Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den beliebtesten Reisezielen zum Jahreswechsel

Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste innerdeutsche Reiseziel zum Jahreswechsel: Das geht aus der Buchungsstatistik des Reiseveranstalters TUI hervor. Vor allem Menschen aus Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg lassen das Jahr am liebsten im Nordosten ausklingen. Im internationalen Ranking der beliebtesten Reiseziele der Deutschen zum Jahreswechsel kann sich Mecklenburg-Vorpommern auf dem sechsten Platz zwischen Antalya auf Rang fünf und Mallorca auf Rang sieben einordnen. Spitzenreiter in dieser Kategorie ist Fuerteventura, Wintersportziel Bayern folgt auf dem neunten Platz.

Weitere Informationen: www.tuigroup.com

F. C. Hansa Rostock – Würzburger Kickers 1:0

Die gesamte Fotogalerie unter https://mvzeitnah.wordpress.com/hansestadt-rostock/sport/

F. C. Hansa Rostock – Markus Kolke – Maximilian Ahlschwede, Sven Sonnenberg, Nico Rieble, Nico Neidhart – Tanju Öztürk, Mirnes Pepic – Nik Omladic, Korbinian Vollmann (69. Aaron Opoku), Lukas Scherff (80. Nils Butzen) – Pascal Breier (83. John Verhoek).

Würzburger Kickers – Vincent Müller – Luke Hemmerich, Daniel Hägele, Sebastian Schuppan, Leroy Kwadwo (76. Frank Ronstadt) – Simon Rhein, Dave Gnaase – Fabio Kaufmann, Albion Vrenezi, Dominik Widemann (76. Patrick Sontheimer) – Luca Pfeiffer.

Tore – 1:0 Nic Omladic (EGT von Luca Pfeiffer, 45.)

Schiedsrichter – Johann Pfeifer, Markus Büsing, Johannes Schipke

Zuschauer – 11.021

Stefan Beinlich übernimmt Leitung des Hansa-Nachwuchsleistungszentrums

Willkommen zurück an Bord der Kogge

Stefan Beinlich

Stefan (Paule) Beinlich, Foto: Joachim Kloock

Der F. C. Hansa Rostock hat Stefan Beinlich für die Leitung des Nachwuchsleistungszentrum gewinnen können. Der 47-Jährige wird die Nachfolge von Stefan Karow antreten, der auf eigenen Wunsch zum Ende des Jahres den Verein verlassen wird.

Martin Pieckenhagen, Vorstand Sport beim F. C. Hansa Rostock: „Wir freuen uns, dass wir so schnell solch eine Lösung für diesen wichtigen Posten gefunden haben. Mit ‚Paule‘ kehrt nicht nur eine der großen Identifikationsfiguren des Vereins zurück, sondern ein extrem gut vernetzter Fußballexperte, der auch nach seiner Zeit als Spieler und Manager nach wie vor engen Kontakt zu Hansa hatte und die Geschehnisse rund um den Verein immer verfolgt hat. Dass er nicht lange überlegen musste, als wir ihn gefragt haben, ob er bereit wäre nochmals Verantwortung zu übernehmen und sich die Leitung unseres NLZs vorstellen kann, zeigt einmal mehr, wie eng er sich dem F. C. Hansa verbunden fühlt.“ Offizieller Amtsantritt für den ehemaligen Hansa-Mittelfeldakteur (1994- 1997 und 2006–2008) und Sportlichen Leiter der Kogge (2010-2012) wird der 1. Dezember 2019 sein. In den bis zum Jahresende verbleibenden Wochen wird sich Stefan Beinlich mit der Unterstützung von Stefan Karow einen Überblick über die Strukturen, anstehende Aufgaben und den Status Quo des Nachwuchsleistungszentrums verschaffen.

„Ich freue mich, auf dieses für mich neue Hansa-Kapitel mit vielen bekannten, aber auch ganz neuen Gesichtern beim Verein. Die Nachwuchsarbeit war immer eines der großen Pfunde des F. C. Hansa Rostock, der deutschlandweit als eine der besten Talentschmiede galt. Auch wenn es ein schwerer und sicherlich langer Weg sein wird, gilt es an diese erfolgreichen Zeiten anzuknüpfen und die gute Vorarbeit, die Stefan Karow mit dem Team bereits geleistet hat, nun fortzuführen. Dazu gehört zuallererst die Suche nach einem Trainer für unsere U19 sowie nach einem administrativen Leiter für den Nachwuchs, der mich in der Gesamtleitung unterstützen soll“, so Stefan Beinlich, dessen Vertrag vorerst bis zum 30. Juni 2022 gültig ist.

Die magische Welt des Lichts – geheimnisvolle Wesen locken in den abendlichen Zoo Rostock

WIRO und Stadtwerke unterstützen neues Winterhighlight

Mehr als 250 teils lebensechte „leuchtende Artgenossen“ werden vom 19. Dezember 2019 bis zum 28. März 2020 den Zoo in eine geheimnisvolle Lichterwelt verwandeln und zur abendlichen Entdeckertour einladen. Heute wurde das neue Winterhighlight erstmals vorgestellt und symbolisch schon einmal die fünfköpfige Löwenfamilie an der Sandsteinplastik „Entstehung des Lebens“ erleuchtet. Die Zoolights sollen die Besucher auch in der winterlichen Jahreszeit und nach den offiziellen Öffnungszeiten in den Tierpark locken. Die langjährigen Premiumpartner des Zoos, die WIRO Wohnen in Rostock und die Stadtwerke Rostock, unterstützen das neue Winterhighlight. „Der Rostocker Zoo nimmt Tier- und Naturfreunde mit auf eine spannende Expedition über die Kontinente. Mit den Zoolights kommt jetzt ein ganz besonderes Erlebnis hinzu“, freut sich Ralf Zimlich, Vorsitzender der WIRO-Geschäftsführung. „Die Zoolights haben auch viel mit Energie, Wärme und Leuchtkraft zu tun, da fühlen wir uns in unserem Element“, zeigte sich auch Ute Römer, Vorständin der Stadtwerke Rostock, gespannt auf die neue Zooattraktion.

Was sind die Zoolights?

Ein großer erleuchteter Rundgang durch den historischen Teil des Zoos, der über den Eingang Trotzenburg zu erreichen ist, lädt vom 19. Dezember bis zum 28. März, immer von Donnerstag bis Sonntag sowie in den Ferien täglich ab 18 Uhr zu einem außergewöhnlichen Spaziergang durch den nächtlichen Tiergarten ein. Vorbei an den Gehegen der Zoobewohner sind zahlreiche eindrucksvoll leuchtende Tierfiguren und Lichtinstallationen zu bewundern. Riesige Elefanten und Giraffen, Tiger, Löwen, aber auch Seesterne, Grillen, Flamingos, Koalas, Fische und Faultiere, teils in fantasievollen Farben, sollen die abendlichen Gäste ins Staunen versetzen. In der Lodge am Veranstaltungsplatz oder an der Feuerschale bei Glühwein und Köstlichkeiten vom Grill auf der winterlich gestalteten Terrasse kann der Abend behaglich ausklingen. „Die Zoolights sind bereits in einigen Zoos ein etablierter Höhepunkt und dort sehr beliebt. Insofern begeben wir uns zwar auf Neuland, nutzen aber die Erfahrungswerte der anderen Zoos“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Unser historischer Zooteil mit seinen weitläufigen Parkanlagen mit vielen Bäumen und Hecken lädt ja geradezu dazu ein, als magische und auch überraschende Lichterlandschaft die Besucher zu verzaubern und zum Träumen zu bringen. Wir sind natürlich auch sehr gespannt, wie unsere Zoolights bei den Besuchern ankommen werden.“ Die 269 Exponate aus chinesischer Ballonseide kommen aus Heidelberg und Osnabrück und sind Leihgaben des Osnabrücker Zoos. Die größten Lichtwesen sind eine vier Meter hohe Giraffe und ein drei Meter großer Elefant.

After Work oder Glühwürmchentour?

Wenn der Zoo ab dem 19. Dezember den Besuchern einen neuen Blick auf den illuminierten Zoo mit mehr als 250 Leuchtfiguren ermöglicht und noch nie dagewesene exotische Tiere und Lichterwesen im Zoo erstrahlen werden, bietet der Zoo zusätzlich zur täglichen Abendshow zwei spezielle Veranstaltungsformate an. Beide Sonderführungen dauern jeweils 60 Minuten. Immer am Donnerstag geht es auf After Work Führungen, ideal beispielsweise für Kollegen, Vereinsfreunde und Bekannte oder als alternativer Mitarbeiterevent für dankbare Chefs? Familien und Kinder erwartet jeden Samstag eine ereignisreiche Glühwürmchentour mit Taschenlampe, die zur Spurensuche ins Reich der lebendigen und leuchtenden Tiere einlädt. In der Abenddämmerung begeben sich die Kleinen gemeinsam auf die Suche nach tierischen Erlebnissen und aufregenden Geheimnissen. Hungrige Nachtschwärmer können nach der Führung gemütlich am Feuer beisammensitzen.

Der Zoo sagt Dankeschön

Noch bis zum 1. Dezember 2019 gilt für alle Zoobesucher ein symbolischer Sondereintrittspreis von 600 Cent (6 Euro) für Kinder (4-16 Jahre) und 800 Cent (8 Euro) für Erwachsene. Die Aktionswoche ist ein Dankeschön für alle Zoofreunde zum Abschluss des gemeinsamen Doppeljubiläums von Stadt (800 Jahre) und Universität Rostock (600). Außerdem gewährt der Zoo Rostock bis zum Jahresende 10 Prozent Rabatt auf alle Jahreskarten, die bis zum 31. Dezember an den Zookassen gekauft und eingelöst werden.

Bildunterschriften: Ute Römer, Vorständin der Stadtwerke Rostock, und Ralf Zimlich, Vorsitzender der WIRO-Geschäftsführung (re.) schauten sich heute mit Zoodirektor Udo Nagel die ersten Zoolights an (Foto 01), hier bei der Löwenfamilie. Zugleich gab es den Treuepokal für die langjährigen Tierpatenschaften der Stadtwerke (Gorillas) und WIRO (Orang-Utans und Riesenschildkröten). Die Giraffen sind schon installiert, bis zum Start der Zoolights werden insgesamt über 250 Leuchtwesen aufgebaut. Fotos. Joachim Kloock

Internationaler Radweg EuroVelo 10 wird ausgebaut

Strecke bietet die Möglichkeit, entlang der Ostseeküste Europa besser kennen zu lernen

Radfahren in Sanitz, Foto Joachim Kloock

Radtour, Foto: Joachim Kloock

Der grenzüberschreitende Radweg EuroVelo 10 soll auf dem Gebiet der polnischen Stadt Kołobrzeg, der Gemeinde Kołobrzeg (Ortschaft Dźwirzyno) und der Stadt Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) ausgebaut werden. „Der Radweg EuroVelo 10 bietet eine perfekte Gelegenheit, entlang der Ostseeküste einen attraktiven Teil Europas besser kennenzulernen. Mit den jetzt vorgesehenen Ausbaumaßnahmen wird die Strecke auf deutschem und polnischem Boden noch attraktiver“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Analyse des grenzüberschreitenden Radtourismus geplant

Die EuroVelo-Route EV10 (Ostseeküsten-Route) – auch Ostseeküsten-Radweg, Hansa-Route, international Baltic Sea Cycle Route (Hansa circuit) genannt – ist ein europäischer Fernradweg. Sie führt über knapp 8.000 Kilometer rund um die Ostsee durch die Länder Dänemark, Deutschland, Polen, Russland, Litauen, Lettland, Estland, Finnland und Schweden. Jetzt ist vorgesehen, auf einer Strecke von rund siebeneinhalb Kilometern den Wanderradweg im Küstenstreifen in der Ortschaft Dźwirzyno auf einer Länge von 1,66 Kilometern auszubauen und eine Aussichtsbrücke zu errichten. Weiterhin werden ein dreieinhalb Kilometer langer Wander- und Radweg in Kołobrzeg und ein 1,26 Kilometer langer Radweg in der Stadt Barth entstehen. Die Projektpartner – Gmina Miasto Kołobrzeg (Stadt Kołobrzeg), Stadt Barth und die Gmina Kołobrzeg (Gemeinde Kołobrzeg) – planen zudem nach Abschluss der Maßnahme einen deutsch-polnischen Familien-Radwettbewerb auf dem Radweg R10. „Zusätzlich ist geplant, den grenzüberschreitenden Radtourismus in der Region genau auszuwerten. So können maßgeschneiderte Angebote zur Weiterentwicklung der Strecke aufgenommen werden“, sagte Glawe. 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtkosten betragen rund 2,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt in Höhe von knapp rund 1,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen.

Informationen zum Programm Interreg V A

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Neujahrsauktion am 1. 1. 2020 in der Darsser Arche

Schwerpunkt der Auktion sind Bilder der Künstlerorte Ahrenshoop, Hiddensee und Schwaan sowie Bilder von Malerinnen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Für die Kunst bedeutet dies das Loslösen von den alten Strukturen der Akademien, neue Ideen und ein Ringen um die Emanzipation der Malerinnen. Denn ihnen war es lange untersagt, sich in den entsprechenden Akademien einzuschreiben.

Die Vorbesichtigungen finden vom 27. – 31. Dezember 2019 von 11 – 16 Uhr statt, die eigentliche Auktion beginnt am 1. 1. 2020 um 15 Uhr in der Darsser Arche in Wieck auf dem Darss.

Übersicht der Fotos in Reihenfolge, die Rechte dafür liegen bis zur Auktion bei Christopher Walther:

Los 5, Clara Arnheim

Los 34, Elisabeth von Eicken

Los 116, Julie Wolfthorn

Los 51, Hannah Höch

Los 54, Hedwig Holtz-Sommer

Los 119, Julie Wolfthorn

 

Baustart für Kreuzfahrtterminal und Landstromanlage in Warnemünde

Kreuzfahrttourismus ist unverzichtbarer Bestandteil der Tourismuswirtschaft im Land – Investitionen in vorausschauenden und nachhaltigen Ausbau der Hafen-Infrastruktur weiter unabdingbar

Die AIDAbella kommt nach Warnemünde, Foto Joachim Kloock (klein)

AIDAbella aus der AIDA-Flotte, Foto: Joachim Kloock

Im Kreuzfahrthafen Rostock-Warnemünde wird weiter mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums investiert – der Hochbau für das neue Kreuzfahrtterminal am Liegeplatz P8 im Werftbecken und der Bau der Landstromanlage sind offiziell gestartet. „Der Kreuzfahrttourismus ist ein unverzichtbarer Bestandteil der auch weiter wachsenden Tourismuswirtschaft in unserem Land und stärkt so nachhaltig den Tourismusmarkt im Nordosten Deutschlands. Damit sich Mecklenburg-Vorpommern als attraktives Urlaubsland weiterhin erfolgreich um das Wohlergehen der seereisenden Gäste kümmern kann, ist der vorausschauende und nachhaltige Ausbau der Hafen-Infrastruktur unabdingbar. In Rostock-Warnemünde gehen Stadt und Land diesen Weg kooperativ miteinander. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums wird weiter investiert“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Donnerstag vor Ort. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph übergab vor Ort einen Zuwendungsbescheid an die Stadt Rostock für die Erweiterung des Kreuzfahrtterminals.

Mehr Komfort für Kreuzfahrtgäste bei An- und Abreise

Mit 206 Schiffsanläufen von 44 Schiffen und 923.000 abgefertigten Passagieren schloss Rostock-Warnemünde im Jahr 2018 die bislang erfolgreichste Kreuzfahrtsaison ab. Im Jahr 2019 erfolgen 199 Anläufe von 41 Schiffen an 117 Tagen. Das Wirtschaftsministerium hat den Ausbau der Infrastruktur für den Kreuzfahrttourismus am Standort Rostock-Warnemünde in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang unterstützt, beispielsweise bei der Errichtung von Liegeplätzen, der Grauwasserentsorgung im Bereich der Liegeplätze 6-8 und bei der Errichtung des Seetouristischen Informations- und Organisationszentrums im Jahr 2005. „Jetzt sind weitere Investitionen nötig. Vor allem Gepäckabfertigung und Passagierkontrolle mit allen notwendigen Sicherheitsstandards sollen zweckmäßig und effizient für die Gäste aufgestellt sein. Dafür wird ein modernes Gebäude mit hoher Aufenthaltsqualität gebaut“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt Erweiterung des Abfertigungsterminals

In der diesjährigen Kreuzfahrtsaison gingen 98.000 US-Amerikaner, 44.000 Briten, 23.000 Spanier, 22.000 Kanadier, 20.000 Italiener, 12.000 Australier und 97.000 Seereisende aus 149 weiteren Nationen im Rostocker Passagierhafen von Bord der Urlauberschiffe. Da die Zahl der Passagiere in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist und die bislang am Liegeplatz P8 bestehende mobile Zeltlösung nicht mehr ausreicht, soll das Seetouristische Informations- und Organisationszentrum (SIO) erweitert werden. Die Erweiterungen dienen unter anderem der Passagierabfertigung, den Grenzkontrollen sowie der Gepäckabfertigung. Dabei werden unter anderem ein festes Abfertigungsgebäude mit eine Grundfläche von rund 2.200 Quadratmetern sowie ein zweigeschossiges Servicegebäude errichtet. Außerdem entstehen 20 Auto- und 17 Busstellplätze. Die Umsetzung der Gesamtmaßnahme erfolgt in zwei Bauphasen. Die erste Phase begann im September 2018; jetzt startet der zweite Bauabschnitt. Die Gesamtinvestitionen betragen mehr als 15,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 13,6 Millionen Euro. „Neben einem modernen Terminalgebäude ist es ebenso wichtig, eine nachhaltige Lösung für die Stromversorgung der Schiffe zu gewährleisten. So stärken wir die Akzeptanz und die Zukunftsfähigkeit der Kreuzfahrtbranche“, sagte Rudolph.

Landstromversorgung an den Liegeplätzen

Geplant ist, an den Liegeplätzen in Warnemünde ab dem Jahr 2020 eine Landstromversorgung von Kreuzfahrtschiffen zu ermöglichen. Ziel ist es, die touristische Infrastruktur zeitgemäß zu verbessern und die Schiffsdieselimmissionen der Kreuzfahrtschiffe in Warnemünde zu reduzieren. Vorgesehen ist, die Landstromanlage an den Liegeplätzen P7/P8 zu bauen. Die Gesamtinvestitionen werden vermutlich rund 20 Millionen Euro betragen. Das Wirtschaftsministerium wird bei Vorliegen aller Unterlagen die Infrastrukturmaßnahme voraussichtlich in Höhe von 90 Prozent der Ausgaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) unterstützen. „Die Investitionen in den Kreuzfahrttourismus und die dazugehörige Infrastruktur tragen dazu bei, auch andere Branchen im Land zu stärken. So verlängert sich die Wertschöpfungskette für mehr Wirtschaftswachstum im Land“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph abschließend. Auf Grundlage einer Studie der Universität Rostock zum Ausgabeverhalten der Passagiere und Crew-Mitglieder ist davon auszugehen, dass in der Saison 2019 mehr als 20 Millionen Euro von Seereisenden und Besatzungsmitgliedern insbesondere im lokalen und regionalen Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe, öffentlichen Personennahverkehr, bei Taxiunternehmen sowie Parkplatzbewirtschaftern in Warnemünde, Rostock und Umgebung ausgegeben werden. Hinzu kommen Umsätze, die Busreiseunternehmen, Bahn, Landausflugsagenturen, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Schiffsmakler, Lotsen und Hafenbetreiber durch die Kreuzschifffahrt erzielten.

Informationen zum Ausbau der Häfen in Mecklenburg-Vorpommern

Seit den 90er Jahren sind 20,49 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium in den Ausbau der Häfen Rostock-Warnemünde und Wismar im Rahmen des Kreuzfahrttourismus geflossen. Damit konnten Gesamtinvestitionen von rund 29,1 Millionen Euro ausgelöst werden. Die Mittel dafür stammen von der EU, vom Land und vom Bund. Mit den Geldern wurden in Rostock zum Beispiel die Liegeplätze 7 und 8 und die Grauwasserentsorgung im Bereich der Liegeplätze 6 und 8 in Rostock-Warnemünde ausgebaut. In Wismar wurde beispielsweise in die Vorbereitung zur Entwicklung der Infrastruktur für die Kreuzschifffahrt investiert. Daneben erhielten auch die Hansestadt StralsundUsedom und andere Förderungen für Investitionen in die Binnenhäfen, die für Flusskreuzfahrer nutzbar gemacht wurden.