Team Sport MV – Ein Land. Eine Kurve.

Sport Kostenlose Vektoren, Fotos und PSD-Dateien19. Mai 2020 – Die professionellen Teams aus RostockSchwerin und Stralsund formieren angesichts der Herausforderungen und Ungewissheiten der Corona-Pandemie das gemeinsame Bündnis Team Sport MV. Ziel ist die Erhaltung der Sportkultur in Mecklenburg-Vorpommern, die Bewahrung von Arbeitsplätzen und eine erfolgreiche Zukunft für die Nachwuchsarbeit. Die Corona-Krise und ihre gesellschaftlichen Folgen treffen den professionellen Sport in Mecklenburg-Vorpommern hart. Besonders wir, die Vereine mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb, sind akut betroffen. Zuschauereinnahmen fehlen. Sponsoren wanken. Zugesagte Einnahmen entfallen plötzlich.

Aufgrund dieser ungewissen Lage und den anstehenden gewaltigen Aufgaben schmiedeten wir Sportvereine in Mecklenburg-Vorpommern bereits vor fünf Wochen das Bündnis Team Sport MV. Seit Anfang April tauschen wir Vereinsverantwortliche uns in einem digitalen Sportforum aus. Wir teilen Erfahrungen, Ideen und Ansätze zur Problemlösung. Wir rufen auch die Anhänger unserer Mannschaften zur gegenseitigen Solidarität auf. Es geht um das Fortbestehen der Sportkultur in Mecklenburg-Vorpommern.

Als Bündnis suchen wir zudem die gemeinschaftliche Kommunikation mit der Politik – mit der wir bereits erste faire und partnerschaftliche Gespräche führen durften. Mit den sportpolitischen Verantwortlichen diskutieren wir Maßnahmen, um die Erhaltung der Spitzensportkultur im Bundesland langfristig zu sichern.

Mit besten Grüßen

Team Sport MV (ein-land-eine-kurve.de)
Patrick Bischoff, Mecklenburger Stiere
Markus Dau, Stralsunder HV
Michael Evers, SSC Palmberg Schwerin
André Jürgens, Rostock Seawolves
Robert Marien, F. C. Hansa Hansa Rostock e.V.
Jens Putzier, Rostock Griffins
Frank Thiessenhusen, SV Warnemünde
Tobias Woitendorf, HC Empor Rostock

Tourismusbranche in M-V bereitet sich auf Neustart vor

Knapp die Hälfte der Betriebe plant Öffnung am 18. Mai für Einheimische / Ab 25. Mai rund 93 Prozent der Betriebe wieder deutschlandweit buchbar / Moderater Preisanstieg erwartet

Geplane-Öffnung-310x17415. Mai 2020 – Die aktuelle Umfrage des Landestourismusverbandes, an der sich rund 800 Unternehmen – darunter Hotels, Anbieter von Ferienwohnungen, Campingplätze, Tourist-Informationsstellen sowie Kurverwaltungen – beteiligt haben, beleuchtet den stufenweisen Wiedereinstieg in den Tourismus und liefert Aussagen über die erwartete Auslastung für den Sommer, die wirtschaftliche Lage der Unternehmen sowie die preislichen Veränderungen in der Branche. Nach den von der Landesregierung MV beschlossenen stufenweise einsetzenden beziehungsweise zeitlich differenzierten Lockerungsmaßnahmen für den Tourismus kommt dieser nach wochenlangem Lockdown wieder ins Rollen: Laut Umfrage öffnet knapp die Hälfte der Betriebe (49 Prozent) bereits am 18. Mai für Gäste, dem frühestmöglichen Termin, der Reisen für Einheimische erlaubt. Weitere rund 45 Prozent öffnen am 25. Mai. Dazu Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Am 25. Mai, dem Stichtag, an dem Mecklenburg-Vorpommern wieder Gäste aus allen Bundesländern empfangen darf, sind etwas mehr als 90 Prozent der Betriebe geöffnet. Die Branche ist vorbereitet und vor allem sensibilisiert für alle erforderlichen Schutzmaßnahmen, um ein möglichst sicheres Reisen zu gewährleisten. Damit verbunden ist die Freude darüber, wieder Gäste begrüßen zu dürfen.“

Mehr als die Hälfte der Befragten bewertet Lockerungen positiv / Knapp drei Viertel der Unternehmen weiterhin von staatlichen Hilfen abhängig

Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) schätzt die Lockerungen für touristische Einrichtungen als rechtzeitig ein, rund 17 Prozent halten sie für zu früh; etwa ein Drittel hält sie für zu spät. Rund jeder zweite Befragte (48 Prozent) schätzt ein, unter den gegebenen Voraussetzungen auch wirtschaftlich arbeiten zu können. Dementsprechend hellt sich die Lage im Zusammenhang mit den vorgenommenen Lockerungen etwas auf: Bezugnehmend auf die letzte Umfrage (veröffentlicht am 10. April) fürchten noch rund 38 Prozent statt 60 Prozent eine krisenbedingte Geschäftsaufgabe bis Ende Juni. Knapp 30 Prozent können ihr Unternehmen unter den derzeitigen Umständen bis Ende September am Markt halten, rund 28 Prozent können die krisenbedingte Geschäftsaufgabe auf einen Zeitraum darüber hinaus verzögern. Die Umfrage macht auch deutlich, dass weitere Hilfen und eine Sonderunterstützung notwendig sind, denn knapp drei Viertel der Befragten (73 Prozent) sind weiterhin von staatlichen Hilfen abhängig. Rund 93 Prozent haben bislang Hilfen beantragt; 81 Prozent haben sie ganz oder zum Teil erhalten. Der prozentuale Anteil der Mitarbeiter, die sich in Kurzarbeit befinden, liegt im Mai bei 61 Prozent und damit auf ähnlichem Niveau wie im Vormonat. „Der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit wird mit der Öffnung des Tourismus abnehmen“, sagte Woitendorf. Er hoffe, dass die Branche bald wieder vollständig arbeiteten kann, denn die Bedeutung des Sommergeschäftes sei hoch. Der Umfrage zufolge ist ein Anstieg der Nachfrage zu erwarten. Für den Sommer konstatieren die Befragten – unabhängig von einer Kapazitätsgrenze – einen Vorbuchungsstand von rund 60 Prozent. Sie rechnen mit einer Auslastung von 76 Prozent für den Juli beziehungsweise 77 Prozent für den August.

Moderate Auswirkungen auf das Preisgefüge erwartet

Die Corona-Krise wirkt sich laut Umfrage moderat auf die Preise für Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern aus. Für die Sommermonate Juli und August erwarten die Befragten einen Preisanstieg um rund elf Prozent. „Die Verknappung des Angebotes durch die geltende 60-Prozent-Regelung, die gestiegene Nachfrage nach Urlaub in Deutschland bedingt durch die weltweite Reisewarnung sowie die Aufwendungen der Gastgeber für alle Hygienemaßnahmen, die dem Infektionsschutz dienen, werden zu einer Veränderung der Preise führen. Allerdings sollten Gastgeber auch im Blick behalten, dass auch Gäste mit Einschränkungen umgehen müssen und sensibel mit Preiserhöhungen umgehen“, so Woitendorf abschließend.

Link zu Umfrageergebnissen

Bildunterschrift: Knapp die Hälfte der Betriebe (49 Prozent) öffnet bereits am 18. Mai für Gäste, dem frühestmöglichen Termin, der Reisen für Einheimische erlaubt. Foto: TMV

Größtmögliche Sicherheit für den Neustart im Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Landestourismusverband informiert über landesweit geltende Schutzstandards für die Branche

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

14. Mai 2020 – Handlungshilfen in herausfordernden Zeiten: Um einen möglichst sicheren Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern – ab dem 18. Mai für Einheimische sowie ab dem 25. Mai für Gäste aus anderen Bundesländern – zu gewährleisten, haben der Landestourismusverband und die touristischen Fachverbände gemeinsam mit der Landesregierung und dem Landesgesundheitsamt Schutzstandards für die Branche erarbeitet. Diese sehen für unterschiedliche touristische Anbietergruppen wie die Gastronomie, einzelne Beherbergungsarten – von der Hotellerie über Ferienwohnungen bis hin zu Campingplätzen – oder Marinas und Häfen verbindliche Maßnahmen und unterstützende Hinweise für einen professionellen Umgang beim Reisen mit der Pandemie vor. Die Schutzstandards sind infolge des von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichten „MV-Plans 2.0 zur schrittweisen Erweiterung des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie“ erarbeitet worden, basieren auf bundesweit geltenden Arbeitsschutzstandards und Hygieneregeln und erweitern diese um spezielle Aspekte zum Coronavirus. So enthalten die „Schutzstandards Gastronomie“ sowohl acht Regeln zum Umgang mit Gästen, Reservierungen oder Öffnungszeiten als auch Aussagen zur persönlichen Schutzausrüstung der Angestellten, Regeln für den Umgang mit Lieferanten oder die Notwendigkeit des Vorliegens eines Pandemieplanes.

Dazu Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes: „Wir sind froh, dass das für das Land so wichtige Tourismusgeschäft wieder anlaufen kann, und wir wollen es in der Praxis so professionell und verantwortungsvoll umsetzen, wie wir es vorbereitet haben. Schutzmaßnahmen sind notwendig, um das Infektionsrisiko zu minimieren und Gästen sowie Gastgebern das maximale Maß an Sicherheit zu geben. Dazu dienen die neu entwickelten Standards.“ Viele Unternehmen in der Branche hätten ihre Hausaufgaben bereits gemacht und die ohnehin bestehenden Schutz- und Hygienestandards an die neuen Rahmenbedingungen angepasst. Die auf der Branchenplattform des Landestourismusverbandes unter www.tourismus.mv sowie auf der Webseite des Wirtschaftsministeriums veröffentlichten Schutzstandards werden bei aktuellen Entwicklungen und Erfordernisse aktualisiert. Neben den bereits hinterlegten Dokumenten werden momentan u. a. noch Standards für Kinderbereiche in touristischen Einrichtungen, für Veranstaltungen und für Verleiher von Freizeitequipment entwickelt, abgestimmt und publiziert. Auf der touristischen Branchenplattform finden Interessierte auch weitere Orientierungshilfen und Standards etwa für Tourist-Informationen, Museen oder Schwimmbäder.

Weitere Informationen: www.tourismus.mv

Schutzstandards für die Tourismusbranche als Übersicht und zum Download:

Weitere Orientierungshilfen und Standards:

Landtagspräsidentin Birgit Hesse eröffnete Outdoor-Fotoausstellung „Wo Natur zu Hause ist“ im Zoo Rostock

Naturerlebniszentren in MV wecken die Vorfreude auf den Neustart im Tourismus

Seeadler_TMV-Grundner-310x224Die Präsidentin des Landtages MV und des Landestourismusverbandes MV, Birgit Hesse, hat heute nach längerer Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie eine Outdoor-Ausstellung mit Motiven aus den Naturerlebniszentren des Landes im Zoo Rostock eröffnet. Die Ausstellung „Mecklenburg-Vorpommern: Wo Natur zu Hause ist“ wurde vom Netzwerk der Naturerlebniszentren in MV in Kooperation mit der Kur- und Tourismus GmbH Zingst und mit Unterstützung des Tourismusverbandes MV initiiert

„Diese Fotoschau ist in vielerlei Hinsicht ein Lichtblick. Sie steht symbolisch für den Neustart des Tourismus nach einer für viele Menschen sehr schwierigen Zeit mit erheblichen Einschränkungen, Sorgen und Ängsten“, betonte die Präsidentin. „Auch wenn die Corona-Krise längst nicht überwunden ist und wir weiter sehr vorsichtig sein müssen, dürfen wir uns doch wieder auf gemeinsame Erlebnisse freuen. Die Motive animieren zu einem Urlaub in der Natur, um diese Schönheiten auch einmal live zu sehen“, so Hesse weiter.

Mecklenburg-Vorpommern – wo die Natur zu Hause ist

Zwölf zwei Meter hohe Bildbänke mit 22 großformatigen Fotomotiven geben einen Einblick in die Vielfalt der Naturschönheiten des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern – ein großartiges Erlebnis zu jeder Jahreszeit, wenn nicht gerade das Corona-Virus die Reiseplanung durcheinanderbringt. „Wir sind sehr dankbar, dass sich der Zoo Rostock schnell und unkompliziert als Ausweichort für die Ausstellung angeboten hat“, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf. „Nach der Premiere der Fotoschau auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin im Januar dieses Jahres sollte diese eigentlich im Rahmen des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« 2020 in Zingst gezeigt werden. Das soll jetzt im Oktober nachgeholt werden“, kündigte Woitendorf an. Die wichtigsten Botschaften der Ausstellung: Wer nahezu unberührte Natur entdecken will, ist in Mecklenburg-Vorpommern genau richtig. Drei Nationalparks, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparks bewahren eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Ein Drittel des Landes steht unter Naturschutz. Und wer die Natur besser verstehen will, kann in mehr als 30 Erlebniszentren im Nordosten auf Entdeckungstour gehen.

Imposante Momente im Naturparadies und in den Erlebniszentren Mecklenburg-Vorpommerns haben die Fotografen Timm Allrich, Ronny Blohm, Ralf Eppinger, Felix Gänsicke, Thomas Grundner, Martin Harms, Sven Lamprecht, Mario Müller, Peter Prast und Klaus-Herbert Schröter eingefangen. Sei es der Seeadler mit seiner Fischbeute, der Blick auf den Baumwipfelpfad auf der Insel Rügen, das warme Abendlicht am Königstuhl, der mystische Nebelmorgen am „Amazonas des Nordens“, wie die Peene auch genannt wird,  oder die Wasservogelraststätte am Stettiner Haff – diese Aufnahmen geben der Naturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns ein Gesicht und eine beachtliche Perspektive. „Natürlich spielt der Natur- und Artenschutz in den mehr als 30 Erlebniszentren in unserem Land eine zentrale Rolle“, hob Zoodirektor Udo Nagel hervor. „In den Zoos und Naturkundemuseen nehmen wir die Besucher sogar mit auf eine Reise durch die ganze Welt, zeigen aber zugleich auch auf, welche Verantwortung der Mensch für die gefährdete Umwelt trägt.“

Ein Netzwerk für die Fauna und Flora im Norden

Das Netzwerk Naturerlebniszentren verfolgt mit seinen Partnern das Ziel, das Image Mecklenburg-Vorpommerns als das Natururlaubsland mit geschützten Landschaften und attraktiven Erlebniszentren zu stärken. Partner des Netzwerkes sind die Nationalen Naturlandschaften MV –  vertreten durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV – sowie das Ozeaneum Stralsund, das Müritzeum, das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl, das Naturerbe Zentrum Rügen, die Zoos in Rostock und Schwerin sowie der Bärenwald Müritz. Koordiniert wird das Netzwerk durch den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, der gleichzeitig Netzwerkpartner ist. Bis zum 30. August wird die Ausstellung auf dem Veranstaltungsplatz im Zoo Rostock zu sehen sein. Weitere geplante Ausstellungsorte sind die Universitäts- und Hansestadt Greifswald im September und das Ostseeheilbad Zingst im Oktober 2020.

Bildunterschrift: Der in der Mecklenburgischen Seenplatte und an der Ostseeküste beheimatete Seeadler gilt als Symboltier erfolgreichen Naturschutzes. Foto: TMV/Grundner

Das Begleitheft zum Download: https://bit.ly/2L39RDf

Weitere Infos: www.auf-nach-mv.de/naturerlebniswww.horizonte-zingst.de

Veröffentlicht 7. Mai 2020 von Martina Wichor in Auf dieser Seite

Rostock ist ab sofort Mitglied bei der Europäischen Route der Backsteingotik

EuRoB_Karte_2012 Backsteingotik, Abb.: Verein

EuRoB-Karte Backsteingotik von 2012, Abb.: Verein

Mit Rostock ist eine zentrale backsteingotische Stadt, die im Mittelalter neben Lübeck und Wismar zu den bedeutendsten Hansestädten gehörte, dem dänisch deutsch-polnischen Netzwerk „Europäische Route der Backsteingotik e. V.“ beigetreten. Mit der Mitgliedschaft beabsichtigt die Universitäts- und Hansestadt Rostock ihre zahlreichen backsteingotischen Sehenswürdigkeiten europaweit in ihrem wichtigen architekturhistorischen und kulturellen Zusammenhang zu vermitteln. Verein und Stadt bündeln fortan ihre Ressourcen, um ein Bewusstsein für das gemeinsame kulturelle Erbe Backsteingotik in der Öffentlichkeit zu schaffen. Bereits in der EU-finanzierten Projektphase der Europäischen Route der Backsteingotik, noch vor Gründung des Vereins im September 2007, war die Stadt Rostock Projektpartner. Nun soll die erfolgreiche Zusammenarbeit von damals unter dem neuen, aus Dänemark stammenden Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen fortgeführt werden. „Uns verbindet eine gemeinsame Geschichte, auf deren Spuren man beiderseits der Ostsee immer wieder stoßen kann. Rostock bietet auch für Gäste aus Dänemark und Polen viele Sehenswürdigkeiten, die statt einer Durchreise auch einen längeren Aufenthalt interessant und abwechslungsreich machen“, so Claus Ruhe Madsen.

Die Zusammenarbeit wird durch gemeinsame Veröffentlichungen wie den Kultur-Reiseführer, aber auch durch Veranstaltungen wie Gruppenreisen, den Tag der Backsteingotik und das Netzwerk des wissenschaftlichen Fachausschusses des Vereins realisiert, um den Austausch und das Wissen über die backsteingotischen Denkmäler in Rostock zu fördern. Der Beitritt Rostocks freut auch zahlreiche Touristen, die sich für die Destination „Kulturlandschaft Backsteingotik“ interessieren. Die noch erhaltenen Backsteinbauten zeugen vom Fleiß und vom handwerklichen Können ihrer Erbauer. Insbesondere die St.-Marien-Kirche prägt seit über 700 Jahren mit ihrem mächtigen Baukörper den Marktplatz und die Silhouette Rostocks. Sie ist Zeugnis und Monument der Geschichte der Stadt und ihrer Bedeutung in der Blütezeit der Stadtentwicklung im Mittelalter. Weitere bedeutende backsteingotische Bauten in Rostock sind das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster zum Heiligen Kreuz (14./15. Jh.), das 54 Meter hohe Kröpeliner Tor (13./14. Jh.), das Haus Kröpeliner Str. 82 (von 1493) mit seiner reichen Giebelgestaltung sowie das ebenfalls spätgotische Kerkhofhaus (um 1460/70).

Linktipp: https://www.eurob.org/deutschland/rostock/

Premiere: Erstes „Handwerkspolitisches Forum Ost“ in Leipzig

Die Leipziger Messe ist auf dem Weg zu einer Plattform eines intensiven Austausches über aktuelle wirtschafts- und bildungspolitische Themen des Handwerks in den neuen Ländern – in MV ist auch handwerkspolitisch bereits vieles auf den Weg gebracht – Leistungsschau und Gedankenaustausch werden verzahnt

Premiere auf der „mitteldeutschen handwerksmesse“ (mhm) in Leipzig: Erstmals findet – auch auf Anregung von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph – ein „Handwerkspolitisches Forum Ost“ mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aller ostdeutschen Länder statt. Veranstalter ist die Leipziger Messe GmbH. „Die Leipziger Messe ist seit vielen Jahren die professionelle Bühne für Tradition und Innovation des Handwerks in den neuen Ländern. Ich bin der Leipziger Messe sehr dankbar, dass genau dort die Plattform zum intensiven handwerkspolitischen Austausch über aktuelle wirtschafts- und bildungspolitische Themen entstehen kann. Die zentrale Frage lautet: Wie kann das Handwerk mit den komplexen Herausforderungen der Zukunft umgehen, etwa der Digitalisierung und dem Fachkräftemangel? Den Herausforderungen wollen wir uns gemeinsam stellen und Lösungen entwickeln, die unseren spezifischen Rahmenbedingungen in den neuen Ländern entsprechen. In den neuen Ländern ist auch handwerkspolitisch bereits vieles auf den Weg gebracht. Leistungsschau und Gedankenaustausch werden jetzt verzahnt“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Unser Handwerk ist eine Korsettstange in der Volkswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern

„Unser Handwerk ist eine starke, traditionsbewusste, innovative Wirtschaftskraft und zugleich ein unverzichtbarer Stabilitätsfaktor unserer Volkswirtschaft. Im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern übernehmen die Handwerksbetriebe eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Entwicklung ganzer Regionen, sie sichern Wachstum und Beschäftigung auch im ländlichen Raum. Vor allem die Rolle der Handwerker bei dem Thema Ausbildung junger Menschen ist nicht hoch genug zu schätzen“, sagte Rudolph. Derzeit sind über 20.200 Betriebe mit 112.000 Beschäftigten und 5.061 Lehrlingen bei den Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet. Das Handwerk erwirtschaftet jeden zehnten Euro an Brutto-Wertschöpfung im Land. Jeder siebte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern arbeitet im Handwerk. Jeder vierte Lehrling wird im Handwerk ausgebildet.

Wirtschaftsministerium stärkt Meistertitel

„Die Fachkräftesicherung ist eine der zukunftsträchtigen Themen im Handwerk. Wir machen uns deshalb für den Meistertitel stark, denn mit dem Abschluss können unsere Handwerker junge Menschen hochqualifiziert in ihrem jeweiligen Gewerk ausbilden“, sagte Rudolph. Das Wirtschaftsministerium honoriert seit 2016 den erfolgreichen Abschluss von Meistern in Handwerk und Industrie mit dem „Meister-Extra“. Eine erfolgreiche bestandene Meisterprüfung in Industrie und Handwerk wird inzwischen mit 2.000 Euro prämiert. Bis zu 50 Absolventinnen und Absolventen erhalten ein „Meister-Extra“ in Höhe von 5.000 Euro, wenn sie als Beste ihres Gewerkes beziehungsweise ihrer Fachrichtung die Meisterprüfung abgelegt haben. Insgesamt wurde das Meister-Extra bereits 1.227mal ausgereicht; 18 Beste wurden bislang gewürdigt. Das Wirtschaftsministerium hat die Meisterausbildung seit 2016 mit 1,85 Millionen Euro gewürdigt. Existenzgründern im Handwerk wird zudem eine Unternehmensnachfolge durch die „Meisterprämie“ erleichtert. Bei einer Unternehmensübernahme und erstmaligen Existenzgründung erhalten die Handwerker eine einmalige, nicht rückzahlbare Förderung in Höhe von 7.500 Euro. Seit dem Jahr 2011 hat das Wirtschaftsministerium 203 Unternehmensnachfolgen mit 1,5 Millionen Euro unterstützt. Zudem unterstützt das Wirtschaftsministerium die Kreishandwerkerschaften in Mecklenburg-Vorpommern beim Ausbildungsmarketing für Handwerksbetriebe. Unter dem Titel „Das Beste am Handwerk“ werden Klein- und Kleinstunternehmen in Fragen der Nachwuchswerbung zur dualen Berufsausbildung mit neuen, zeitgemäßen und digitalen Instrumenten des modernen Recruiting im Bereich des Ausbildungsmanagements beraten und unterstützt. Die Förderung der Kreishandwerkerschaften als Projektträger erfolgt auf der Grundlage der „Richtlinie zur Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen (SEM)“. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von rund 130.000 Euro.

Digitalisierung erfordert Weiterbildung

„Durch die Digitalisierung werden Tätigkeiten zunehmend komplexer und wissensbasierter. Das erfordert neue Qualifikationen der Mitarbeiter. Deshalb ist Weiterbildung eines der wichtigsten Instrumente der Unternehmen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Handwerker auf diesem Weg“, sagte Rudolph. Um im Rahmen von Digitalisierungsmaßnahmen zu unterstützen und die Innovationsfähigkeit sowie die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit von Unternehmen zu erhöhen, können auch Handwerksunternehmen Personalkostenzuschüsse erhalten. Bei der Einstellung von zusätzlichem Personal mit Hochschulabschluss in einer technischen Fachrichtung werden für 24 Monate Personalkostenzuschüsse in Höhe von bis zu 50 Prozent ausgereicht. Im 1. Jahr ist die Förderung auf 30.000 Euro, im 2. Jahr auf 15.000 Euro begrenzt. Für den zukünftigen Arbeitnehmer muss es sich um eine Ersteinstellung handeln oder der Hochschulabschluss darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Die Arbeitsstelle muss unbefristet sein und tarifgleich vergütet werden. 34 Anträge wurden bisher bewilligt (Stand 31.12.2019). Darüber hinaus können Handwerksunternehmen für unternehmensspezifische Maßnahmen (Projekte) eine 50 prozentige Förderung für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten (Beratung), die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen (Beratung) oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten (Schulung) erhalten, wenn ein externer Dienstleister beauftragt wird (max. 100.000 Euro). Bei den Projekten wurden bisher 18 Anträge für insgesamt rund 1.270 Teilnehmer mit einer Förderhöhe von rund 318.000 Euro bewilligt (Stand: 20.01.2020).

Investitionen, die der Umsetzung von Prozessinnovationen dienen, sind ebenfalls auch für Handwerksbetriebe förderfähig – aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) unter der Voraussetzung, dass die Prozessinnovationen das Ergebnis der Beratungs- und Planungsleistungen (Prozessinnovationen) sind. Dabei handelt es sich beispielsweise um Maschinen und Anlagen, Robotik sowie Automatisierungstechnik wie Sensorik, Datenübertragungs- und Verteiltechnik und die dafür notwendige spezifische Hard- und Software. Die Gesamtausgaben des Investitionsvorhabens müssen mindestens 100.000 Euro betragen; die Höhe des Zuschusses beträgt maximal 100.000 Euro. Bei Investitionen in die Modernisierung des Produktionsprozesses sind für Handwerksbetriebe Unterstützungen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), möglich, wenn die Unternehmen überregional tätig sind. Voraussetzung ist weiterhin, dass beispielsweise Herstellungsmethoden oder interne Abläufe eines Unternehmens sich so verbessern, dass der Produktionsprozess schneller, kostengünstiger, sicherer oder/und effizienter gestaltet wird (Rationalisierungsmaßnahmen). Zudem muss das Kriterium der besonderen Anstrengung erfüllt sein (10 Prozent mehr Arbeitsplätze oder der Investitionsbetrag ist 50 Prozent höher als die durchschnittlichen Abschreibungen der vergangenen drei Jahre). Die Zuschusshöhe beträgt 50 Prozent der förderfähigen Kosten (maximal 200.000 Euro innerhalb von drei Steuerjahren). „Auch Bildungsschecks für branchenübergreifende und branchenspezifische Fortbildungsmaßnahmen haben sich bewährt“, sagte Rudolph. Die Förderung beträgt 50 Prozent bzw. 75 Prozent, maximal ist ein Zuschuss von 500 Euro pro Bildungsscheck bzw. 3.000 Euro bei abschlussorientierten Bildungsschecks möglich. In der aktuellen europäischen Förderperiode wurden bisher rund 2.500 Anträge für insgesamt 16.579 Bildungsschecks und dafür Fördermittel in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) bewilligt.

Handwerkspolitisches Forum Ost war Teil der mitteldeutschen handwerksmesse

Das Handwerkspolitische Forum Ost fand im Rahmen der mitteldeutschen handwerksmesse statt. Zeitgleich waren die Messen „Haus-Garten-Freizeit“ und „Beach & Boat“ in Leipzig präsent. Mecklenburg-Vorpommern war auf den drei Messen mit insgesamt 24 Ausstellern vertreten, unter anderem fünf handwerkliche Betriebe auf einem Gemeinschaftsstand der mhm (Fleisch- und Wurstspezialitäten Robert Kriewitz aus Ueckermünde, Bernstein Galerie E aus Ribnitz-Damgarten, Schokoladerie de Prie aus RostockNordholz Design Kause Saunabau und Elektrotechnik aus Zarrendorf, Tischlerei Tietböhl GmbH aus Rostock) und zwei Einzelaussteller (Marxdorfer Liköre Neustrelitz und Thüringer Kristallhof Waren).

Gemeinsame Bundesratsinitiative für stärkere Beteiligung des Bundes beim Thema Schiffbauzeitfinanzierung

Deutlichere Unterstützung des Bundes für Finanzierung im Schiffbau unabdingbar – schwierige Fremdkapitalbeschaffung für einen Großteil der deutschen Werften

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft – Heckansicht eines Schiffes, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und der Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein Dr. Bernd Buchholz setzen sich für eine stärkere Beteiligung des Bundes bei der Schiffbaufinanzierung im neuen parallelen Bund-/Ländergroßbürgschaftsprogramm ein. Ein entsprechender Antrag wurde am Freitag von beiden Küstenländern in den Bundesrat eingebracht. „Wir brauchen die uneingeschränkte Aufnahme des Themas Schiffbauzeitfinanzierung in das neue parallele Bund-/Länderbürgschaftsprogramm. Deutschland darf als Exportland diese oft in ihrer gesamtdeutschen Bedeutung unterschätzte Industrie zumindest nicht an Finanzierungsfragen scheitern lassen. Der internationale Wettbewerb mit massiven staatlichen Einflüssen weltweit ist schon im technischen Bereich hart genug. Die Volksrepublik China hat beispielsweise die Eroberung des Kreuzfahrtschiffbaumarktes bis 2025 zu einem Staatsziel erklärt. Die Position des Bundes zu diesem Thema, sich bei Finanzierungen teurer Projekte nahezu vollständig herauszuhalten, kann unseres Erachtens so nicht stehen bleiben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Bundesrat. Mecklenburg-Vorpommern ist dem Antrag Schleswig-Holsteins beigetreten.

Absicherung von Bund und Land nötig

Vom Schiffbau profitieren nicht nur die Werften, sondern auch zahlreiche Zulieferbetriebe abseits der Küste. „Wenn wir Deutschlands Position im Hinblick auf die vielerorts diskutierten Industriestrategien der Europäischen Union oder Deutschland als Industrieland erhalten wollen, müssen wir gesamtdeutsch denken und alle industriellen Branchen, nicht nur die Autoindustrie, Maschinenbau oder etwa Chemie, im Blick behalten“, sagte Glawe. Die aktuellen Auftragsbestände der deutschen Werften belaufen sich auf fast 20 Milliarden Euro. Aktuell werden ungefähr 70 bis 80 Prozent der Wertschöpfung bei dem Bau eines Schiffes auf einer deutschen Werft durch die beteiligten Schiffbauzulieferfirmen, unter anderem aus ganz Deutschland, erbracht. Etwa die Hälfte dieser Zulieferungen kommt dabei nicht aus den Küstenländern, sondern aus dem gesamten küstenferneren Bundesgebiet. „Dies verdeutlicht nochmals, dass der Erhalt einer zukunftsfähigen Schiffbauindustrie in Deutschland nicht nur ein norddeutsches Thema ist, sondern in gesamtdeutschem Interesse, insbesondere jedoch auch der Binnenländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern, liegt. Für ein exportorientiertes Land wie Deutschland ist eine innovative, leistungsstarke und international wettbewerbsfähige maritime Wirtschaft von besonderem Stellenwert. Nach wie vor bildet die Schiffbauindustrie mit insgesamt rund 18.000 direkt Beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den wirtschaftlichen Kern der maritimen Wirtschaft“, machte Wirtschaftsminister Glawe im Bundesrat deutlich.

Schwierige Fremdkapitalbeschaffung für einen Großteil der deutschen Werften

Der bei weitem kritischste Punkt für die deutsche maritime Industrie ist die Finanzierung der besonders hohen Volumen über die bei Spezialschiffen verständlicherweise sehr viel längere Bauzeit. „Das Engagement der wenigen Banken, die noch im Schiffsfinanzierungsbereich aktiv sind, gilt als risikobehaftet. Das sind sozusagen die ´Nachwehen´ der Weltwirtschaftskrise, die auch den Schiffbau damals hart getroffen haben. Deren Auswirkungen – vor allem auch, wenn es um die Finanzierung im Schiffbau geht – sind bis heute spürbar. Dies erschwert die Fremdkapitalbeschaffung für einen Großteil der deutschen Werften erheblich, insbesondere wenn diese sich in neuen, innovativen oder sehr anspruchsvollen Marktsegmenten wie etwa dem Kreuzfahrtschiffbau engagieren. Vor diesem Hintergrund kommt der Stellung von Bürgschaften der öffentlichen Hand eine besondere Bedeutung zu“, erläuterte Glawe.

Uneingeschränkte Einbeziehung der Bürgschaften im Schiffbau

Im Rahmen der Überarbeitung des Bundesbürgschaftsprogramms 2020 haben sich die Länder für die uneingeschränkte Einbeziehung des Schiffbaus eingesetzt, um eine angemessene Bundesbeteiligung an der Absicherung von Bauzeitfinanzierungen zu ermöglichen. „Der Vorschlag des Bundes diesbezüglich ist jedoch enttäuschend, da er eine Berücksichtigung von Schiffsbürgschaften im Bundesbürgschaftsprogramm nur mit Einschränkungen vorsieht. Dies wird der Bedeutung der deutschen maritimen Industrie nicht gerecht werden“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Wirtschaftsminister Glawe wird schnellstmöglich Gespräche mit dem Bund führen.