F. C. Hansa Rostock – VfL Sportfreunde Lotte 0:3

Die gesamte Fotogalerie mit 72 Bildern hier https://mvzeitnah.wordpress.com/hansestadt-rostock/sport/

F. C. Hansa Rostock –  Kai Eisele – Joshua Nadeau, Julian Riedel (67. Tim Väyrynen), Oliver Hüsing, Fabian Holthaus – Stefan Wannenwetsch, Brian Henning (46. Willi Evseev), Amaury Bischoff, Lukas Scherff (74. Selcuk Alibaz) – Marcel Hilßner, Soufian Benjamina.

VfL Sportfreunde Lotte – Benedikt Fernandez – Michael Schulze, Tim Wendel, Matthias Rahn, M. Oesterhelweg♦ – Moritz Heyer, John Adam Straith, Hamadi Al Ghaddioni, K. Pires-Rodrigues (74. Max Wegner) – Alexander Langlitz, Jaroslaw Lindner (85. Jonas Acquistapace).

Tore – 0:1 M. Oesterhelweg (11.), 0:2 Hamadi Al Ghaddioni (65.), 0:3 M. Oesterhelweg (90.).

Schiedsrichter – Patrick Schult (Hamburg), Malte Göttsch, André Schönheit.

Zuschauer – 11.500

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Rostocker Museen ziehen positive Jahresbilanz

Besucherzahl stieg um 15 Prozent – Vielfältige Ausstellungsplanung
für 2018

13.12.2017 – Die Rostocker Museen haben im jetzt zu Ende gehenden Jahr voraussichtlich 15 Prozent mehr Gäste begrüßen können als noch im Jahr 2016. Das geht aus der vorläufigen Bilanz hervor, die heute Dr. Michaela Selling, Leiterin des Amtes für Kultur, Denkmalpflege und Museen, gemeinsam mit den Leiterinnen und Leitern der einzelnen Einrichtungen gezogen hat. Spitzenreiter war 2017 erneut die Kunsthalle Rostock mit 70.000 Gästen. Den größten Zuwachs konnte das Kulturhistorische Museum Rostock mit 61.000 Besucherinnen und Besuchern verzeichnen, 12.000 bzw. 24 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Schwerpunkte der vielseitigen Ausstellungsplanungen der Häuser orientieren sich 2018 insbesondere am 800. Jubiläum der Stadtrechtsbestätigung Rostocks. Darüber hinaus warten weitere spannende Ausstellungen, Veranstaltungen und museumspädagogische Angebote auf interessierte Besucherinnen und Besucher.

Kulturhistorisches Museum Rostock
http://www.kulturhistorisches-museum-rostock.de 

Das Kulturhistorische Museum Rostock erwartet 2017 insgesamt 61.000 Gäste, das sind 24 Prozent mehr Besucherinnen und Besucher als 2016. Neben den Ausstellungshöhepunkten und einer Vielzahl von Führungen und Veranstaltungen kooperiert das Museum mit vielen Partnern, darunter mit der dänischen Nachbargemeinde Guldborgsund Kommune in Bezug auf Ausstellungen, mit dem Archäologischen Museum Varna in Hinblick auf die Ausstellungen „Das älteste Gold der Welt“ in Rostock und „Highlights of Rostock“ in Varna und mit der Universität Rostock in Bezug auf die Ausstellung zur Geschichte der Universität Rostock 2019.

Ausstellungshöhepunkte 2018

Von Ata bis Zentralkomitee. DDR-Alltag in Objekten – bis 5. März 2018

Mit „Von Ata bis Zentralkomitee. DDR-Alltag in Objekten“ präsentiert das Museum einfache und bekannte und weniger bekannte Objekte aus dem Alltagsleben in der DDR und erzählt anhand dieser Beispiele aus der Geschichte des DDR-Alltags zwischen Privatheit und staatlichem Einfluss. Dabei stehen Themen wie Familie, Schule und Studium, Beruf und Arbeit, Freizeit und Urlaub oder die gesellschaftliche Tätigkeit im Mittelpunkt. Die Objekte und ihre Geschichten ermöglichen eine Überprüfung, ob und wie der Staat auf das Leben der Menschen Einfluss nahm, wie der Alltag in der DDR gemeistert wurde.

Rostock. Jetzt 800 – Die Ausstellung zum Stadtjubiläum – 15. Juni bis 4. November 2018

Historisch gewachsene Hansestadt an der Mündung der Warnow, Handwerkerstadt, Industriestadt, Bezirkshauptstadt und Tor zur Welt der DDR, backsteingotischer Stadtraum, Sitz einer alten Universität und Mittelpunkt eines starken Bürgertums in der Vergangenheit. Modernes Zentrum an der südlichen Ostsee in der Gegenwart. Prägende Merkmale und Beschreibungen, was die Stadt war und ist, gab und gibt es für Rostock viele. Mit dem Kulturhistorischen Museum Rostock besitzt die Stadt eines der
großen kommunalen Museen im Norden Deutschlands. Das Haus öffnet mit der Sonderausstellung aus seinen eigenen Beständen, die mit ihren Exponaten die Geschichte von Stadt und Region auf beeindruckende Weise demonstrieren, sowie mit gezielten Leihgaben und Partnerschaften den Blick auf das Stadtjubiläum im Jahr 2018. Die von Generationen bewahrten Exponate erzählen bekannte und unbekannte Geschichten aus der Geschichte, Neues und längst Bekanntes auf neue Weise.

Das älteste Gold der Welt – 30. November 2018 bis 28. April 2019

Sie wurde unter anderem in Bulgarien, Japan, Kanada, Frankreich, Italien, Israel und den Niederlanden gezeigt. Nun kommt die Ausstellung mit einem der spektakulärsten Goldfunde der Welt auch nach Rostock. Die präsentierten Objekte zählen zu den bedeutendsten Stücken des Archäologischen Museum Varna. Die aus der Kupferzeit stammenden Goldbeigaben aus dem Gräberfeld von Varna, 1972 entdeckt umfassen sie das weltweit älteste bisher entdeckte bearbeitete Gold. Es stammt aus der Zeit zwischen 4600 und 4200 v. Chr. Die Ausstellung aus dem Archäologischen Museum Varna ist Teil der Zusammenarbeit der beiden Museen im Rahmen der Partnerschaft zwischen den beiden Städten.

Kunsthalle Rostock
http://www.kunsthallerostock.de 

Auch die Kunsthalle Rostock zieht eine durchweg positive Jahresbilanz, die insbesondere durch die beiden großen Ausstellungen „Sibylle“ und „Wolfgang Mattheuer“ bestimmt wurden. Aber auch jungen Künstlern wie Markus Matthias Krüger konnte erneut eine Plattform geboten werden. Das Gemeinschaftsprojekt ExAuditu wurde erfolgreich umgesetzt. Zum Jahresende werden insgesamt 70.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Das entspricht einem Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt 42 Prozent mehr Führungen wurden durchgeführt. Im Bereich der museumspädagogischen Angebote stieg die Zahl der Veranstaltungen um 44 Prozent.

Ausstellungshöhepunkte 2018

Erich Kissing und Kerstin. Maler und Modell
4. Februar bis 1. Mai 2018

Stadtbild HRO
18. April bis 3. Juni 2018

Ilya and Emilia Kabakov: Two Times
18. Mai bis 15. Juli 2018

Ship of Tolerance – Ilya and Emilia Kabakov
19. Mai bis Oktober 2018

DIE SCHÖNHEIT DER DINGE  – Aus Rostocker Sammlungen
5. August bis 28. Oktober 2018

Anton Corbijn
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18. November 2018 bis 27. Januar 2019

Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock
http://www.schifffahrtsmuseum-rostock.de 

Zum Jahresende werden voraussichtlich 42.000 Gäste das Schifffahrts- und Schiffbaumuseum auf dem Traditionsschiff besucht haben. Sieben Ausstellungen wurden auf der ehemaligen MS „Dresden“ gezeigt, die im Mittelpunkt von insgesamt 134 Führungen standen, und neun größere Veranstaltungen organisiert. Zum 800. Geburtstag wird im Juni 2018 der Nachbau der historischen Warnemünder Jolle „Twei-Smaker“ fertig. Es ist ein Projekt des Förderkreises für das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum e.V.

Ausstellungshöhepunkte 2018

Mit MS FICHTE zur See
5. April bis 5. Oktober 2018

ENTdeckungen – mit Duckomenta die Welt erkunden
Das „Welt-Kultur-Enten-Erbe“ in Rostock
19. Oktober 2018 bis April 2019

Ozeanversauerung – Das andere Kohlendioxid-Problem
Fotoausstellung des deutschen Forschungsverbundes BIOACID
bis 4. Februar 2018

Zustand und Vergänglichkeit im Fundort Archiv – pose et finitatem.
Ein historischer Fotobestand aus dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund
März bis April 2018

Flechtwerk aus Strandgut
Arbeiten von Josefine Edle von Krepl, Groß Pankow
Ende April bis Juni 2018:

Reise mit der GORCH FOCK
Aus dem Skizzenbuch des Marinemalers Olaf Rahardt, Rudolstadt
August bis Oktober 2018

Ozeane – Expeditionen in unerforschte Tiefen
Fotoausstellung des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel
November 2018 bis Februar 2019

Heimatmuseum Warnemünde
w.heimatmuseum-warnemuende.de 

Auch das Heimatmuseum Warnemünde kann für das Jahr 2017 eine positive Bilanz ziehen. Die Besucherzahlen sind im Vergleich zu 2016 gestiegen. Waren es 2016 nicht ganz 12.800, so wird im Laufe dieser Woche die 13.000 Besucherin erwartet. Die Sonderausstellung „Wie die Technik nach Warnemünde kam“ wird noch bis Sommer 2018 im Heimatmuseum zu sehen sein. Daran soll sich eine Ausstellung zu Künstlern in Warnemünde anschließen. Für das Jahr 2019 ist eine Sonderausstellung zur Geschichte des Warnemünder Sports geplant. Große Aufgabe und großes Ziel für 2018 ist die Realisierung der überarbeiteten Dauerausstellung. Die Themenschwerpunkte Fischerei, Seefahrt, Lotsenwesen, Seenotrettung und Badewesen sollen den Besucherinnen und Besuchern in neuem Gewand präsentiert werden. Wie in jedem Jahr wird es auch 2018 wieder die Reihe der Warnemünder Museumsabende mit einem abwechslungsreichen Programm geben.

Minister stellt Konzept zur Nutzung wiedervernässter Moore vor

Einmessung der Feldversuchsfläche zur Torfmooskultivierung im Hankhauser Moor. Foto: Matthias Krebs

Torfmooskultivierung im Hankhauser Moor. Foto: Matthias Krebs

13.12.2017 – Mecklenburg-Vorpommern ist eines der moorreichsten Länder in Deutschland: Etwa 300.000 Hektar sind von Mooren bedeckt, das entspricht 13 Prozent der Landesfläche. Ein erheblicher Teil der Moore war in der Vergangenheit für die landwirtschaftliche Nutzung trockengelegt worden; deutschlandweit wurden 98 Prozent der Moore entwässert. Solche trockengelegten Moore stoßen enorme Mengen Treibhausgase aus. „Die Emission aus den Mooren ist die mit Abstand größte Treibhausgas-Einzelquelle des Landes“, erklärte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Minister Backhaus bei der Vorstellung der Vorstellung der „Fachstrategie Paludikultur“ auf der heutigen Landespressekonferenz. Jährlich stoßen die entwässerten Moorflächen im Land mehr als sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid und weitere Treibhausgase – etwa Methan oder bodennahes Ozon – in die Atmosphäre aus. „Das entspricht etwa einem Drittel der gesamten Treibhausgas-Emission des Landes“, verdeutlichte Backhaus. Expertenberechnungen zufolge lagern in den Mooren Mecklenburg-Vorpommerns derzeit mehr als eine Milliarde Tonnen solcher Treibhausgase. „Das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 sieht vor, dass Industriestaaten wie Deutschland ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 um bis zu 90 Prozent reduzieren, um die fortschreitende Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Dieses Ziel erreichen wir nicht ohne einen nachhaltigen Umgang mit den Mooren. Werden trocken gelegte Moore fachgerecht wieder vernässt, so lassen sich die Emissionen erheblich reduzieren“, sagte Minister Backhaus. Durch den hohen Wasserstand auf wieder vernässten Mooren werde der Kontakt zwischen Luft und Torf weitgehend unterbunden, so dass die mit einer Kohlendioxidemission verbundene Zersetzung des Torfkörpers sich verringere oder ganz ausbleibe. Um die wieder vernässten Flächen zugleich für die landwirtschaftliche Produktion zu erhalten, sei im Zusammenspiel mit Wissenschaftlern eine Nutzungsmöglichkeit entwickelt worden, die den Schadstoffausstoß vermindert und gleichzeitig verwertbare Erträge bringt – die Paludi-Kultur.

„Bei der Paludi-Kultur – die Bezeichnung leitet sich von dem lateinischen Wort palus für Sumpf her – handelt sich um eine ,nasse Landwirtschaft‘, also um eine landwirtschaftliche Nutzung bei sehr hohen Wasserständen“, erklärte Dr. Backhaus. Möglich sei beispielsweise die Beweidung von Nasswiesen durch Wasserbüffel, die bereits praktiziert wird, oder der Anbau von Schilf, das als Dachreet oder als Brennstoff verwertet werden kann; Rohrkolben eignen sich etwa als Dämmstoff. Für den Klimaschutz besonders vorteilhaft sei der Anbau von Schwarzerlen, die als Wertholz oder energetisch verwertet werden können. Der Anbau von Sonnentau als Heilpflanze stelle eine weitere Möglichkeit zur Erschließung neuer Märkte dar. Genutzt wird Biomasse aus Paludi-Kultur bereits im Heizwerk Malchin. Verwertet werden hier jährlich etwa 1000 Tonnen Brennstoffe, die auf rund 400 Hektar wieder vernässter Moorfläche geerntet werden – sie ersetzen mehr als 300.000 Liter Heizöl pro Jahr. Durch die Wiedervernässung der 400-Hektar-Fläche bleiben mindestens 5000 Tonnen Treibhausgase im Moor gebunden; zudem werden die fossile Brennstoffressourcen geschont. „Die Fachstrategie Paludikultur ist nicht nur ein wesentlicher Beitrag unseres Landes zum Erreichen der Klimaschutzziele. Mit ihr bleiben landwirtschaftliche Produktionsflächen erhalten, es werden neue Arbeitsplätze geschaffen und die Wertschöpfung im ländlichen Raum wird erhöht“, sagte Minister Backhaus.

An der auf dem Landes-Moorschutzkonzept von 2000 und 2009 fußenden Fachstrategie wirkten unter Federführung des Greifswald Moor Centrums neben der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei (LFA) auch die Universitäten Rostock und Greifswald sowie der Bauernverband, die Landgesellschaft und weitere Partner mit. In Mecklenburg-Vorpommern werden bereits seit über 20 Jahren Moore wiedervernässt, um Ziele des Naturschutzes zu erreichen. Seit 2011 werden die MoorFutures angeboten, die ersten Kohlenstoffzertifikate auf Basis von Mooren. Mit dem Erwerb von bislang 13.000 MoorFutures-Kohlenstoffzertifikaten zum Einzelpreis von 35 Euro unterstützten die Zertifikat-Käufer die Finanzierung der Wiedervernässung mit insgesamt rund 400.000 Euro.

Grünes Licht für „Wittenburg Village“

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Rathaus Wittenburg, Foto: Franz Clemens

13.12.2017 – Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung hat die Anträge der Stadt Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) auf Abweichung von den Zielen der Raumordnung im Zusammenhang mit dem Projekt „Wittenburg Village“ bewilligt. Das Prüfverfahren hat ergeben, dass die Voraussetzungen für die Zulassung einer Abweichung von den Zielen der Raumordnung vorliegen. Damit steht die Ampel für die Stadt Wittenburg auf Grün. Sie kann nun ihre kommunalen Planungen einleiten und den Bebauungsplan für das Gesamtvorhaben „Wittenburg Village“ aufstellen. Dieses setzt sich aus Factory-Outlet-Center (FOC), Hotelerweiterung, Feriendorf, Spiel- und Sportanlagen sowie Schwimmbad zusammen. Der Bebauungsplan muss sicherstellen, dass „Wittenburg Village“ als Gesamtpaket umgesetzt wird. Das ist eine Maßgabe des Zielabweichungsbescheids. „Ein FOC ohne die anderen Bausteine wird es nicht geben“, sagt Infrastrukturminister Christan Pegel.“ Er begründet seine Zustimmung zu dem Vorhaben: „Die umfangreichen Analysen dazu zeigen, dass keine nachhaltig negativen Auswirkungen durch das FOC auf Branchenmix und Angebotsattraktivität der innerstädtischen Geschäftslagen und somit auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Städte im Einzugsgebiet zu befürchten sind. Die Gutachter bewerten die Ansiedlung des FOC als wirtschaftsstrukturell, städtebaulich und raumordnerisch verträglich.“ An die Bewilligung ist eine Vielzahl von Bedingungen geknüpft.

So darf die Gesamtverkaufsfläche des FOC 12.600 Quadratmeter in 60 Geschäften nicht übersteigen. Für die geplanten Sortimente Bekleidung, Schuhe/Lederwaren und Sonstiges sind Obergrenzen festgelegt. Im FOC dürfen ausschließlich Markenartikel angeboten werden, die zum Beispiel als Auslaufmodelle oder Artikel zweiter Wahl den Verkauf als Outlet-Ware rechtfertigen. Diese Markenartikel sind mit einem Preisabschlag von mindestens 20 Prozent auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers anzubieten. Der Investor schließt mit der Stadt Wittenburg und dem Energieministerium als Vertreter des Landes einen Vertrag, der die o.g. Bedingungen enthält. Eingeschlossen ist die Vereinbarung, dass ein Einzelhandelsgutachter in den ersten zwei Jahren nach Eröffnung jährlich sowie in den darauf folgenden sechs Jahren alle zwei Jahre die Einhaltung dieser Kriterien prüft. Der Investor verpflichtet sich, Feriendorf, Spiel- und Sportanlagen und Anlagen für Outdoor-Aktivitäten sowie Schwimmbad binnen sechs Jahren nach Inkrafttreten des Bebauungsplans fertigzustellen. Für die Hotelerweiterung hat er maximal sieben Jahre Zeit. Der Vorhabenträger ist zudem verpflichtet, in seiner Anlage eine Tourismusinformation von mindestens 60 Quadratmetern einzurichten. Die Fläche hat er der Stadt Wittenburg kostenfrei zu überlassen, solange das FOC betrieben wird. Für ihren Betrieb und Maßnahmen zur Vermarktung der Region zahlt der Investor monatlich 2500 Euro an die Stadt.

Zahlen und Fakten

Größe „Wittenburg Village“: ca. 35 Hektar

erwartete Besucher: ca. 1,5 Millionen/Jahr, davon 1 Million im FOC

Investitionssumme: ca. 71,6 Millionen Euro

neue Arbeitsplätze: ca. 570

Weitere Vorgaben

FOC:

  • Architektur muss sich an norddeutschen/landestypischen Baustil anlehnen

Hotelerweiterung:

  • auf maximal 600 Betten in mehrstöckigem Hotelneubau

Feriendorf:

  • ca. 90 Ferienhäuser plus Zentraltrakt mit Rezeption, Restaurants sowie Gästehaus mit ca. 100 Zimmern
  • maximal 730 Betten

Spiel- und Sportanlagen:

  • z. B. Tennisplätze, Kletterpark, Mountain-Bike-Parcours, Golf Driving Range auf ca. acht bis zehn Hektar Fläche

Schwimmbad:

  • mit Bad-, Sauna- und Wellnessbereich
  • auch zur Nutzung für Schul-, Sport- und Vereins- sowie öffentliches Schwimmen

Verfahren

Aufgrund der zu erwartenden überregionalen Auswirkungen des FOC war für das Vorhaben ein Raumordnungsverfahren (ROV) erforderlich. Dieses hat das Amt für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg durchgeführt. Ziel des ROV war es, die zu erwartenden raumbedeutsamen Auswirkungen des Vorhabens zu beurteilen. In das ROV wurde ein Zielabweichungsverfahren (ZAV) für das Outlet Center integriert. Die Stadt Wittenburg hatte beim Energieministerium einen entsprechenden Antrag gestellt. Dieser bezog sich auf die dem FOC entgegen stehenden Ziele von Landesentwicklungsprogramm und Regionalem Raumordnungsprogramm Westmecklenburg, insbesondere die Auswirkungen auf den Einzelhandel in den Innenstädten der Gemeinden im Einzugsgebiet des FOC. Das ROV mit integriertem ZAV ist damit abgeschlossen. Die Unterlagen zum Verfahren sind online einsehbar unter http://www.raumordnung-mv.de

Neujahrsauktion am 1. Januar 2018 in der Darsser Arche

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Clara Arnheim, Badefreuden, Los 6

Wie bereits in den vergangenen Jahren gehören die Neujahrsauktionen, die am Neujahrstag ab 15 Uhr in der Darsser Arche in Wieck stattfinden, zu einer liebgewordenen Tradition.

Es werden 140 Werke der Künstlerorte AhrenshoopHiddensee und Schwaan zur Versteigerung kommen. Die Vorbesichtigung läuft vom 27. bis 31. Dezember täglich von 11 – 16 Uhr in den Räumen der Darsser Arche, Bliesenrader Weg, in Wieck auf dem Darss.

Der Katalog ist ab dem 15. Dezember unter http://www.kunstauktion-wieck.de im Internet einzusehen.

Der Schwerpunkt liegt diesmal eindeutig auf den Werken der Ersten Generation der Künstlerinnen und Künstler der Region, die auch künstlerisch die Hauptschaffensperiode war.

Neues Verkehrssicherheitskonzept beschlossen

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

12.12.2017 – Das Kabinett hat am heutigen Dienstag den von Infrastrukturminister Pegel vorgelegten Entwurf eines Verkehrssicherheitskonzeptes der Landesregierung für die Jahre 2017 bis 2021 beschlossen. Das Konzept ist in enger Abstimmung mit dem Innenministerium und der Verkehrssicherheitskommission erarbeitet worden. „Das Ziel des neuen Verkehrssicherheitskonzeptes M-V ist die Vermeidung von Unfällen“, sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung und betont, „glücklicherweise sinkt die Anzahl der Verkehrstoten seit dem Jahr 2000 in Mecklenburg-Vorpommern, trotzdem bleibt die Verkehrssicherheitsarbeit eine gesamtgesellschaftliche Daueraufgabe.“ Das Land unterstützt die Ziele des Nationalen Verkehrssicherheitsprogramms des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur 2011 und ergänzt dieses. Das gilt insbesondere für das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent bis 2020 –ausgehend von den Zahlen für 2010- zu reduzieren. Die Maßnahmen der Verkehrssicherheitsarbeit zielen auf ein partnerschaftliches, rücksichtsvolles und den Bedingungen angepasstes Verhalten auf den Straßen. Die Landesregierung bekennt sich zu den Grundsätzen:

  • Null Toleranz gegenüber Rasen, Drängeln, Ausbremsen und anderem verkehrsgefährdenden Verhalten!
  • Null Toleranz gegenüber Alkohol und Drogen im Straßenverkehr!

Das neue Konzept setzt auf die Stärkung der Präventionsarbeit, besonders in den Zielgruppen „Kinder“, „Junge Fahrer“ und „Ältere Menschen“, auf sicheres Fahren in Alleen sowie auf die Verbesserung von Vorbeugung und Ahndung. Bauliche Veränderungen an Straßen, Kontrollen und Prävention werden in eine Gesamtstrategie integriert.

Wichtige Bausteine sind etwa intensivierte Geschwindigkeitskontrollen, zum Beispiel vor Kindergärten und Schulen, eine Verbesserung des Schutzes von Kindern und älteren Menschen sowie von Menschen mit Behinderungen und Mobilitätseinschränkungen im Straßenverkehr, die regelmäßige Überprüfung der Verkehrsinfrastruktur auf Unfallschwerpunkte, die vorschulische und schulische Verkehrserziehung bereits im frühen Kindesalter nach dem Prinzip des lebenslangen Lernens, die praxisorientierte Fortbildung von Erzieherinnen und Erziehern, die weitere Verbreitung von Schul- und Radschulwegplänen sowie die verstärkte Verkehrssicherheitsarbeit in der besonderen Risikogruppe der 18 bis 24-Jährigen. Die Initiative des „Fifty-Fifty-Taxi“, mit der junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren an Wochenenden zum halben Preis ein Taxi nutzen können hat zu einem Rückgang der sog. „Disco-Unfälle“ geführt und wird weiter fortgesetzt. Die Landesregierung stellt dafür jährlich 90 000 Euro zur Verfügung. Alle Maßnahmen und Projekte sollen generationsübergreifend und behindertengerecht gedacht und gestaltet werden.

Gemeinsam mit den Verkehrswachten werden in jedem Jahr zahlreiche Projekte zur präventiven Verkehrssicherheitsarbeit durchgeführt. Dabei leisten die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer einen unschätzbaren Beitrag zur Verkehrserziehung und –aufklärung im Land. Das Energieministerium unterstützt die ehrenamtliche Arbeit mit Mitteln aus der Projektförderung. Die Landesregierung unterstützt Bemühungen der Kommunen, Verkehrsberuhigungen zu erreichen. Tempo-30-Zonen, verkehrsberuhigte Bereiche und Fußgängerüberwege können zum Beispiel geeignete Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sein. Auch das besondere Gefährdungspotenzial von Alleen soll weiter reduziert werden. Neben medial geförderten Aktionen zu einem angepassten Verkehrsverhalten, dienen Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbote, Straßenmarkierungen sowie Schutzplanken als passive Schutzmaßnahmen der Verkehrssicherheit auf diesen Straßen. Der bisher erfolgreich beschrittene Weg zur Bekämpfung von Baumunfällen in Altalleen-Bereichen soll deshalb fortgesetzt werden.

Hafen Lauterbach auf Rügen soll ausgebaut werden

Erweiterung der Infrastruktur am Hafen erhöht touristische Attraktivität der gesamten Region – wachsenden Bedarfen noch besser Rechnung tragen

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Hafen Lauterbach, Foto: Olaf Meister

12.12.2017 – Die Stadt Putbus (Insel Rügen) plant die Erneuerung des Hafens Lauterbach an der Südküste Rügens im Greifswalder Bodden. Lauterbach gilt als Rügens ältestes Seebad. Jetzt ist vorgesehen, das Hafengelände „Westlicher Kai“ zu einem Tourismusgebiet weiterzuentwickeln. „Der Hafen Lauterbach hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel für Urlauber und Einheimische entwickelt. Mit dem geplanten Vorhaben am Hafen wird die touristische Attraktivität der gesamten Region weiter erhöht. Vor Ort sollen jetzt neben einer Touristen-Information mehr Angebote zum Verweilen geschaffen werden. Darüber hinaus wird in die Infrastruktur des Hafens investiert. Auch diese wird den wachsenden touristischen Bedarfen noch besser Rechnung getragen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Hafen bietet ideale Kombination von Bahn-, Bus- und Schifffahrt

Der Hafen Lauterbach wurde seit seinem Bau in den Jahren 1901/1902 vorrangig als Wirtschafts- und Fischereihafen genutzt. In jüngster Zeit ist die touristische Nutzung stärker nachgefragt, unter anderem bedingt durch Flusskreuzfahrtschiffe der 80-Meter-Klasse, die dort anlegen. Zudem befinden sich im Hafen Anleger für Sportboote und Großsegler. Mit Ausflugsschiffen können Besucher in den Sommermonaten Fahrten um die Insel Vilm, in den Greifswalder Bodden und zum Ostseebad Baabe unternehmen. Auch die Haltestellen der historischen Schmalspurbahn „Rasender Roland“ und der Groß-Bahn befindet sich direkt auf der Lauterbacher Mole. „Im Hafen konzentriert sich eine ideale Kombination von Bahn-, Bus- und Schifffahrt für die Gäste. Mit einem neu zu schaffenden Anlaufpunkt für Touristen wird das Angebot komplett“, sagte Glawe.

Geplant: Ausbau der Anlegestelle, neue Liegeplätze für Flusskreuzfahrtschiffe und Touristeninformation

Jetzt sollen zwei Liegeplätze für Flusskreuzfahrtschiffe der 120-Meter-Klasse geschaffen werden, die dem nach Angaben der Stadt Putbus gestiegenen Bedarf an Anlege- und Verweilmöglichkeiten Rechnung tragen. Dafür wird die vorhandene Anlegestelle insbesondere für Flusskreuzfahrtschiffe ausgebaut, unter anderem durch eine Erneuerung der südlichen Uferwand, eine Liegeplatzerweiterung, die Schaffung von zwei Liegeplätzen für die Flusskreuzschifffahrt und die Errichtung eines Informationszentrums. Die vorhandenen gastronomischen Einrichtungen sollen in die neue Nutzung eingebunden werden. Gegenüber dem Gastronomiebereich sind Liegeflächen für Segler und Traditionsschiffe vorgesehen. Die Freitreppe soll mit Sitzstufen versehen sein. Ein barrierefreier Zugang soll insbesondere älteren Menschen einen leichten Zugang zum geplanten Informationszentrum und dem Gastronomiebereich ermöglichen. Der Betrieb des Hafens wird über die Stadt Putbus selbst erledigt, die dazu einen Eigenbetrieb gegründet hat, in dem zehn Mitarbeiter tätig sind. „Mit den geplanten Maßnahmen werden die Voraussetzungen geschaffen, die bestehenden Arbeitsplätze im touristischen Bereich zu sichern und langfristig weitere zu schaffen“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen des Vorhabens betragen rund fünf Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium plant, das Vorhaben bei Vorlage aller Unterlagen in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.

Informationen zu touristischen Ankünften und Übernachtungen

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis September 2017 mehr als 1,12 Millionen Ankünfte und rund 5,4 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern wurden im gleichen Zeitraum 6,18 Millionen Ankünfte und 24,9 Millionen Übernachtungen gezählt.