Unterschiedliche Beschlüsse und Beratungen der Verkehrsministerkonferenz (VMK) in Nürnberg

Christian Pegel begrüßt Forderung der VMK nach Notbremssystemen für LKW

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SZM Volvo FH mit Kühlauflieger, Foto: btr/Wikipedia

19.4.2018 – Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel hat einen Beschluss der Verkehrsministerkonferenz (VMK) zu Notbremssystemen für LKW ausdrücklich begrüßt. Dieser beinhaltet eine Forderung an die Bundesregierung, Notbremssysteme für LKW verpflichtend in das Straßenverkehrsrecht aufzunehmen. Gleiches fordert die heute und morgen (19./20.04.2018) in Nürnberg tagende VMK für zusätzliche Assistenzsysteme, die beim Rechtsabbiegen von LKW den sogenannten „toten Winkel“ für Fußgänger und Radfahrer sicherer machen sollen. „Die häufig sehr schweren Unfälle beim Auffahren von LKW auf Stau-Enden oder vorausfahrende, langsamere Fahrzeuge – wie vor wenigen Tagen auf der A 20 kurz vor Lübeck – führt leider oft zu schwersten Verletzungen und nicht selten zu Verkehrstoten“, begründete Pegel die Forderung an die Bundesregierung, die Ausstattung von LKW mit automatischen Notbremssystemen zur Pflicht zu machen. Dies gelte in gleichem Maße für Assistenzsysteme, die beim Rechtsabbiegen die häufig sehr schweren Unfälle mit Fußgängern und Radfahrer verhindern können. „Der tote Winkel muss mit technischen Systemen zu Gunsten von Radfahrern und Fußgängern gesichert werden“, fasst Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister die Forderung der VMK für eine entsprechende Ausstattungspflicht von LKW zusammen.

Christian Pegel zufrieden mit Forderungen der Verkehrsminister an Deutsche Bahn

Hauptbahnhof der Hansestadt Rostock, Foto: Joachim Kloock

Hauptbahnhof Rostock, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel zeigte sich erfreut über einen Beschluss der Verkehrsministerkonferenz, mit dem sie Deutsche Bahn und Bundesregierung zu deutlich kundenorientierterem Bauen auffordert. „Baustellen führen häufig zu erheblichen Nachteilen für die Fahrgäste der Bahn, nicht selten durch Vollsperrungen von wichtigen Bahnstrecken. Das ist mit der Kundenorientierung, die sich die Bahn auf die Fahnen geschrieben hat, nicht vereinbar. Das muss sie bei ihren Planungen der Bahn künftig wesentlich verbessern, selbst wenn dies zu Kostensteigerungen führt“, fasste Pegel die Forderungen der 16 Verkehrsminister der Länder zusammen, die heute und morgen in Nürnberg tagen. Die Verkehrsministerkonferenz forderte die Bahn zudem auf, die Bäume entlang der Bahnstrecken deutlich besser auf mögliche Beeinträchtigungen bei Stürmen, Wintereinbrüchen und anderen Starkwetterereignissen vorzubereiten. „Wir brauchen jetzt ein konsequentes Pflegen und Prüfen der Bäume entlang der Bahntrassen“, forderte Christian Pegel. „Es ist niemandem erklärbar, dass gefühlt jeder schwerere Sturm oder Wintereinbruch zu zahlreichen Zugausfällen durch Äste und Bäume führt“, resümierte er die Kritik der Verkehrsministerkonferenz. Diese erstreckte sich auch auf die Kommunikation der Bahn mit ihren Kunden in solchen Krisensituationen. „Diese muss deutlich verbessert werden“, so Pegel – auch und vor allem im Bahnnahverkehr. Denn: „Hier trifft es besonders empfindlich die Pendlerströme, die auf verlässliche Bahnverbindungen angewiesen sind.“ Thema der Konferenz sind auch Forderungen an die Bahn für deutlich gesteigerte Bemühungen, die Bahnstrecken witterungsbeständiger zu machen.

VMK fordert Modellprojekt zu begleitetem Fahren mit 16 Jahren – Christian Pegel hofft auf Modellprojekt in M-V

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

Die Verkehrsminister der 16 Bundesländer sind sich einig: Sie wollen das begleitete Fahren mit 17 auf 16-Jährige ausweiten und fordern per Beschluss ein entsprechendes Modellprojekt – sehr zur Freude von Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel. „Auch die Vertreter der Bundesregierung haben bei der Verkehrsministerkonferenz ihre Unterstützung für ein solche Modellprojekt signalisiert“, sagte Pegel und fügte hinzu: „Mecklenburg-Vorpommern möchte daran gern teilnehmen.“ „Bevor ein solches Modellprojekt aber starten kann, haben wir noch dicke Bretter zu bohren“, dämpfte Christian Pegel verfrühte Hoffnungen. Die europäischen Rechtsvorschriften erlauben den EU-Mitgliedsstaaten das Führen von PKW frühestens ab 17 Jahren. „Der Beschluss der VMK ist vor allem die Bitte an den Bundesverkehrsminister, schnellstmöglich Verhandlungen mit der EU über eine Änderung dieser Vorschrift aufzunehmen, damit zumindest ein begleitetes Fahren ab 16 Jahren stattfinden darf“, erläuterte der Vertreter aus dem Nordosten einen wichtigen Baustein des Beschlusses der Verkehrsministerkonferenz, die heute und morgen (19./20.04.2018) tagt. „Ich hoffe, dass die EU-Kommission diesen einstimmigen Rückenwind aller deutschen Verkehrsminister positiv aufnimmt und uns erlaubt, das erfolgreiche begleitete Fahren mit 17 bereits für 16-Jährige zu öffnen – zunächst in einem wissenschaftlich begleiteten Modellprojekt“, so Pegel. „Mecklenburg-Vorpommern möchte unbedingt teilnehmen. Wir waren schon am Modellprojekt, mit dem das heute allgemein zugelassene begleitete Fahren mit 17 Jahren erprobt wurde, erfolgreich dabei und konnten eine koordinierende Rolle wahrnehmen.“

Mit dem begleiteten Fahren wird derzeit ein PKW-Führerschein bereits für 17-Jährige möglich gemacht. Die Einschränkung: Bis zum 18. Geburtstag ist das Fahren nur in Begleitung eines Erwachsenen mit mehrjähriger Fahrpraxis erlaubt. Dieser muss im Führerschein des Fahranfängers als der zugelassene Fahrbegleiter vermerkt sein. „Wir wissen aus Studien und den bei jedem Unfall erhobenen Daten, dass die Fahranfänger, die als begleitet Fahrende begonnen haben, das Verkehrsunfallrisiko um mehr als 20 Prozent senken – verglichen mit Fahranfängern, die erst mit 18 Jahren starten, dafür aber von Anfang an unbegleitet fahren“, erläutert Pegel den Erfolg des begleiteten Fahrens mit 17. „Grund dieses tollen Erfolgs für die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen ist die höhere Zahl Kilometern, die die Fahranfänger begleitet zurücklegen. In der Fahrschulausbildung sind das im Durchschnitt circa 800 Kilometer. Beim begleiteten Fahren kommen noch einmal 2.000 bis 4.000 Kilometer hinzu“, erläutert Pegel und fügt hinzu: „Die Begleitung hilft vor allem mental, manchmal sicherlich auch mäßigend, vor allem aber in krisenhaften Situationen durch Rat und Tat. Und die Zahlen beweisen, dass dies deutlich zu höherer Verkehrssicherheit beiträgt. Deshalb sind die Verkehrsminister der Länder unisono dafür, eine längere begleitete Fahrphase bereits ab dem 16. Lebensjahr zu ermöglichen.“ Auch beim begleiteten Fahren ab 16 werde das Alleinefahren erst mit 18 Jahren möglich sein: „Der jetzige Antrag will nur die begleitete Fahrphase verlängern.“

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WIRFUERBIO – Gemeinsam gegen Plastik in der Biotonne 

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Biotonne, Foto: Umweltamt Rostock

20.4.2018 – Norddeutschland räumt auf in der Biotonne. Plastiktüten bilden noch immer den größten Störstoffanteil im Bioabfall. Damit wird ein eigentlich 100 Prozent biologischer und verlustfreier Energiekreislauf maßgeblich gestört, denn aus Plastiktüten wird weder Bioenergie noch Qualitätskompost. In Mikroplastik zerfallen, können Plastiktüten nicht mehr ausreichend aus dem fertigen Rohkompost gesiebt werden und landen so auf den Beeten und Äckern, werden ins Grundwasser gespült, gelangen ins Meer und damit unweigerlich in unsere Nahrungskette. Das bedeutet: Mikroplastik in unserem Trinkwasser und unseren Nahrungsmitteln. Was viele einfach nicht wissen: Nicht nur die herkömmliche Plastiktüte besteht aus „Erdöl“, auch „kompostierbare Plastiktüten“ dürfen einen Anteil „Erdöl“ enthalten, der sich zwar zersetzt, aber eben nicht biologisch abgebaut wird. Diese Tüten erfüllen die Euro-Norm, wenn sich nach zwölf Wochen 90 Prozent der Tüte in Teile zersetzt hat, die kleiner als zwei Millimeter sind und wenn nach sechs Monaten 90 Prozent der Tüte biologisch abgebaut sind. Damit sind diese Tüten de facto nicht 100 Prozent biologisch abbaubar und überschreiten zudem die Verweilzeiten in unseren Anlagen deutlich. Allein können wir der zunehmenden Verunreinigung des wertvollen Rohstoffes Bioabfall nicht viel entgegensetzen. Deshalb haben sich erstmalig Abfallwirtschaftsbetriebe aus ganz Norddeutschland – darunter auch die Stadtentsorgung Rostock GmbH und die Hanse- und Universitätsstadt Rostock – vereinigt und gemeinsam eine große Informations- und Aufklärungskampagne auf den Weg gebracht, um sämtliche Störstoffe, aber vor allem die Plastiktüte und die „kompostierbare Plastiktüte“, aus den Biotonnen zu verbannen.

Am 20. April 2018 fällt der große Startschuss für 24 Betriebe und Kommunen aus Schleswig-Holstein, Niedersachen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern für diese überregionale Kampagne, die auch vom Umweltminister Schleswig-Holsteins Robert Habeck als Schirmherr unterstützt wird. In Rostock präsentierten Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt, und Henning Möbius, Geschäftsführer der Stadtentsorgung Rostock, die Kampagne „wirfuerbio“. Dabei stellten sie die wichtigsten
Kampagnen-Bausteine, vom Einsatz diverser Informationsmaterialien wie einem Flyer, Anzeigenvorlagen, einem CityLight-Plakatmotiv und Tonnenaufklebern für Bioabfallbehälter  bis hin zur Nutzung von Online-Medien, vor und erklärten im Detail, warum die Plastiktüte aus der Biotonne verbannt werden muss. Senator Holger Matthäus enthüllte symbolisch die Key-Visuals der Kampagne und betonte: „Unter dem Motto wirfuerbio – Biomüll kann mehr bündeln wir unsere Kräfte und wollen gemeinsam die Verunreinigung im Bioabfall minimieren und die Qualität der aus Bioabfall gewonnenen Komposterde verbessern. Unser großes Ziel ist die nachhaltige Verwertung von Bioabfällen, denn davon haben wir alle etwas: ökonomisch und ökologisch.“ Kein Plastik in die Biotonne! – so lautet der Apell von Holger Matthäus und der Stadtentsorgung Rostock an die Öffentlichkeit.

Alternative Bioabfallsammlung im Haushalt

„Auch uns ist bewusst, dass die Entsorgung von Bioabfällen nicht zu den angenehmsten Aufgaben im Haushalt zählt“, so Henning Möbius von der Stadtentsorgung Rostock. „Dennoch ist es wichtig, dass alle an dieser Stelle mitwirken, denn nur gemeinsam können wir etwas verändern. Bioabfälle sollten im besten Fall lose in einem dafür vorgesehenen Behälter gesammelt und direkt ohne Behälter in die Biotonne entleert werden. Auch die Sammlung in einer Papiertüte ist eine sinnvolle Alternative. Dafür eignet sich unsere eigens konzipierte und im „wirfuerbio-Look“ gekennzeichnete Kampagnenpapiertüte, die in einer Kooperation mit der Großmarkt Rostock GmbH auf den Wochenmärkten in Rostock zum Einsatz kommen wird oder jede andere Papiertüte, die zu 100 Prozent aus Papier besteht.“ Sollte gar kein Weg an der Sammlung Ihres Bioabfalls in Plastiktüten vorbeigehen, so bitten wir darum, den wertvollen Inhalt dieser Tüte in die Biotonne zu entleeren und die Plastiktüte nicht in der Biotonne zu entsorgen.

Weitere Informationen unter:
http://www.wirfuerbio.de
facebook.com/wirfuerbio.de
http://www.stadtentsorgung-rostock.de

StadtHalle Rostock im neuen Gewand – multifunktionales Kongress- und Eventcenter offiziell eröffnet

Nutzungsmöglichkeiten und Wettbewerbsfähigkeit verbessert


18.4.2018 – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Mittwoch in Rostock gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Roland Methling und Rostocks Messechefin Petra Burmeister das neue multifunktionale Kongress- und Eventcenter (ehemalige Stadthalle) in der Hansestadt Rostock offiziell eröffnet. „Die StadtHalle Rostock erstrahlt im neuen Gewand. Sie wurde deutlich erweitert und ausgebaut. Mit der Vergrößerung der Foyer- und Veranstaltungsflächen sowie der Bereitstellung zusätzlicher Besucherplätze verbessern sich die Nutzungsmöglichkeiten und die Wettbewerbsfähigkeit als Veranstaltungsort wird weiter verbessert“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Platz für deutlich mehr Besucher

Die StadtHalle der Hansestadt Rostock ist 1979 errichtet worden. Mit Abschluss der Bauarbeiten beträgt die Netto-Grundfläche rund 17.640 Quadratmeter. Der Vorplatz, die Fassade, der Hallenfußboden und die Beleuchtung wurden erneuert, eine Behinderten-Bühne und ein Aufzug zur Verbesserung der behindertengerechten Erschließung wurden eingebaut, zusätzliche sanitäre Anlagen entstanden. Mit dem Einbau einer neuen Tribünenkonstruktion erfolgte eine Erhöhung der Besucherplatzkapazität und mit der einhergehenden Kapazitätserweiterung der Nettofläche um ca. 2.200 qm wurde der Foyerbereich vergrößert. Die Anzahl der Besucherplätze liegt zukünftig bei insgesamt 6.600 Stehplätzen und 5.179 Sitzplätzen. „Die erfolgten Um-, Aus- und Modernisierungsarbeiten waren unumgänglich. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass bei Großveranstaltungen oder Kongressen die Besucherkapazitäten nicht mehr ausreichten und dass die vorhandene Technik den heutigen Anforderungen teilweise nicht mehr entsprach. Neue Zielgruppen können für Veranstaltungen oder auch Kongresse künftig noch besser erschlossen werden“, so Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph weiter.

Vorwiegend heimische Firmen am Bau beteiligt

Die aktive Bauphase betrug ein Jahr, wobei die StadtHalle nur sechs Monate geschlossen war. Der Wirtschaftsstaatssekretär dankte allen am Bau Beteiligten für die Unterstützung vor Ort. „In der Hauptphase waren bis zu 50 Firmen aktiv tätig. Trotz der teilweise sehr knappen Lieferfristen ist es gelungen, den vorgegebenen Zeitplan einzuhalten. Nahezu alle Aufträge sind von Baufirmen aus unserem Bundesland umgesetzt worden. Das steht symbolisch für die Leistungsstärke und die hohe Qualität unserer heimischen Unternehmen“, betonte Rudolph vor Ort.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für Modernisierung sowie den Um- und Ausbau der Rostocker StadtHalle betragen rund 16,9 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,2 Millionen Euro.

Infrastrukturmaßnahmen in Rostock

Seit 2007 wurden 44 Infrastrukturmaßnahmen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie unter anderem mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Hansestadt Rostock umgesetzt. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Vorhaben mit einem Zuschuss in Höhe von 182,33 Millionen Euro. Damit konnten Gesamtinvestitionen in Höhe von 223,77 Millionen Euro ausgelöst werden. Von den 44 Maßnahmen sind 14 touristische Infrastrukturmaßnahmen. Das Wirtschaftsministerium hat die Vorhaben mit einem Zuschuss von 82,22 Millionen Euro unterstützt. Damit sind Gesamtinvestitionen von 101,01 Millionen Euro ausgelöst worden. So wurden Zuwendungen unter anderem für den Neubau des Liegeplatzes 8 in Warnemünde, für den Neubau der Uferpromenade (Kaianlage) – Silohalbinsel im Bereich des Ludewigbeckens, für das Haus des Tourismus, für den Neubau des Darwineums im Zoo Rostock oder für den Neubau des Polariums im Zoo ausgereicht. „Wir werden auch künftig weiter Investitionen in die Infrastruktur unterstützen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

FrühjahrsErwachen: Osteuropa zu Gast im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin

FrühjahrsErwachen am 29. April 2018: Osteuropa zu Gast im Schleswig-Holstein-Haus / In Florentines Gefolge durch die Innenstadt

Die Klezomanen © Angelika Lindenbeck

Die Klezomanen © Angelika Lindenbeck

Mit dem „FrühjahrsErwachen“ beginnt alljährlich der Schweriner Kultur- und Gartensommer. Während am 29. April offene Geschäfte und Einkaufszentren der Innenstadt am verkaufsoffenen Sonntagnachmittag von 13.00 bis 18.00 Uhr zum Bummeln einladen, begegnen Kulturbegeisterte auf dem Markt und in den Straßen der Altstadt Musikern und  Fabelwesen, um gemeinsam den Beginn des Frühlings zu feiern. Unter dem Motto „Osteuropa zu Gast im Schleswig-Holstein-Haus“ lädt das städtische Kulturforum ab 13.00 Uhr zu vielfältigen Aktionen und Begegnungen im Haus und Garten ein. Das Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß erwartet Gartenfreunde bereits ab 10.00 Uhr zum blütenreichen Pflanzenmarkt. Um 13.00 Uhr  eröffnen „Die Klezomanen“ vor dem Schleswig-Holstein-Haus mit Musik aus Ungarn, Rumänien, Russland sowie mit selbst komponierten Stücken das rauchende Frühlingsfest. Danach sind sie jeweils um 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr auf dem Markt zu erleben. Dort und in den Straßen der Innenstadt faszinieren weitere Musikanten und Bands die Passanten mit feurigen Rhythmen. „Florentina die Wunderblume“ auf ihren Stelzen, „Clown Fine“ und weitere lieb gewonnene Fabelwesen bringen Groß und Klein zum Staunen und manch einer wird sich wundern, dass man auf einem Klavier nicht nur spielen sondern auch tanzen kann. Wer pflastermüde wird, ruht mitten auf dem Markt im Liegestuhl aus, wird bei kreativer und sportlicher Betätigung wieder fit oder nimmt eine Erfrischung in der „Außenbar“ des Weinhauses Wöhler. Derweil nimmt das Fest im Schleswig-Holstein-Haus mit Konzerten, Aktionen in der Druckwerkstatt, Märchen, Kurzfilmen, Köstlichkeiten, Sport und Spiel seinen Lauf, bevor Igor Storozhenko, Sänger am Mecklenburgischen Staatstheater, Puschkin und andere Dichter in russischen Romanzen, Liedern und Arien seine klangvolle Stimme verleiht.

Das Programm im Überblick

  • Natalija Losewa und Walentyna W. Piliptschuk: ukrainische Lieder auf der Bandura | 13.30 und 16.00 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus
  • „Bestimmt verstimmt“: auf dem Klavier wird gespielt und getanzt | 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr in der Schmiedestraße/Ecke Bischofstraße
  • „Sherele“: Klezmermusik mit Geigen, Flöten, Klarinetten, Cello, Gitarre, Witz und Leichtigkeit | ab 14.00 Uhr in der Schloßstraße
  • Anton Kryukov auf dem Bajan | 14.30 im Schleswig-Holstein-Haus | 15.30 Uhr in der Buschstraße | 17.00 Uhr  Zum Feinspitz
  • Ensemble Nachtigall / KONcondois: feurige Klänge aus Osteuropa | 14.30 und 15.30 Uhr auf dem Markt
  • Tatiana Grunemann, Gesang & Timo Bautsch, Gitarre: russische Volkslieder, Gecovertes, Eigenes | 14.30 in der Buschstraße | 15.00 Uhr im „Pocket-Garden“ Münzstraße/Fischerstraße
  • Christian Lübcke, Piano & Fjolla Dobratiq, Gesang: albanische Volkslieder und neue Klänge | 15.00 Uhr Zum Feinspitz | 16.00 Uhr im „Pocket-Garden“ Münzstraße/Fischerstraße
  • „Mary Jane & The Baltic Sweet Jazz Orchestra“: Jazz und Swing | ab 15.00 Uhr in der Mecklenburgstraße
  • Igor Storozhenko, Gesang & Elena Tomilova, Klavier: Puschkin und andere Dichter in russischen Romanzen, Liedern und Arien vom 18. bis 20. Jahrhundert | 17.00 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus
  • Auf dem Markt und in den Straßen unterwegs: „Florentina die Wunderblume“: Stelzenperformance Maria Hartl / Clown Fine: Spaß und viele Seifenblasen / BUGA-Maskottchen „Fiete“ in charmanter Begleitung / Schlossgeist „Petermännchen“ und Damen und Herren in höfischer Tracht und vieles mehr.
  • Noch mehr FrühlingsErwachen gibt es im Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin. Wer seine Schritte hier her lenkt, kann bereits ab 10.00 Uhr auf dem Pflanzenmarkt für Gartenfreunde fündig werden.

Gesundheitspreis in Schwerin vergeben

Familien brauchen Unterstützung – stärkere Sicherung der spezialärztlichen Versorgung für Kinder und Jugendliche

18.4.2018 – Die Preisträger für den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 stehen fest. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat gemeinsam mit der Ärztekammer und der AOK Nordost vier Auszeichnungen in Schwerin übergeben. „Der Preis macht in besonderer Weise auf ein sensibles und immer bedeutender werdendes Thema aufmerksam. Familien brauchen Unterstützung durch Projekte, die das gemeinsame Leben erleichtern. Dabei helfen oft auch kleine Ideen, Großes im Alltag für die Betroffenen zu erleichtern“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Dr. Stefan Rudolph vor Ort. „Trotz und mit ihrer chronischen Erkrankung sollen Kinder ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft finden. Dazu müssen sie bestmögliche Unterstützung erfahren und lernen, mit ihrer Krankheit zu leben“. Mit der Auszeichnung werden Projekte und Initiativen gewürdigt, die betroffene Familien aktiv dabei unterstützen, selbstständig und selbstbewusst ihren Alltag zu meistern.

11 Bewerber – vier Preisträger

Bereits zum dritten Mal hat die Selbstverwaltung der AOK Nordost zusammen mit der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern ausgeschrieben. Der Wettbewerb stand unter dem Motto: Damit können wir leben! Unser Beitrag für chronisch kranke Kinder und deren Eltern. Die Auszeichnung, die seit dem Jahr 2013 alle zwei Jahre vergeben wird, steht unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Harry Glawe. Sie ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert. Eine fachkundige Jury hat unter den elf Bewerbern vier Preisträger ausgewählt, die mit ihren Ideen und Netzwerken beispielgebend auf die Bedürfnisse von erkrankten Kindern und deren Familien eingehen. Es werden die Projekte der Kinderfördertagesstätte „Gänseblümchen“ in Rostock, der Elternkreis drogenabhängiger und drogengefährdeter Jugendlicher in Rostock, die Pro-Fil Kindernachsorge gGmbH in Schwerin sowie das Sozialpädiatrische Zentrum Vorpommern in Greifswald unterstützt.

Stärkere Sicherung der spezialärztlichen Versorgung

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph forderte vor Ort eine stärkere Sicherung der spezialärztlichen Versorgung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher. Er kündigte im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz im Juni einen entsprechenden Antrag an, der genau diese Thematik aufgreift. „Dabei geht die Forderung dahin, neue ambulante Möglichkeiten zur Leistungserbringung für kinder- und jugendmedizinische Zentren an Krankenhäusern zu eröffnen, die über die erforderliche Expertise verfügen. Eines steht aber für mich fest: Gerade chronisch kranke Kinder brauchen unsere Unterstützung und erreichbare hochqualifizierte Behandlungsmöglichkeiten gehören dazu“, erläuterte Rudolph abschließend.

Die Preisträger im Kurzporträt

Kinderfördertagesstätte „Gänseblümchen“ in Rostock

Die Kinderfördertagesstätte „Gänseblümchen“ in Rostock erhält den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 über 9.000 Euro für ihr Projekt „Musik verbindet, motiviert und schlägt Brücken“. In der spezialisierten Kita werden schwerst- und mehrfachbehinderte Kinder betreut, darunter auch Kinder mit chronischen Erkrankungen. Im Musikprojekt können Kinder Musik wahrnehmen, ausprobieren und erkunden. Die musikalische Früherziehung erfolgt im vierten bis sechsten Lebensjahr, fördert neben den musischen auch die psychomotorischen Fähigkeiten und kann für Kinder und Eltern eine therapeutische Wirkung entfalten. In der Betreuung durch ein interdisziplinäres Team werden verschiedene musikalische Projekte in Gruppen- und Einzelförderung umgesetzt. Das Musikprojekt mit seinem interkulturellen Ansatz fördert ganzheitliches Erleben und ist gut zum Nachahmen geeignet.

Elternkreis drogenabhängiger und drogengefährdeter Jugendlicher in Rostock

Die Selbsthilfegruppe Elternkreis drogengefährdeter und drogenabhängiger Jugendlicher Rostock erhält den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 über 9.000 Euro. Das Modellprojekt zur Selbsthilfe und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung von Eltern und Angehörigen drogenabhängiger und gefährdeter Jugendlicher und junger Erwachsener schließt in vorbildlicher Weise den Kreis zwischen den betroffenen Patienten, Therapeuten und Eltern. Die Initiative führt regelmäßig Eltern-Patienten-Gespräche in einer Suchtklinik durch, organisiert gemeinsame Wanderungen, Grillfeste und Adventsfeiern. Ein wichtiges Anliegen der Gruppe ist es, ihre Erfahrungen öffentlich zu teilen und weiterzugeben. So helfen sie Menschen in ähnlicher Lage, ihre familiäre Situation aktiv anzugehen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Eltern, Therapeuten, Notaufnahmeeinrichtung, Jugendamt und Polizei wird systematisch weiterentwickelt.

Pro-Fil Kindernachsorge gGmbh in Schwerin

Den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 über 9.000 Euro erhält die Pro-Fil Kindernachsorge gGmbH beim Sozialpädiatrischen Zentrum Mecklenburg in Schwerin mit ihrem Projekt „Begleitung von Geschwisterkindern“. Im Sozialpädiatrischen Zentrum werden seit 2007 jährlich 300 Kinder bis zum 14. Lebensjahr beim Übergang von der stationären zur häuslichen Betreuung begleitet, darunter zahlreiche Frühgeborene sowie Kinder mit onkologischen Erkrankungen, Herzfehlern und Brandverletzungen. Mit dem Projekt „Begleitung von Geschwisterkindern“ chronisch kranker Kinder will die Pro-Fil Kindernachsorge nun neue Wege bei der Nachbetreuung von Familien gehen. Im Mittelpunkt dieses Projektes stehen die Geschwisterkinder. Regelmäßige Beratungsangebote und Geschwistertage sollen das Risiko psychischer Auffälligkeiten bei Geschwisterkindern verringern und die Kommunikation zwischen der Familie und den Experten des Sozialpädiatrischen Zentrums verbessern

Sozialpädiatrisches Zentrum Vorpommern in Greifswald

Das Projekt „Fahrtwind“ des Sozialpädiatrischen Zentrums Vorpommern in Greifswald erhält den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 über 3.000 Euro. Das Zentrum betreibt seit 1998 einen Sportverein, der auch sozial schwachen Familien offensteht. In der Segelgruppe „Fahrtwind“ in Kooperation mit dem Greifswalder Segelverein werden adaptive und soziale Fähigkeiten im Rahmen einer Trainingswoche befördert, detaillierte Ziele festgelegt und die Ergebnisse bewertet. So fördert das Projekt Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und psychischen Erkrankungen. Die Kinder lernen ihren Alltag selbstständig zu gestalten. Sie bauen Ängste ab, verbessern ihre Koordination und entwickeln Sozialkompetenz. In Kooperation mit der Kommune, dem Land, Sportvereinen und Sponsoren wird das Projekt langfristig weiterentwickelt. Das übertragbare Projekt wurde in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift vorgestellt.

Der F. C. Hansa Rostock trauert um Peter Schmidt

Peter Schmidt

Peter Schmidt, Foto: Joachim Kloock

13.4.2018 (F. C. Hansa Rostock) – Mal war er laut, mal war er leise. Mal war er poltrig und mal war er sanft. Die „Jungschen“ unter Euch werden ihn nicht mehr kennen, die „Alten“ konnten ihn entweder gut leiden oder haben sich an ihm gerieben. Es gab kein Zwischending. Aber alle sind sich einig, Hansa stand bei ihm bis zu seinem letzten Tag an erster Stelle. Im Kopf und im Herzen.

Dieser letzte Tag ist heute nun gekommen.

Peter Schmidt, der langjährige Fanbeauftragte und Fanbetreuer des F. C. Hansa Rostock, der Initiator der Weihnachtsfeier für Menschen mit Behinderungen und 1. Vorsitzende des Fanprojektes hat seine Reise in den weiß-blauen Himmel angetreten.

Peter Schmidt, geboren am 28.12.1961 und gestorben am Freitag, dem 13.04.2018

Bildunterschrift:  24.03.2014: Peter Schmidt vor dem Rostocker Rathaus

Peter Schmidt ist von April bis November auf Rostocks Fahrradwegen als Radwegwart unterwegs. Sein Einsatz als Mitarbeiter der Stadtentsorgung Rostock GmbH wurde durch Beauftragung des Amtes für Umweltschutz möglich. Ausgestattet mit einem modernen Elektrofahrrad samt Anhänger, Besen und Schaufel wird er das Radwegenetz auf Belagsschäden, Beschilderung und Wildwuchs kontrollieren.

Blumengruß aus Russland

Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will. (Henri Matisse)

Hommage an die Blumen, ein Werk von Alex Doll

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Sehenswerte Ausstellung in der Kunsthalle Rostock vom 21. April bis zum 13. Mai 2018.