Stammzellenspender für Christian in Schwerin gesucht

Oberbürgermeister unterstützt Registrierungsaktion am 5. November

Pizza3© Landeshauptstadt Schwerin / Michaela Christen

Foto: © Landeshauptstadt Schwerin / Michaela Christen

Viele junge Schweriner kennen Christian nur unter seinem Spitznamen „Pizza“ oder als „DJ Synchron“. Jetzt ist der 40-jährige Familienvater aus Wöbbelin an Blutkrebs erkrankt. Eine Stammzellspende ist seine einzige Überlebenschance. Bislang ist die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ erfolglos. Deshalb haben seine Freunde Rouven Pohl, Jenny Jahnke und Jens Schwarzer die Initiative ergriffen, um gemeinsam mit der DKMS am Sonntag, den 5. November, eine Registrierungsaktion für potentielle Stammzellenspender im Hotel Elefant in Schwerin zu organisieren. „Bitte lassen Sie sich als potentieller Spender registrieren, um Christian oder anderen an Blutkrebs Erkrankten helfen zu können. Natürlich lasse ich mich auch selbst registrieren“, ruft Oberbürgermeister Rico Badenschier, Schirmherr der Aktion, die Schwerinerinnen und Schweriner zum Mitmachen auf. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich am Sonntag, den 5. November 2017, im Hotel Elefant in Schwerin als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Auch Geldspenden werden dringend benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen.

Christian kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. „Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden“, wissen die Freunde Rouven Pohl, Jenny Jahnke und Jens Schwarzer. Unter dem Motto „Stammzellen für Pizza“ appelliert ihre  Initiativgruppe an die Menschen in der Region, sich am Sonntag in die Spenderkartei aufnehmen zu lassen. Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender mittels Wattestäbchen  ein Wangenschleimhautabstrich durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung. Da die DKMS als gemeinnützige Gesellschaft im Kampf gegen Blutkrebs auf Spendengelder angewiesen ist, wird um finanzielle Unterstützung gebeten. Jeder Euro zählt! 

DKMS-Spendenkonto, IBAN: DE18 1007 0848 0151 2318 03, Stichwort: „Pizza“

Über die DKMS

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Sie wurde vor 26 Jahren in Deutschland von Dr. Peter Harf gegründet, dessen Ehefrau an den Folgen einer Leukämieerkrankung verstarb. Heute ist die DKMS-Familie außer in Deutschland auch in den USA, in Polen, Spanien und in UK aktiv. Gemeinsam haben sie 7,6 Millionen  Lebensspender registriert und die DKMS zu einer weltweit bedeutenden Organisation im Kampf gegen Blutkrebs gemacht. Über 600 DKMS-Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen setzen sich täglich dafür ein, jedem Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu ermöglichen.

Bildunterschrift: Christians Freunde Jens Schwarzer und Rouven Pohl gehören zur Initiativgruppe, die die Registrierungsaktion in Schwerin organisieren. © Landeshauptstadt Schwerin / Michaela Christen

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Kooperationsverbund MAZA initiiert „Regionales Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ in Rostock

Die maritimen Zulieferer stehen vor großen Anstrengungen – Netzwerk soll helfen

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

19.10.2017 – Der Kooperationsverbund MAZA M-V e.V., ein Verbund mittelständischer und kleinerer Ingenieur-, Bildungs- sowie Zuliefer-, Ausrüstungs- und Dienstleistungsunternehmen mit schiffbaurelevanten Industrieleistungen, begleitet seine Mitgliedsunternehmen bei der Bewältigung des Strukturwandels in der maritimen Industrie Mecklenburg-Vorpommerns. Ziel dabei ist die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Jetzt plant der Verein, seine Aktivitäten inhaltlich neu zu justieren. „Die maritimen Zulieferer stehen vor großen Anstrengungen. Dabei kann die Initiative zur Weiterentwicklung des Kooperationsverbundes MAZA zu einem `Regionalen Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau´ Hilfe und Unterstützung sein. Für die beteiligten Unternehmen bietet sich die Chance, ihr Innovations- und Leistungspotenzial zu erhöhen. Das wird zu einer weiteren Verbesserung ihrer wirtschaftlichen und beschäftigungsseitigen Stabilität beitragen. Deshalb unterstützten wir die an aktuelle Erfordernisse angepasste Neuausrichtung von MAZA“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph auf der MAZA-Mitgliederversammlung am Donnerstag in Rostock. Staatssekretär Rudolph übergab vor Ort einen Fördermittelbescheid an das Regionale Innovationscluster.

Forschung, Entwicklung und Innovation ist Schlüsselfunktion der maritimen Industrie

Ziel des Regionalen Innovationsclusters soll es sein, in Zusammenarbeit der Zulieferer und Dienstleister mit den Werften des Landes sowie den Einrichtungen aus der maritimen Wissenschaft und Forschung eine Verbesserung der Energieeffizienz, des Klima- und Umweltschutzes und der Sicherheit bei den Schiffbauprojekten zu erreichen. Zugleich ist vorgesehen, dass durch die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse gesteigert wird. „Für die maritime Industrie mit ihren innovativen, hochkomplexen und an den individuellen Wünschen der Kunden ausgerichteten Projekten nehmen maritime Forschung, Entwicklung und Innovation eine Schlüsselfunktion ein. Von großer Bedeutung sind dabei Lösungsansätze im Rahmen zukunftsrelevanter Verbundprojekte. Wenn die Unternehmen stetig in Innovationen investieren, ergeben sich für die maritimen Zulieferer und Dienstleister neue Perspektiven und Möglichkeiten, die auch international wahrgenommen werden“, sagte Rudolph. Verbundforschungsprojekte sind gemeinsame Vorhaben von Unternehmen, Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die zum Ziel haben, international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. In der europäischen Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEI) in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 168 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Verfügung.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das „Regionale Innovationscluster (RIC) Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ wird vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für die Jahre 2018 bis 2020 in Höhe von 240.000 Euro unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betragen 480.000 Euro.

Informationen zum „Kooperationsverbund MAZA M-V e.V.“

Dem Netzwerk gehören in Mecklenburg-Vorpommern 32 überwiegend schiffbauorientierte Unternehmen und Einrichtungen aus der maritimen Industrie an, die nach eigenen Angaben 1.850 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz in Höhe von rund 350 Millionen Euro (2017) erwirtschafteten.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiffs- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.300 Mitarbeiter und etwa 280 Auszubildende beschäftigt.

Thema im Landtag – Gute Arbeit in der Pflege

Landesregierung arbeitet an Reform der derzeitigen pflegerischen Versorgung

Senioren, © Kzenon - Fotolia.com

Senioren, © Kzenon – Fotolia.com

19.10.2017 – In Mecklenburg-Vorpommerns Landtag im Schweriner Schloss ist am Donnerstag das Thema „Gute Arbeit in der Pflege“ diskutiert worden. „Die Sicherung einer guten Pflege gehört zu den zentralen sozial- und gesundheitspolitischen Herausforderungen. Das Ziel der Landesregierung ist es, der Bevölkerung eine bedarfsgerechte pflegerische Versorgung zukommen zu lassen und dabei die vorhandenen Ressourcen des Gesundheitssystems optimal zu nutzen. Folglich ist es notwendig Versorgungsstrukturen zu schaffen, die für alle Bürger des Landes zugänglich sind. Dazu müssen wir alle gemeinsam mit vereinten Kräften etwas tun“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin. „Die Landesregierung engagiert sich für eine verbesserte Ausbildung, einen optimierten Personalschlüssel sowie die gerechte Entlohnung der professionell Pflegenden. Dazu werden notwendige und geeignete Maßnahmen ergriffen, um den Pflegeberuf letztlich attraktiver zu gestalten und einen Beitrag zur Nachwuchskräftesicherung leisten zu können.“

Zunahme der Pflegebedürftigen in M-V

Im Zeitraum zwischen 2011 und 2015 erhöhte sich in Mecklenburg-Vorpommern die Anzahl der Pflegebedürftigen von rund 67.600 auf rund 79.100 und damit um 11.500 Personen (Pflegestatistik Statistisches Amt M-V). Laut einer Prognose der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder wird die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Im Jahr 2030 werden demnach voraussichtlich bis zu 93.000 Menschen in M-V von Pflegebedürftigkeit im Sinne des SGB XI betroffen sein. „Die Zunahme von Pflegebedürftigkeit resultiert in einen Anstieg von pflegerischen Versorgungsbedarfen. Gleichzeitig altern auch die Akteure. Die Pflege als größte Berufsgruppe des Gesundheitswesens ist somit besonders betroffen“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Landesregierung arbeitet an Reform der derzeitigen pflegerischen Versorgung

Es bedarf einer Reform der derzeitigen pflegerischen Versorgung im Land Mecklenburg-Vorpommern, der wir uns als Landesregierung bereits seit einigen Jahren angenommen haben. „Dieser Prozess schließt unter anderem die Entwicklung von innovativen pflegerischen Versorgungskonzepten ein, die sich durch eine verbesserte arbeitsteilige Zusammenarbeit der Berufsgruppen im Gesundheitswesen kennzeichnen und entsprechend den regional bestehenden Rahmenbedingungen gestaltet werden müssen“, sagte Glawe.

Personalgewinnung fängt mit Ausbildung an

Auch auf Grund des demografischen Wandels ist eine größere Anzahl an professionell Pflegenden in Mecklenburg-Vorpommern erforderlich. „Personalgewinnung fängt aus meiner Sicht bereits während der Ausbildung an. Derzeit erfolgen die Vorbereitungen zur Umsetzung des Pflegeberufe-Reform-Gesetzes. So müssen u. a. ein Rahmen-Curriculum, eine Ausbildungs- und Prüfungsordnung sowie eine Finanzordnung entwickelt werden. Dies wird für die gesamte Bundesrepublik ein Kraftakt werden“, stellte Glawe fest. Gesundheitsminister Glawe regte an, die Ausbildung aktiv mitzugestalten, um die Pflegeberufe attraktiver zu machen. „Das gelingt unter anderem mit einer Standardisierung von spezifischen Ausbildungsinhalten. Dies betrifft u.a. Themen wie die Prävention und Gesundheitsförderung, Ethik sowie rechtliche Aspekte des pflegerischen Handelns. Mit einer Standardisierung der Inhalte kann die Vergleichbarkeit der Ausbildung verbessert und die Anrechnung untereinander vereinfacht werden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt wäre, Prüfungsfragen für diese standardisierten Themen in einem Pool zu sammeln und somit zu einer stärkeren Vergleichbarkeit der Prüfungen zu gelangen“, regte Glawe weiter an.

Ausbau der hochschulischen Ausbildung

Der Gesundheitsminister machte deutlich, dass er den im Gesetz erstmalig beschriebenen Ausbau der hochschulischen Pflegeausbildung unterstützt. „Mit dem sich derzeit wandelnden Aufgabenspektrum der Pflege werden Pflegefachpersonen künftig komplexere als auch neue Versorgungsaufgaben übernehmen. Diese erfordern eine hochschulische Ausbildung. Ziel muss es dabei sein, die Absolventen insbesondere für eine unmittelbare Tätigkeit mit dem Patienten und das verbesserte Arbeiten im multiprofessionellen Team vorzubereiten. Daher sollten meines Erachtens künftige Studiengangkonzepte einen primärqualifizierenden Bachelorstudiengang und konsekutive Masterangebote für eine Spezialisierung in einem Arbeitsfeld der Pflege beziehungsweise der Wissenschaft, dem Management oder der Pädagogik beinhalten. Dabei ist auf vertikale Durchlässigkeit und die Entwicklung von Anerkennungsverfahren für Pflegefachpersonen mit einer dreijährigen Berufsausbildung ohne formale Hochschulzugangsberechtigung zu achten“, so Glawe. Im Mai dieses Jahres erfolgte dazu auf Initiative des Bildungsministeriums sowie unter Beteiligung des Wirtschafts- und Sozialministeriums die Einrichtung einer landesweiten Arbeitsgruppe zur „Weiterentwicklung der hochschulischen Pflegebildung in Mecklenburg-Vorpommern“. Derzeit wird unter Beteiligung der Universitätsmedizin Greifswald und der Universitätsmedizin Rostock sowie der Hochschule Neubrandenburg ein gemeinsames hochschulisches Pflegebildungskonzept für unser Bundesland entwickelt. Jede Einrichtung bringt dazu ihre wissenschaftlichen Vorarbeiten und Erfahrungen in der Pflegeausbildung ein. „Der Erfolg dieses Konzeptes erfordert zwei maßgebliche Aspekte: Zum einen die schnellstmögliche Definition von Arbeits- und Tätigkeitsfeldern von hochschulisch ausgebildeten Pflegefachpersonen einschließlich der Entwicklung entsprechender Stellenbeschreibungen. Das sind die wichtigsten Voraussetzungen, um in einem zweiten Schritt darauf aufbauend eine angemessene Entlohnung zu definieren und letztlich realisieren zu können“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Schulgeldfreie Pflegeausbildung ermöglichen

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, die Pflegeausbildung für alle Auszubildenden schulgeldfrei anbieten zu können. „Um auch künftig motivierte Auszubildende für die Pflege zu gewinnen, ist die schuldgeldfreie Ausbildung ein Muss. Mit der aktuellen Novellierung des Pflegeberufereformgesetzes werden wir als Landesregierung unseren Beitrag leisten. Die Abschaffung des Schulgeldes wird umgesetzt, so dass damit die Pflegeausbildung eine Aufwertung und Wertschätzung erfährt“, forderte Glawe.

Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege

Im Weiteren engagiert sich die Landesregierung für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege. Neben dem bereits erwähnten künftig veränderten Qualifikationsmix sind dies insbesondere die Bemessung des Personals in der Pflege sowie die gerechte Entlohnung. Zur 94. Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2017 ist seitens M-V ein Beschlussvorschlag auf Bundesebene eingebracht worden. Bis ins Jahr 2020 sind auf Bundesebene für die Pflegebranche Mindestentgelte festgelegt worden. Diese enthalten neben einer positiven Mindestlohnentwicklung eine Annäherung der Ost-West Gehälter. Der Unterschied zwischen Ost und West verringert sich von 70 auf 50 Cent. „Dieser Unterschied ist aus unserer Sicht nicht mehr gerechtfertigt. Wir fordern die Mindestentgelte nur noch ohne Regionaldifferenzierung festzusetzen“, so Glawe. Gleichzeitig werden die Aktivitäten zur Personalbemessung auf Bundesebene unterstützt. Der Handlungsbedarf zur Verbesserung der Personalsituation in der Pflege wurde bereits 2009 erkannt. Mit dem Gesetz zum ordnungspolitischen Rahmen der Krankenhausfinanzierung (KHRG) wurde dieser Aspekt aufgegriffen und ein schrittweises Förderprogramm für bis zu 21.000 Stellen bundesweit eingerichtet. Mit dem Krankenhausstrukturgesetz wurde das Pflegestellen-Förderprogramm fortgeführt und ab 2017 ein Pflegezuschlag zur Förderung der pflegerischen Versorgung im Krankenhaus eingeführt. „Es folgen verbindliche Mindestpersonalvorgaben für stationäre psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen und die Einführung von Personaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Glawe abschließend.

Wechselspur zum Schiffstransport bei TAMSEN MARITIM in Rostockoffiziell freigegeben

TAMSEN Werft ist zuverlässiger Botschafter unserer maritimen Industrie – Investition sichert höchstmögliche Flexibilität bei Kundenwünschen

Seenotrettung (DGzRS), Foto: Joachim Kloock

Seenotrettung (DGzRS), Foto: Joachim Kloock

19.10.2017 – Eine neue Wechselspuranlage ist heute auf dem 120.000 Quadratmeter großen Gelände der TAMSEN MARITIM GmbH in Rostock durch Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph offiziell in Betrieb genommen worden. Die Wechselspuranlage hilft, zusätzliche Rangiermöglichkeiten für Schiffe und zugleich einen weiteren Außenarbeitsplatz zu schaffen. „Die TAMSEN MARITIM hat sich als zuverlässiger Dienstleister der maritimen Industrie am Markt etabliert. Die TAMSEN Werft ist ein zuverlässiger Botschafter unserer maritimen Industrie. Die Investition sichert höchstmögliche Flexibilität bei Kundenwünschen. Bereits jetzt werden jährlich rund 50 Reparaturen, Umrüstungen und Neumotorisierungen realisiert. Mit der Investition in die neue Wechselspuranlage kann das Unternehmen noch flexibler auf Markterfordernisse reagieren“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

TAMSEN MARITIM baut u.a. Seenotrettungsboote für Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Die TAMSEN MARITIM GmbH ist mit 89 Mitarbeitern in drei Geschäftsfeldern tätig: Wartung und Reparatur von Behörden-, Fahrgast- und Marineschiffen mit einer Länge von bis zu 70 Metern, Schiffsneubau von kleineren Einheiten sowie die Verarbeitung von Kunststoffen („Composite Produktion“) als Zulieferung für den Schiffbau, den Windenergiebereich und andere Auftraggeber. Unter anderem werden über 70 Meter lange Composite-Urformen gefertigt, in denen Rotorflügel produziert werden können. Nach Unternehmensangaben gehören die Deutsche Marine und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu den größten Kunden. So ist beispielsweise für die DGzRS bis zum Jahr 2019 der Bau von sieben Seenotrettungsbooten vorgesehen. „Die TAMSEN MARITIM reiht sich ein in die Riege der erfolgreichen maritimen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Die maritime Industrie mit ihren Werften sowie den dazugehörigen Zulieferern und Dienstleistern ist für das Land von strategischer Bedeutung. In der Branche sind interessante Perspektiven entstanden und attraktive Arbeitsplätze neu geschaffen worden“, sagte Rudolph.

Informationen zur maritimen Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein industrieller Kern der Wirtschaft. Zum Schiff- und Bootsbau im Land zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV Werften in WismarRostock und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock sind derzeit etwa 2.300 Mitarbeiter und rund 280 Auszubildende beschäftigt. Zu dieser Branche zählen auch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren. Diese beziehen sich nicht nur auf das Finalprodukt Schiff, sondern auch auf maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik. Insgesamt umfasst dieser Bereich etwa 140 Unternehmen mit rund 5.000 Arbeitsplätzen.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für die neue Wechselspuranlage betrugen rund 671.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 147.000 Euro.

 

 

Gesundheitsversorgung in MV – Thema der Aktuellen Stunde im Landtag

Versorgung muss stärker an regionalen Gegebenheiten ausgerichtet werden – Lösungen für konkrete Versorgungsprobleme in ländlichen Räumen

Klinikum-süd

Klinikum Südstadt, Foto: Joachim Kloock

18.10.2017 – Im Landtag ist am Mittwoch das Thema der Aktuellen Stunde: „Medizinische Versorgung in ganz Mecklenburg-Vorpommern sichern“ diskutiert worden. „Wir haben eine gute Gesundheitsversorgung im Land, diese müssen wir gemeinsam zukunftsfest gestalten. Die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern wird durch eine Vielzahl von Einrichtungen und engagierten Fachkräften sichergestellt. Um die Versorgung auf Dauer in allen Teilen des Landes zu sichern, müssen Ansätze genutzt werden, die uns in die Lage versetzen, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen. Die Versorgung muss stärker an regionalen Gegebenheiten ausgerichtet werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Landtag.

Herausforderungen der Gesundheitsversorgung

Zu den großen Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung zählt Gesundheitsminister Glawe unter anderem die demografische Entwicklung der Bevölkerung, das heißt die Alterung der Bevölkerung und der damit steigende Versorgungsbedarf, die damit einhergehenden Schwierigkeiten der Fachkräftegewinnung und die Erreichbarkeit der Gesundheitsversorgung. „Deshalb brauchen wir neue Ansätze für die Gesundheitsversorgung: sektorenübergreifende Ansätze, Nutzung der Telemedizin, Fachkräftegewinnung und neue Formen der Arbeitsteilung sind dabei zentrale Elemente“, forderte Gesundheitsminister Harry Glawe.

Seit 1990 sind mehr als zwei Milliarden Euro investiert worden

Momentan gibt es im Bereich der ambulanten Versorgung etwa 1.100 Hausärzte und knapp 2.000 Fachärzte. Die Krankenhäuser sind ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitslandes Mecklenburg-Vorpommern. „Bei der flächendeckenden, qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung der Bevölkerung nehmen sie auch perspektivisch eine zentrale Rolle ein. Deshalb investieren wir in die Zukunft – für die Menschen in der Region“, so Gesundheitsminister Glawe. Seit 1990 sind im Rahmen der Krankenhausfinanzierung mehr als zwei Milliarden Euro in die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern geflossen. Die stationäre Gesundheitsversorgung ist in Mecklenburg-Vorpommern sichergestellt durch 37 moderne, leistungsfähige Krankenhäuser. Aktuell sind im Krankenhausplan 9.988 Betten und 1.283 tagesklinische Plätze ausgewiesen. 

Nachfolger von Hausarztpraxen finden

„Trotz vielfältigster Aktivitäten seitens der Bundesregierung, der Landesregierung und der Kassenärztlichen Vereinigungen gestaltet sich die Suche nach Nachfolgern von Hausarztpraxen zunehmend schwieriger“, so Glawe. Insbesondere durch die Lehrstühle für Allgemeinmedizin an der Universitätsmedizin Rostock und Greifswald ist es gelungen, die Zahl der in Weiterbildung befindlichen Allgemeinmediziner auf mittlerweile ca. 120 im Land zu steigern. Auch durch die zusätzliche Qualifikation, die durch das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin erreicht wird, ist zu hoffen, dass möglichst viele der jungen Allgemeinmediziner sich für eine Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern entscheiden.

Attraktivitätsprofil von Gemeinden erstellen

Der Gesundheitsminister hat dafür geworben, dass die Gemeinden ein Attraktivitätsprofil ihrer Gemeinde erstellen. „Ziel ist es dabei, auf sich aufmerksam zu machen, um Ärzte zu gewinnen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang Parameter, wie zum Beispiel Infrastrukturangebote, Verkehrsmöglichkeiten sowie die Unterstützung bei der Einrichtung einer Hausarztpraxis“, regte Glawe an. Das Attraktivitätsprofil kann an das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin mit der Bitte übersandt werden, entsprechende Exposés an die angehenden Allgemeinmediziner an den Universitäten zu verteilen. „Außerdem möchte ich als neuen Ansatz auch noch das Stipendienprogramm für Medizinstudenten, die sich für eine Tätigkeit im ländlichen Raum verpflichten, erwähnen, das noch in diesem Jahr wirksam werden soll“, so Glawe.

Lösungen für konkrete Versorgungsprobleme in ländlichen Regionen

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe machte darauf aufmerksam, dass ein zukunftsfähiges, langfristiges Konzept zur sektorenübergreifenden Versorgungsplanung in Arbeit ist. „Dieses Konzept wird in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald entwickelt. Ziel in dem mehrjährigen Projekt ist es, Lösungen für konkrete Versorgungsprobleme mit Unterstützung der Gesundheitsforschung in ländlichen Regionen zu entwickeln und sie in Modellregionen zu erproben“, erläuterte Glawe. Das Projekt wird sich schwerpunktmäßig mit den Themen Pädiatrie, Geriatrie und Palliativversorgung einschließlich der Implementierung innovativer Versorgungskonzepte beschäftigen. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt.

Kommunikation zwischen dem ambulanten und stationären Bereich weiter verbessern

Daneben bietet die Telemedizin ein enormes Potenzial für unser Land. „Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung unseres Landes kann Telemedizin gerade in den dünnbesiedelten ländlichen Regionen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung einer sektorenübergreifenden medizinischen Versorgung leisten“, sagte Glawe im Landtag. Auch die Kommunikation zwischen dem ambulanten und stationären Bereich der Gesundheitsversorgung kann weiter verbessert werden. „Gerade was die Weitergabe von Informationen angeht, besteht noch Bedarf. Hier sind zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Es wird darauf ankommen, dass die bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen verbessert werden und wir die hier gesammelten guten Erfahrungen zügig in die Regelversorgung überführen können“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Als Beispiele nannte er Projekte wie den Telenotarzt, die elektronische Patientenakte und das Projekt Herz-Effekt, die gegenwärtig im Land erprobt werden.

Thema im Landtag – Änderung des Mittelstandsförderungsgesetzes

Mittelstand bringt Wirtschaft voran – Verlängerung der Gültigkeit des Gesetzes

Schwerin - Schlossansicht, Foto: Joachim Kloock

Schloss Schwerin, Foto: Joachim Kloock

Im Schweriner Landtag ist am Mittwoch der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Mittelstandsförderungsgesetzes (MFG-MV) diskutiert worden. „Das Mittelstandsförderungsgesetz ist die Grundlage für die Entwicklung des Mittelstandes in Mecklenburg-Vorpommern. Das Gesetz bildet den Rahmen für die vielfältigen Fördermaßnahmen zur Flankierung der wirtschaftlichen Entwicklung mittelständischer Unternehmen. Es ist insofern der Leitfaden für die Mittelstandspolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Entscheidend wird weiterhin sein, dass das Ziel dieses Gesetzes – die Mittelstandsfreundlichkeit – im Regierungshandeln und in der täglichen Verwaltungspraxis gelebt wird“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit am Mittwoch im Landtag.

Verlängerung der Gültigkeit des Gesetzes

In einer ersten Evaluation des Gesetzes im Jahr 2015 für die Legislaturperiode 2011 bis 2016 hat sich gezeigt, dass das Gesetz noch zu jung war, um von den Beteiligten substanzielle Aussagen zur Wirkung des Gesetzes zu erhalten. Das Außerkrafttreten des Gesetzes soll auf den 31. Dezember 2023 neu festgelegt werden. „Damit werden wir und die Vertreter der mittelständischen Wirtschaft ausreichend Zeit für eine gründliche Auswertung der nächsten Evaluation, die im Jahr 2020 für diese Legislaturperiode erfolgen wird, und für die sich daraus möglicherweise ergebene Novellierung des Gesetzes haben“, so Glawe weiter.

Mittelstand bringt heimische Wirtschaft voran

Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen bringen das Land wirtschaftlich voran, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich. „99,5 Prozent aller Unternehmen im Land gehören quantitativ zum Mittelstand. Kleine und mittlere Unternehmen sind Arbeitgeber für mehr als 80 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Unsere kleinen und mittleren Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und Motor unserer positiven wirtschaftlichen Entwicklung“, betonte Glawe.

Wirtschaft wächst – mehr sozialversicherungspflichtige Jobs

Das Bruttoinlandsprodukt in Mecklenburg-Vorpommern betrug 2011 rund 36,3 Milliarden Euro, 2016 wurde mit rund 41,4 Milliarden Euro das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt des Landes erzielt. „Wir haben uns bei nahezu allen wichtigen Indikatoren der Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung weiter deutlich verbessert. Neue zukunftsfähige Arbeitsplätze sind entstanden und die Arbeitslosenzahlen sind spürbar zurückgegangen. Zugpferd ist vor allem das produzierende Gewerbe (MV: +2,4 Prozent), welches deutlich über dem Bundesschnitt liegt (Bund: +1,8 Prozent). Hier machen sich die Ansiedlungen und Erweiterungen der Unternehmen bemerkbar. Das Handwerk entwickelt sich positiv, die Gesundheitswirtschaft kommt voran. Auch die Tourismuswirtschaft hat sich gesteigert. Die Entwicklung ist kein Selbstläufer, sondern spricht auch für die wachsende Nachfrage des vorhandenen Angebotes im Land“, sagte Glawe. Die Arbeitsmarktlage in Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Betrug die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011 rund 107.500, lag sie im Jahresdurchschnitt 2016 bei 80.400 Arbeitslosen, das sind rund 27.100 Arbeitslose (rund 25 Prozent weniger). Aktuell waren in unserem Land im September 64.400 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote im Land beträgt 7,8 Prozent. Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse liegen bei 568.100 Beschäftigten. „Allein im Vorjahresvergleich ein Plus von 9.100 zusätzlichen Jobs“, so Glawe.

Rahmenbedingungen weiter verbessern

Die Wirtschaftspolitik zielt auf die Stärkung der mittelständischen Wirtschaft im Land ab. „Insbesondere gilt es, die Basis unserer Wirtschaft durch Ansiedlungen und Erweiterungen zu stärken, die industrielle Wertschöpfung im Land zu erhöhen, die Innovationsfähigkeit zu stärken und mehr wissensbasierte Arbeitsplätze zu schaffen, Mittelstand und Handwerk zu unterstützen und den Infrastrukturausbau wirksam zu fördern. Das wichtigste Ziel der Wirtschaftsförderung ist die Sicherung und die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Bei unseren mittelständischen Unternehmen spielt die Verfügbarkeit von Arbeits- und Fachkräften eine zunehmende Rolle. „Neben der Gewinnung von Arbeitskräften geht es darum, vorhandene Mitarbeiter durch Qualifizierung und Fortbildung an die aktuellen Herausforderungen heranzuführen. Auch dabei werden wir unterstützen“, betonte Glawe. Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass Wirtschaftsförderung künftig an eine tarifliche Entlohnung anknüpfen soll. „Das findet bereits jetzt Eingang in einem Bonus- bzw. Malus-System im Rahmen der Förderung von Unternehmensinvestitionen aus der Gemeinschaftsaufgabe ´Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur´ (GRW). Zudem ist eine Arbeitsgruppe dabei, die Richtlinie zur Vergabe von Mitteln aus der GRW zu überarbeiten“, erläuterte Glawe weiter.

Trotz positiver Entwicklung viel zu tun

„Trotz der insgesamt positiven Entwicklung haben wir noch eine Menge vor: In dieser Legislaturperiode setzen wir einen klaren Schwerpunkt im Bereich der Gesundheitswirtschaft. Gemeinsam mit der BioCon Valley®-Initiative und den heimischen Unternehmen bringen wir die Branche weiter voran. Denn: Die Gesundheitswirtschaft ist mittlerweile eine der wichtigsten Wachstumsbranchen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist ein starker Impulsgeber für die Wirtschaft in M-V, für unser Land insgesamt. Die Gesundheitswirtschaft entwickelt sich auch als jobintensive Branche für unser Land weiter nach vorn“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Fast 150.000 Beschäftigte haben Arbeit in der Gesundheitswirtschaft, das ist jeder fünfte Arbeitsplatz im Land. „Allein seit 2014 sind 11.400 neue Stellen in der Branche entstanden. Das ist Spitze in Deutschland. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Dadurch entstehen nicht nur hochwertige Arbeitsplätze, sondern dies sorgt auch dafür, dass die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben“, machte Glawe deutlich. Im Handwerk als eine der tragenden Säulen der heimischen Wirtschaft spielt das Thema Fachkräftesicherung eine große Rolle. Um hier unterstützend zu wirken, wird die Kampagne „Besser ein Meister“ weiterhin gefördert. Ziel dieser Kampagne der Handwerkskammern ist es, das positive Image des Meisters zu fördern und die Identifikation mit dem Meisterhandwerk zu stärken. Unterstützt wird dies mit dem „Meister-Extra“ und „Meister-Dank“. „Und wenn ein Meister erstmalig eine Existenz durch Übernahme eines Unternehmens gründet, dann kann er auch weiterhin mit der sogenannten Meisterprämie einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro erhalten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe im Landtag abschließend. Auch das Projekt „Unternehmensnachfolge MV“, das Unterstützung bei Unternehmensnachfolgen gibt, wird fortgeführt.

Mehr Zeit für Rostocks Schätze – Lange Nacht der Museen am 28. Oktober

Kulturhistorisches Museum Rostock, Foto: Joachim Kloock

Kulturhistorisches Museum Rostock, Foto: Joachim Kloock

Rostocks Museen und Einrichtungen öffnen in der Nacht der Zeitumstellung am 28. Oktober 2017 von 18 Uhr bis in die späten Abendstunden und zum Teil bis nach Mitternacht, um Wissenswertes aus der traditionsreichen Geschichte, Kultur und Kunst zu vermitteln und wertvolle Exponate zu präsentieren. Ein Museumsbesuch in besonderer Atmosphäre erwartet die Besucherinnen und Besucher. Die Akteure aller teilnehmenden Einrichtungen haben auch in diesem Jahr kreative Programme vorbereitet und führen mit Fantasie und Engagement zu den Kulturschätzen der Hansestadt. Nachtschwärmer und Kulturliebhaber kommen in dieser Nacht auf ihre Kosten. Der Abend beginnt um 18 Uhr mit einem Feuerwerk auf dem Klosterhof in der Rostocker Innenstadt. Die Besucherinnen und Besucher des Kulturhistorischen Museums erwartet ein spannender und anregender Abend mit Puppenspiel, Führungen durch die Klostergeschichte, den Barocksaal und das Herzogliche Palais sowie durch die Sonderausstellung zum 500. Jubiläum der Reformation. Die Societät maritim präsentiert Schifffahrtsgeschichte. Zu Gast ist die Außenstelle der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen mit der Filmvorführung „Die Flucht“  und Gesprächen. In der Zoologischen Sammlung der Universität, in der Archäologischen Sammlung des Heinrich-Schliemann-Instituts der Universität sowie im Max-Samuel-Haus wird zu neuen Ausstellungen eingeladen. Die Geschichtswerkstatt im Kröpeliner Tor öffnet bis Mitternacht. Hier präsentiert sich auch das Schifffahrtsmuseum mit Kapitänsbildern, die Geschichten erzählen. Auf eine Zeitreise in die Vergangenheit können sich alle großen und kleinen Besucherinnen und Besucher im Restaurant und Cafe „Stilbruch“ in der Eselföter Str. 27 begeben. Das Landschulmuseum Göldenitz und das miniland M-V präsentieren im Herzen der Hansestadt ihre Exponate. Die Marienkirche bietet Führungen an der Astronomischen Uhr sowie den Apostelrundgang um Mitternacht an. Um 23 Uhr spielt Olaf Sandkuhl vor der Kirche Melodien zur Reformationszeit am mobilen Carillon an 37 bronzenen Glocken. Bereits 22 Uhr spielt er im Klosterhof.

Auch die Kunsthalle bietet viel Interessantes, so einen Rundgang durch den Skulpturenpark, eine Führung durch die Ausstellung „Skurriles aus der Sammlung“ und Taschenlampenführungen durch die Ausstellung PORTFOLIO BERLIN 03. Das Sagenmuseum CRYPTONEUM ist in diesem Jahr mit Vorträgen über Maritime Legenden in der Vogtei Warnemünde zu finden. Eröffnet wird die Museumsnacht in Warnemünde mit dem Warnemünder Posaunenchor und Führungen durch das alte Fischerhaus, das heutige Heimatmuseum. Weiterhin laden das Edvard-Munch-Haus, der Leuchtturm, die Evangelische Kirche mit Orgelmusik und das Cafe „Ringelnatz“ mit dem Programm „Ringelnatz leicht frivol“ bis in die späten Abendstunden ein. In Rostock klingt die Museumsnacht in der in der Klosterkirche mit einem Konzert des Duos „Drumquadrat“ aus. Wer eine musikalische Reise zwischen Barock und Salsa, zwischen Minimal und Marching Music unternehmen will, kommt an dieser Percussion-Formation nicht vorbei.  Karten für die Museumsnacht und damit für alle Museen und Einrichtungen gibt es für zehn Euro. Warnowpassinhaberinnen und -inhaber, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende zahlen fünf Euro. Kinder bis zwölf Jahre sind vom Eintritt befreit. Der Kartenverkauf findet in den Museen und Einrichtungen, bei der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde sowie in den Kundencentern der Rostocker Straßenbahn AG am Hauptbahnhof, im Doberaner Hof, in Lütten-Klein und am Dierkower Kreuz statt. Die Eintrittskarte berechtigt am 28.Oktober 2017 von 18 bis 1 Uhr des Folgetages zur kostenfreien Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in der Tarifzone Rostock. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.lange-nacht-der-museen-rostock.de zu finden.