Museum und die Schau zum Palast der Republik in der Kunsthalle waren große Publikumsmagneten. „Ich denke, wir sind uns einig: Rostock ist eine Museumsstadt“, resümiert Dr. Kathrin Möller, die das Schifffahrtsmuseum leitet. Christoph Wegner, Leiter des Heimatmuseums Warnemünde, kann da nur zustimmen: „Unsere Bedeutung für Freizeit und Bildung in Rostock zeigt sich vor allem im hohen Interesse der Besucher. Und das ist schließlich das schönste Lob für unsere Arbeit. Wir sind mehr als der Regenschirm für Schlechtwettertouristen.“

Dr. Jörg-Uwe Neumann, Leiter der Kunsthalle Rostock, ergänzt: „Wir Museen sind als Bewahrer von Kulturgütern wichtig für die kulturelle Identität der Stadt und strahlen damit über die Grenzen Rostocks hinaus. Das zeigt auch die mediale Aufmerksamkeit – die Ausstellung zum Palast der Republik hat es sogar bis in die New York Times geschafft.“ Mit Beginn des neuen Jahres soll es selbstverständlich so erfolgreich weitergehen. Auch im Kulturhistorischen Museum bei Leiter Dr. Steffen Stuth ist die Vorfreude spürbar: „Alle Museen haben 2020 wieder ein anspruchsvolles Programm vorbereitet und wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher, inspirierende Begegnungen und Gespräche bei unseren zahlreichen Begleitveranstaltungen.“

Stettiner Polizei und Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern schützen gemeinsam Gewässer

Natürliche Ressourcen und biologische Vielfalt in der Odermündung und im Stettiner Haff erhalten 

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Küstenstreifenboot, Fotoquelle: https://www.polizei.mvnet.de/Polizei/LWSPA/

Die Woiwodschaftskommandantur der Polizei in Stettin (Komenda Wojewódzka Policji w Szczecinie) und das Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern wollen im Rahmen eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Projektes die Gewässer in den Gebieten Westpommerns und Mecklenburg-Vorpommerns intensiver überwachen. Die Marineakademie aus Stettin (Akademia Morska w Szczecinie) ist Kooperationspartner bei dem Vorhaben. „In vereinter Kraft und eng miteinander vernetzt werden die Projektpartner künftig die Gewässer der Region noch besser schützen, um die natürlichen Ressourcen und die biologische Vielfalt in der Odermündung und im Stettiner Haff bestmöglich zu erhalten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Neue Ausrüstung für Polizei

Ziel des Projektes ist es, über Überwachungs-, Präventiv- und Interventionstätigkeiten der Polizei beider Nationen Umweltverschmutzungen schneller aufzuklären und eine Schädigung der natürlichen Umwelt, etwa durch die Wilderei von Fischen, zu vermeiden. Dazu sollen die Polizeieinheiten mit modernen Booten, Nachtsichtgeräten und Fahrzeugen ausgerüstet werden. Zudem sind gemeinsame Seminare geplant, die sich unter anderem mit den Themen grenzüberschreitende Verfolgung in Wassergebieten, Evakuierung von Menschen auf Schiffen sowie mikroskopische Techniken zur Untersuchung von verunreinigtem Material. Weiter soll es Workshops für Schüler geben, um sie für den Schutz der Umwelt zu sensibilisieren. „Mit Unterstützung des Projektes gelingt es, die deutsche und polnische Polizei besser auszustatten, um die Küstengewässer zu schützen und vor allem Umweltsünder schnellstmöglich zu finden“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtkosten betragen rund 397.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt in Höhe von rund 337.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen.

Informationen zum Programm Interreg V A

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Bessere medizinische Versorgung im ländlichen Raum von Mecklenburg-Vorpommern

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Mit europäischen Fördermitteln, ausgereicht durch das Land, sollen in Mecklenburg-Vorpommern bis Ende 2023 elf Vorhaben umgesetzt werden, mit denen die medizinische Versorgung insbesondere mit Haus- und Kinderärzten auf dem Land verbessert werden kann. Die Projekte haben sich im Rahmen eines Wettbewerbes durchgesetzt, zu dem das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt und die 14 lokalen Aktionsgruppen (LAGn) im Sommer 2019 aufgerufen hatten. 16 Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen haben die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt; ihre Projektideen sind in die Bewertung durch die LAG-Mitglieder eingeflossen. Nun stehen die Siegervorhaben fest: Insgesamt elf Projekte werden mit 6 Millionen Euro Fördermitteln bei der Umsetzung unterstützt. „Mit dem Wettbewerb reagiert die Landesregierung auf die Auswirkungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum hinsichtlich der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Einerseits braucht die immer älter werdende Bevölkerung, die zusätzlich oft chronisch krank und mobilitätseingeschränkt ist, eine intensive Betreuung in Wohnortnähe. Andererseits verabschieden sich auch immer mehr praktizierende Ärzte in die Rente, sodass es innovativer Lösungen für die Ansiedlung junger Ärzte auf dem Land bedarf“, sagte der für die Entwicklung der ländlichen Räume zuständige Fachminister Dr. Till Backhaus. „Zu den Herausforderungen in unserem Bundesland zählen die flächendeckende Erreichbarkeit einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung sowie die Fachkräftegewinnung vor allem im ländlichen Raum. Die Initiatoren der Projekte haben zukunftsweisende Ideen eingereicht. So entstehen im Land weitere wohnortnahe, ambulante Versorgungsstrukturen, die für die Bürger in ländlichen Regionen eine Verbesserung der medizinischen Betreuung bringen. Jeder Arzt, der sich für den ländlichen Raum entscheidet, ist am Ende ein Gewinn für die Menschen vor Ort. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, beispielsweise durch die Verbesserung der Infrastruktur vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Zu den elf Sieger-Vorhaben gehören:

  • Erweiterung des Gesundheitshauses Mirow
  • Neubau des Gesundheits- und Begegnungszentrums Neubukow
  • Neubau eines Gesundheitszentrums in Tribsees
  • Umbau des Ärztehauses Altentreptow
  • Neubau eines Gesundheitszentrums in Marlow
  • Umbau des ehemaligen Jugendclubs zur Kinderarztpraxis in Thiessow
  • Neubau einer barrierefreien digitalen familienmedizinischen Einrichtung in Loitz
  • Um- und Ausbau der „Mühlenbruchschen Schenkung“ zum Gesundheitshaus in Warin
  • Sanierung und Ausbau eines unter Denkmalschutz stehenden Dreiseitenhofes zum Medizinischen Versorgungszentrum mit angegliederter Physiotherapie in Dobbertin
  • Umbau von vorhandenen Räumen zur Landarztpraxis in der Gemeinde Hanshagen
  • Sanierung und Erweiterung des Arzthauses in Vitte.

Um von den Fördermitteln zu profitieren, müssen die ausgewählten Vorhabenträger bis zum 15. März 2020 einen formalen Förderantrag beim örtlich zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt stellen. Die Gesamtinvestitionssumme für die elf ausgewählten Vorhaben beträgt rund 14,5 Millionen Euro.

Inselklänge – so klingt Rügen

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Rainer Wolter, Foto: Christian Thiele (TZR)

Putbus14.1.2020 Rügen spielt auf. Die Insel hebt den Taktstock und die See erklingt als erster Solist. Wie jeder Ort hat auch Rügen eine ganz eigene Melodie. Ob die Geräusche eines Küstenspaziergangs oder die Klänge eines ausgelassenen Festes: Musik, das ist Urlaub für die Seele, ein Strandtag für die Ohrmuschel. Im Themenjahr „Inselklänge“ lädt die Tourismuszentrale Rügen (TZR) 2020 zum Hinhören ein.

Und wie klingt Rügen? Rauschend oder beschwingt wie das Meer? Klassisch oder Tanzbar wie ein unvergessliches Konzert? Hardcore oder sandweich wie die Lieder der Insulaner? Sich diesen Fragen widmend, begibt sich die Tourismuszentrale Rügen auf eine akustische Reise über die Landschaft und zu den Partituren der Insel – zu Orgelbauern, Strandfesten, Konzerten, Seemannsgesang und Schifferklavier. Die TZR lüftet wohl gehütete Geheimnisse, ist schon da, bevor der erste Ton gespielt und der Vorhang hochgeht, schaut all jenen Insulanern über die Schulter, die ihr Schaffen dem Klang widmen. Wie Orgelbauer Rainer Wolter, seit 35 Jahren im Beruf und einer, der die insgesamt 37 Instrumente der Insel wie kein Zweiter kennt. Er nimmt uns mit in das Herz der „Königin der Instrumente“, der Orgel.

Auch Robert Stolt lebt für den Klang. Jedes Jahr organisiert er das Festival Tag am Meer mit, bei dem er selbst als DJ „Tagträumer2“ auflegt. Bei elektronischen Klängen wird die Tanzfläche zum Strand, das Wolkenspiel zur Diskokugel, die Ostsee zur Videoleinwand. Stolt gewährt spannende Einblicke in ein familiäres Festival, das auf Rügen eine feste Größe ist. Das gilt auch für das Theater Putbus, das in diesem Jahr sein 200-jähriges Jubiläum feiert. Der heutige Leiter Peter Gestwa erzählt von seinem Schaffen, der lebhaften Vergangenheit des Hauses und blickt mit Freude auf die erlesenen Konzerte, Lesungen und Festakte, die 2020 zu Ehren des 200 Jahre alten Theaters aufgeführt werden. Bei all den Geschichten bleibt es längst nicht theoretisch, denn es gilt selbst zu erleben, wie Rügen klingt. Ob beim Festspielfrühling mit klassischen Konzerten an unerhörten Orten, bei den Putbuser Festspielen im klassizistischen Theater, bei einem der zahlreichen Kirchenkonzerte oder zum Festival Tag am Meer mit den Füßen im Sand – Musik begleitet Einheimische und Gäste auf Schritt und Tritt.

Weitere Informationen gibt es unter www.ruegen.de/inselklaenge

Neue Freizeitaktivitäten in Mecklenburg-Vorpommern

Hoch hinaus in Heringsdorf: Neuer Baumwipfelpfad auf Usedom

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Aussichtsturm Luftaufahme, Fotoquelle: „Erlebnis Akademie AG/Naturerbe Zentrum Rügen“

Neue Attraktion auf Usedom: Bis zum Sommer 2020 soll in der Nähe des Bahnhofs Heringsdorf ein Baumwipfelpfad entstehen. Dort haben Gäste die Gelegenheit, einen Panoramablick über das Eiland zu genießen. Von der Plattform in 33 Meter Höhe bietet sich ihnen eine Aussicht auf die Ostsee, das Achterwasser und den polnischen Teil der Insel. Auf dem Weg dahin soll Wissen an Erlebnis- und Lernstationen vermittelt werden, die unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland entstehen. Der Pfad hat eine Steigung von rund sechs Prozent und soll barrierearm gebaut werden. Ein Informationszentrum, das an der Stelle der Strandkorbhalle entsteht, soll als Einstieg dienen. Investor und Betreiber ist die Erlebnis Akademie AG, die schon einen Baumwipfelpfad auf der Insel Rügen betreibt. Insgesamt gibt es mit dem Baumkronenpfad Ivenacker Eichen, ein Projekt der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, und dem Baumkronenpfad im „Naturerbe Zentrum Rügen“ drei Pfade dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Informationen: www.eak-ag.de

Die Warnow wird zur Wellness-Oase

Seit Kurzem bereichert die Flusssauna das Wellness-Angebot der Hansestadt Rostock. Dahinter verbirgt sich ein zehn mal vier Meter großes Floß mit Saunaraum und Panoramafenstern, auf dem bis zu acht Personen schwitzen können. Unter www.flusssauna-rostock.de können sich Interessierte für 35 Euro pro Person anmelden. Inhaber der Flusssauna sind Sandra und Ronald Kley, die unter http://www.stadtpaddeln.de auch geführte Kanutouren anbieten. Auf dem Floß genießen Wellness-Gäste allen Komfort: Es gibt ausreichend Holz, einen Ruheraum mit Liegesitzen, Wasser, Tee, Kaffee und Obst sowie eine Badeleiter. Wer möchte, kann sich in der Küche auch kleine Snacks zubereiten. Abkühlung nach dem Saunavergnügen bietet – wie der Name vermuten lässt – ein Fluss, die Warnow. Einen Führerschein brauchen Gäste übrigens nicht, denn diese werden von den Inhabern zum gewünschten Ort gebracht und von dort nach drei Stunden auch wieder abgeholt. Weitere Informationen: www.flusssauna-rostock.de

Netzwerk Naturerlebniszentren präsentiert Outdoor-Ausstellung „Wo Natur Zuhause ist“

Das Netzwerk Naturerlebniszentren, ein Zusammenschluss von mehr als 30 Einrichtungen im Nordosten, in denen Gäste Wissenswertes über die Naturschätze erfahren, darunter das Stralsunder Ozeaneum, der Rostocker Zoo oder die Nationalen Naturlandschaften Mecklenburg-Vorpommern, präsentiert ab 2020 in Kooperation mit der Kur- und Tourismus GmbH Zingst die Outdoor-Ausstellung „Mecklenburg-Vorpommern: Wo Natur Zuhause ist“, welche die Naturschönheiten und Erlebniszentren des Landes zeigt. Großformatige Fotos regionaler Fotografen, darunter Timm Allrich, Martin Harms, Mario Müller, Peter Prast, Thomas Grundner oder Felix Gänsicke, werden auf 22 Bildtafeln, die auf so genannten Bildbänken angebracht sind, inszeniert. Premiere hat die Ausstellung auf der Internationalen Grünen Woche vom 17. bis 26. Januar in Berlin. Weitere Ausstellungsorte sind unter anderem das Umweltfotofestival »horizonte zingst« in Zingst (16. bis 24. Mai) und der Mecklenburg-Vorpommern-Tag in Greifswald (18. bis 20. September). Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/naturerlebnis

Rügen: NVA-Museum eröffnet im Frühjahr 2020

Auf Initiative der Deutschen Privatbahn GmbH entsteht in unmittelbarer Nähe zum Oldtimer Museum in Prora ein NVA-Museum, in dem auf rund 250 Quadratmetern vornehmlich Militärtechnik ausgestellt wird. Unter den rund 20 Exponaten befindet sich das Kampfflugzeug MIG-21 oder der Panzer T-55. In Prora waren zu DDR-Zeiten bis zu 10.000 Soldaten der Nationalen Volksarmee stationiert. Weitere Informationen: www.nva-museum-ruegen.de

Astrolehrpfad entsteht im „Mecklenburger ParkLand“

Im „Mecklenburger ParkLand“, eine Region, die sich zwischen den Städtchen TessinLaageTeterow und Gnoien im Herzen Mecklenburgs befindet, entsteht ein Astrolehrpfad mit sechs thematischen Himmels- und Naturbeobachtungsstationen. Die vom Künstler Andreas Dietzel gestalteten Objekte greifen das Thema historische Astronomie auf und nähern sich diesem aus unterschiedlichen Blickwinkeln. So lohnt sich auch tagsüber ein Besuch. Die Eröffnung ist für Ostern 2020 geplant. Weitere Informationen: www.mecklenburgische-seenplatte.de/sterne

100. Teterower Bergringrennen

Das passt seit mehr als 100 Jahren zusammen: Motorengeknatter, Methanolgeruch und die sanft-hügelige Landschaft der Mecklenburgischen Schweiz. Das 100. Teterower Bergringrennen ist das Event für Motorsportbegeisterte zu Pfingsten. Das Rennen startet am 31. Mai und ist eingebettet in ein großes Fest. Zudem soll es im Teterower Rathaus eine Ausstellung zum traditionsreichen Rennen geben. Weitere Informationen: www.bergring-teterow.de

Telemedizinisch vernetztes deutsch-polnisches Kinderkrebszentrum entsteht

Bündelung von Kompetenzen wird Behandlung erkrankter Kinder grenzüberschreitend deutlich verbessern

Foto: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Universität Greifswald, Foto: Presse HGW

Die Universitätsmedizin Greifswald und das unabhängige öffentliche klinische Krankenhaus Nummer 1 der Pommerschen Medizinischen Universität in Stettin (Polen) wollen künftig noch enger zusammenarbeiten, um ein telemedizinisch vernetztes, deutsch-polnisches Kinderkrebszentrum einzurichten. Weitere Projektpartner sind die Pommersche Medizinische Universität in Stettin, die Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH in Eberswalde (Land Brandenburg) sowie die Jagiellonen-Universität – Collegium Medicum in Krakau (Polen). „Mit dem Projekt wird die Behandlung krebskranker Kinder in der gesamten Region grenzüberschreitend deutlich verbessert. Mit der Bündelung der Fachkompetenz der einzelnen Partner können das medizinische Wissen, die Diagnostik und die Therapiemöglichkeiten zum Wohl der erkrankten Kinder und ihrer Familien bestmöglich eingesetzt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Deutsch-polnische Zusammenarbeit wird ausgebaut

In der Euroregion Pomerania sind die Universitätsmedizin Greifswald und das Universitätsklinikum Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität auf Kinderonkologie und -hämatologie spezialisiert. Unter anderem bietet die Universitätsmedizin Greifswald eine Radioisotopentherapie zur Behandlung schwerer Krebserkrankungen. Das Universitätsklinikum Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität hat beispielsweise umfangreiche Erfahrungen bei der Behandlung akuter Leukämie. Beide Universitätskliniken arbeiten bereits langjährig zusammen. „Ziel des neuen Vorhabens ist, die Zusammenarbeit im medizinischen Betrieb und in der Lehre deutlich auszubauen. Dazu sollen die diagnostischen Möglichkeiten verbessert und telemedizinisch verknüpft werden. Zudem ist unter anderem vorgesehen, eine grenzüberschreitenden e-learning-Plattform zur gemeinsamen Aus- und Weiterbildung von Medizinern und medizinischem Personal zu entwickeln. Vor allem die Telemedizin wird künftig bei der medizinischen Versorgung eine größere Rolle spielen. Es gilt, die innovativen Möglichkeiten der Digitalisierung optimal im Sinne der Patienten zu nutzen. Mit dem deutsch-polnischen Kinderkrebszentrum ist dabei ein wichtiger Schritt gemacht“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtkosten betragen knapp 2,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen.

Informationen zum Programm Interreg V A

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Kunsthalle Rostock – Januar 2020

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Uwe Kowski, Quelle: Kunsthalle Rostock

Uwe Kowski – sehen

Wir freuen uns, mit der Ausstellung sehen eine umfassende Werkschau des Malers Uwe Kowski mit Arbeiten aus den vergangenen zehn Jahren anzukündigen.

Zur Ausstellungseröffnung am 11.01.20 um 18 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Künstlergespräch

Am Sonntag, 12.01.20, findet in der Kunsthalle um 14 Uhr ein Gespräch mit Uwe Kowski und Gerd Harry Lybke, Galerie bei EIGEN + ART, statt, moderiert von Leonie Pfennig.

Kinder-Kunst-Club

Im „Kinder-Kunst-Club“ entdecken Kinder im Alter von 2 – 4 Jahren das Museum in kleinen Schritten. Am Sonntag, 12.01.20, in der Zeit von 11 – 12 Uhr können unsere kleinen Besucher malen, schneiden, basteln und kleben.

Ausführliche Informationen finden Sie auf hier.

„ODYSSEE“ – 25 Touren zur Kreativwirtschaft durch die Mecklenburgische Seenplatte

Ausgewählte Touren zu Kulturschaffenden der Region

Der Kunstverein Teterow e.V. will die kulturellen Höhepunkte der Mecklenburgischen Seenplatte erlebbarer machen. Dafür hat der Verein eine Broschüre erstellt mit 25 Routen, die Ausflugsziele aus der Kreativwirtschaft beinhalten. Auf diese Weise soll den Besuchern und heimischen Kunstinteressierten das Angebot der Region näher gebracht werden. „Mit der sorgfältig ausgewählten Tourenplanung erhalten Besucher und Anwohner eine Reihe neuer Ausflugstipps für die Mecklenburgische Seenplatte. So ist eine Übersicht attraktiver Reiseziele entstanden, die für die vielen Kulturschaffenden vor Ort werben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Zwischenstopps bei regionalen Erzeugern, gastronomischen Anbietern und kreativen Köpfen

Seit seiner Gründung in den 1990ern ist der Kunstverein Teterow e.V. in der Kunst- und Kulturförderung aktiv. Ziel ist dabei unter anderem, das künstlerische Leben im ländlichen Raum zu bereichern und damit gleichzeitig touristische Anlaufpunkte zu schaffen. Unter dem Namen „Odyssee“ erschien zum zweiten Mal eine umfangreiche Broschüre. Diese schlägt mit ihren individuellen Tourenvorschlägen jeweils drei bis fünf konkrete Haltepunkte der Kunstszene vor. Hinzu gesellen sich wertvolle Tipps für Zwischenstopps bei regionalen Erzeugern, gastronomischen Anbietern oder öffentlichen Einrichtungen mit besonderer Attraktivität. „Durch die intensive Öffentlichkeitsarbeit des Vereins ist den Kulturschaffenden stets eine überregionale Präsenz sicher. Das trägt dazu bei, den Kreativen ganzjährig und saisonunabhängig einen steten Besucherstrom zu verschaffen“, so Glawe.

Nachhaltige Erlebnisse abseits bekannter Pfade liegen im Fokus

Das Hauptaugenmerk der Broschüre liegt auf Erlebnissen, die häufig fernab der bekannten touristischen Destinationen zu finden sind. Auf urigen Feldwegen lassen sich märchenhafte Schlösser und Parks entdecken. Dazu gesellen sich einsame Bauernhäuser, wahre Kirchenschätze sowie ausgezeichnete Restaurants und Cafés mit gesunden, regionalen Angeboten. Im Mittelpunkt stehen dabei jedoch immer die Künstler in ihren Ateliers. „Die Touren führen rund um die weitläufige Seenplatte, vom wilden Tollensetal hoch im Norden, vorbei an der Müritz und südwärts bis zur Feldberger Seenlandschaft. Rings um die Müritz lassen sich mit der neuesten Zusammenstellung auch die künstlerischen Perlen am Rande der Waldpfade und Schotterpisten ausfindig machen. Bei der vielfältigen Zusammenstellung ist ganz sicher für jeden Geschmack etwas dabei“, so Glawe weiter.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtkosten des Projektes betragen rund 195.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützte das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 120.000 Euro.

Weitere Informationen

Im März 1990 gründeten die Mitglieder der Bürgerbewegung des Neuen Forums die „Kleine Galerie Teterow“. Aufgrund ganzjähriger erfolgreicher Ausstellungseröffnungen und Straßenfeste konnte im Jahr 1994 ein Anbau für die Ausstellungsräume auf 60 Quadratmetern mit Hilfe der Stadt, Spender und Sponsoren umgesetzt werden. Als weiterer historischer Meilenstein in der Entwicklung der Galerie ist der Umzug in die Räumlichkeiten Am Kamp zu nennen. Die Ausstellungsfläche betrug fortan 100 Quadratmeter, zu der eine noch größere Hoffläche als zuvor hinzukam. Größere Feste im Rahmen der Ausstellungseröffnungen wurden möglich und Präsentationen von großformatigen Kunstwerken stellten eine Bereicherung im Ausstellungsbetrieb der Galerie dar. Parallel zum Umzug wurden mit der Gründung des Kunstvereins Teterow e.V. im Jahr 1999 die Weichen für einen notwendigen Wechsel der Trägerschaft gestellt. Im August 2013 zog die Galerie des Kunstvereins in das ehemalige Bahnhofsgebäude der Stadt Teterow. Auf der neuen Ausstellungsfläche von 250 Quadratmetern wird ein reichhaltiges Repertoire an Malerei, Grafik, Skulptur, Plastik, Keramik und Schmuck wirkungsvoll präsentiert.

www.galerie-teterow.de

www.odyssee-mv.de

Neue Parkbänke in Markgrafenheide

Wahl-Rostocker aus Hemsbach (Baden-Württemberg) schenken dem Ort drei Sitzbänke an den Dünen

PM Bänke in Markgrafenheide (c) TZRW_J. KloockUrlauber und Gäste des Seebades Markgrafenheide können sich seit Oktober 2019 über drei zusätzliche Parkbänke entlang der kleinen Promenade von den Strandaufgängen 23 bis 31 freuen. „Wir danken Familie Dreßler außerordentlich für Ihr persönliches Engagement und die Finanzierung der drei neuen Parkbänke in Markgrafenheide. Das ist keine Selbstverständlichkeit und wir freuen uns, dass jetzt die vielen Gäste und Einheimische diesen wunderschönen Blick auf die Ostsee noch mehr genießen können“, sagt Matthias Fromm, Tourismusdirektor der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Gisela und Manfred Dreßler kommen ursprünglich aus Hemsbach in Baden-Württemberg und leben nun schon seit einiger Zeit in Markgrafenheide. Die beiden Wahl-Rostocker hat es vor ein paar Jahren an die Küste gezogen und ihr neuer Wohnort ist ihnen mittlerweile sehr an das Herz gewachsen. So kam auch die Idee, der Sitzmöglichkeiten direkt an den Dünen, die schon seit vielen Jahren immer wieder ein Ziel zahlreicher Familienurlaube im Seebad Markgrafenheide waren.

„Wir gehen sehr viel und gerne an den Dünen spazieren. Und das zu jeder Jahreszeit. Die Luft und auch der Blick auf das Meer sind hier einmalig. Irgendwann haben wir darüber nachgedacht, dass es doch schön wäre, wenn es auf dem Weg zwischen StrandResort und der Rostocker Heide eine Bank zum Verweilen gäbe. So kam uns die Idee, uns hier direkt zu engagieren. Uns hat sehr gefreut, dass sich die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde gleich unserem Anliegen angenommen hat und es sind alle Urlauber und Einheimische eingeladen, diese Sitzgelegenheiten auch kräftig zu nutzen“ erläutert Manfred Dreßler. Im Ortsbeirat Markgrafenheide wurde die Idee für das Aufstellen der neuen Parkbänke auch sehr begrüßt. „Wir sind über diese private Initiative hocherfreut und bedanken uns dafür sehr! Diese Parkbänke sind beispielhaft für eine sehr gute Ausstattung für einen qualitativ hochwertigen Urlaub bei uns am Meer“, so Jürgen Dudek vom Ortsbeirat Markgrafenheide.

Das Modell der Bänke und die Standorte wurden gemeinsam mit der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde abgestimmt. Familie Dreßler orientiere sich mit ihrer Empfehlung am Baggersee Hemsbach. „Dort stehen nämlich die gleichen Bänke in solider Ausführung“ ergänzt Manfred Dreßler. Seit Ende September 2019 stehen nun die drei neuen Parkbänke für alle Besucher an den Standorten Strandzugang 24-25, 27-28 und 30 bereit.

Bildunterschrift: Jürgen Dudek und Matthias Fromm danken Gisela und Manfred Dreßler (sitzend auf der Bank) für Ihr Engagement und die neuen Bänke in Markgrafenheide ©TZRW/Joachim Kloock

WARNEMÜNDER TURMLEUCHTEN 2020

Zum 21. Mal bietet die große Neujahrs-Show strahlende Momente und lockt zahlreiche Besucher ins Seebad

Warnemünder Turmleuchten 2015, Foto: Joachim Kloock

Warnemünder Turmleuchten, Foto: Joachim Kloock

Am 1. Januar 2020 wird im Seebad Warnemünde wieder der spektakuläre Jahresauftakt mit Licht- und Lasershow, Feuerwerken und Musik gefeiert. Mit dem Motto „SCHICKSAL“ feiert die Inszenierung bereits ihren 21-jährigen Geburtstag. Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für Rostocks beliebten Jahresauftakt auf Hochtouren. Mit Unterstützung von zahlreichen fleißigen Helfern und dem Einsatz von jeder Menge Technik haben die Organisatoren auch in diesem Jahr wieder eine ganz besondere Show auf die Beine gestellt. „Die Organisation ist in jedem Jahr eine große Gemeinschaftsaufgabe, die wir mit unseren langjährigen Partnern umsetzen. Unser Dank gilt besonders der Hanseatischen Eventagentur sowie allen beteiligten Ämtern, Behörden, der Rostocker Polizei und den vielen Sponsoren und Partnern, die das Warnemünder Turmleuchten mit ihrer Unterstützung immer wieder ermöglichen.“ so Matthias Fromm, Tourismusdirektor der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Das Vorprogramm beginnt am 1. Januar 2020 um 15 Uhr mit Live-Musik von der Ola van Sander und Jens Kunze sowie vielen Angeboten auf der Promenade. Die Inszenierung selbst startet um 18.00 Uhr nach dem gemeinsamen Countdown der Besucher und endet traditionell, wenn am Leuchtturm die neue Jahreszahl erscheint. Der Eintritt ist frei! Rund um den Leuchtturm, auf der Promenade und am Strand sorgen gastronomische Einrichtungen für das leibliche Wohl der Gäste.

Besucherinformationen

Der Ortskern von Warnemünde wird am 1. Januar von 14 bis 21 Uhr vollständig für Pkw gesperrt. Anreisende Besucher mit Pkw werden rechtzeitig auf die großen Parkplätze am Ortsrand geleitet und haben von dort Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr. Der Verkehrsverbund Warnow hält an dem Veranstaltungstag verstärkte Bus- und Bahnangebote vor. Für Radfahrer, Anwohner und anreisende Übernachtungsgäste bleibt die Zufahrt frei. Für die bequeme Anreise wird aufgrund der Einschränkungen für den privaten Pkw-Verkehr die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs empfohlen. Die Wegeführung der An- bzw. Abreisenden der Fähre erfolgt über die ausgewiesene Wegeführung des Parkplatzes Mittelmole. Bitte berücksichtigen Sie, dass derzeit umfangreiche Bauarbeiten in der Georginenstraße und dem Georginenplatz durchgeführt werden. Vorhandene Absperrvorrichtungen dürfen nicht überschritten werden. Hinzu empfehlen wir Ihnen bei einer fußläufigen An- und Abreise eine alternative Wegstrecke des Bereiches, da dem Sicherheitsdienst auf Grund baulicher Einengungen partielle Sperrungen des Bereiches vorbehalten sind. Alle Besucher werden gebeten, die allgemeinen Sicherheitshinweise zu beachten. So sind das Mitführen von Hunden im Veranstaltungsbereich sowie das Betreten der Dünen verboten. Die Mitnahme von Feuerwerkskörpern jeglicher Art und der Einsatz von Drohnen sind strengstens untersagt. Sicherheitstipps der Polizei erhalten Besucher auch über den Twitter-Account der Polizei Rostock unter twitter.com/polizei_rostock.

Bequeme Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr

Zur Erleichterung der An- und Abreise verstärkt die DB Regio AG ab 15.00 Uhr und bis 20.50 Uhr das Angebot der S-Bahn zwischen Rostock Hbf. und Warnemünde Werft. Die S-Bahnen verkehren in dieser Zeit im 10-Minutentakt und in doppelter Zuglänge (180 m), so dass bis zu 1.000 Fahrgäste mit einer Fahrt befördert werden können. Die Landes- und Bundespolizei werden nach Ende der Veranstaltung mit eigenen Maßnahmen die sichere Abfahrt der Züge unterstützen. Die RSAG setzt auf der Linie 36 zwischen Mecklenburger Allee (Lichtenhagen) und Warnemünde in der Zeit von 16.00 bis 20.00 Uhr zusätzliche Busse ein. Zwischen Lichtenhagen und Warnemünde wird auf der Stadtautobahn wieder eine separate Busspur eingerichtet. Empfohlen wird auch die Nutzung von P+R-Anlagen, wie z.B. in Lichtenhagen in der Flensburger Str. oder am Haltepunkt Lütten Klein – mit direktem Anschluss an die S-Bahn. Aufgrund von Sperrungen des Ortskernes Warnemünde bzw. im Bereich des Vorplatzes am S-Bahnhof Warnemünde Werft wird darauf hingewiesen, dass durch die Buslinie 37 vor und nach der Veranstaltung nicht alle Haltestellen im Zentrum des Seebades angefahren werden können. Zudem wird ca. 14 Uhr der Schienenersatzverkehr zwischen Werftbahnhof und Warnemünde Bahnhof eingestellt. Die Weiße Flotte ist zwischen Warnemünde und Hohe Düne mit beiden Fähren verstärkt im Einsatz. Der Verkehrsverbund Warnow empfiehlt, Fahrkarten vorab der Veranstaltung bereits im Vorverkauf zu erwerben bzw. gleich eine (Gruppen-)Tageskarte oder das 3 Tage gültige VVW-SilvesterTicket für nur 10 Euro zu nutzen. Weitere Informationen rund um den öffentlichen Nahverkehr zum Warnemünder Turmleuchten sowie zu den Anschlüssen von den P&R-Parkplätzen finden Besucher im Internet unter www.verkehrsverbund-warnow.de.

Financial Fairplay 2018/19: F. C. Hansa Rostock erreicht Drittliga-Bestwert

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Ostseestadion, Foto: Joachim Kloock

Rostock27.12.2019Der F. C. Hansa Rostock wurde für sein vorbildliches Wirtschaften in der Saison 2018/2019 vom DFB mit einer Prämie von rund 100.000 Euro belohnt. Der Betrag wurde im Rahmen des „Financial Fair Play“ für die 3. Liga ausgeschüttet. Mit diesem im Jahr 2018 eingeführten Belohnungssystem sollen Vereine, die wirtschaftlich und risikobewusst agieren, honoriert werden. Der F. C. Hansa Rostock erreichte in den beiden vorhandenen Kategorien „Positives Jahresergebnis“ und „Planqualität“ jeweils den Bestwert und erhält damit von allen Drittligisten den höchsten Betrag aus dem Financial Fairplay-Topf, der insgesamt 550.000 Euro pro Saison für die 3. Liga enthält. Christian Hüneburg, Vorstand für Finanzen und Verwaltung beim F. C. Hansa Rostock: „Der 1. Platz im Financial Fairplay belohnt unsere Anstrengungen, vernünftig zu wirtschaften. Dass nur neun Vereine von 20 Drittligisten ein positives Financial-Fairplay-Ergebnis erreichen, zeigt uns allen in der 3. Liga, dass es noch einen großen Nachholbedarf, insbesondere bei der Verwertung der TV-Rechte, gibt. Bei dem 1. Platz in der Kategorie Planungsqualität kommt uns neben den positiven Sondereffekten unsere solide Planungspolitik entgegen. Den eingeschlagenen Weg der Konsolidierung und des Wachstums mit Augenmaß gilt es nun in der Zukunft fortzusetzen.“ Der F. C. Hansa Rostock konnte in der vergangenen Spielzeit einen Umsatzrekord von 19 Mio. Euro erzielen. Grundlage für die wirtschaftlich sehr gute Saison 2018/19 waren das Erreichen der 2. Runde im DFB-Pokal, drei große Konzerte im Ostseestadion und Einnahmen aus Spielertransfers. Zudem konnten im Sponsoring, Ticketing, Merchandising und bei den Mitgliederzahlen Bestmarken erreicht werden. „Grundsätzlich freuen wir uns natürlich, dass unsere Bemühungen und unsere Arbeit honoriert werden. Unberührt davon bleibt aber unsere generell eher kritische Sicht auf das Financial-Fairplay-System der 3. Liga. Ob die finanziellen Anreize wirklich ausreichen, um Vereine künftig davon abzuhalten, riskant zu wirtschaften, um den Aufstieg in die deutlich lukrativere 2. Liga zu erzwingen, ist fraglich. Um den zunehmenden Insolvenzen und dem permanenten wirtschaftlichen Überlebenskampf der Vereine in der 3. Liga entgegen zu steuern, bedarf es sowohl von Seiten des Verbandes, aber auch von Seiten der Vereine sicherlich weit mehr“, so Robert Marien, Vorstandsvorsitzender des F. C. Hansa Rostock.

Optimale Bedingungen für Patienten und Mitarbeiter in der neuen Ergotherapie

Mit Unterstützung des Landes hat die Evangelische Krankenhaus Bethanien gGmbH Greifswald einen modernen Neubau für die ergotherapeutische Betreuung der Patienten errichtet. Gesundheitsminister Harry Glawe hat heute anlässlich der feierlichen Einweihung die verbesserten Bedingungen für die Mitarbeiter und Patienten hervorgehoben. „Die optimale therapeutische Betreuung spielt für den Genesungsprozess der Patienten mit einer seelischen Erkrankung eine enorme Rolle. Dabei kommt dem therapiefördernden Umfeld und der personellen Ausstattung eine besondere Bedeutung zu“, betonte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. „Die Arbeitsbedingungen mit ausreichend Zeit und Möglichkeiten für den Patienten sind auch ein gutes Argument für die Gewinnung von jungen und motivierten Fachkräften.“ Die Eröffnung konnte der Minister aus terminlichen Gründen nicht vor Ort wahrnehmen. Die Gesamtinvestitionen für den Neubau des Ergotherapiegebäudes betrugen rund 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschafts- und Gesundheitsministerium hat das Vorhaben in Höhe von einer Million Euro unterstützt. „Mit Hilfe der Landesförderung konnten wir die Rahmenbedingungen für die begleitende Ergotherapie maßgeblich verbessern und auf Spitzenniveau heben. Das kommt unseren Patienten direkt zugute“, hob Dr. Hanns-Diethard Voigt, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhaus Bethanien gGmbH hervor.

Das Leben wieder spüren und selbstbestimmt gestalten

Nach einjähriger Bauzeit mit ausschließlich regionalen Firmen wurde der Neubau im Sommer bezogen und eingerichtet. Notwendig wurde dieser, weil die damalige Unterkunft in einem schwedischen Holzbau aus dem Jahr 1963 nicht mehr den medizinischen Erfordernissen einer modernen Ergotherapie entsprach. Nun ist Platz auf 630 Quadratmetern für bis zu 200 Patienten täglich. Dafür stehen in dem energetischen Flachbau acht helle Werkräume, ein Raum für das Gedächtnistraining sowie Sozial-, Lager- und Nebenräume und eine Tischlerei zur Verfügung. Besonders stolz sind die Ergotherapeuten auf ihren hochmodernen Brennofen für Keramik und ihre Tischlerwerkstatt. Geleitet wird das Team von Julia Skladny. Als die Ergotherapeutin 1998 zur Odebrecht-Stiftung kam, hatte sie sechs Kollegen. Inzwischen steht sie an der Spitze eines 21-köpfigen Teams, das nach dem Leitspruch von Abraham Lincoln arbeitet: „Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können.“ „Nach der interdisziplinären Besprechung mit den Fachärzten im Krankenhaus können wir für unsere Patienten individuell passende Kurse und therapeutische Maßnahmen anbieten, um ihre gesundheitliche Situation zu verbessern“, so Julia Skladny. „Dabei geht es oftmals um Aktivitäten des täglichen Lebens wie Kochen, Spazieren und sportliche Bewegung und ein gezieltes Wahrnehmungs- und Genusstraining. Darüber hinaus steht ein breites Spektrum an kunst- und handwerklicher Gruppenarbeit zur Auswahl, wie beispielsweise Körbe flechten, Ton- und Specksteingestaltung, Malerei, Textil- und Mosaikarbeiten. Unser Kernanliegen ist es, die gesunden Seiten zu betonen und den Patienten aufzuzeigen, was sie alles tun können, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, unterstrich die 56-Jährige.

Rund 2.000 Patienten nutzen jährlich die Ergotherapie

„Unsere Ergotherapeuten arbeiten stationsbezogen, so dass sie mit den jeweiligen Krankheitsbildern vertraut sind“, erklärte Julia Skladny. „Die werden durch die zunehmende Demenz, gesellschaftlichen Stress und ein verändertes Suchtverhalten immer komplexer und anspruchsvoller, so dass eine Spezialisierung Sinn macht. Für viele Patienten ist die Ergotherapie und die Arbeit in einer Gruppe der erste Schritt wieder zurück in den Alltag.“ Rund 2.000 Frauen und Männer ab 18 Jahren absolvieren jährlich eine ergotherapeutische Behandlung in der Odebrecht-Stiftung. Der größte Teil der Patienten kommt aus dem stationären Bereich, fast 90 Prozent der dortigen Patienten mit einer durchschnittlichen Liegezeit von 20 Tagen nehmen eine ergotherapeutische Behandlung in Anspruch. Betreut werden auch ambulante Patienten und Patienten der psychiatrischen Tageskliniken. Die Arbeit mit den Patienten findet in der Regel in kleinen Gruppen von fünf bis zehn Personen, teilweise auch direkt auf den Stationen statt. Dabei ist die räumliche Nähe zum Krankenhaus ein großer Vorteil. Auch wenn die Ergotherapie ihren Ursprung in der Psychiatrie hat, kommt sie doch inzwischen überall dort zum Einsatz, wo funktionelle Beeinträchtigungen auftreten, so unter anderem in der Kinderheilkunde und in der Schlaganfallrehabilitation. Das noch relativ junge Berufsbild des Ergotherapeuten mit einer dreijährigen Ausbildungszeit unterliegt dabei einer ständigen Weiterentwicklung und Wandlung. In Deutschland wurde erst 1953 die erste Lehreinrichtung für Ergotherapie, damals noch unter dem Begriff „Beschäftigungstherapie“, in Hannover gegründet.

HINTERGRUND

Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Die Evangelische Krankenhaus Bethanien gGmbH der Odebrecht-Stiftung hält derzeit 194 vollstationäre und 106 teilstationäre Betten in M-V vor. Dort werden seelische Erkrankungen einschließlich der Akut- und Notfallbehandlung betreut. Neben der psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung gehören weitere Therapien zum Angebot, wie beispielsweise Sozio- und Familientherapie, Physiotherapie, Sport- und Bewegungstherapie sowie Musik-, Entspannungs- und Lichttherapie. Die Klinik verfügt zudem über eine Sporthalle und ein Bewegungsbad. Die Patienten kommen hauptsächlich aus den Städten Greifswald und Wolgast sowie aus Teilen der Landkreise Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte, aber auch aus anderen Bundesländern.

Was ist eine Ergotherapie?

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen. Die Ergotherapie wird sowohl stationär in psychiatrischen und psychotherapeutischen Kliniken als auch teilstationär in Tageskliniken oder auch im ambulanten Bereich angeboten. Die Behandlung kann als Einzeltherapie, in Kleingruppen oder auch als Gruppentherapie durchgeführt werden. Quelle: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (www.dve.info)

Bildunterschriften – Fotos Joachim Kloock

Bild01 – Ergotherapeutin Gabriele Wussow ist stolz auf den neuen hochmodernen Keramikofen. Hier entstehen durch die Patienten wahre Kunstwerke, verbunden mit vielen persönlichen Erfolgserlebnissen.

Bild02 – Manche Patienten arbeiten besonders gern mit Holz und gewinnen auf diesem Weg wieder Selbstvertrauen. Ihnen steht Tischler Alexander Schüler fachkundig zu Seite.

Bild03 – Es ist immer wieder schön zu erleben, wenn es aufwärts geht: Ergotherapeutin Anne Stöwhaas bastelt mit Jörg Fromholz-Rudolph Weihnachtssterne für die Klinik.

Wölfe besuchen Wölfe

Rostock Seawolves und Zoo wollen künftig enger zusammenarbeiten

Wölfe besuchen Wölfe, Foto: Joachim Kloock

Wölfe besuchen Wölfe, Foto: Joachim Kloock

Mit Beginn der Zoolights sind seit gestern mehr als 250 leuchtende Tiere im Zoo Rostock zu sehen. Unter ihnen ist auch ein Wolfsrudel. Diesem statteten die Rostock Seawolves am 19. Dezember einen ersten Besuch ab. Im Rahmen der Eröffnung der geheimnisvollen Lichterwelten im Zoo verkündeten die Mannschaft um Trainer Milan Skobalj und der Vereinsvorstand gemeinsam mit Zoodirektor Udo Nagel, dass es künftig eine engere Zusammenarbeit zwischen den Seawolves und dem Zoo geben soll, von der vor allem die Besucherinnen und Besucher profitieren. „Ich freue mich sehr auf die Kooperation mit dem Rostocker Zoo. Wir haben das gleiche Zielpublikum; es sind vor allem Familien, die den Rostocker Zoo und die Rostock Seawolves als Ausflugsziel nutzen. Der Besuch bei den Seawolves oder auch im Zoo ist begleitet von Spannung, Neugier und Erlebnis“, sagte der 1. Vorsitzende des EBC Rostock André Jürgens. Ab dem 1. Januar 2020 erhalten Inhaber einer Zoojahreskarte im Seawolves-Fanshop und an der Abendkasse 10 % Rabatt auf Tickets für die Heimspiele der Wölfe. Umgekehrt sparen Fans mit einer Seawolves-Dauerkarte ebenfalls 10 % beim Kauf einer Tageskarte an der Zookasse. Bei einem Besuch im Zoo können Basketballfans die Seebären, Seehunde und Eisbären im Zoo künftig auch beim Trainieren beobachten. „Im Rahmen des täglichen Trainings mit unseren Robben und Eisbären kommen schon bald Bälle der Seawolves zum Einsatz,“ kündigte Zoodirektor Udo Nagel an. „Außerdem freuen wir uns, im Rahmen der Zoolights Wölfe im Zoo zu präsentieren – wenn auch keine echten, sondern ihre leuchtenden Artgenossen.

“ Zoolights“ bringen Licht in die dunkle Jahreszeit

Seit gestern bringen mehr als 250 leuchtende Exponate im Zoo immer donnerstags bis sonntags sowie täglich während der Ferien Licht in die dunkle Jahreszeit. Neben einem Wolfsrudel gibt es Giraffen, Elefanten, Orang-Utans und noch viele weitere, teils überlebensgroße Tiere zu bewundern. Los geht es um 18 Uhr, am Familientag (Samstag) bereits um 17:30 Uhr.

Rostock Seawolves

Der Erste Basketball Club Rostock e.V. ist der größte und erfolgreichste Basketballverein Mecklenburg-Vorpommerns. Mit über 100 Kinder-, Jugend- und Senioren-Teams und 1.308 Mitgliedern zählt der EBC Rostock e.V. zu den größten Basketballvereinen Deutschlands. Im Jahr 2014 erhielt der EBC Rostock die Auszeichnung zum „kinder- und jugendfreundlichsten Verein in Mecklenburg-Vorpommern“. Beim EBC kann jedes Kind ab 6 Jahren Basketball lernen und spielen. Bereits im Kita-Projekt „Wolfis Ballschule“ lernen Vier- bis Siebenjährige Ball und Bewegung kennen. Die 1. Herrenmannschaft Rostock Seawolves spielt seit 2018 in der 2. Basketball Bundesliga ProA. Vor allem die Heimspiele in der Rostocker Stadthalle vor über 3.000 Zuschauern sind ein Sport-Event für die ganze Familie.

Zum Eisbaden nach Mecklenburg-Vorpommern

Tausende Eisbader und Schaulustige im Nordosten erwartet

Vielerorts im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern – von der Lewitz im Landesinneren bis in die Kaiserbäder auf der Insel Usedom – bewahren Gäste und Einheimische in den Wintermonaten jährlich eine alte Tradition: das Eisbaden. Zu Hunderten stürzen sich teilweise kostümierte Wasserratten in die drei bis vier Grad kalte Ostsee oder in die eisigen Seen. Der Landestourismusverband rechnet dabei mit mehreren Tausend Besuchern. Im Folgenden eine Auswahl an Veranstaltungsorten für Eisbade-Events:

… auf Usedom

In den Kaiserbädern der Kälte trotzen: In Heringsdorf veranstalten die Inhaber des Strandkorbverleihs „Strandideen“, Familie Iden, vom 25. Dezember 2019 bis zum 1. Januar 2020 die traditionelle Reihe „Glühweinstand am Fischerstrand“. Am 25., 26. und 29. Dezember sowie an Silvester und am Neujahrstag können sich Mutige in die kalte Ostsee stürzen. Zum Aufwärmen werden Heißgetränke gereicht und Lagerfeuer entzündet. In Ahlbeck findet am 15. Februar 2020 das 26. Usedomer Winterbadespektakel statt, das jährlich Hunderte verkleidete Wasserratten in seinen Bann zieht. Schaulustige können es sich auf der Ahlbecker Seebrücke gemütlich machen.
Weitere Informationen: www.kaiserbaeder-auf-usedom.de

Im Ostseebad Zinnowitz wird am 30. Dezember zum 19. traditionellen Eisbaden vor der Kulisse der Seebrücke eingeladen. Wer über seinen Schatten und in die eisigen Fluten springt, bekommt als Erinnerung ein Foto und ein Überraschungsgeschenk überreicht. Anmeldungen zu der kostenfreien Veranstaltung nimmt die Kurverwaltung Zinnowitz per E-Mail an eisbaden@kv-zinnowitz.de oder unter der Rufnummer 038377 49215 entgegen. Weitere Informationen: www.zinnowitz.de

 … entlang der Mecklenburgischen Ostseeküste

Unter dem Titel „Juhu und Japadapadu!“ – in Anlehnung an den Ausruf von Fred Feuerstein aus der Serie „Familie Feuerstein“ – wird im Ostseebad Boltenhagen am 1. Januar 2020 zum 22. Boltenhagener Neujahrsbaden eingeladen, bei dem kostümierte Wasserratten traditionell die neue Badesaison einläuten. Dabei gilt es, den Rekord von 2016 mit 379 Teilnehmern zu schlagen.
Weitere Informationen: www.boltenhagen.de

Zum Winterbaden nach Warnemünde: Beim 11. Warnemünder Wintervergnügen vom 7. bis 9. Februar locken zahlreiche Veranstaltungen, ein Wintermarkt und mehrere Lagerfeuer an den Strand des Seebades sowie auf den Platz vor den Wahrzeichen Leuchtturm und Teepott. Beim so genannten „Eisbaderfasching“ am 8. Januar oder beim Katerbaden am darauffolgenden Tag können Besucher ihre Tapferkeit unter Beweis stellen.Weitere Informationen: www.rostock.de

… auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Was ursprünglich als Neujahrstauchen des Prerower Tauchsportclubs „Darßer Strandpiraten“ begann, ist inzwischen zu einer Tradition für Anwohner und Gäste des Ostseebades auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst geworden. Rund 500 Teilnehmer in Badehosen und bunten Kostümen und mindestens genauso viele am Ufer, die die Eisbader unterstützen, versammeln sich jährlich am 1. Januar am Prerower Nordstrand. Weitere Informationen: www.fischland-darss-zingst.de

… auf Rügen

Raus aus dem Wintermantel, rein ins Kostüm: Im Ostseebad Binz auf der Urlaubsinsel Rügen findet am 9. Februar 2020 das zweite Binzer Eisbaden statt. Wer daran teilnimmt, kann sich im Anschluss in Saunakarren aufwärmen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Weitere Informationen: www.ostseebad-binz.de

… in der Region Mecklenburg-Schwerin

In Banzkow in der Lewitz bei Schwerin hat das Neujahrsanbaden eine lange Tradition. Im Jahr 2020 wird die Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Ein Dorf im Wandel“ bereits zum 21. Mal veranstaltet. Zum Bad werden wärmende Getränke und Bratwürste gereicht. Wer teilnehmen möchte, kann sich in der Pony-Bar in Banzkow unter der Rufnummer 03861 7253 anmelden. Weitere Informationen: www.mecklenburg-schwerin.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst
Was ursprünglich als Neujahrstauchen des Prerower Tauchsportclubs „Darßer Strandpiraten“ begann, ist inzwischen zu einer Tradition für Anwohner und Gäste des Ostseebades auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst geworden. Rund 500 Teilnehmer in Badehosen und bunten Kostümen und mindestens genauso viele am Ufer, die die Eisbader unterstützen, versammeln sich jährlich am 1. Januar am Prerower Nordstrand.
Weitere Informationen: www.fischland-darss-zingst.de

… auf Rügen
Raus aus dem Wintermantel, rein ins Kostüm: Im Ostseebad Binz auf der Urlaubsinsel Rügen findet am 9. Februar 2020 das zweite Binzer Eisbaden statt. Wer daran teilnimmt, kann sich im Anschluss in Saunakarren aufwärmen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Weitere Informationen: www.ostseebad-binz.de

… in der Region Mecklenburg-Schwerin
In Banzkow in der Lewitz bei Schwerin hat das Neujahrsanbaden eine lange Tradition. Im Jahr 2020 wird die Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Ein Dorf im Wandel“ bereits zum 21. Mal veranstaltet. Zum Bad werden wärmende Getränke und Bratwürste gereicht. Wer teilnehmen möchte, kann sich in der Pony-Bar in Banzkow unter der Rufnummer 03861 7253 anmelden.
Weitere Informationen: www.mecklenburg-schwerin.de

Wölfe besuchen Wölfe

Rostock Seawolves und Zoo wollen künftig enger zusammenarbeiten

Wölfe besuchen Wölfe, Foto: Joachim Kloock

Wölfe besuchen Wölfe, Foto: Joachim Kloock

Mit Beginn der Zoolights sind seit gestern mehr als 250 leuchtende Tiere im Zoo Rostock zu sehen. Unter ihnen ist auch ein Wolfsrudel. Diesem statteten die Rostock Seawolves am 19. Dezember einen ersten Besuch ab. Im Rahmen der Eröffnung der geheimnisvollen Lichterwelten im Zoo verkündeten die Mannschaft um Trainer Milan Skobalj und der Vereinsvorstand gemeinsam mit Zoodirektor Udo Nagel, dass es künftig eine engere Zusammenarbeit zwischen den Seawolves und dem Zoo geben soll, von der vor allem die Besucherinnen und Besucher profitieren. „Ich freue mich sehr auf die Kooperation mit dem Rostocker Zoo. Wir haben das gleiche Zielpublikum; es sind vor allem Familien, die den Rostocker Zoo und die Rostock Seawolves als Ausflugsziel nutzen. Der Besuch bei den Seawolves oder auch im Zoo ist begleitet von Spannung, Neugier und Erlebnis“, sagte der 1. Vorsitzende des EBC Rostock André Jürgens. Ab dem 1. Januar 2020 erhalten Inhaber einer Zoojahreskarte im Seawolves-Fanshop und an der Abendkasse 10 % Rabatt auf Tickets für die Heimspiele der Wölfe. Umgekehrt sparen Fans mit einer Seawolves-Dauerkarte ebenfalls 10 % beim Kauf einer Tageskarte an der Zookasse. Bei einem Besuch im Zoo können Basketballfans die Seebären, Seehunde und Eisbären im Zoo künftig auch beim Trainieren beobachten. „Im Rahmen des täglichen Trainings mit unseren Robben und Eisbären kommen schon bald Bälle der Seawolves zum Einsatz,“ kündigte Zoodirektor Udo Nagel an. „Außerdem freuen wir uns, im Rahmen der Zoolights Wölfe im Zoo zu präsentieren – wenn auch keine echten, sondern ihre leuchtenden Artgenossen.

“ Zoolights“ bringen Licht in die dunkle Jahreszeit

Seit gestern bringen mehr als 250 leuchtende Exponate im Zoo immer donnerstags bis sonntags sowie täglich während der Ferien Licht in die dunkle Jahreszeit. Neben einem Wolfsrudel gibt es Giraffen, Elefanten, Orang-Utans und noch viele weitere, teils überlebensgroße Tiere zu bewundern. Los geht es um 18 Uhr, am Familientag (Samstag) bereits um 17:30 Uhr.

Rostock Seawolves

Der Erste Basketball Club Rostock e.V. ist der größte und erfolgreichste Basketballverein Mecklenburg-Vorpommerns. Mit über 100 Kinder-, Jugend- und Senioren-Teams und 1.308 Mitgliedern zählt der EBC Rostock e.V. zu den größten Basketballvereinen Deutschlands. Im Jahr 2014 erhielt der EBC Rostock die Auszeichnung zum „kinder- und jugendfreundlichsten Verein in Mecklenburg-Vorpommern“. Beim EBC kann jedes Kind ab 6 Jahren Basketball lernen und spielen. Bereits im Kita-Projekt „Wolfis Ballschule“ lernen Vier- bis Siebenjährige Ball und Bewegung kennen. Die 1. Herrenmannschaft Rostock Seawolves spielt seit 2018 in der 2. Basketball Bundesliga ProA. Vor allem die Heimspiele in der Rostocker Stadthalle vor über 3.000 Zuschauern sind ein Sport-Event für die ganze Familie.

Aktive Entschleunigung in der Feldberger Seenlandschaft

Feldberger Seenlandschaft ist attraktiver Anlaufpunkt für Erholungssuchende

Naturreisen FeldbergDie Marketingagentur zoneEINZ aus Feldberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, erholungssuchenden Urlaubern aus Mecklenburg-Vorpommern nahe gelegenen Ballungsräumen passende Paketreisen zu präsentieren. Auf der Website „naturtraumreisen.de“ können diese im Frühjahr und Spätsommer aus einem vielfältigen Angebot von Tages- und Wochenpaketen wählen und sich unter fachkundiger Anleitung auf einzigartige Wege durch die Feldberger Seenlandschaft und die umliegenden Gebiete begeben. „Aktivurlaube werden immer mehr zum Trend. Dabei geht es um aufregende Erlebnisse und die Möglichkeit, aktiv die Natur zu erleben und dabei Entspannung zu erfahren. Mit unserer besonderen Landschaft sind wir dafür der ideale Anlaufpunkt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Touristische Auslastung außerhalb der Sommermonate erhöhen

Seit einigen Jahren arbeiten der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte sowie der Kur- und Tourismusausschuss zusammen mit der lokalen Kurverwaltung an gemeinsamen Projekten, um insbesondere in der Vor- und Nachsaison Besucher anzusprechen. Bis dato stehen viele touristische Anbieter vor der Herausforderung, auch in der Nebensaison eine gute Auslastung zu realisieren. „Ziel des Projektes ist es, jeweils von März bis Juni und von September bis November Paketreisen anzubieten, die die Auslastung außerhalb der Sommermonate erhöhen sollen. Gesteigerte Buchungen bei den Gastronomen und Hoteliers vor Ort sorgen gleichzeitig dafür, dass sie ihre Arbeitnehmer fast ganzjährig beschäftigen können. Das schafft und sichert Arbeitsplätze bei uns im Land“, sagte Glawe.

Organisierte Paketreisen für sechs bis acht Personen

In der Regel sind die Reisen für Gäste ausgelegt, die auch im Urlaub nicht auf Bewegung verzichten möchten und über ein Mindestmaß an Kondition verfügen, um rund zehn Kilometer lange Wanderungen zu bewältigen. Teilweise führen die Touren durch unebene Naturpfade oder Steigungen hinauf, die entsprechende Wanderausrüstung erfordern. Das Angebot wird durch verschiedene Tagestouren ergänzt, die einen Vorgeschmack liefern, welche Entdeckungen innerhalb einer ganzen Woche möglich sind. Auch Strecken sind dabei, die mit dem Fahrrad oder dem Paddelboot zurückgelegt werden. Anders als bei Individualreisen können die Gäste das für sie passende Paket aussuchen, ohne Leistungen einzeln zu buchen. Zudem ist bei den Ausflügen immer ein Reiseleiter anwesend. Die beteiligten Hotels sind das Jagdschloss Waldsee, das Hotel und Restaurant Alte Schule, das Seehotel Lichtenberg, das Deutsche Haus Feldberg und das Alte Zollhaus. Hinzu kommen zehn touristische Aktivanbieter der Region. Buchbar sind die Reisepakete unter naturtraumreisen.de und über die Kanäle des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte. „Die Reisen bieten den Besuchern attraktive Angebote, Mecklenburg-Vorpommern naturnah zu erleben“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Im Förderzeitraum von Januar 2019 bis Dezember 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes knapp 38.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 30.000 Euro.

Bildunterschrift: Wanderführerin Katharina Guhl (r.) führt regelmäßig Reisegruppen durch die Feldberger Seenlandschaft. Foto: Ralf Mittermüller / Crosslens.de

Optimale Bedingungen für Patienten und Mitarbeiter in der neuen Ergotherapie

Mit Unterstützung des Landes hat die Evangelische Krankenhaus Bethanien gGmbH Greifswald einen modernen Neubau für die ergotherapeutische Betreuung der Patienten errichtet. Gesundheitsminister Harry Glawe hat heute anlässlich der feierlichen Einweihung die verbesserten Bedingungen für die Mitarbeiter und Patienten hervorgehoben. „Die optimale therapeutische Betreuung spielt für den Genesungsprozess der Patienten mit einer seelischen Erkrankung eine enorme Rolle. Dabei kommt dem therapiefördernden Umfeld und der personellen Ausstattung eine besondere Bedeutung zu“, betonte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. „Die Arbeitsbedingungen mit ausreichend Zeit und Möglichkeiten für den Patienten sind auch ein gutes Argument für die Gewinnung von jungen und motivierten Fachkräften.“ Die Eröffnung konnte der Minister aus terminlichen Gründen nicht vor Ort wahrnehmen. Die Gesamtinvestitionen für den Neubau des Ergotherapiegebäudes betrugen rund 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschafts- und Gesundheitsministerium hat das Vorhaben in Höhe von einer Million Euro unterstützt. „Mit Hilfe der Landesförderung konnten wir die Rahmenbedingungen für die begleitende Ergotherapie maßgeblich verbessern und auf Spitzenniveau heben. Das kommt unseren Patienten direkt zugute“, hob Dr. Hanns-Diethard Voigt, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhaus Bethanien gGmbH hervor.

Das Leben wieder spüren und selbstbestimmt gestalten

Nach einjähriger Bauzeit mit ausschließlich regionalen Firmen wurde der Neubau im Sommer bezogen und eingerichtet. Notwendig wurde dieser, weil die damalige Unterkunft in einem schwedischen Holzbau aus dem Jahr 1963 nicht mehr den medizinischen Erfordernissen einer modernen Ergotherapie entsprach. Nun ist Platz auf 630 Quadratmetern für bis zu 200 Patienten täglich. Dafür stehen in dem energetischen Flachbau acht helle Werkräume, ein Raum für das Gedächtnistraining sowie Sozial-, Lager- und Nebenräume und eine Tischlerei zur Verfügung. Besonders stolz sind die Ergotherapeuten auf ihren hochmodernen Brennofen für Keramik und ihre Tischlerwerkstatt. Geleitet wird das Team von Julia Skladny. Als die Ergotherapeutin 1998 zur Odebrecht-Stiftung kam, hatte sie sechs Kollegen. Inzwischen steht sie an der Spitze eines 21-köpfigen Teams, das nach dem Leitspruch von Abraham Lincoln arbeitet: „Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können.“ „Nach der interdisziplinären Besprechung mit den Fachärzten im Krankenhaus können wir für unsere Patienten individuell passende Kurse und therapeutische Maßnahmen anbieten, um ihre gesundheitliche Situation zu verbessern“, so Julia Skladny. „Dabei geht es oftmals um Aktivitäten des täglichen Lebens wie Kochen, Spazieren und sportliche Bewegung und ein gezieltes Wahrnehmungs- und Genusstraining. Darüber hinaus steht ein breites Spektrum an kunst- und handwerklicher Gruppenarbeit zur Auswahl, wie beispielsweise Körbe flechten, Ton- und Specksteingestaltung, Malerei, Textil- und Mosaikarbeiten. Unser Kernanliegen ist es, die gesunden Seiten zu betonen und den Patienten aufzuzeigen, was sie alles tun können, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, unterstrich die 56-Jährige.

Rund 2.000 Patienten nutzen jährlich die Ergotherapie

„Unsere Ergotherapeuten arbeiten stationsbezogen, so dass sie mit den jeweiligen Krankheitsbildern vertraut sind“, erklärte Julia Skladny. „Die werden durch die zunehmende Demenz, gesellschaftlichen Stress und ein verändertes Suchtverhalten immer komplexer und anspruchsvoller, so dass eine Spezialisierung Sinn macht. Für viele Patienten ist die Ergotherapie und die Arbeit in einer Gruppe der erste Schritt wieder zurück in den Alltag.“ Rund 2.000 Frauen und Männer ab 18 Jahren absolvieren jährlich eine ergotherapeutische Behandlung in der Odebrecht-Stiftung. Der größte Teil der Patienten kommt aus dem stationären Bereich, fast 90 Prozent der dortigen Patienten mit einer durchschnittlichen Liegezeit von 20 Tagen nehmen eine ergotherapeutische Behandlung in Anspruch. Betreut werden auch ambulante Patienten und Patienten der psychiatrischen Tageskliniken. Die Arbeit mit den Patienten findet in der Regel in kleinen Gruppen von fünf bis zehn Personen, teilweise auch direkt auf den Stationen statt. Dabei ist die räumliche Nähe zum Krankenhaus ein großer Vorteil. Auch wenn die Ergotherapie ihren Ursprung in der Psychiatrie hat, kommt sie doch inzwischen überall dort zum Einsatz, wo funktionelle Beeinträchtigungen auftreten, so unter anderem in der Kinderheilkunde und in der Schlaganfallrehabilitation. Das noch relativ junge Berufsbild des Ergotherapeuten mit einer dreijährigen Ausbildungszeit unterliegt dabei einer ständigen Weiterentwicklung und Wandlung. In Deutschland wurde erst 1953 die erste Lehreinrichtung für Ergotherapie, damals noch unter dem Begriff „Beschäftigungstherapie“, in Hannover gegründet.

HINTERGRUND

Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Die Evangelische Krankenhaus Bethanien gGmbH der Odebrecht-Stiftung hält derzeit 194 vollstationäre und 106 teilstationäre Betten in M-V vor. Dort werden seelische Erkrankungen einschließlich der Akut- und Notfallbehandlung betreut. Neben der psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung gehören weitere Therapien zum Angebot, wie beispielsweise Sozio- und Familientherapie, Physiotherapie, Sport- und Bewegungstherapie sowie Musik-, Entspannungs- und Lichttherapie. Die Klinik verfügt zudem über eine Sporthalle und ein Bewegungsbad. Die Patienten kommen hauptsächlich aus den Städten Greifswald und Wolgast sowie aus Teilen der Landkreise Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte, aber auch aus anderen Bundesländern.

Was ist eine Ergotherapie?

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen. Die Ergotherapie wird sowohl stationär in psychiatrischen und psychotherapeutischen Kliniken als auch teilstationär in Tageskliniken oder auch im ambulanten Bereich angeboten. Die Behandlung kann als Einzeltherapie, in Kleingruppen oder auch als Gruppentherapie durchgeführt werden. Quelle: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (www.dve.info)

Bildunterschriften – Fotos Joachim Kloock

Bild01 – Ergotherapeutin Gabriele Wussow ist stolz auf den neuen hochmodernen Keramikofen. Hier entstehen durch die Patienten wahre Kunstwerke, verbunden mit vielen persönlichen Erfolgserlebnissen.

Bild02 – Manche Patienten arbeiten besonders gern mit Holz und gewinnen auf diesem Weg wieder Selbstvertrauen. Ihnen steht Tischler Alexander Schüler fachkundig zu Seite.

Bild03 – Es ist immer wieder schön zu erleben, wenn es aufwärts geht: Ergotherapeutin Anne Stöwhaas bastelt mit Jörg Fromholz-Rudolph Weihnachtssterne für die Klinik.

Veranstaltungshöhepunkte in Mecklenburg-Vorpommern Januar – April 2020

Bewährte und besondere Formate zwischen Ostseeküste und Seenplatte

Mecklenburg-Vorpommerns Veranstaltungskalender zeigt sich im Jahr 2020 so vielfältig wie das Urlaubsland selbst. Neben etablierten Klassikern wie dem Schwedenfest in Wismar, dem Umweltfotofestival »horizonte zingst« auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst oder dem Radsportsportereignis „Mecklenburger Seen Runde“ in der Mecklenburgischen Seenplatte bieten viele weitere Formate einen Anlass für eine Reise in den Nordosten. Im März lockt der Wanderfrühling mit rund 60 Wander- und Aktivangeboten auf die größte deutsche Insel Rügen. In der Landeshauptstadt Schwerin werden hochkarätige Veranstaltungsreihen wie der Kultur- und Gartensommer ab April oder die Schlossfestspiele ab Juni präsentiert. Klassischen Klängen können Gäste etwa beim Schönberger Musiksommer oder beim Usedomer Musikfestival lauschen. Mit der 30. Hanse Sail, dem 30. Festspielsommer und dem 30. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern begehen zudem gleich drei Großveranstaltungen ihr Jubiläum. Im Folgenden ist eine Auswahl an Veranstaltungshöhepunkten zwischen Ostseeküste und Seenplatte aufgelistet. Weitere sind unter www.auf-nach-mv.de zu finden.

März: „Baltic Lights 2020“: Schlittenhunderennen auf der Insel Usedom
Unter dem Titel „Baltic Lights“ werden vom 6. bis zum 8. März 2020 Schlittenhunderennen in den Kaiserbädern HeringsdorfAhlbeck und Bansin auf der Insel Usedom ausgetragen. Dabei treten internationale Schlittenhundeführer – so genannte Musher – mit ihren Huskys vor den Augen Hunderter Schaulustiger gegeneinander an. Namensgebend für das Event sind die zahlreichen Lagerfeuer, die die Strände der Kaiserbäder säumen. Zu den Höhepunkten der von Schauspieler Till Demtrøder initiierten Veranstaltungsreihe zählt das Wohltätigkeitsrennen, bei dem sämtliche Erlöse an die Organisation Welthungerhilfe gespendet werden. Weitere Informationen: www.balticlights.d

März: „Festspielfrühling Rügen“
Vom 13. bis zum 22. März 2020 leitet der „Festspielfrühling Rügen“ die Saison 2020 auf Deutschlands größter Insel musikalisch ein. Auf dem Programm stehen 24 Veranstaltungen, darunter Filmaufführungen und hochkarätige Kammer- und Orchesterkonzerte, an außergewöhnlichen Spielstätten wie der Selliner Seebrücke oder der Bäckerei Peters in Mukran. Die künstlerische Leitung der renommierten Reihe obliegt in diesem Jahr dem weltweit bekannten Geiger und Festspielpreisträger Daniel Hope, der unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

März: Ein Fest für den Fisch – Wismarer Heringstage
Frisch vom Kutter: Vom 14. bis zum 29. März 2020 veranstaltet der „Hanseatische Köcheclub Wismarbucht“ die 18. Wismarer Heringstage, bei denen Restaurants der UNSECO-Welterbestadt Wismar den Hering in zahlreichen Variationen auftischen. Wenn der erste Kutter am Alten Hafen anlegt, Mitglieder des Köcheclubs das „Silber des Meeres“ auf hölzerne Karren laden und diese von Bläsern begleitet durch die historische Altstadt auf den Marktplatz fahren, gilt das Fest traditionell als eröffnet. Weitere Informationen: www.heringstage-wismar.dewww.wismar.de

April: Aktiv werden beim Wanderfrühling auf Rügen
Rund 60 überwiegend kostenfreie Wander- und Aktivangebote stehen beim achten Rügener Wanderfrühling vom 17. bis zum 26. April 2020 auf dem Programm. Interessierte können etwa an fachkundigen Führungen durch die Natur- und Kulturlandschaften der Ostseeinsel, Nordic-Walking-Touren oder Ortsrundgängen durch die Ostseebäder teilnehmen. Ab Februar 2020 kann das komplette Programmheft unter http://www.ruegen.de durchblättert werden. Weitere Informationen: www.ruegen.de

F. C. Hansa Rostock – Chemnitzer FC 1:2

Die gesamte Fotogalerie hier https://mvzeitnah.wordpress.com/hansestadt-rostock/sport/

F. C. Hansa Rostock – Markus Kolke – Nils Butzen, Sven Sonnenberg, Julian Riedel, Nico Neidhart – Tanju Öztürk, Mirnes Pepic (66. John Verhoek) – Rasmus Pedersen (66. Aaron Opoku), Korbinian Vollmann (46. Jonas Hildebrandt), Lukas Scherff – Pascal Breier

Chemnitzer FC – Jakub Jakubov – Pascal Itter, Niklas Hoheneder, Sören Reddemann, Paul Milde – Matti Langer, Daniel Bohl, Noah Awuku (72. Nils Blumberg), Tarsis Bonga (49. Erik Tallig), Rafael Garcia – Philipp Hosiner (89. Tim Campulka).

Tore – 1:0 Pascal Breier (25.), 1:1 Philipp Hosiner (45. + 1), 1:2 Erik Tallig (49.)

Schiedsrichter – Patrick Kessel, Fabian Schneider, Jan Dennemärker

Zuschauer – 13.661

NEPTUN WERFT Rostock erfolgreich zertifiziert

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft – Heckansicht eines Schiffes, Foto: Joachim Kloock

Die NEPTUN WERFT wurde durch die DQS (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) erfolgreich in den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz (ISO 45001) sowie im Umweltmanagement (ISO 14001) zertifiziert. Durch die Einführung dieser Systeme stellt die NEPTUN WERFT den bewussten Umgang mit aktuellen umwelt- sowie arbeits- und gesundheitsschutzrelevanten Themen sicher. Hierfür analysierte der Bereich Integriertes Managementsystem seit Juni 2018 alle relevanten Prozesse, Arbeitsbedingungen sowie -umgebungen auf der Werft. Potentiale wurden ermittelt und Maßnahmen zur Umsetzung definiert. Insbesondere die wachsende Anzahl eigener Mitarbeiter und die steigende Anzahl an Lieferanten erfordern ein rechtlich konformes und transparentes System mit einheitlichen und verbindlichen Verhaltens- und Kontrollregeln. „Unsere Mitarbeiter sind unser höchstes Gut, durch sie erlangen unsere Produkte ihre hochwertige Qualität. Uns ist es daher ein persönliches Anliegen, durch präventive Maßnahmen und fortlaufende Verbesserung größtmögliche Sicherheitsstandards sicherzustellen. Wir senken dadurch die Anzahl von Arbeitsunfällen, gewährleisten eine hohe Produktqualität und präsentieren uns für Fach- und Führungskräfte als attraktiver Arbeitgeber“, betont Manfred Ossevorth, Geschäftsführer der NEPTUN WERFT.

„Arbeits- und Umweltschutz sind für alle Betriebe unverzichtbare Bestandteile des Unternehmenserfolges. Entscheidend ist, dass Arbeits- und Gesundheitsschutz fest in Betriebsabläufe integriert sind und von allen Beteiligten – Unternehmensinhaber und Mitarbeiter gleichermaßen – täglich neu bewusst gelebt wird. Die NEPTUN WERFT hat sich auch hierbei vorbildlich engagiert und die Zertifizierungen durch unermüdliche Arbeit verdient. Die Hinwendung zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern macht neben den spannenden Aufgaben die NEPTUN WERFT zu einem attraktiven und gefragten Arbeitgeber der gesamten Region“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph. Die Zertifizierung bewirkt auch wirtschaftliche Effekte. „Funktionierende Managementsysteme sind ein entscheidender Faktor, um unsere Produktivität deutlich zu erhöhen“, sagt Geschäftsführer Ossevorth. So plant die NEPTUN WERFT, jährlich vier Maschinenraum-Module an die MEYER WERFT in Papenburg und MEYER TURKU (Finnland) abzuliefern – und perspektivisch sogar sechs. Um die anspruchsvollen Aufgaben in Rostock zu bewältigen, sind 2019 zusätzlich 100 Jobs entstanden. Auch zukünftig werden in der Fertigung u.a. Schweißer, Maschinenbauer und Rohrschlosser und in der Logistik Transport- und Kranführer sowie Elektriker gesucht. Jobangebote unter www.meyercareer.com.

Impressionen von der 26. Landesturnschau in Rostock

Sehenswerte Impressionen von der 26. Landesturnschau am 7. Dezember 2019 in der OSPA-Arena Rostock

Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den beliebtesten Reisezielen zum Jahreswechsel

Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste innerdeutsche Reiseziel zum Jahreswechsel: Das geht aus der Buchungsstatistik des Reiseveranstalters TUI hervor. Vor allem Menschen aus Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg lassen das Jahr am liebsten im Nordosten ausklingen. Im internationalen Ranking der beliebtesten Reiseziele der Deutschen zum Jahreswechsel kann sich Mecklenburg-Vorpommern auf dem sechsten Platz zwischen Antalya auf Rang fünf und Mallorca auf Rang sieben einordnen. Spitzenreiter in dieser Kategorie ist Fuerteventura, Wintersportziel Bayern folgt auf dem neunten Platz.

Weitere Informationen: www.tuigroup.com

F. C. Hansa Rostock – Würzburger Kickers 1:0

Die gesamte Fotogalerie unter https://mvzeitnah.wordpress.com/hansestadt-rostock/sport/

F. C. Hansa Rostock – Markus Kolke – Maximilian Ahlschwede, Sven Sonnenberg, Nico Rieble, Nico Neidhart – Tanju Öztürk, Mirnes Pepic – Nik Omladic, Korbinian Vollmann (69. Aaron Opoku), Lukas Scherff (80. Nils Butzen) – Pascal Breier (83. John Verhoek).

Würzburger Kickers – Vincent Müller – Luke Hemmerich, Daniel Hägele, Sebastian Schuppan, Leroy Kwadwo (76. Frank Ronstadt) – Simon Rhein, Dave Gnaase – Fabio Kaufmann, Albion Vrenezi, Dominik Widemann (76. Patrick Sontheimer) – Luca Pfeiffer.

Tore – 1:0 Nic Omladic (EGT von Luca Pfeiffer, 45.)

Schiedsrichter – Johann Pfeifer, Markus Büsing, Johannes Schipke

Zuschauer – 11.021

Stefan Beinlich übernimmt Leitung des Hansa-Nachwuchsleistungszentrums

Willkommen zurück an Bord der Kogge

Stefan Beinlich

Stefan (Paule) Beinlich, Foto: Joachim Kloock

Der F. C. Hansa Rostock hat Stefan Beinlich für die Leitung des Nachwuchsleistungszentrum gewinnen können. Der 47-Jährige wird die Nachfolge von Stefan Karow antreten, der auf eigenen Wunsch zum Ende des Jahres den Verein verlassen wird.

Martin Pieckenhagen, Vorstand Sport beim F. C. Hansa Rostock: „Wir freuen uns, dass wir so schnell solch eine Lösung für diesen wichtigen Posten gefunden haben. Mit ‚Paule‘ kehrt nicht nur eine der großen Identifikationsfiguren des Vereins zurück, sondern ein extrem gut vernetzter Fußballexperte, der auch nach seiner Zeit als Spieler und Manager nach wie vor engen Kontakt zu Hansa hatte und die Geschehnisse rund um den Verein immer verfolgt hat. Dass er nicht lange überlegen musste, als wir ihn gefragt haben, ob er bereit wäre nochmals Verantwortung zu übernehmen und sich die Leitung unseres NLZs vorstellen kann, zeigt einmal mehr, wie eng er sich dem F. C. Hansa verbunden fühlt.“ Offizieller Amtsantritt für den ehemaligen Hansa-Mittelfeldakteur (1994- 1997 und 2006–2008) und Sportlichen Leiter der Kogge (2010-2012) wird der 1. Dezember 2019 sein. In den bis zum Jahresende verbleibenden Wochen wird sich Stefan Beinlich mit der Unterstützung von Stefan Karow einen Überblick über die Strukturen, anstehende Aufgaben und den Status Quo des Nachwuchsleistungszentrums verschaffen.

„Ich freue mich, auf dieses für mich neue Hansa-Kapitel mit vielen bekannten, aber auch ganz neuen Gesichtern beim Verein. Die Nachwuchsarbeit war immer eines der großen Pfunde des F. C. Hansa Rostock, der deutschlandweit als eine der besten Talentschmiede galt. Auch wenn es ein schwerer und sicherlich langer Weg sein wird, gilt es an diese erfolgreichen Zeiten anzuknüpfen und die gute Vorarbeit, die Stefan Karow mit dem Team bereits geleistet hat, nun fortzuführen. Dazu gehört zuallererst die Suche nach einem Trainer für unsere U19 sowie nach einem administrativen Leiter für den Nachwuchs, der mich in der Gesamtleitung unterstützen soll“, so Stefan Beinlich, dessen Vertrag vorerst bis zum 30. Juni 2022 gültig ist.

Die magische Welt des Lichts – geheimnisvolle Wesen locken in den abendlichen Zoo Rostock

WIRO und Stadtwerke unterstützen neues Winterhighlight

Mehr als 250 teils lebensechte „leuchtende Artgenossen“ werden vom 19. Dezember 2019 bis zum 28. März 2020 den Zoo in eine geheimnisvolle Lichterwelt verwandeln und zur abendlichen Entdeckertour einladen. Heute wurde das neue Winterhighlight erstmals vorgestellt und symbolisch schon einmal die fünfköpfige Löwenfamilie an der Sandsteinplastik „Entstehung des Lebens“ erleuchtet. Die Zoolights sollen die Besucher auch in der winterlichen Jahreszeit und nach den offiziellen Öffnungszeiten in den Tierpark locken. Die langjährigen Premiumpartner des Zoos, die WIRO Wohnen in Rostock und die Stadtwerke Rostock, unterstützen das neue Winterhighlight. „Der Rostocker Zoo nimmt Tier- und Naturfreunde mit auf eine spannende Expedition über die Kontinente. Mit den Zoolights kommt jetzt ein ganz besonderes Erlebnis hinzu“, freut sich Ralf Zimlich, Vorsitzender der WIRO-Geschäftsführung. „Die Zoolights haben auch viel mit Energie, Wärme und Leuchtkraft zu tun, da fühlen wir uns in unserem Element“, zeigte sich auch Ute Römer, Vorständin der Stadtwerke Rostock, gespannt auf die neue Zooattraktion.

Was sind die Zoolights?

Ein großer erleuchteter Rundgang durch den historischen Teil des Zoos, der über den Eingang Trotzenburg zu erreichen ist, lädt vom 19. Dezember bis zum 28. März, immer von Donnerstag bis Sonntag sowie in den Ferien täglich ab 18 Uhr zu einem außergewöhnlichen Spaziergang durch den nächtlichen Tiergarten ein. Vorbei an den Gehegen der Zoobewohner sind zahlreiche eindrucksvoll leuchtende Tierfiguren und Lichtinstallationen zu bewundern. Riesige Elefanten und Giraffen, Tiger, Löwen, aber auch Seesterne, Grillen, Flamingos, Koalas, Fische und Faultiere, teils in fantasievollen Farben, sollen die abendlichen Gäste ins Staunen versetzen. In der Lodge am Veranstaltungsplatz oder an der Feuerschale bei Glühwein und Köstlichkeiten vom Grill auf der winterlich gestalteten Terrasse kann der Abend behaglich ausklingen. „Die Zoolights sind bereits in einigen Zoos ein etablierter Höhepunkt und dort sehr beliebt. Insofern begeben wir uns zwar auf Neuland, nutzen aber die Erfahrungswerte der anderen Zoos“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Unser historischer Zooteil mit seinen weitläufigen Parkanlagen mit vielen Bäumen und Hecken lädt ja geradezu dazu ein, als magische und auch überraschende Lichterlandschaft die Besucher zu verzaubern und zum Träumen zu bringen. Wir sind natürlich auch sehr gespannt, wie unsere Zoolights bei den Besuchern ankommen werden.“ Die 269 Exponate aus chinesischer Ballonseide kommen aus Heidelberg und Osnabrück und sind Leihgaben des Osnabrücker Zoos. Die größten Lichtwesen sind eine vier Meter hohe Giraffe und ein drei Meter großer Elefant.

After Work oder Glühwürmchentour?

Wenn der Zoo ab dem 19. Dezember den Besuchern einen neuen Blick auf den illuminierten Zoo mit mehr als 250 Leuchtfiguren ermöglicht und noch nie dagewesene exotische Tiere und Lichterwesen im Zoo erstrahlen werden, bietet der Zoo zusätzlich zur täglichen Abendshow zwei spezielle Veranstaltungsformate an. Beide Sonderführungen dauern jeweils 60 Minuten. Immer am Donnerstag geht es auf After Work Führungen, ideal beispielsweise für Kollegen, Vereinsfreunde und Bekannte oder als alternativer Mitarbeiterevent für dankbare Chefs? Familien und Kinder erwartet jeden Samstag eine ereignisreiche Glühwürmchentour mit Taschenlampe, die zur Spurensuche ins Reich der lebendigen und leuchtenden Tiere einlädt. In der Abenddämmerung begeben sich die Kleinen gemeinsam auf die Suche nach tierischen Erlebnissen und aufregenden Geheimnissen. Hungrige Nachtschwärmer können nach der Führung gemütlich am Feuer beisammensitzen.

Der Zoo sagt Dankeschön

Noch bis zum 1. Dezember 2019 gilt für alle Zoobesucher ein symbolischer Sondereintrittspreis von 600 Cent (6 Euro) für Kinder (4-16 Jahre) und 800 Cent (8 Euro) für Erwachsene. Die Aktionswoche ist ein Dankeschön für alle Zoofreunde zum Abschluss des gemeinsamen Doppeljubiläums von Stadt (800 Jahre) und Universität Rostock (600). Außerdem gewährt der Zoo Rostock bis zum Jahresende 10 Prozent Rabatt auf alle Jahreskarten, die bis zum 31. Dezember an den Zookassen gekauft und eingelöst werden.

Bildunterschriften: Ute Römer, Vorständin der Stadtwerke Rostock, und Ralf Zimlich, Vorsitzender der WIRO-Geschäftsführung (re.) schauten sich heute mit Zoodirektor Udo Nagel die ersten Zoolights an (Foto 01), hier bei der Löwenfamilie. Zugleich gab es den Treuepokal für die langjährigen Tierpatenschaften der Stadtwerke (Gorillas) und WIRO (Orang-Utans und Riesenschildkröten). Die Giraffen sind schon installiert, bis zum Start der Zoolights werden insgesamt über 250 Leuchtwesen aufgebaut. Fotos. Joachim Kloock