Traurige Nachrichten aus Frankreich – Eisbärin Vienna verstarb im Zoo La Palmyre

Eisbär_Vienna_13.07.2014_jk_01

Eisbärin Vienna, Foto: Joachim Kloock

15.1.2018 – Eigentlich sollte Vienna ihren wohlverdienten Ruhestand ab Herbst im neuen POLARIUM genießen. Die hochbetagte Eisbärendame starb jedoch am Samstag im französischen Zoo La Palmyre, in dem sie übergangsweise untergebracht war. Darüber wurde der Zoo Rostock heute früh informiert. „Vienna hat 26 Jahre in unserem Zoo gelebt und mit dem unvergesslichen Eisbärenmann Churchill sechs Jungtiere zur Welt gebracht. Alle Mitarbeiter und viele Zoobesucher haben sich schon auf ihre Rückkehr gefreut. Umso bestürzter sind wir über die Nachricht über ihr Ableben“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. Laut Informationen des französischen Zoos ging es Vienna seit Donnerstagabend plötzlich nicht mehr so gut. Das 29 Jahre alte Tier verstarb am Samstag. Der französische Zoo hat veterinärmedizinische Untersuchungen zur Todesursache von Vienna angekündigt. Das größte an Land lebende Raubtier der Erde wird in freier Natur durchschnittlich 20 Jahre alt, die maximale Lebenserwartung liegt dort bei 25 bis 30 Jahren.

Vienna war eine tolle Eisbärenmutter

Vienna wurde am 29. November 1988 im Tiergarten Schönbrunn in Wien geboren und kam am 15. Juni 1990 als junge Eisbärin an die Ostseeküste. Vienna hat liebevoll und fürsorglich sechs Jungtiere in Rostock aufgezogen. Das waren Victoria (1996, seit 2015 in Kingussi, England), Victor (1998, seit 2014 in Branton, England), Vitus (2000, seit 2017 in Neumünster), Vilma (2002, verstorben 2016 in Dänemark) sowie die Zwillinge Venus und Valeska (2004, Venus seit 2006 in Ranua, Finnland; Valeska seit 2012 in Bremerhaven). Vater der sechs Jungtiere war Eisbär Churchill, der 1979 in Rostock geboren wurde und am 26. Oktober 2013 im Alter von 34 Jahren verstarb. Am 31. Oktober 2016 siedelte Vienna in den Zoo La Palmyre um, da durch den Abriss der historischen Bärenburg und Neubau des POLARIUM zeitweise in eine andere Unterkunft ausgewichen werden musste. Vienna ist auch die Großmutter von Fiete (2014), vom jüngsten Eisbärennachwuchs im Rostocker Zoo, der seit November 2016 im ungarischen Zoo in Sóstó eine neue Heimat gefunden hat. „Vor allem die lange gemeinsame Zeit mit dem stattlichen Eisbärenmann Churchill hat die Erinnerungen der Zoobesucher an Vienna geprägt“, so Antje Zimmermann. „Das Verhältnis von Vienna und Churchill war eigentlich immer unkompliziert. Churchill war allerdings auch ein großer starker Eisbärenmann, der ein Weibchen schnell im Eifer des Gefechts verletzen konnte. So hatte er Vienna im Frühjahr 2006 an ihrem Hinterbein getroffen. Die Wunde verheilte zwar gut, hinterließ aber Viennas typisches Erkennungszeichen in den letzten Jahren, ein leichtes Humpeln.“

Advertisements

Premiere: Erster Katalog für exklusiven Reiturlaub erschienen

Broschüre präsentiert neun Anbieter und stellt 55 Erlebnisangebote vor

Katalog_Reiten_de_luxe-310x27015.1.2018 – Unter dem Titel „Erlesen. Stilvoll. Natürlich. Exklusiver Reiturlaub in Mecklenburg-Vorpommern“ präsentiert der Fachverband Landurlaub Mecklenburg-Vorpommern erstmals eine Broschüre, die sich an Gäste richtet, die besondere Reitangebote suchen. Das Urlaubsland hält dafür alle Trümpfe bereit: lange Sandstrände, urige Wälder, weite Parklandschaften, herrschaftliche Unterkünfte und nicht zuletzt ein mehr als 6.400 Kilometer langes Reitwegenetz. Neun ausgewählte Gastgeber stellen exklusive Angebote vor, darunter die Pension Reitcamp Börgerende GmbH & Co. KG, wo Reiter mit Meerblick trainieren und träumen können. Zu Anlage gehören unter anderem eine Reithalle, ein Außenreit- und Trailplatz. Besonderer Service für Pferde: Sowohl in den geräumigen Gastboxen als auch in der beheizbaren Sattelkammer und im Pferdesolarium mit Infrarotlampen können sich vierbeinige Gäste wohlfühlen. Wer es herrschaftlicher mag, bucht das Reiten-Deluxe-Arrangement im Schlosshotel Wendorf in der Region Mecklenburg-Schwerin. Das Angebot in der Fünf-Sterne-Residenz, eine ehemalige Ritterburg, beinhaltet zwei Übernachtungen mit Feinschmecker-Frühstück, ein Drei-Gänge-Gourmet-Menü, eine zweistündige Kutschfahrt, eine Führung durch die Reitanlage mit Picknick, den Besuch des Kutschenmuseums im nahe gelegenen Kobrow sowie die freie Benutzung des hauseigenen Wellnessbereiches. Mit Gaucho-Romantik lockt zudem Gut Dalwitz in das Mecklenburger Parkland, das sich südlich von Rostock zwischen den Städten TessinGüstrow und Gnoien erstreckt. Westernreiten nach Gaucho-Art, und zwar auf südamerikanischen Criollos, steht hier auf dem Programm. Darüber hinaus gibt die Broschüre Veranstaltungstipps, angefangen bei hochkarätigen Beach-Polo-Turnieren in den Seebädern Warnemünde oder Sellin über das Fischländer Strandgalopprennen und die jährliche Schleppjagd „Usedom Cross Country“ bis hin zu den Störtebeker Festspielen auf der Insel Rügen. Weitere Informationen: auf-nach-mv.de/deluxe, Katalogbestellung: www.auf-nach-mv.de/prospekte

Produktionsstart für „Crystal Endeavor“ bei MV WERFTEN

Jedes neu entstehende Schiff ist Zukunftssicherung für die Region – Industriearbeitsplätze entstehen in Vorpommern 

Produktionsstart Crystal Endeavor15.1.2018 – In Stralsund begann mit dem ersten Brennschnitt der Bau der „Crystal Endeavor“, der ersten Expeditionsyacht mit Eisklasse für Crystal Cruises: Mit dem ersten Stahlschnitt startete heute bei MV WERFTEN am Standort Stralsund die Fertigung der Luxus-Expeditionsyacht „Crystal Endeavor“ für Crystal Cruises. Tan Sri Lim Kok Thay, CEO und Vorstandsvorsitzender der Genting-Gruppe, Tom Wolbers, CEO von Crystal Cruises, Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow setzten unter den Augen zahlreicher Mitarbeiter und Gäste per Knopfdruck die Brennmaschine in Gang. „Mit dem ersten Stahlzuschnitt in Stralsund setzt MV WERFTEN den eingeschlagenen Weg in Mecklenburg-Vorpommern kontinuierlich fort. Das ist die nächste Etappe des Unternehmens, den Schiffbau im Land weiter auszubauen. Dabei ist jedes neu entstehende Schiff Zukunftssicherung für die Region. Wichtige Industriearbeitsplätze entstehen in Vorpommern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die 164 Meter lange und 23 Meter breite Expeditionsyacht „Crystal Endeavor“ ist für Touren in der Arktis, Antarktis und in den Tropen gebaut.

Weltgrößte und geräumigste Megayacht mit Eisklasse

„Die ‚Crystal Endeavor‘ ist ein wirklich außergewöhnliches Schiff. Wir sind stolz, dieses Projekt umsetzen zu dürfen und freuen uns ganz besonders, heute in Stralsund wieder mit dem Schiffbau loszulegen und somit Hunderte neuer Jobs zu schaffen“, so Jarmo Laakso, CEO von MV WERFTEN. „Die Vorfreude auf diese innovative Expeditionsyacht ist enorm – wie auch unsere Erwartungen an den Standort Stralsund“, sagte Tan Sri Lim Kok Thay, CEO und Vorstandsvorsitzender der Genting-Gruppe. „Wir werden über 20 Millionen Euro in neue Anlagen investieren, sodass hier zukünftig effizient Kreuzfahrtschiffe gebaut werden können.“ Die „Crystal Endeavor“ wird die weltgrößte und geräumigste Megayacht mit Eisklasse sein. Nach ihrer Indienststellung in 2020 wird sie Passagiere bis in die entlegensten Winkel der Welt bringen. Das Luxus-Schiff, das ausschließlich über Suiten verfügt, bietet seinen Reisenden den preisgekrönten Crystal-Cruises-Service, zu dem auch ein persönlicher Butler-Service gehört.

Über Crystal Cruises

Crystal Cruises greift Unternehmensangaben zufolge nach der Krone im Luxusreisemarkt und plant binnen der nächsten Jahre im Rahmen des wohl größten und gleichzeitig hochwertigsten Neubauprogramms zur besten Luxusreisemarke der Welt zu wachsen. Schon jetzt gewinnt Crystal Cruises regelmäßig die international wichtigsten Luxusreisepreise, wie z. B. den „World’s Best Cruise Ship“ im Condé Nast Traveler’s Reader Choice Awards oder „World’s Best Large Ship Cruise Line” von Travel + Leisure. Mit den neuen Luxushochseeschiffen, Privatjets, Expeditionsyachten und Flusskreuzern beginnt für Crystal Cruises und dem deutschen Luxusreisemarkt eine neue Zeitrechnung. Gebaut werden diese Schiffe von MV WERFTEN in Mecklenburg-Vorpommern. „Luxury made in Germany“ für Crystal Cruises und das exklusivste Reisepublikum der Welt. Buchbar natürlich auch in Deutschland in jedem guten Reisebüro.

Über MV WERFTEN

Die drei Werften in WismarRostock und Stralsund gehören nach Angaben des Unternehmens zu den größten und modernsten Schiffbaubetrieben Europas. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Wismar verfügt an allen Standorten über direkten Ostseezugang, wetterunabhängige Fertigungsanlagen sowie eine effiziente Logistikinfrastruktur – und vereint so innovative High-Tech-Produktion mit umfassender Schiffbau-Expertise. In ihrer jeweils 70-jährigen Geschichte haben die Werften insgesamt rund 2.500 Schiffsneubauten konstruiert, gefertigt und ausgerüstet, darunter Kreuzfahrtschiffe für AIDA, RoPax-Fähren für Stena Line und Flusskreuzfahrtschiffe für Premicon. Heute hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung und den Bau von luxuriösen Kreuzfahrt-, Flusskreuzfahrtschiffen und Megayachten spezialisiert. MV WERFTEN investiert kontinuierlich in neue Technologien, Anlagen und Mitarbeiterqualifizierung, um eine ausgezeichnete Qualität „made in MV“ zu gewährleisten. www.mv-werften.com

Bildunterschrift: v.l.n.r. Erster Stahlschnitt für die Expeditionsyacht „Crystal Endeavor“ in Stralsund – Tom Wolber (CEO von Crystal Cruises), Jarmo Laakso (CEO von MV WERFTEN) und Harry Glawe (Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit), Foto: MV WERFTEN.

Die Wissenskarawane auf dem Weg durch das Land M-V

Großes Interesse von Jugendlichen an den MINT-Fächern

wika_logo12.1.2018 – Die Wissenskarawane zieht von heute an wieder durch Mecklenburg-Vorpommern, um Wissenschaft und Forschung zu erkunden. Schirmherrin und Bildungsministerin Birgit Hesse wünschte den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern bei der Eröffnungsveranstaltung in Dummerstorf, dass die Veranstaltungsreihe sie in ihrer Neugier und Entdeckerlust bestärke. „Alle Stationen der Wissenskarawane sind ausgebucht. Das ist ein gutes Zeichen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ich freue mich über das große Interesse von Jugendlichen an den MINT-Fächern und insbesondere darüber, dass sich auch Mädchen für Naturwissenschaften und Technik erwärmen können“, so die Ministerin. Sie setze darauf, dass die Begeisterung für Wissenschaft und Forschung einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu animiere, später einen Beruf in diesen Bereichen zu ergreifen: „Auf wenigen anderen Arbeitsfeldern kommt so wenig Langeweile auf, in wenigen anderen Bereichen lässt sich Zukunft so unmittelbar gestalten. Es wäre also nicht die schlechteste Entscheidung, die die Jugendlichen treffen können“, erklärte Hesse. „In unserem Land forschen viele kluge Köpfe an vielen exzellenten Einrichtungen. Hier gibt es tolle Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs.“ In diesem Jahr findet die 12. Staffel der Wissenskarawane Mecklenburg-Vorpommern statt. Bis zum 24. Januar bietet die „SphinxET – Agentur für Zeitgeistentwicklung“ den 14 – 17 jährigen Schülerinnen und Schülern ein Programm mit Stationen wie dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie, dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Wenn die Institute für jeweils einen Vormittag ihre Türen öffnen, erwarten die Jugendlichen u. a. Gespräche mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Vorträge und Experimente zum Mitmachen.  Ziel ist es, begabte junge Menschen für eine Tätigkeit in Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Das Projekt gehört zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Deutschland Land der Ideen“.

Mehr Informationen www.wissenskarawane-mv.de

Ostseeküsten-Radweg wird in Altefähr weiter ausgebaut

Verbessertes Radwegenetz wertet die Region touristisch weiter auf

Radfahren in Sanitz, Foto Joachim Kloock

Radfahren, Foto: Joachim Kloock

12.1.2018 – Die Gemeinde Altefähr (Insel Rügen) plant den Ausbau des Radweges „Schwarzer Weg“ von Altefähr (Gärtnerei) bis zur Bundesstraße 96. „Die Insel Rügen bietet Radfahrern landschaftlich beeindruckende Wege für kürzere und längere Touren. Ausgangspunkt für viele Ausflüge ist das Seebad Altefähr. Jetzt soll der Radweg in der Gemeinde ausgebaut werden, um das Radwegenetz auf der Insel weiter zu verbessern und so die Region touristisch weiter aufzuwerten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Radweg schließt Lücke zur Bundesstraße 96

Geplant ist, den bisher unbefestigten Weg zwischen Altefähr und der B 96 ab der Gärtnerei auf einer Länge von 405 Metern und einer Breite von zweieinhalb Metern auszubauen. Damit wird eine Lücke zur B 96 geschlossen. Der „Schwarze Weg“ gehört zum Radwegenetz des Ostseeküstenradweges, der auf 278 Kilometern rund um die Insel führt. Der Ostseeküsten-Radweg führt über insgesamt circa 800 Kilometer von der dänisch-deutschen Grenze entlang der gesamten Ostseeküste, einschließlich der Umrundung der Insel Rügen, bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Ahlbeck und leitet Ausflügler auf der Tour zu den UNESCO-Welterbestädten Wismar und Stralsund, den Rügener Kreidefelsen, der Usedomer Bäderarchitektur in Zinnowitz und letztlich zu den Kaiserbädern. „Die Region West-Rügen wird von den Gästen unseres Landes gern besucht. Mit dem Ausbau der Etappe wird die Gegend touristisch weiter aufgewertet“, sagte Glawe. Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 nach Angaben des Statistischen Amtes mehr als 1,2 Millionen Ankünfte und mehr als 5,9 Millionen Übernachtungen von Urlaubsgästen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum insgesamt mehr als 6,8 Millionen Ankünfte und 27,3 Millionen Übernachtungen.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für den Ausbau des Radweges betragen knapp 184.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 165.000 Euro.

Fahrradrouten in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Medizinische Hilfe im Notfall

Rettungshubschrauber, Foto Joachim Kloock

Rettungshubschrauber, Foto Joachim Kloock

11.1.2018 – Was ist zu tun bei plötzlichen Brustschmerzen, Luft- und Atemnot, Bewusstlosigkeit oder schweren Verletzungen? Dafür gibt es den europaweiten Notruf unter 112. In diesem Fall meldet sich der Anrufer bei der Leitstelle des Brandschutz- und Rettungsamtes der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter am Telefon der Leitstelle erfragt dann nach einem standardisierten Schema
den Einsatzort und die Umstände des Notfalls. Ziel ist es herauszufinden, ob es sich um einen akut lebensbedrohlichen Fall handelt oder nicht. 90 Sekunden sind von der Annahme des Notrufes bis zum Losschicken des Rettungsteams einzuhalten. Innerhalb von zehn Minuten sollte dann möglichst die Notfallversorgung des Betroffenen erfolgen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle geben im Bedarfsfall auch Anleitungen zur Wiederbelebung. „Bis zu 200 Anrufen gehen täglich in der integrierten Leitstelle der Stadt Rostock ein. 140 Anrufe sind davon Notfälle“, erklärt Oberarzt Dr. Uwe Steffen, Ärztlicher Leiter des Rettungsamtes am Brandschutz- und Rettungsamt Rostock. Er koordiniert u.a. die Aus- und Fortbildung der Notärzte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten und ist für das Beschwerdemanagement im Rettungsdienst zuständig. Im Jahr erfolgen durch den Rettungsdienst über 40.000 Einsätze mit elf Rettungswagen und drei Notarzt-Einsatzfahrzeugen. Dabei geht es um die medizinische Versorgung Betroffener mit Herzinfarkten, Krampfanfällen, Atmungsstörungen oder die Versorgung von Unfallopfern.

„Die Notrufanfragen haben sich in den letzten Jahren völlig verändert. Der Aufbau eines flächendeckenden Rettungsdienstes erfolgte in den 1960er Jahren mit der Zielstellung der schnellstmöglichen Versorgung von Unfallopfern. Heute gibt es sehr viel weniger schwere Unfälle aufgrund der hohen PKW-Sicherheitsstandards“, so Oberarzt und Notarzt Dr. Bert Werner vom Klinikum Südstadt Rostock, der seit 1999 aktiv im Rettungsdienst tätig ist. In Rostock sichern über 80 Notärzte zusammen mit ca. 300 Notfallsanitätern und Rettungsassistenten die medizinische Notfallversorgung ab. Das Klinikum Südstadt stellt aktuell ca. 30 Notärzte für die Hanse- und Universitätsstadt zur Verfügung. Der Einsatz des Intensivtransporthubschraubers „Christoph Rostock“ am Klinikum Südstadt erfolgt vorrangig zur Verlegung von schwerstkranken, intensivpflichtigen Patienten oder von Patienten mit Brandverletzungen oder Schädelhirntrauma von Kliniken einer niedrigeren Versorgungsstufe in die Zentren der Maximalversorgung oder Spezialkliniken. „In Mecklenburg-Vorpommern verfügt das Klinikum Südstadt damit über das einzig arztbesetzte Luftrettungsmittel, das 24 Stunden zur Verfügung steht“, erklärt Bert Werner. Bei Bedarf kann der Intensivtransporthubschrauber auch zur Primärrettung oder bei Großschadensfällen eingesetzt werden.

  • Infokasten: Wahl des Notrufes 112
  • Wichtig!Ortsangabe (bei schwieriger Anfahrt dazu Auskunft)
  • Anrufer wird von der Leitstelle durch einen Fragekatalog geführt
  • Antworten dazu möglichst kurz und knapp
  • Hektik vermeiden und Ruhe bewahren

Im Tourismus weiter auf Wachstumskurs – Branche begrüßt das neue Jahr als Auftakt eines ereignisreichen und erfolgversprechenden 2018

800 Jahre Rostock – Hanse- und Universitätsstadt zelebriert ihren historischen Geburtstag mit dem 38. Internationalen Hansetag und dem Rostock Cruise Festival 

Beim traditionellen Jahresempfang der Rostocker Touristiker im Kurhaus Warnemünde haben rund 170 Gäste die erfolgreiche touristische Saison Revue passieren lassen und sich auf das kommende Jahr eingestimmt. Im Zuge des anstehenden Doppeljubiläums von Hansestadt und Universität 2018/19 wird Rostock über die Landesgrenzen hinaus mit besonderen Highlights strahlen. Besonders der 38. Internationale Hansetag und die Premiere des „Rostock Cruise Festival“ werfen ihre Schatten voraus. Auch in den Übernachtungszahlen 2017 zeigte die Zwischenbilanz, dass Rostock & Warnemünde das hohe Niveau der Gästeankünfte und Übernachtungen halten und sogar Zuwächse verzeichnen konnte. „Wenn wir auf 2017 zurückblicken, können wir zu Recht stolz auf die erfolgreichen Entwicklungen im Tourismus sein. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der touristischen Akteure in Rostock und somit auch der Verdienst aller Leistungsträger“, sagte der Geschäftsführer von Rostock Marketing und Tourismusdirektor, Matthias Fromm.

Tourismusbranche weiter auf Erfolgskurs

Das kürzlich in der Wirtschaftswoche veröffentlichte Städteranking der IW.consult bestätigt die hohe Dynamik bei den Gästeübernachtungen. Demnach belegt Rostock im Niveauranking Platz 3 hinter Frankfurt/Main und München. „Ich freue mich, dass wir in 2012 mit der strategischen Neuausrichtung im Tourismus frühzeitig Aktivitäten entwickelt haben, die jetzt ihre positive Wirkung entfalten“, sagte Fromm. „Dies ist Ansporn und Verantwortung zugleich. Um den Erwartungen unserer Urlauber und Gäste auch künftig entsprechen zu können, muss die Branche die Zusammenarbeit weiter intensivieren, Themen wie Qualität noch stärker in den Fokus rücken und den Ausbau der touristischen Infrastruktur vorantreiben. Nur so können wir ein nachhaltiges und qualitatives Wachstum sichern“, so Fromm weiter. „Das hohe touristische Niveau möchten wir insgesamt im Land auch in den kommenden Jahren halten und, wenn möglich, sogar noch weiter ausbauen. Gerade Rostock ist für seine fortschrittlichen Initiativen etwa bei der Servicequalität oder der Barrierefreiheit beispielhaft. Nicht umsonst verzeichnet die Beherbergungsstatistik hier seit 2010 eine kontinuierlich positive Entwicklung“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. „Insbesondere die größeren Städte des Landes tragen zum touristischen Vorankommen bei. Die Hansestadt Rostock erweist sich seit Jahren als Wachstumsmotor im Tourismus.“ Von Januar bis Oktober diesen Jahres legt die Hansestadt Rostock nach Angaben des Statistischen Amtes bei den Übernachtungen um 0,9 Prozentpunkte zu. Insgesamt wurden im selben Zeitraum 1,75 Millionen Übernachtungen gezählt. Die Ankünfte wuchsen im selben Zeitraum um 1,8 Prozentpunkte. 

800 Jahre Tor zur Welt – Rostock präsentiert sich als herzlicher Gastgeber

Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Hanse- und Universitätsstadt. Darüber hinaus prägt er das Image und ist bestes Aushängeschild der Stadt. Vom Tourismus profitieren ebenso die regionale Entwicklung sowie die Lebensqualität der Einwohner. Rostock Marketing ist mit Einführung der freiwilligen Marketingumlage zur Finanzierung des Tourismus auch nach fast acht Jahren weiter auf Erfolgskurs. „Ich freue mich, dass wir es in Rostock ohne Pflichtabgaben gemeinsam geschafft haben, die Tourismuswirtschaft beispielhaft auf Wachstumskurs zu bringen“, betonte Oberbürgermeister Roland Methling. „Mit seiner hohen Wertschöpfung hat unter anderem auch der Tourismus dazu beigetragen, dass wir erfreulicherweise gerade im Jubiläumsjahr die uneingeschränkte finanzielle Handlungsfähigkeit zurückerlangen konnten. Dafür danke ich an dieser Stelle der gesamten Branche und bin sicher, dass sich die Rostocker Touristiker auch in 2018 als vortreffliche Gastgeber präsentieren. Die Festveranstaltung des Jubiläums, der 38. Internationale Hansetag, wird aus rund 16 Nationen Besucher nach Rostock locken. Es ist eine historische Chance, hier mit einem hohen Niveau an Service und Dienstleistung zu punkten“, so Methling und weiter mit Blick auf die bevorstehenden Ereignisse: „Die Feierlichkeiten zur 800-jährigen Stadtrechtsbestätigung und zu 600 Jahren Universität werden Rostock in den nächsten beiden Jahren national wie international in den wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, aber auch touristischen Fokus rücken. Wir sind bestrebt, dieses Ereignis zu einem einmaligen Höhepunkt werden zu lassen, auf das alle immer gern zurückblicken werden.“

Hohes touristisches Entwicklungspotential in Rostock

Rostock hat auf Grundlage der Tourismuskonzeption 2022 auch die Vermarktung der Destination im Geschäftsreisetourismus erfolgreich angestoßen. Mit der Gründung des Rostock Convention Bureau in 2016 wurde eine Marktlücke geschlossen, um Rostock im stark umkämpften Tagungs- und Kongressmarkt als Top-Tagungsdestination an der Ostsee zu profilieren. Durch eine neu geschlossene Kooperation mit dem Landestourismusverband profitiert künftig das gesamte Land von der Arbeit des Rostock Convention Bureau. Ebenfalls rückt der Gesundheitstourismus zunehmend in den Fokus der touristischen Vermarktung. Hier zeigen die Rostocker Touristiker großes Engagement und sind auf dem besten Weg, Warnemünde zum ersten Thalasso-Seebad an der Ostseeküste zu entwickeln. Um im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen, treibt Rostock das wichtige Thema Servicequalität weiter erfolgreich voran. „Im stark umkämpften Tagungssegment haben wir nun die Chance, uns mittelfristig als Top-Tagungsdestination zu etablieren. Auch der Gesundheitstourismus motiviert neue Zielgruppen für eine Reise in unser Bundesland. Rostock und Warnemünde bieten mit ihrem hervorragenden Naturraum auch in dieser Disziplin beste Standortfaktoren. Jene Botschaften tragen wir natürlich gern nach außen. Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin wird MV dieses Jahr als Partnerland auftreten. 2019 findet der Deutsche Tourismustag in Rostock statt. Zudem ist die Branche 2020 zum zweiten Mal nach 2009 mit der Reisemesse Germany Travel Mart hier in der Hansestadt zu Gast“, machte Wirtschaftsminister Harry Glawe deutlich.

Ein neues maritimes Highlight im Rostocker Kalender

Rostock gewinnt als internationaler Kreuzfahrthafen immer mehr an Bedeutung. So ist ein weiterer Höhepunkt in Planung: Vom 14. bis 16. September 2018 wird die Premiere des „Rostock Cruise Festivals“ in Warnemünde den Blick der internationalen maritimen Industrie auf die Hanse- und Universitätsstadt lenken. Damit wird eine weitere hochwertige Veranstaltung etabliert, die alle zwei Jahre abwechselnd mit den Hamburg Cruise Days stattfinden wird. „Der Kreuzfahrttourismus boomt. Er gilt in der Ostsee längst als wichtiges wirtschaftliches und touristisches Segment, das seit Jahren kontinuierlich wächst. Das `Rostock Cruise Festival´ ist deshalb eine ideale Chance, unser Land Mecklenburg-Vorpommern noch stärker als touristischen und wirtschaftlichen Standort zu positionieren“, erläutert Minister Glawe deutlich. 2017 wurden mit 190 Schiffsanläufen und 892.000 Passagieren bereits neue Bestmarken aufgestellt, die 2018 noch einmal getoppt werden könnten.Auch andere Kreuzfahrthäfen des Bundeslandes erfahren ähnliche Impulse wie Rostock mit beachtlichen Steigerungsraten. „Der gesamte Kreuzfahrtmarkt ist nach wie vor im Wachstum und bringt zum Teil erhebliche Potentiale mit sich. Der Flughafen Rostock-Laage profitiert von höheren Passagierzahlen und die Herkunft der Kreuzfahrtgäste sorgt auch dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern in der ganzen Welt als einzigartiges Urlaubsziel wahrgenommen wird“, so Minister Glawe weiter.

Wirtschaftsnahe Infrastruktur wird in Rostock weiter ausgebaut

„Wir unterstützen den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur weiter. Dabei liegt ein Schwerpunkt beispielsweise in der Vergrößerung des Angebotes von saisonunabhängigen Einrichtungen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. So fördert das Wirtschaftsministerium in Rostock den Neubau des POLARIUMS mit einem Zuschuss in Höhe von 10,26 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten für das POLARIUM auf rund 11,51 Millionen Euro. Auch die StadtHalle wird zu großen Teilen in neuem Glanz erstrahlen. Sie wird zu einem multifunktionalen Kongress- und Eventcenter ausgebaut. Die Gesamtinvestitionen für Modernisierung sowie den Um- und Ausbau der Rostocker StadtHalle betragen rund 16,9 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,2 Millionen Euro.

Netzwerkaktivitäten bereichern die Branche

Ein Schwerpunkt der täglichen Arbeit von Rostock Marketing und der Tourismuszentrale liegt auf dem touristischen Marketing für Rostock & Warnemünde, das nur mit Unterstützung des starken touristischen Netzwerks umgesetzt werden kann. Davon profitiert auch insbesondere die Branche, wie Frank Martens, Vorsitzender vom Tourismusverein Rostock & Warnemünde e.V., bestätigt: „Die erfolgreiche Arbeit, die Rostock Marketing für den Tourismus leistet, ist letztendlich für alle Beteiligten ein Gewinn. Die Einbindung der Branche zur Mitgestaltung des Tourismusmarketings ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der guten Entwicklung in der Hansestadt Rostock. Initiativen wie ServiceQualität Deutschland helfen uns, unsere eigenen Angebote weiter zu verbessern. Aber auch das Rostock Convention Bureau oder die Projekte im Gesundheitstourismus tragen dazu bei, dass wir uns touristisch breiter aufstellen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir begrüßen daher dieses Engagement und beteiligen uns gern an der freiwilligen Marketingumlage.“